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Shell Aktie (ADR)

Aktie
74,24 $
+0,83 $
+1,13%
63,780 € 16.01.26
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
177,20 Mrd. €
Streubesitz
86,97%
KGV
12,09
Dividende
0,72 $
Dividendenrendite
0,96%
Faktor
0.5
Originalaktie
Shell Aktie (ADR) Chart

Unternehmensbeschreibung

Shell plc ist ein integrierter, international tätiger Energiekonzern mit Fokus auf fossile Brennstoffe und deren schrittweise Ergänzung durch niedrigere CO₂-Optionen. Das Geschäftsmodell basiert auf der vertikalen Wertschöpfungskette von der Exploration über die Förderung und Verarbeitung bis zur Vermarktung von Energieprodukten. Shell kombiniert Upstream-Aktivitäten in Öl- und Gasförderung mit Midstream-Logistik und einem globalen Downstream-Geschäft für Kraftstoffe, Schmierstoffe, Chemikalien und Strom. Der Konzern agiert in mehr als 70 Ländern und nutzt seine Skala, Infrastruktur und Handelskompetenz, um Versorgungssicherheit sowie Portfolio-Optimierung über physische und finanzielle Märkte hinweg zu realisieren. Für institutionelle und private Anleger bleibt Shell ein typischer Vertreter eines global diversifizierten, rohstoffnahen Energiewertes mit hoher Abhängigkeit von regulatorischen Rahmenbedingungen und Rohstoffpreiszyklen.

Mission und strategische Ausrichtung

Shell beschreibt seine Mission als Bereitstellung immer stärker dekarbonisierter Energie bei gleichzeitiger Sicherstellung zuverlässiger Versorgung und wettbewerbsfähiger Renditen. Strategisch verfolgt das Management eine schrittweise Transformation vom traditionellen Öl- und Gasfokus hin zu einem Portfolio, das einen wachsenden Anteil an Erdgas, Flüssigerdgas (LNG), Strom, Biokraftstoffen und Wasserstoff umfasst. Der Konzern positioniert sich als Brückenanbieter in der Energiewende, mit dem Anspruch, Emissionen im eigenen Betrieb zu reduzieren und Kunden bei der Senkung ihres CO₂-Fußabdrucks zu unterstützen. Zentrale Leitlinien sind Kapitaleffizienz, disziplinierte Allokation von Investitionen, Stärkung der Bilanz, Ausschüttungspolitik zugunsten der Aktionäre und Priorisierung von Projekten mit robusten Renditeprofilen über den Zyklus hinweg.

Produkte und Dienstleistungen

Shell bietet ein breites Spektrum an Energie- und petrochemischen Produkten für Privat-, Geschäfts- und Industriekunden. Dazu gehören klassische Mineralölprodukte wie Benzin, Diesel, Kerosin, Heizöl und Schweröl, ergänzt um hochwertige Schmierstoffe und Spezialöle. Im Gas- und LNG-Geschäft liefert Shell Erdgas für Stromerzeugung, Industrieprozesse und Haushalte sowie Flüssigerdgas für den globalen Handel und als Treibstoff in der Schifffahrt. Im Bereich Chemikalien und Derivate stellt Shell Grundchemikalien, Lösungsmittel, Olefine, Aromaten, Kunstharzvorprodukte und Spezialchemikalien bereit, die in zahlreichen Wertschöpfungsketten der Industrie verankert sind. Zunehmend ergänzt Shell dieses Portfolio um Stromlieferverträge, E-Mobilitätsangebote mit Ladeinfrastruktur, Biokraftstoffe, erneuerbare Kraftstoffkomponenten sowie Wasserstofflösungen für industrielle Anwendungen und Schwerlastverkehr.

Geschäftsbereiche und Organisationsstruktur

Shell gliedert sein operatives Geschäft in mehrere Business Units, die entlang der Wertschöpfungskette und nach Energieträgern strukturiert sind. Im Upstream-Segment bündelt das Unternehmen Exploration, Entwicklung und Förderung von Öl- und Gasreserven, sowohl konventionell als auch in tieferen Offshore-Regionen. Das LNG- und Gasgeschäft ist häufig separat ausgewiesen und umfasst Förderung, Verflüssigung, Transport, Handel und Regasifizierung von Erdgas. Der Bereich Downstream stellt Kraftstoffe, Schmierstoffe, Raffinerieprodukte und petrochemische Erzeugnisse her und umfasst zudem ein globales Netz von Markentankstellen. Ergänzend dazu baut Shell Aktivitäten in integrierten Energie- und Stromgeschäften aus, etwa über erneuerbare Stromerzeugung, Energiespeicher, Ladeinfrastruktur und Energiehandelsplattformen. Die organisatorische Struktur wird regelmäßig angepasst, um Portfolio-Verschiebungen, Kostensenkungsprogramme und veränderte regulatorische Rahmenbedingungen abzubilden.

Unternehmensgeschichte

Shell entstand im frühen 20. Jahrhundert aus der Fusion der Royal Dutch Petroleum Company und der britischen Shell Transport and Trading Company. Die Marke Shell, ursprünglich aus dem Handel mit Muscheln und Kerosin hervorgegangen, entwickelte sich früh zu einem Symbol des internationalen Ölgeschäfts. Über Jahrzehnte war Shell eng mit der Ausweitung der globalen Öl- und Gasindustrie verbunden, von frühen Fördergebieten im Nahen Osten und in Südostasien über Nordseeprojekte bis hin zu tiefen Offshore-Feldern. Im Laufe der Zeit folgten Phasen intensiver Expansion, Nationalisierungen in Förderländern, technische Durchbrüche in Exploration und Produktion sowie Anpassungen an geopolitische Schocks und Ölpreiszyklen. In den 2000er-Jahren rückten Corporate Governance, Transparenz und Nachhaltigkeit stärker in den Mittelpunkt, nicht zuletzt nach Bilanzdiskussionen zu Reserven. In den vergangenen Jahren wandelte sich die Holdingstruktur in eine vereinheitlichte plc mit steuerlichem Sitz im Vereinigten Königreich, begleitet von einem moderaten strategischen Schwenk in Richtung Dekarbonisierung und Energiewende, ohne den fossilen Kern des Portfolios kurzfristig aufzugeben.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Shell verfügt über mehrere potenzielle Burggräben, die auf Skala, Integration und technischer Expertise beruhen. Das Unternehmen betreibt eines der weltweit größten integrierten LNG-Portfolios, was Zugang zu vielfältigen Märkten, Flexibilität im Handel und die Möglichkeit zur Arbitrage zwischen Regionen bietet. Die Kombination aus Upstream-Assets, umfangreicher Raffinerie- und Petrochemie-Kapazität, globaler Tankstellenpräsenz sowie Handels- und Logistiknetzwerken schafft Eintrittsbarrieren für neue Wettbewerber. Shells Markenbekanntheit und die starke Präsenz im Premium-Schmierstoffsegment stützen einen gewissen Preissetzungsspielraum. Hinzu kommt technologisches Know-how in komplexen Offshore-Projekten, verflüssigtem Erdgas, Prozessoptimierung und digitalen Lösungen zur Überwachung und Steuerung von Anlagen. Diese Faktoren wirken als Moat, werden jedoch langfristig durch den regulatorischen und gesellschaftlichen Druck zur Dekarbonisierung sowie durch disruptive Technologien im Bereich erneuerbare Energien und Speicher herausgefordert.

Wettbewerbsumfeld

Shell konkurriert mit anderen internationalen Öl- und Gaskonzernen sowie mit spezialisierten Energie- und Chemieunternehmen. Zu den wichtigsten globalen Wettbewerbern zählen integrierte Energiekonzerne wie BP, TotalEnergies, ExxonMobil und Chevron, die ähnliche Wertschöpfungsketten abdecken. Daneben stehen nationale Ölgesellschaften mit staatlicher Unterstützung, die große Ressourcenbasen kontrollieren und häufig andere Rendite- und Risikoprofile aufweisen. Im Bereich Raffinerie, Marketing und Chemikalien konkurriert Shell mit regionalen Ölgesellschaften, unabhängigen Raffinerien und globalen Chemiekonzernen. In den Segmenten Strom, erneuerbare Energien, Ladeinfrastruktur und Wasserstoff trifft Shell zunehmend auf neue Wettbewerber, darunter Versorger, unabhängige Stromerzeuger, Technologie- und Infrastrukturunternehmen sowie spezialisierte Start-ups. Der Wettbewerbsdruck in der Energiewende erhöht sich, weil Kapital zunehmend in emissionsärmere Geschäftsmodelle umgelenkt wird und regulatorische Vorgaben Markteintritt und Margen beeinflussen.

Regionale Präsenz und Branchenumfeld

Shell ist in nahezu allen bedeutenden Energiegroßräumen aktiv, mit Schwerpunkten in Europa, Nordamerika, Afrika, dem Nahen Osten sowie der Asien-Pazifik-Region. Die geografische Diversifikation soll politische Risiken, regulatorische Eingriffe, Förderbedingungen und Nachfragezyklen teilweise ausgleichen. In der Öl- und Gasbranche bildet Shell einen Kernbestandteil der globalen Angebotsstruktur, insbesondere über seine LNG-Aktivitäten und seine Rolle in der Versorgung von Industrie, Verkehr und Luftfahrt. Die Branche befindet sich in einem Spannungsfeld aus Bedarf an zuverlässiger Energieversorgung, Klimapolitik, CO₂-Bepreisung, Elektrifizierung sowie zunehmender Energieeffizienz. In etablierten Märkten verschärfen Klimaziele und Emissionsstandards die Anforderungen, während aufstrebende Volkswirtschaften weiterhin eine wachsende Nachfrage nach Energie aufweisen. Shell muss sich in diesem Umfeld zwischen langfristiger Dekarbonisierung, geopolitischer Volatilität, volatilen Rohstoffpreisen und Investitionszyklen positionieren.

Management und Strategieumsetzung

Das Management von Shell verfolgt eine Strategie, die auf Cashflow-Generierung, Portfoliooptimierung und selektiver Transformation basiert. Dabei stehen Kostendisziplin, Effizienzsteigerungen und Priorisierung von Projekten mit attraktiven Renditen im Vordergrund. Gleichzeitig werden nicht zum Kerngeschäft passende Assets veräußert oder reduziert, um Kapital für wachstums- und zukunftsorientierte Bereiche freizusetzen. Die Unternehmensführung setzt auf einen Mix aus traditioneller Öl- und Gasförderung, Ausbau des Gas- und LNG-Segments als relativ emissionsärmerem Energieträger und Entwicklung neuer Geschäftsfelder in Strom, erneuerbaren Energien und Wasserstoff. Die Governance-Struktur unterliegt verstärkter Beobachtung durch Regulatoren, Investoren und Zivilgesellschaft, insbesondere im Hinblick auf Klimastrategie, Emissionsziele und Umgang mit Rechtsrisiken. Die Fähigkeit des Managements, die Balance zwischen kurzfristiger Renditeerwartung und langfristiger Transformation zu halten, ist für konservative Anleger ein wesentliches Beobachtungskriterium.

Besonderheiten und regulatorische Rahmenbedingungen

Shell unterliegt einer Vielzahl nationaler und internationaler Vorschriften zu Umweltschutz, Klimaschutz, Arbeitssicherheit, Steuern und Wettbewerb. Gerichtsverfahren und regulatorische Auseinandersetzungen zu Emissionen, historischen Umweltschäden oder sozialen Auswirkungen der Förderung gehören zu den wiederkehrenden Themen. Zudem ist Shell in einigen Märkten Ziel politischer Debatten über Übergewinnsteuern, Subventionsabbau und strengere Klimavorgaben. Eine Besonderheit bildet die Größe des Handels- und Logistikgeschäfts, das Shell erlaubt, aktiv im globalen Energiehandel, im Emissionsrechtehandel und im Risikomanagement über Derivate tätig zu sein. Dieser Bereich ist für Außenstehende nur begrenzt transparent und trägt zur Komplexität des Risikoprofils bei. Gleichzeitig versucht Shell, seine Klimaberichterstattung, Szenarioanalysen und Nachhaltigkeitskennzahlen detaillierter offenzulegen, um institutionellen Investoren und Aufsichtsbehörden mehr Vergleichbarkeit und Einblick zu geben.

Chancen und Risiken aus Sicht eines konservativen Anlegers

Für konservative Anleger bietet Shell mehrere potenzielle Chancen. Die integrierte Struktur und die globale Diversifikation können Cashflow-Stabilität im Vergleich zu reinen Explorations- oder Raffinerieunternehmen erhöhen. Das Gas- und LNG-Geschäft positioniert den Konzern als wichtigen Akteur in Übergangsszenarien, in denen Erdgas weiterhin eine relevante Rolle spielt. Investitionen in Strom, Ladeinfrastruktur, Biokraftstoffe und Wasserstoff eröffnen Shell die Möglichkeit, schrittweise an wachstumsstarken Segmenten der Energiewende zu partizipieren. Die Größe des Konzerns und seine Bilanzstärke erleichtern die Finanzierung capital-intensiver Projekte und sichern Zugang zu globalen Kapitalmärkten. Dem stehen erhebliche Risiken gegenüber. Die Ertragslage bleibt stark von Öl- und Gaspreisen, Konjunkturzyklen und geopolitischen Entwicklungen abhängig. Regulatorische Eingriffe, strengere Klimaziele, CO₂-Bepreisung, Verbote bestimmter Technologien und Rechtsrisiken können Geschäftsmodell, Margen und Assetwerte wesentlich beeinflussen. Langfristig besteht das Risiko, dass bestimmte fossile Vermögenswerte durch die Energiewende an Wert verlieren oder nicht mehr im geplanten Umfang genutzt werden können. Zudem verstärken gesellschaftlicher Druck, ESG-Orientierung von Investoren und mögliche Reputationsschäden die Anforderungen an Governance und Transparenz. Aus Sicht eines risikoaversen, einkommensorientierten Anlegers verlangt ein Engagement in Shell daher eine sorgfältige Beobachtung der Klimastrategie, der Kapitalallokation, der regulatorischen Entwicklungen sowie der Fähigkeit des Managements, in einem strukturell wandelnden Energiemarkt verlässlich und nachhaltig Cashflows zu generieren, ohne dass dies als Anlageempfehlung zu verstehen ist.

Kursdaten

Geld/Brief 74,24 $ / 74,45 $
Spread +0,28%
Schluss Vortag 73,41 $
Gehandelte Stücke 860.962
Tagesvolumen Vortag 48.456.594 $
Tagestief 73,72 $
Tageshoch 74,24 $
52W-Tief 58,545 $
52W-Hoch 77,465 $
Jahrestief 68,625 $
Jahreshoch 75,555 $

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30.07.25
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Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 284.312 $
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. 29.992 $
Jahresüberschuss in Mio. 29.922 $
Umsatz je Aktie 91,51 $
Gewinn je Aktie 5,18 $
Gewinnrendite +16,78%
Umsatzrendite +5,66%
Return on Investment +7,72%
Marktkapitalisierung in Mio. 194.650 $
KGV (Kurs/Gewinn) 12,09
KBV (Kurs/Buchwert) 1,09
KUV (Kurs/Umsatz) 0,68
Eigenkapitalrendite +9,03%
Eigenkapitalquote +46,00%

Dividenden Historie

Datum Dividende
14.02.2025 0,72 $ (0,68 €)
15.11.2024 0,69 $ (0,65 €)
16.08.2024 0,69 $ (0,63 €)
16.05.2024 0,69 $ (0,63 €)
15.02.2024 0,69 $ (0,64 €)
16.11.2023 0,66 $ (0,61 €)
10.08.2023 0,66 $ (0,60 €)
16.02.2023 0,57 $ (0,54 €)
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Prognose & Kursziel

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Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Düsseldorf 62,50 € -1,57%
63,50 € 19.01.26
Frankfurt 63,00 € -1,56%
64,00 € 19.01.26
Hamburg 63,50 € +0,79%
63,00 € 19.01.26
München 63,50 € 0 %
63,50 € 19.01.26
Stuttgart 62,50 € -1,57%
63,50 € 19.01.26
L&S RT 63,25 € -0,39%
63,50 € 19.01.26
NYSE 74,25 $ +1,13%
73,42 $ 16.01.26
Nasdaq 74,24 $ +1,13%
73,41 $ 16.01.26
AMEX 74,165 $ +1,12%
73,34 $ 16.01.26
Tradegate 63,00 € -2,33%
64,50 € 19.01.26
Quotrix 64,00 € +0,79%
63,50 € 19.01.26
Gettex 63,50 € -0,78%
64,00 € 19.01.26
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
16.01.26 74,24 37,8 M
15.01.26 73,41 49,0 M
14.01.26 74,35 90,7 M
13.01.26 73,17 68,5 M
12.01.26 71,64 47,4 M
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 71,64 $ +3,63%
1 Monat 72,04 $ +3,05%
6 Monate 70,275 $ +5,64%
1 Jahr 66,72 $ +11,27%
5 Jahre 40,66 $ +82,59%

Unternehmensprofil Shell plc ADR

Shell plc ist ein integrierter, international tätiger Energiekonzern mit Fokus auf fossile Brennstoffe und deren schrittweise Ergänzung durch niedrigere CO₂-Optionen. Das Geschäftsmodell basiert auf der vertikalen Wertschöpfungskette von der Exploration über die Förderung und Verarbeitung bis zur Vermarktung von Energieprodukten. Shell kombiniert Upstream-Aktivitäten in Öl- und Gasförderung mit Midstream-Logistik und einem globalen Downstream-Geschäft für Kraftstoffe, Schmierstoffe, Chemikalien und Strom. Der Konzern agiert in mehr als 70 Ländern und nutzt seine Skala, Infrastruktur und Handelskompetenz, um Versorgungssicherheit sowie Portfolio-Optimierung über physische und finanzielle Märkte hinweg zu realisieren. Für institutionelle und private Anleger bleibt Shell ein typischer Vertreter eines global diversifizierten, rohstoffnahen Energiewertes mit hoher Abhängigkeit von regulatorischen Rahmenbedingungen und Rohstoffpreiszyklen.

Mission und strategische Ausrichtung

Shell beschreibt seine Mission als Bereitstellung immer stärker dekarbonisierter Energie bei gleichzeitiger Sicherstellung zuverlässiger Versorgung und wettbewerbsfähiger Renditen. Strategisch verfolgt das Management eine schrittweise Transformation vom traditionellen Öl- und Gasfokus hin zu einem Portfolio, das einen wachsenden Anteil an Erdgas, Flüssigerdgas (LNG), Strom, Biokraftstoffen und Wasserstoff umfasst. Der Konzern positioniert sich als Brückenanbieter in der Energiewende, mit dem Anspruch, Emissionen im eigenen Betrieb zu reduzieren und Kunden bei der Senkung ihres CO₂-Fußabdrucks zu unterstützen. Zentrale Leitlinien sind Kapitaleffizienz, disziplinierte Allokation von Investitionen, Stärkung der Bilanz, Ausschüttungspolitik zugunsten der Aktionäre und Priorisierung von Projekten mit robusten Renditeprofilen über den Zyklus hinweg.

Produkte und Dienstleistungen

Shell bietet ein breites Spektrum an Energie- und petrochemischen Produkten für Privat-, Geschäfts- und Industriekunden. Dazu gehören klassische Mineralölprodukte wie Benzin, Diesel, Kerosin, Heizöl und Schweröl, ergänzt um hochwertige Schmierstoffe und Spezialöle. Im Gas- und LNG-Geschäft liefert Shell Erdgas für Stromerzeugung, Industrieprozesse und Haushalte sowie Flüssigerdgas für den globalen Handel und als Treibstoff in der Schifffahrt. Im Bereich Chemikalien und Derivate stellt Shell Grundchemikalien, Lösungsmittel, Olefine, Aromaten, Kunstharzvorprodukte und Spezialchemikalien bereit, die in zahlreichen Wertschöpfungsketten der Industrie verankert sind. Zunehmend ergänzt Shell dieses Portfolio um Stromlieferverträge, E-Mobilitätsangebote mit Ladeinfrastruktur, Biokraftstoffe, erneuerbare Kraftstoffkomponenten sowie Wasserstofflösungen für industrielle Anwendungen und Schwerlastverkehr.

Geschäftsbereiche und Organisationsstruktur

Shell gliedert sein operatives Geschäft in mehrere Business Units, die entlang der Wertschöpfungskette und nach Energieträgern strukturiert sind. Im Upstream-Segment bündelt das Unternehmen Exploration, Entwicklung und Förderung von Öl- und Gasreserven, sowohl konventionell als auch in tieferen Offshore-Regionen. Das LNG- und Gasgeschäft ist häufig separat ausgewiesen und umfasst Förderung, Verflüssigung, Transport, Handel und Regasifizierung von Erdgas. Der Bereich Downstream stellt Kraftstoffe, Schmierstoffe, Raffinerieprodukte und petrochemische Erzeugnisse her und umfasst zudem ein globales Netz von Markentankstellen. Ergänzend dazu baut Shell Aktivitäten in integrierten Energie- und Stromgeschäften aus, etwa über erneuerbare Stromerzeugung, Energiespeicher, Ladeinfrastruktur und Energiehandelsplattformen. Die organisatorische Struktur wird regelmäßig angepasst, um Portfolio-Verschiebungen, Kostensenkungsprogramme und veränderte regulatorische Rahmenbedingungen abzubilden.

Unternehmensgeschichte

Shell entstand im frühen 20. Jahrhundert aus der Fusion der Royal Dutch Petroleum Company und der britischen Shell Transport and Trading Company. Die Marke Shell, ursprünglich aus dem Handel mit Muscheln und Kerosin hervorgegangen, entwickelte sich früh zu einem Symbol des internationalen Ölgeschäfts. Über Jahrzehnte war Shell eng mit der Ausweitung der globalen Öl- und Gasindustrie verbunden, von frühen Fördergebieten im Nahen Osten und in Südostasien über Nordseeprojekte bis hin zu tiefen Offshore-Feldern. Im Laufe der Zeit folgten Phasen intensiver Expansion, Nationalisierungen in Förderländern, technische Durchbrüche in Exploration und Produktion sowie Anpassungen an geopolitische Schocks und Ölpreiszyklen. In den 2000er-Jahren rückten Corporate Governance, Transparenz und Nachhaltigkeit stärker in den Mittelpunkt, nicht zuletzt nach Bilanzdiskussionen zu Reserven. In den vergangenen Jahren wandelte sich die Holdingstruktur in eine vereinheitlichte plc mit steuerlichem Sitz im Vereinigten Königreich, begleitet von einem moderaten strategischen Schwenk in Richtung Dekarbonisierung und Energiewende, ohne den fossilen Kern des Portfolios kurzfristig aufzugeben.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Shell verfügt über mehrere potenzielle Burggräben, die auf Skala, Integration und technischer Expertise beruhen. Das Unternehmen betreibt eines der weltweit größten integrierten LNG-Portfolios, was Zugang zu vielfältigen Märkten, Flexibilität im Handel und die Möglichkeit zur Arbitrage zwischen Regionen bietet. Die Kombination aus Upstream-Assets, umfangreicher Raffinerie- und Petrochemie-Kapazität, globaler Tankstellenpräsenz sowie Handels- und Logistiknetzwerken schafft Eintrittsbarrieren für neue Wettbewerber. Shells Markenbekanntheit und die starke Präsenz im Premium-Schmierstoffsegment stützen einen gewissen Preissetzungsspielraum. Hinzu kommt technologisches Know-how in komplexen Offshore-Projekten, verflüssigtem Erdgas, Prozessoptimierung und digitalen Lösungen zur Überwachung und Steuerung von Anlagen. Diese Faktoren wirken als Moat, werden jedoch langfristig durch den regulatorischen und gesellschaftlichen Druck zur Dekarbonisierung sowie durch disruptive Technologien im Bereich erneuerbare Energien und Speicher herausgefordert.

Wettbewerbsumfeld

Shell konkurriert mit anderen internationalen Öl- und Gaskonzernen sowie mit spezialisierten Energie- und Chemieunternehmen. Zu den wichtigsten globalen Wettbewerbern zählen integrierte Energiekonzerne wie BP, TotalEnergies, ExxonMobil und Chevron, die ähnliche Wertschöpfungsketten abdecken. Daneben stehen nationale Ölgesellschaften mit staatlicher Unterstützung, die große Ressourcenbasen kontrollieren und häufig andere Rendite- und Risikoprofile aufweisen. Im Bereich Raffinerie, Marketing und Chemikalien konkurriert Shell mit regionalen Ölgesellschaften, unabhängigen Raffinerien und globalen Chemiekonzernen. In den Segmenten Strom, erneuerbare Energien, Ladeinfrastruktur und Wasserstoff trifft Shell zunehmend auf neue Wettbewerber, darunter Versorger, unabhängige Stromerzeuger, Technologie- und Infrastrukturunternehmen sowie spezialisierte Start-ups. Der Wettbewerbsdruck in der Energiewende erhöht sich, weil Kapital zunehmend in emissionsärmere Geschäftsmodelle umgelenkt wird und regulatorische Vorgaben Markteintritt und Margen beeinflussen.

Regionale Präsenz und Branchenumfeld

Shell ist in nahezu allen bedeutenden Energiegroßräumen aktiv, mit Schwerpunkten in Europa, Nordamerika, Afrika, dem Nahen Osten sowie der Asien-Pazifik-Region. Die geografische Diversifikation soll politische Risiken, regulatorische Eingriffe, Förderbedingungen und Nachfragezyklen teilweise ausgleichen. In der Öl- und Gasbranche bildet Shell einen Kernbestandteil der globalen Angebotsstruktur, insbesondere über seine LNG-Aktivitäten und seine Rolle in der Versorgung von Industrie, Verkehr und Luftfahrt. Die Branche befindet sich in einem Spannungsfeld aus Bedarf an zuverlässiger Energieversorgung, Klimapolitik, CO₂-Bepreisung, Elektrifizierung sowie zunehmender Energieeffizienz. In etablierten Märkten verschärfen Klimaziele und Emissionsstandards die Anforderungen, während aufstrebende Volkswirtschaften weiterhin eine wachsende Nachfrage nach Energie aufweisen. Shell muss sich in diesem Umfeld zwischen langfristiger Dekarbonisierung, geopolitischer Volatilität, volatilen Rohstoffpreisen und Investitionszyklen positionieren.

Management und Strategieumsetzung

Das Management von Shell verfolgt eine Strategie, die auf Cashflow-Generierung, Portfoliooptimierung und selektiver Transformation basiert. Dabei stehen Kostendisziplin, Effizienzsteigerungen und Priorisierung von Projekten mit attraktiven Renditen im Vordergrund. Gleichzeitig werden nicht zum Kerngeschäft passende Assets veräußert oder reduziert, um Kapital für wachstums- und zukunftsorientierte Bereiche freizusetzen. Die Unternehmensführung setzt auf einen Mix aus traditioneller Öl- und Gasförderung, Ausbau des Gas- und LNG-Segments als relativ emissionsärmerem Energieträger und Entwicklung neuer Geschäftsfelder in Strom, erneuerbaren Energien und Wasserstoff. Die Governance-Struktur unterliegt verstärkter Beobachtung durch Regulatoren, Investoren und Zivilgesellschaft, insbesondere im Hinblick auf Klimastrategie, Emissionsziele und Umgang mit Rechtsrisiken. Die Fähigkeit des Managements, die Balance zwischen kurzfristiger Renditeerwartung und langfristiger Transformation zu halten, ist für konservative Anleger ein wesentliches Beobachtungskriterium.

Besonderheiten und regulatorische Rahmenbedingungen

Shell unterliegt einer Vielzahl nationaler und internationaler Vorschriften zu Umweltschutz, Klimaschutz, Arbeitssicherheit, Steuern und Wettbewerb. Gerichtsverfahren und regulatorische Auseinandersetzungen zu Emissionen, historischen Umweltschäden oder sozialen Auswirkungen der Förderung gehören zu den wiederkehrenden Themen. Zudem ist Shell in einigen Märkten Ziel politischer Debatten über Übergewinnsteuern, Subventionsabbau und strengere Klimavorgaben. Eine Besonderheit bildet die Größe des Handels- und Logistikgeschäfts, das Shell erlaubt, aktiv im globalen Energiehandel, im Emissionsrechtehandel und im Risikomanagement über Derivate tätig zu sein. Dieser Bereich ist für Außenstehende nur begrenzt transparent und trägt zur Komplexität des Risikoprofils bei. Gleichzeitig versucht Shell, seine Klimaberichterstattung, Szenarioanalysen und Nachhaltigkeitskennzahlen detaillierter offenzulegen, um institutionellen Investoren und Aufsichtsbehörden mehr Vergleichbarkeit und Einblick zu geben.

Chancen und Risiken aus Sicht eines konservativen Anlegers

Für konservative Anleger bietet Shell mehrere potenzielle Chancen. Die integrierte Struktur und die globale Diversifikation können Cashflow-Stabilität im Vergleich zu reinen Explorations- oder Raffinerieunternehmen erhöhen. Das Gas- und LNG-Geschäft positioniert den Konzern als wichtigen Akteur in Übergangsszenarien, in denen Erdgas weiterhin eine relevante Rolle spielt. Investitionen in Strom, Ladeinfrastruktur, Biokraftstoffe und Wasserstoff eröffnen Shell die Möglichkeit, schrittweise an wachstumsstarken Segmenten der Energiewende zu partizipieren. Die Größe des Konzerns und seine Bilanzstärke erleichtern die Finanzierung capital-intensiver Projekte und sichern Zugang zu globalen Kapitalmärkten. Dem stehen erhebliche Risiken gegenüber. Die Ertragslage bleibt stark von Öl- und Gaspreisen, Konjunkturzyklen und geopolitischen Entwicklungen abhängig. Regulatorische Eingriffe, strengere Klimaziele, CO₂-Bepreisung, Verbote bestimmter Technologien und Rechtsrisiken können Geschäftsmodell, Margen und Assetwerte wesentlich beeinflussen. Langfristig besteht das Risiko, dass bestimmte fossile Vermögenswerte durch die Energiewende an Wert verlieren oder nicht mehr im geplanten Umfang genutzt werden können. Zudem verstärken gesellschaftlicher Druck, ESG-Orientierung von Investoren und mögliche Reputationsschäden die Anforderungen an Governance und Transparenz. Aus Sicht eines risikoaversen, einkommensorientierten Anlegers verlangt ein Engagement in Shell daher eine sorgfältige Beobachtung der Klimastrategie, der Kapitalallokation, der regulatorischen Entwicklungen sowie der Fähigkeit des Managements, in einem strukturell wandelnden Energiemarkt verlässlich und nachhaltig Cashflows zu generieren, ohne dass dies als Anlageempfehlung zu verstehen ist.
Hinweis

Stammdaten

Marktkapitalisierung 177,20 Mrd. €
Aktienanzahl 2,87 Mrd.
Streubesitz 86,97%
Währung EUR
Land Großbritannien
Sektor Energie
Branche Erdöl, Erdgas u. nicht erneuerbare Brennstoffe
Aktientyp ADR

Aktionärsstruktur

+13,03% Weitere
+86,97% Streubesitz

Häufig gestellte Fragen zur Shell Aktie und zum Shell Kurs

Der aktuelle Kurs der Shell Aktie liegt bei 63,7795 €.

Für 1.000€ kann man sich 15,68 Shell Aktien kaufen.

Das Tickersymbol der Shell Aktie lautet SHEL.

Die 1 Monats-Performance der Shell Aktie beträgt aktuell 3,05%.

Die 1 Jahres-Performance der Shell Aktie beträgt aktuell 11,27%.

Der Aktienkurs der Shell Aktie liegt aktuell bei 63,7795 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von 3,05% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von Shell eine Wertentwicklung von 2,29% aus und über 6 Monate sind es 5,64%.

Das 52-Wochen-Hoch der Shell Aktie liegt bei 77,47 $.

Das 52-Wochen-Tief der Shell Aktie liegt bei 58,55 $.

Das Allzeithoch von Shell liegt bei 77,47 $.

Das Allzeittief von Shell liegt bei 21,26 $.

Die Volatilität der Shell Aktie liegt derzeit bei 33,48%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von Shell in letzter Zeit schwankte.

Die Marktkapitalisierung beträgt 177,20 Mrd. €

Insgesamt sind 3.106,9 Mio Shell Aktien im Umlauf.

Shell hat seinen Hauptsitz in Großbritannien.


Das KGV der Shell Aktie beträgt 12,09.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von Shell betrug 284,3 Mrd $.

Ja, Shell zahlt Dividenden. Zuletzt wurde am 14.02.2025 eine Dividende in Höhe von 0,72 $ (0,68 €) gezahlt.

Zuletzt hat Shell am 14.02.2025 eine Dividende in Höhe von 0,72 $ (0,68 €) gezahlt.
Dies entspricht einer Dividendenrendite von 0,96%. Die Dividende wird vierteljährlich gezahlt.

Die letzte Dividende von Shell wurde am 14.02.2025 in Höhe von 0,72 $ (0,68 €) je Aktie ausgeschüttet.
Das ergibt, basierend auf dem aktuellen Kurs, eine Dividendenrendite von 0,96%.

Die Dividende wird vierteljährlich gezahlt.

Der letzte Zahltag der Dividende war am 14.02.2025. Es wurde eine Dividende in Höhe von 0,72 $ (0,68 €) gezahlt.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss man die Aktie am Ex-Tag (Ex-Date) im Depot haben.