SK Hynix: Dieser Top-Analyst rät jetzt zum Kauf!

Max Gross Max Gross
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Max Gross verfügt über langjährige Börsenerfahrung, davon fünf Jahre als Redakteur bei einem der führenden Anlegermagazine Deutschlands. Für ARIVA.DE bereitet er Markt- und Unternehmensentwicklungen fundiert, praxisnah und mit klarem Fokus auf Anlageentscheidungen auf. Sein Schwerpunkt liegt auf US-Aktien, Dividendenwerten und Value-Titeln. Ziel seiner Arbeit ist es, Anlegerinnen und Anlegern relevante Informationen, konkrete Investmentideen und belastbare Impulse für den langfristigen Vermögensaufbau zu liefern. Dafür setzt er auf die Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse.

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RAM-Riegel (Symbolbild).
© Harrison Broadbent auf Unsplash.
Die Anteile des südkoreanischen Speicherchipherstellers SK Hynix wurden zuletzt crashartig verkauft. Die Schweizer Großbank UBS sieht darin eine Chance!
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Speicherchiphersteller im freien Fall

Nach einer sehr starken ersten Jahreshälfte befinden sich Halbleiterwerte inzwischen im freien Fall. Vor allem die südkoreanischen Speicherchiphersteller Samsung und SK Hynix waren in den vergangenen Tagen von crashartigen Verkäufen betroffen – gehebelte Wetten und Aktienkäufe auf Kredit hatten mit zum steilen Anstieg der Anteile beigetragen.

Jetzt zahlen Anlegerinnen und Anleger die Zeche für ihre Gier und werden zu Hunderttausenden liquidiert. Am Mittwochabend berief die südkoreanische Regierung sogar eine Sondersitzung ein. Selbst die in den vergangenen Tagen vorgelegten Quartalsergebnisse beider Unternehmen, die eine sehr starke Geschäftsentwicklung demonstrierten, konnten dem Abverkauf bislang nichts entgegensetzen.

Werte aus dem Artikel:
Samsung (ADR) Aktie 2.655 € -0,75%
Samsung GDR St Aktie 3.620 € -1,63%
SK Hynix Aktie 954,00 € -1,45%
SK Hynix Aktie 125,00 € +0,82%

SK Hynix sammelt gleich zwei Kaufempfehlungen ein

Nachdem die Anteile von SK Hynix, das von der hohen Nachfrage nach Speicher mit hoher Bandbreite (HBM) profitiert, die in KI-Beschleunigern zum Einsatz kommen, gegenüber ihren Allzeithochs bereits mehr als die Hälfte an Wert verloren haben, hat die Schweizer Großbank UBS das Papier jetzt in seine Coverage aufgenommen und zum Kauf empfohlen.

Analyst Nicolas Gaudois, der laut dem Vergleichsportal für Wall-Street-Expertinnen und -experten TipRanks ein Top-Analyst mit einer Trefferquote von bislang 93 Prozent und einer durchschnittlichen Rendite von 46,2 Prozent ist, sieht nach dem Absturz die Chance zum Einstieg gekommen. Er hat die in den USA gehandelten Hinterlegungsscheine (ADR) mit einem Kursziel von 204 US-Dollar versehen, was gegenüber dem Schlusskurs vom Mittwoch eine Upside von 60,9 Prozent bedeutet.

In seiner Studie verweist Gaudois auf "dramatische" Veränderungen innerhalb der Speicherchip-Branche mit Rückenwind durch agentische KI, welche zu einem erhöhten Bedarf an Rechenleistung und einem Nachfragewachstum von 36 Prozent bei DRAM- sowie von 23 Prozent bei NAND-Speicher führen soll.

Seiner Einschätzung nach spiegelt das aktuelle Kurs- und Bewertungsniveau "nicht in vollem Umfang die strukturell höhere Profitabilität, die verbesserten Barmittelzuflüsse sowie die vergrößerten Möglichkeiten, Mehrwerte für Anleger zu kreieren" wider. Dieser Meinung hat sich auch die britische Großbank Barclays angeschlossen, welche ihre bereits bestehen Kaufempfehlung für die Aktie mit einem Kursziel von sogar 300 US-Dollar bestätigt.

Aktie vorerst auf Erholungskurs ...

Verschärfte US-Notenbankpräsident Kevin Warsh mit seiner Pressekonferenz am Mittwochabend noch den Abwärtsdruck am Aktienmarkt und dort vor allem in der Halbleiterbranche, zeigen sich Unternehmensanteile am Donnerstag nach den starken von Microsoft wieder freundlicher.

Zwar verlief der Handel in Südkorea erneut ruppig mit weiteren Verlusten für den Leitindex KOSPI, die US-Hinterlegungsscheine von SK Hynix zeigten sich am Donnerstagmittag jedoch erholt mit Gewinnen von bis zu 4 Prozent. Die positiven Analystenstimmen verfehlten ihre Wirkung also nicht. Um zumindest seinen US-Ausgabepreis von 149 US-Dollar wieder zu erreichen, muss sich die Aktie noch ein gutes Stück steigern.

In Südkorea liegt sie gegenüber dem Jahreswechsel trotz des Crashs in den vergangenen Wochen noch immer rund 121 Prozent im Plus, gegenüber dem Stand vor einem Jahr sogar mit 413 Prozent. Das zeigt, wie hoch die Dynamik hier bereits war.

29.07.26 - ARIVA.DE Redaktion

Fazit: ... doch Zweifel und Unsicherheit dürften bleiben

Die Anteile des südkoreanischen Speicherchipherstellers SK Hynix bemühen sich am Donnerstag nach positiven Analystenkommentaren um Wiedergutmachung und eine Erholung. Wie nachhaltig diese sein kann, wird sich in den kommenden Tagen aber zeigen müssen, denn der Crash in Südkorea hat ein Problem offenbart.

Nicht Fundamentaldaten, sondern Liquidität haben in den vergangenen Monaten das Geschehen bei Halbleiterwerten bestimmt. Wenn diese jetzt dauerhaft versiegt und in anderen Branchen gelandet sein sollte, wird eine nachhaltige Erholung kurz- und mittelfristig ein schwieriges Unterfangen. Allzu bald dürfte die KI-Branche ihre Sorgen um finanzielle Nachhaltigkeit angesichts der gigantischen Investitionen nicht loswerden. Auch das könnte das Zurückgewinnen von Vertrauen erschweren.

Optisch mag SK Hynix mit einem KGVe 2026 von 4,2 (laut MarketScreener) günstig erscheinen, doch das gilt für Halbleiterwerte am oder nahe des Zykluswertes immer und ist ebenfalls kein Garant für eine dauerhafte Erholung der Aktie.

Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross


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