Schwellenländer bleiben nach Einschätzung von Franklin Templeton attraktiv, weil viele Investoren nach der Rallye der vergangenen 18 Monate noch immer untergewichtet seien. Marcus Weyerer sieht vor allem in Rohstoffen, Energie und kritischen Technologien wichtige Treiber.
Der Iran-Konflikt verschärft die Unterschiede zwischen den Märkten. Der Ölpreis stieg zeitweise von rund 60 auf 120 US-Dollar je Barrel. Davon profitieren Energieexporteure, während Importländer stärker unter Druck geraten. Indien gilt als besonders anfällig. Brasilien sieht Franklin Templeton dagegen klar im Vorteil, weil das Land Öl, Nahrungsmittel, Industriemetalle und seltene Erden exportiert.
Auch Südkorea bleibt ein Favorit. Rund 80 Prozent der weltweiten High-Bandwidth-Memory-Chips stammen aus dem Land, vor allem von Samsung und SK Hynix. Diese Speicher gelten als Schlüsseltechnologie für Anwendungen der künstlichen Intelligenz. Die Kapazitäten für 2026 seien bereits ausverkauft, neue Produktionslinien kämen erst ab Mitte 2027 hinzu.
China bewertet Weyerer differenziert. Die jüngste Kursschwäche sei teilweise politisch gewollt, weil Peking übermäßige Spekulation bremsen wolle. Langfristig bleibe das Land wegen seiner technologischen Stärke und seiner Bedeutung für das Wachstum der Schwellenländer interessant.
Eine ähnliche Linie verfolgt James Syme von J O Hambro. Er sieht Schwellenländer in einem neuen Umfeld, in dem Energiesicherheit, Rohstoffzugang und robuste Lieferketten stärker zählen als pauschale Wachstumsfantasie. Gewinner könnten vor allem Brasilien und ausgewählte asiatische Technologiemärkte sein.
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