Schroders plc

Aktie
WKN:  A3DRRR ISIN:  GB00BP9LHF23 US-Symbol:  SHNWF Branche:  Kapitalmärkte Land:  Großbritannien
6,86 €
+0,05 €
+0,73%
11.06.26
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
10,42 Mrd. €
Streubesitz
4,94%
KGV
12
Dividende
0,25 EUR
Index-Zuordnung
Schroders Aktie Chart

Schroders Unternehmensbeschreibung

Schroders plc ist eine weltweit agierende, börsennotierte Vermögensverwaltungsgesellschaft mit Sitz in London. Das Unternehmen fokussiert sich auf aktives Asset Management für institutionelle Investoren, Intermediäre und vermögende Privatkunden. Im Zentrum stehen Research-getriebene Investmentprozesse, ein breites Produktuniversum und eine starke Verankerung im britischen Finanzplatz. Für konservative Anleger ist Schroders vor allem als etablierter, diversifizierter Asset Manager mit langer Dividendenhistorie und betonter Treue zu aktiven Strategien interessant. Das Geschäftsmodell basiert auf wiederkehrenden Gebühreneinnahmen aus der Verwaltung von Publikumsfonds, Spezialmandaten und individuellen Vermögensstrukturen, ergänzt um Beratungs- und Lösungsangebote im Bereich Multi-Asset, Alternatives und nachhaltige Geldanlage.

Geschäftsmodell und Ertragsquellen

Das Geschäftsmodell von Schroders ist das klassische aktive Asset Management. Haupterlösquelle sind Managementgebühren, die sich prozentual am verwalteten Vermögen orientieren. Hinzu kommen erfolgsabhängige Gebühren aus Performance-basierten Mandaten, insbesondere bei Alternativen und spezialisierten Strategien. Schroders segmentiert das Geschäft typischerweise in drei Kernbereiche: institutionelle Kunden, Intermediäre wie Banken, Versicherungen und unabhängige Finanzberater sowie Kunden im Wealth- und Private-Client-Segment. Das Unternehmen strebt eine Diversifikation über Anlageklassen, Kundengruppen und Regionen an, um zyklische Schwankungen der Kapitalmärkte zu glätten. Schwerpunkt ist das aktive Portfolio-Management mit Fokus auf fundamentaler Analyse, ergänzt um quantitative Ansätze, thematische Strategien und Lösungen mit Liability-Driven-Investment-Charakter.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von Schroders lässt sich als langfristig orientierte, treuhänderische Vermögensverwaltung für Kundenkapital charakterisieren. Die Gruppe versteht sich als Partner, der Anlegern hilft, ihre langfristigen finanziellen Ziele zu erreichen und gleichzeitig ökologische und soziale Faktoren systematisch in den Investmentprozess zu integrieren. Nachhaltigkeit und Stewardship gelten als zentrale Pfeiler der Unternehmensidentität: Schroders strebt an, über aktive Eigentümerrolle, Engagement und Proxy Voting auf Portfoliounternehmen einzuwirken. Strategisch setzt das Management auf vier Stoßrichtungen: Ausbau globaler Reichweite, Stärkung im Bereich Alternativen, Integration von ESG-Faktoren in alle wesentlichen Anlageentscheidungen und Ausbau wiederkehrender, margenstabiler Ertragsströme im Wealth- und Solutions-Geschäft. Die Mission ist damit eng an den Trend zur professionellen, regulierungskonformen Vermögensverwaltung gekoppelt.

Produkte und Dienstleistungen

Schroders bietet ein breites Spektrum an Investmentlösungen über Anlageklassen und Risikoprofile hinweg. Zu den Kernangeboten zählen
  • Aktienfonds und Mandate in entwickelten und aufstrebenden Märkten, vielfach mit Stilfokus wie Quality, Growth, Value oder Dividendenstrategien
  • Rentenstrategien über Staatsanleihen, Unternehmensanleihen, High Yield, Emerging Market Debt und spezialisierte Kreditsegmente
  • Multi-Asset-Lösungen, darunter ausgewogene, defensive und absolute-Return-Strategien sowie Ziel-Renten- und Ziel-Risiko-Konzepte
  • Alternative Anlagen wie Immobilien, Infrastruktur, Private Equity, Private Debt und thematische Alternativen
  • Nachhaltige und ESG-orientierte Produkte, inklusive Artikel-8- und Artikel-9-Produkte gemäß europäischer Regulierung sowie Impact-orientierte Strategien
  • Wealth-Management-Services für vermögende Privatkunden, Familien und Stiftungen, einschließlich Finanzplanung, Portfolio-Konstruktion und Family-Office-nahen Dienstleistungen
Ergänzend entwickelt Schroders maßgeschneiderte Solutions-Angebote, etwa Liability-Driven-Investment-Konzepte für Pensionsfonds, Overlay-Strategien zur Steuerung von Zins- und Währungsrisiken und Outsourced-CIO-Mandate für institutionelle Kunden.

Geschäftsbereiche und organisatorische Struktur

Schroders strukturiert sein Geschäft typischerweise entlang der Kundensegmente und Produktplattformen. Ein wesentlicher Geschäftsbereich ist das institutionelle Asset Management für Pensionskassen, Versicherungen, Staatsfonds und Unternehmen, mit Schwerpunkt auf maßgeschneiderten Mandaten und komplexen Multi-Asset- oder Alternatives-Lösungen. Der zweite große Bereich ist Intermediary, also der Vertrieb von Investmentfonds über Banken, Plattformen, Versicherungen und unabhängige Finanzberater. Hinzu kommt das Wealth Management, das über eigene Marken und Kooperationen vor allem vermögende Privatkunden und Familien anspricht. Innerhalb dieser Bereiche setzt Schroders spezialisierte Investmentplattformen für Equities, Fixed Income, Multi-Asset, Quantitative Strategien und Alternatives ein. Diese Matrixstruktur soll Skaleneffekte im Research und im Portfolio-Management heben und gleichzeitig eine enge Ausrichtung an den Bedürfnissen der jeweiligen Kundensegmente ermöglichen.

Unternehmensgeschichte und Eigentümerstruktur

Schroders verfügt über eine mehr als zweihundertjährige Unternehmensgeschichte mit Wurzeln im Londoner Handelshaus des 19. Jahrhunderts. Das Unternehmen entwickelte sich von einem Handels- und Finanzhaus schrittweise zu einer spezialisierten Investmentbank und später zu einem fokussierten Asset Manager. Ein prägendes Merkmal ist der bis heute bedeutsame Einfluss der Gründerfamilie Schröder über eine Ankerbeteiligung, die für eine langfristige Ausrichtung und eine konservative Bilanzpolitik steht. In den letzten Jahrzehnten hat Schroders die reine Investmentbanktätigkeit weitgehend aufgegeben und das Kerngeschäft auf Vermögensverwaltung ausgerichtet. Die Gruppe expandierte international, insbesondere nach Kontinentaleuropa, Asien-Pazifik und Nordamerika, und verstärkte sich durch gezielte Übernahmen im Wealth-Management und im Alternatives-Segment. Die Kombination aus Börsennotierung und familiärer Kontrolle schafft eine spezifische Governance-Struktur mit ausgeprägtem Fokus auf Reputation und Stabilität.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Die wesentlichen Alleinstellungsmerkmale von Schroders liegen in der Kombination aus langer Historie, starker Marke im britischen und europäischen Markt, globaler Präsenz und einem hohen Maß an institutionellem Vertrauen. Ein zentraler Burggraben ist das über Jahrzehnte aufgebaute Vertrauensverhältnis zu großen Pensionsfonds, Versicherungen und Staatsinvestoren, das sich nicht kurzfristig replizieren lässt. Zudem besitzt Schroders einen umfangreichen Track Record in verschiedenen Anlageklassen, was für Mandatsausschreibungen im institutionellen Segment wichtig ist. Die familiär geprägte Eigentümerstruktur fördert eine langfristige, risikoaverse Geschäftspolitik, was konservative Anleger schätzen. Ein weiterer Moat ergibt sich aus der Breite des Angebots: Schroders bietet klassische Publikumsfonds, spezialisierte institutionelle Mandate, Alternatives und Wealth-Management-Leistungen aus einer Hand. Diese Plattformbreite ermöglicht Cross-Selling, Skaleneffekte in Research und Risikomanagement sowie eine Diversifikation der Ertragsbasis. Im Bereich Nachhaltigkeit hat Schroders früh ESG-Analysen und Stewardship-Aktivitäten systematisiert, was angesichts regulatorischer Anforderungen und institutioneller Nachfrage zunehmend als wettbewerbsrelevanter Vorteil gilt.

Wettbewerbsumfeld

Schroders konkurriert in einem hochgradig kompetitiven Asset-Management-Markt. Zu den direkten Wettbewerbern zählen große europäische Häuser wie Amundi, Allianz Global Investors, Legal & General Investment Management, UBS Asset Management und DWS sowie globale Player aus den USA und Asien. Gleichzeitig steht Schroders im Wettbewerb mit passiven Anbietern wie BlackRock iShares, Vanguard und State Street, die mit kostengünstigen Indexfonds und ETFs Marktanteile gewinnen. Hinzu kommen spezialisierte Boutiquen im Bereich Alternatives, ESG und thematische Strategien. Der Wettbewerbsdruck äußert sich in Gebührendruck, hohen Anforderungen an Performance-Kontinuität und zunehmender Regulierung. Schroders versucht, sich durch aktives Management, differenzierte Produktsegmente, Kundennähe und maßgeschneiderte Lösungen vom Massenangebot standardisierter Indexprodukte abzugrenzen.

Management, Governance und Strategie

Das Management von Schroders wird traditionell von einer Mischung aus familiennahen Vertretern und erfahrenen externen Führungskräften geprägt. Der Verwaltungsrat beziehungsweise das Board of Directors überwacht die strategische Ausrichtung und das Risikomanagement, während ein Executive Committee das operative Geschäft führt. Die Governance-Struktur kombiniert unabhängige Kontrolle mit einer langfristigen Eigentümerperspektive. Strategisch setzt das Management auf mehrere Prioritäten:
  • Weiterentwicklung der globalen Investmentplattform mit Fokus auf konsistente Performance und diszipliniertes Risikomanagement
  • Ausbau von Alternativen und Private Assets, um margenstärkere Ertragsquellen zu erschließen
  • Stärkung des Wealth-Management-Geschäfts als stabilisierender, wiederkehrender Fee-Pool
  • Vertiefung der ESG-Integration und der aktiven Eigentümerrolle, um regulatorische Anforderungen zu erfüllen und institutionelle Nachfrage zu bedienen
  • Digitalisierung von Vertrieb, Reporting und Portfoliomanagement, um Effizienz zu steigern und Kundenservice zu verbessern
Insgesamt verfolgt das Management eine Strategie der kontrollierten Expansion mit Betonung auf Kapitaldisziplin, regulatorischer Compliance und langfristigem Reputationsschutz.

Branchen- und Regionenfokus

Schroders operiert in der globalen Asset-Management-Industrie, einer kapitalarmen, stark regulierten Dienstleistungsbranche mit hohen Skaleneffekten. Der Sektor ist geprägt von Trends wie dem Wachstum institutioneller Altersvorsorge, dem Siegeszug kostengünstiger Indexprodukte, der Verschmelzung von Asset und Wealth Management sowie der wachsenden Bedeutung nachhaltiger Investments. Geografisch besitzt Schroders eine starke Basis im Vereinigten Königreich und in Kontinentaleuropa, kombiniert mit wachsender Präsenz in Asien-Pazifik und selektiven Engagements in Nordamerika und den Schwellenländern. Die Ertragsbasis ist damit regional diversifiziert, bleibt aber sensibel gegenüber Kapitalmarktvolatilität, regulatorischen Veränderungen und währungsspezifischen Effekten. Für konservative Anleger ist relevant, dass Asset Manager zwar von langfristigem Wachstum der globalen Vermögensbestände profitieren, kurzfristig jedoch anfällig für Marktrückgänge und Nettomittelabflüsse sind.

Besonderheiten und ESG-Ausrichtung

Eine Besonderheit von Schroders ist der hohe Stellenwert, den das Unternehmen der Integration von Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren beimisst. ESG-Research wird in die klassische Fundamentalanalyse eingebettet, und es bestehen interne Bewertungsmodelle, um Nachhaltigkeitsrisiken und -chancen systematisch zu quantifizieren. Schroders betont seine Rolle als aktiver Eigentümer, führt Engagement-Dialoge mit Unternehmensleitungen und nutzt Stimmrechte auf Hauptversammlungen, um Governance-Strukturen und Nachhaltigkeitspraktiken zu beeinflussen. Zusätzlich investiert die Gruppe in technologische Plattformen zur Datenerfassung, Portfolioanalyse und Kundenberichterstattung, um Transparenz über ESG-Kennzahlen zu erhöhen. Für vermögende Privatkunden und institutionelle Anleger werden zunehmend maßgeschneiderte nachhaltige Mandate, Impact-Strategien und klimabezogene Anlageansätze angeboten. Diese ESG-Positionierung ist zugleich Differenzierungsmerkmal und Antwort auf eine verschärfte Regulierungslandschaft, etwa durch EU-Offenlegungsverordnung und Taxonomie-Regeln.

Chancen für langfristig orientierte Anleger

Aus Sicht eines konservativen Anlegers ergeben sich mehrere potenzielle Chancen. Erstens profitiert Schroders grundsätzlich vom strukturellen Wachstum des global verwalteten Vermögens, das durch Demografie, zunehmende Kapitalmarktorientierung der Altersvorsorge und steigenden Wohlstand in Schwellenländern getrieben wird. Zweitens ermöglicht die breite Produktpalette über Aktien, Anleihen, Multi-Asset und Alternatives eine Diversifikation der Ertragsquellen. Drittens kann das ausgebaute Wealth-Management und Solutions-Geschäft für stabilere, wiederkehrende Einnahmen sorgen und damit die Abhängigkeit von volatilen Performance-Gebühren reduzieren. Viertens besitzt Schroders mit seiner langen Historie, der etablierten Marke und der familiengeprägten Eigentümerstruktur eine Vertrauensbasis, die insbesondere für institutionelle Investoren und konservative Privatkunden attraktiv ist. Fünftens könnte die starke ESG-Ausrichtung dem Unternehmen helfen, Neugelder anzuziehen, regulatorische Hürden zu meistern und von der Umstellung institutioneller Portfolios auf nachhaltige Strategien zu profitieren.

Risiken und mögliche Belastungsfaktoren

Gleichzeitig ist ein Engagement in einen Asset Manager wie Schroders mit spezifischen Risiken verbunden. Zentrale Gefahr ist der anhaltende Gebührendruck durch den Trend zu passiven Anlagen, was Margen und Profitabilität des aktiven Managements belasten kann. Bleibt die relative Investmentperformance in wichtigen Strategien hinter der Konkurrenz zurück, drohen Mittelabflüsse und Reputationsschäden. Eine starke Korrelation der Ertragsbasis mit den Kapitalmärkten führt zudem zu prozyklischen Risiken: In Phasen kräftiger Kursrückgänge sinken Vermögensvolumina und damit die Gebühreneinnahmen. Regulatorische Verschärfungen, etwa im Bereich Anlegerschutz, Transparenzanforderungen oder ESG-Reporting, können Kosten erhöhen und Produktarchitekturen verkomplizieren. Darüber hinaus besteht Integrations- und Reputationsrisiko bei weiteren Zukäufen im Alternatives- oder Wealth-Management-Bereich. Währungsrisiken und politische Unsicherheiten, insbesondere im Heimatmarkt Großbritannien, können zusätzliche Volatilität in Ergebnis und Bewertung bringen. Konservative Anleger sollten diese Faktoren in Relation zu den strukturellen Wachstumschancen der Branche, der Qualität des Managements und der Widerstandsfähigkeit des Geschäftsmodells sorgfältig abwägen, ohne sich dabei auf implizite Renditeversprechen zu verlassen.

Realtime-Kursdaten

Geld/Brief 6,76 € / 6,86 €
Spread +1,48%
Schluss Vortag 6,81 €
Gehandelte Stücke 800
Tagesvolumen Vortag -  
Tagestief 6,85 €
Tageshoch 6,86 €
52W-Tief 4,192 €
52W-Hoch 6,86 €
Jahrestief 4,70 €
Jahreshoch 6,86 €

Community: Diskussion zur Schroders Aktie

Zusammengefasst - darüber diskutiert aktuell die Community

  • Schroders ist ein traditionsreicher britischer Vermögensverwalter mit Asset- und Wealth-Management-Geschäft, der 2025 operativ eine deutliche Erholung (z. B. AUM-Anstieg auf £823,7 Mrd., gestiegene Erträge und verbesserte Cost-Income-Ratio) zeigte, im ersten Quartal 2026 aber wieder Nettomittelabflüsse und eine Verschlechterung der Marktbedingungen meldete.
  • Am 12. Februar 2026 vereinbarten Schroders und Nuveen eine empfohlene Barübernahme von bis zu 612 Pence je Aktie (590 Pence Barzahlung plus bis zu 22 Pence zulässige Dividenden), die Aktionäre haben der Transaktion bereits zugestimmt und ein Closing wird voraussichtlich im vierten Quartal 2026 angestrebt, weshalb die Aktie aktuell vor allem als Merger-Arbitrage-Papier (Kurs z. B. ~579 Pence) gehandelt wird.
  • Strukturell steht Schroders unter Druck durch passiven Wettbewerb, Skalenvorteile großer Anbieter und Marktabhängigkeit, weshalb das Papier für langfristige Dividenden-Investoren wenig attraktiv ist und neue Käufer primär die Übernahmewahrscheinlichkeit sowie regulatorische und Vollzugsrisiken abwägen sollten, während ein Halten bis zum Abschluss für bestehende Aktionäre plausibel erscheint.
Hinweis
Jetzt mitdiskutieren

Schroders Aktie: Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 2.970 GBX
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. 640,50 GBX
Jahresüberschuss in Mio. 558,10 GBX
Umsatz je Aktie 1,85 GBX
Gewinn je Aktie 0,27 GBX
Gewinnrendite +12,65%
Umsatzrendite +14,58%
Return on Investment +2,66%
Marktkapitalisierung in Mio. 5.025 GBX
KGV (Kurs/Gewinn) 11,59
KBV (Kurs/Buchwert) 1,14
KUV (Kurs/Umsatz) 1,69
Eigenkapitalrendite +9,82%
Eigenkapitalquote +21,05%

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Hebelprodukte (12)
Faktor-Zertifikate 12

Dividenden Historie

Datum Dividende
12.03.2026 0,15 £
21.08.2025 0,065 £
27.03.2025 0,15 £
22.08.2024 0,065 £
21.03.2024 0,15 £
17.08.2023 0,065 £
23.03.2023 0,15 £
04.08.2022 0,013 £
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Schroders Termine

30.06.2026 Quartalsmitteilung
Quelle: Leeway

Schroders Aktie: Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Düsseldorf 6,745 0 %
6,745 € 11.06.26
Frankfurt 6,75 -0,88%
6,81 € 11.06.26
Hannover 6,76 0 %
6,76 € 11.06.26
München 6,79 -0,15%
6,80 € 11.06.26
Stuttgart 6,765 +0,07%
6,76 € 11.06.26
L&S RT 6,84 +1,00%
6,7725 € 11.06.26
Tradegate 6,86 +0,73%
6,81 € 11.06.26
Quotrix 6,76 -0,81%
6,815 € 11.06.26
Gettex 6,815 +0,07%
6,81 € 11.06.26
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
11.06.26 6,815 5.484
10.06.26 6,81 0
09.06.26 6,81 45.133
08.06.26 6,80 0
05.06.26 6,805 0
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 6,805 € +0,81%
1 Monat 6,745 € +1,70%
6 Monate 4,428 € +54,92%
1 Jahr 4,358 € +57,41%
5 Jahre - -

Unternehmensprofil Schroders

Schroders plc ist eine weltweit agierende, börsennotierte Vermögensverwaltungsgesellschaft mit Sitz in London. Das Unternehmen fokussiert sich auf aktives Asset Management für institutionelle Investoren, Intermediäre und vermögende Privatkunden. Im Zentrum stehen Research-getriebene Investmentprozesse, ein breites Produktuniversum und eine starke Verankerung im britischen Finanzplatz. Für konservative Anleger ist Schroders vor allem als etablierter, diversifizierter Asset Manager mit langer Dividendenhistorie und betonter Treue zu aktiven Strategien interessant. Das Geschäftsmodell basiert auf wiederkehrenden Gebühreneinnahmen aus der Verwaltung von Publikumsfonds, Spezialmandaten und individuellen Vermögensstrukturen, ergänzt um Beratungs- und Lösungsangebote im Bereich Multi-Asset, Alternatives und nachhaltige Geldanlage.

Geschäftsmodell und Ertragsquellen

Das Geschäftsmodell von Schroders ist das klassische aktive Asset Management. Haupterlösquelle sind Managementgebühren, die sich prozentual am verwalteten Vermögen orientieren. Hinzu kommen erfolgsabhängige Gebühren aus Performance-basierten Mandaten, insbesondere bei Alternativen und spezialisierten Strategien. Schroders segmentiert das Geschäft typischerweise in drei Kernbereiche: institutionelle Kunden, Intermediäre wie Banken, Versicherungen und unabhängige Finanzberater sowie Kunden im Wealth- und Private-Client-Segment. Das Unternehmen strebt eine Diversifikation über Anlageklassen, Kundengruppen und Regionen an, um zyklische Schwankungen der Kapitalmärkte zu glätten. Schwerpunkt ist das aktive Portfolio-Management mit Fokus auf fundamentaler Analyse, ergänzt um quantitative Ansätze, thematische Strategien und Lösungen mit Liability-Driven-Investment-Charakter.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von Schroders lässt sich als langfristig orientierte, treuhänderische Vermögensverwaltung für Kundenkapital charakterisieren. Die Gruppe versteht sich als Partner, der Anlegern hilft, ihre langfristigen finanziellen Ziele zu erreichen und gleichzeitig ökologische und soziale Faktoren systematisch in den Investmentprozess zu integrieren. Nachhaltigkeit und Stewardship gelten als zentrale Pfeiler der Unternehmensidentität: Schroders strebt an, über aktive Eigentümerrolle, Engagement und Proxy Voting auf Portfoliounternehmen einzuwirken. Strategisch setzt das Management auf vier Stoßrichtungen: Ausbau globaler Reichweite, Stärkung im Bereich Alternativen, Integration von ESG-Faktoren in alle wesentlichen Anlageentscheidungen und Ausbau wiederkehrender, margenstabiler Ertragsströme im Wealth- und Solutions-Geschäft. Die Mission ist damit eng an den Trend zur professionellen, regulierungskonformen Vermögensverwaltung gekoppelt.

Produkte und Dienstleistungen

Schroders bietet ein breites Spektrum an Investmentlösungen über Anlageklassen und Risikoprofile hinweg. Zu den Kernangeboten zählen
  • Aktienfonds und Mandate in entwickelten und aufstrebenden Märkten, vielfach mit Stilfokus wie Quality, Growth, Value oder Dividendenstrategien
  • Rentenstrategien über Staatsanleihen, Unternehmensanleihen, High Yield, Emerging Market Debt und spezialisierte Kreditsegmente
  • Multi-Asset-Lösungen, darunter ausgewogene, defensive und absolute-Return-Strategien sowie Ziel-Renten- und Ziel-Risiko-Konzepte
  • Alternative Anlagen wie Immobilien, Infrastruktur, Private Equity, Private Debt und thematische Alternativen
  • Nachhaltige und ESG-orientierte Produkte, inklusive Artikel-8- und Artikel-9-Produkte gemäß europäischer Regulierung sowie Impact-orientierte Strategien
  • Wealth-Management-Services für vermögende Privatkunden, Familien und Stiftungen, einschließlich Finanzplanung, Portfolio-Konstruktion und Family-Office-nahen Dienstleistungen
Ergänzend entwickelt Schroders maßgeschneiderte Solutions-Angebote, etwa Liability-Driven-Investment-Konzepte für Pensionsfonds, Overlay-Strategien zur Steuerung von Zins- und Währungsrisiken und Outsourced-CIO-Mandate für institutionelle Kunden.

Geschäftsbereiche und organisatorische Struktur

Schroders strukturiert sein Geschäft typischerweise entlang der Kundensegmente und Produktplattformen. Ein wesentlicher Geschäftsbereich ist das institutionelle Asset Management für Pensionskassen, Versicherungen, Staatsfonds und Unternehmen, mit Schwerpunkt auf maßgeschneiderten Mandaten und komplexen Multi-Asset- oder Alternatives-Lösungen. Der zweite große Bereich ist Intermediary, also der Vertrieb von Investmentfonds über Banken, Plattformen, Versicherungen und unabhängige Finanzberater. Hinzu kommt das Wealth Management, das über eigene Marken und Kooperationen vor allem vermögende Privatkunden und Familien anspricht. Innerhalb dieser Bereiche setzt Schroders spezialisierte Investmentplattformen für Equities, Fixed Income, Multi-Asset, Quantitative Strategien und Alternatives ein. Diese Matrixstruktur soll Skaleneffekte im Research und im Portfolio-Management heben und gleichzeitig eine enge Ausrichtung an den Bedürfnissen der jeweiligen Kundensegmente ermöglichen.

Unternehmensgeschichte und Eigentümerstruktur

Schroders verfügt über eine mehr als zweihundertjährige Unternehmensgeschichte mit Wurzeln im Londoner Handelshaus des 19. Jahrhunderts. Das Unternehmen entwickelte sich von einem Handels- und Finanzhaus schrittweise zu einer spezialisierten Investmentbank und später zu einem fokussierten Asset Manager. Ein prägendes Merkmal ist der bis heute bedeutsame Einfluss der Gründerfamilie Schröder über eine Ankerbeteiligung, die für eine langfristige Ausrichtung und eine konservative Bilanzpolitik steht. In den letzten Jahrzehnten hat Schroders die reine Investmentbanktätigkeit weitgehend aufgegeben und das Kerngeschäft auf Vermögensverwaltung ausgerichtet. Die Gruppe expandierte international, insbesondere nach Kontinentaleuropa, Asien-Pazifik und Nordamerika, und verstärkte sich durch gezielte Übernahmen im Wealth-Management und im Alternatives-Segment. Die Kombination aus Börsennotierung und familiärer Kontrolle schafft eine spezifische Governance-Struktur mit ausgeprägtem Fokus auf Reputation und Stabilität.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Die wesentlichen Alleinstellungsmerkmale von Schroders liegen in der Kombination aus langer Historie, starker Marke im britischen und europäischen Markt, globaler Präsenz und einem hohen Maß an institutionellem Vertrauen. Ein zentraler Burggraben ist das über Jahrzehnte aufgebaute Vertrauensverhältnis zu großen Pensionsfonds, Versicherungen und Staatsinvestoren, das sich nicht kurzfristig replizieren lässt. Zudem besitzt Schroders einen umfangreichen Track Record in verschiedenen Anlageklassen, was für Mandatsausschreibungen im institutionellen Segment wichtig ist. Die familiär geprägte Eigentümerstruktur fördert eine langfristige, risikoaverse Geschäftspolitik, was konservative Anleger schätzen. Ein weiterer Moat ergibt sich aus der Breite des Angebots: Schroders bietet klassische Publikumsfonds, spezialisierte institutionelle Mandate, Alternatives und Wealth-Management-Leistungen aus einer Hand. Diese Plattformbreite ermöglicht Cross-Selling, Skaleneffekte in Research und Risikomanagement sowie eine Diversifikation der Ertragsbasis. Im Bereich Nachhaltigkeit hat Schroders früh ESG-Analysen und Stewardship-Aktivitäten systematisiert, was angesichts regulatorischer Anforderungen und institutioneller Nachfrage zunehmend als wettbewerbsrelevanter Vorteil gilt.

Wettbewerbsumfeld

Schroders konkurriert in einem hochgradig kompetitiven Asset-Management-Markt. Zu den direkten Wettbewerbern zählen große europäische Häuser wie Amundi, Allianz Global Investors, Legal & General Investment Management, UBS Asset Management und DWS sowie globale Player aus den USA und Asien. Gleichzeitig steht Schroders im Wettbewerb mit passiven Anbietern wie BlackRock iShares, Vanguard und State Street, die mit kostengünstigen Indexfonds und ETFs Marktanteile gewinnen. Hinzu kommen spezialisierte Boutiquen im Bereich Alternatives, ESG und thematische Strategien. Der Wettbewerbsdruck äußert sich in Gebührendruck, hohen Anforderungen an Performance-Kontinuität und zunehmender Regulierung. Schroders versucht, sich durch aktives Management, differenzierte Produktsegmente, Kundennähe und maßgeschneiderte Lösungen vom Massenangebot standardisierter Indexprodukte abzugrenzen.

Management, Governance und Strategie

Das Management von Schroders wird traditionell von einer Mischung aus familiennahen Vertretern und erfahrenen externen Führungskräften geprägt. Der Verwaltungsrat beziehungsweise das Board of Directors überwacht die strategische Ausrichtung und das Risikomanagement, während ein Executive Committee das operative Geschäft führt. Die Governance-Struktur kombiniert unabhängige Kontrolle mit einer langfristigen Eigentümerperspektive. Strategisch setzt das Management auf mehrere Prioritäten:
  • Weiterentwicklung der globalen Investmentplattform mit Fokus auf konsistente Performance und diszipliniertes Risikomanagement
  • Ausbau von Alternativen und Private Assets, um margenstärkere Ertragsquellen zu erschließen
  • Stärkung des Wealth-Management-Geschäfts als stabilisierender, wiederkehrender Fee-Pool
  • Vertiefung der ESG-Integration und der aktiven Eigentümerrolle, um regulatorische Anforderungen zu erfüllen und institutionelle Nachfrage zu bedienen
  • Digitalisierung von Vertrieb, Reporting und Portfoliomanagement, um Effizienz zu steigern und Kundenservice zu verbessern
Insgesamt verfolgt das Management eine Strategie der kontrollierten Expansion mit Betonung auf Kapitaldisziplin, regulatorischer Compliance und langfristigem Reputationsschutz.

Branchen- und Regionenfokus

Schroders operiert in der globalen Asset-Management-Industrie, einer kapitalarmen, stark regulierten Dienstleistungsbranche mit hohen Skaleneffekten. Der Sektor ist geprägt von Trends wie dem Wachstum institutioneller Altersvorsorge, dem Siegeszug kostengünstiger Indexprodukte, der Verschmelzung von Asset und Wealth Management sowie der wachsenden Bedeutung nachhaltiger Investments. Geografisch besitzt Schroders eine starke Basis im Vereinigten Königreich und in Kontinentaleuropa, kombiniert mit wachsender Präsenz in Asien-Pazifik und selektiven Engagements in Nordamerika und den Schwellenländern. Die Ertragsbasis ist damit regional diversifiziert, bleibt aber sensibel gegenüber Kapitalmarktvolatilität, regulatorischen Veränderungen und währungsspezifischen Effekten. Für konservative Anleger ist relevant, dass Asset Manager zwar von langfristigem Wachstum der globalen Vermögensbestände profitieren, kurzfristig jedoch anfällig für Marktrückgänge und Nettomittelabflüsse sind.

Besonderheiten und ESG-Ausrichtung

Eine Besonderheit von Schroders ist der hohe Stellenwert, den das Unternehmen der Integration von Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren beimisst. ESG-Research wird in die klassische Fundamentalanalyse eingebettet, und es bestehen interne Bewertungsmodelle, um Nachhaltigkeitsrisiken und -chancen systematisch zu quantifizieren. Schroders betont seine Rolle als aktiver Eigentümer, führt Engagement-Dialoge mit Unternehmensleitungen und nutzt Stimmrechte auf Hauptversammlungen, um Governance-Strukturen und Nachhaltigkeitspraktiken zu beeinflussen. Zusätzlich investiert die Gruppe in technologische Plattformen zur Datenerfassung, Portfolioanalyse und Kundenberichterstattung, um Transparenz über ESG-Kennzahlen zu erhöhen. Für vermögende Privatkunden und institutionelle Anleger werden zunehmend maßgeschneiderte nachhaltige Mandate, Impact-Strategien und klimabezogene Anlageansätze angeboten. Diese ESG-Positionierung ist zugleich Differenzierungsmerkmal und Antwort auf eine verschärfte Regulierungslandschaft, etwa durch EU-Offenlegungsverordnung und Taxonomie-Regeln.

Chancen für langfristig orientierte Anleger

Aus Sicht eines konservativen Anlegers ergeben sich mehrere potenzielle Chancen. Erstens profitiert Schroders grundsätzlich vom strukturellen Wachstum des global verwalteten Vermögens, das durch Demografie, zunehmende Kapitalmarktorientierung der Altersvorsorge und steigenden Wohlstand in Schwellenländern getrieben wird. Zweitens ermöglicht die breite Produktpalette über Aktien, Anleihen, Multi-Asset und Alternatives eine Diversifikation der Ertragsquellen. Drittens kann das ausgebaute Wealth-Management und Solutions-Geschäft für stabilere, wiederkehrende Einnahmen sorgen und damit die Abhängigkeit von volatilen Performance-Gebühren reduzieren. Viertens besitzt Schroders mit seiner langen Historie, der etablierten Marke und der familiengeprägten Eigentümerstruktur eine Vertrauensbasis, die insbesondere für institutionelle Investoren und konservative Privatkunden attraktiv ist. Fünftens könnte die starke ESG-Ausrichtung dem Unternehmen helfen, Neugelder anzuziehen, regulatorische Hürden zu meistern und von der Umstellung institutioneller Portfolios auf nachhaltige Strategien zu profitieren.

Risiken und mögliche Belastungsfaktoren

Gleichzeitig ist ein Engagement in einen Asset Manager wie Schroders mit spezifischen Risiken verbunden. Zentrale Gefahr ist der anhaltende Gebührendruck durch den Trend zu passiven Anlagen, was Margen und Profitabilität des aktiven Managements belasten kann. Bleibt die relative Investmentperformance in wichtigen Strategien hinter der Konkurrenz zurück, drohen Mittelabflüsse und Reputationsschäden. Eine starke Korrelation der Ertragsbasis mit den Kapitalmärkten führt zudem zu prozyklischen Risiken: In Phasen kräftiger Kursrückgänge sinken Vermögensvolumina und damit die Gebühreneinnahmen. Regulatorische Verschärfungen, etwa im Bereich Anlegerschutz, Transparenzanforderungen oder ESG-Reporting, können Kosten erhöhen und Produktarchitekturen verkomplizieren. Darüber hinaus besteht Integrations- und Reputationsrisiko bei weiteren Zukäufen im Alternatives- oder Wealth-Management-Bereich. Währungsrisiken und politische Unsicherheiten, insbesondere im Heimatmarkt Großbritannien, können zusätzliche Volatilität in Ergebnis und Bewertung bringen. Konservative Anleger sollten diese Faktoren in Relation zu den strukturellen Wachstumschancen der Branche, der Qualität des Managements und der Widerstandsfähigkeit des Geschäftsmodells sorgfältig abwägen, ohne sich dabei auf implizite Renditeversprechen zu verlassen.
Stand: Juni 2026
Hinweis

Schroders Prognose 2026: Einstufung & Empfehlung von Analysten

Schroders Kursziel 2026

  • Die Schroders Kurs Performance für 2026 liegt bei +45,15%. Die Performance der Benchmark FTSE 100 liegt bei +4,55%. Outperformance: Die Schroders Kurs Performance ist um 40,61 Prozentpunkte höher als die Performance des FTSE 100.

Stammdaten

Marktkapitalisierung 10,42 Mrd. €
Aktienanzahl 1,55 Mrd.
Streubesitz 4,94%
Währung EUR
Land Großbritannien
Sektor Finanzen
Branche Kapitalmärkte
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+95,06% Weitere
+4,94% Streubesitz

Community-Beiträge zu Schroders

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Schroders plc

Schroders ist einer der traditionsreichsten britischen Vermögensverwalter. Das Unternehmen verwaltet Geld für institutionelle Kunden, Intermediäre, Pensionskassen, Versicherer, Stiftungen, vermögende Privatkunden und Privatanleger. Das Geschäft gliedert sich im Kern in Asset Management und Wealth Management. Im Asset Management bietet Schroders aktive Aktien-, Anleihe-, Multi-Asset-, Core-Solutions-, Private-Markets- und alternative Strategien an. Zu den wichtigsten Bereichen gehören Public Markets, also börsengehandelte Aktien-, Renten- und Multi-Asset-Produkte, Schroders Capital für Private Markets, Infrastruktur, Private Equity, Private Debt und Immobilien sowie Wealth Management rund um Cazenove Capital, Benchmark und vermögende Privatkunden. Das Geschäftsmodell ist damit klassisch gebührengetrieben: Je höher die verwalteten Vermögen und je besser die Nettomittelzuflüsse, desto stärker die Ertragsbasis; gleichzeitig ist das Unternehmen anfällig für Marktphasen mit fallenden Assetpreisen, Gebührenkompression und Kundengeldabflüssen.

Der wichtigste Punkt zum Stand 26.04.2026 ist aber nicht mehr die klassische Langfristbewertung als unabhängige Aktie, sondern die Übernahme durch Nuveen. Am 12. Februar 2026 haben Schroders und Nuveen eine empfohlene Barübernahme vereinbart. Geboten werden bis zu 612 Pence je Schroders-Aktie, bestehend aus 590 Pence Barzahlung plus zulässigen Dividenden von bis zu 22 Pence je Aktie. Das entsprach bei Ankündigung einer Bewertung von rund 9,9 Milliarden Pfund und einer Prämie von rund 34 Prozent gegenüber dem Schlusskurs von 456 Pence am letzten Handelstag vor der Ankündigung, sofern die zulässigen Dividenden vollständig gezahlt werden. Die Transaktion soll voraussichtlich im vierten Quartal 2026 wirksam werden, vorbehaltlich der noch nötigen Bedingungen und Genehmigungen.

Die Aktionäre haben der Transaktion inzwischen zugestimmt. Am 16. April 2026 meldete Schroders, dass sowohl beim Court Meeting als auch bei der General Meeting die erforderlichen Mehrheiten erreicht wurden; laut RNS-/Börsenmeldung stimmten 99,92 Prozent der beim Court Meeting abgegebenen Stimmen für das Scheme und 99,93 Prozent der Stimmen bei der General Meeting für die Sonderresolution. Damit ist die Übernahme nicht vollständig abgeschlossen, aber das zentrale Aktionärsvotum ist durch. (londonstockexchange.com)

Operativ war 2025 für Schroders deutlich besser als die schwächeren Vorjahre. Das verwaltete Vermögen inklusive Joint Ventures und Associates stieg per Ende 2025 auf 823,7 Milliarden Pfund nach 778,7 Milliarden Pfund im Vorjahr. Schroders erzielte 2025 Nettomittelzuflüsse von 6,0 Milliarden Pfund inklusive JVs und Associates; ohne JVs und Associates lagen die Bruttozuflüsse bei 142,0 Milliarden Pfund. Die Nettoerträge aus dem operativen Geschäft stiegen auf 2,504 Milliarden Pfund nach 2,370 Milliarden Pfund. Der bereinigte operative Gewinn stieg um 25 Prozent auf 756,6 Millionen Pfund, der Gewinn vor Steuern lag bei 673,8 Millionen Pfund. Der bereinigte Cost-Income-Ratio verbesserte sich von 75 auf 71 Prozent. Das ist eine klare operative Erholung, aber sie kam nach Jahren, in denen traditionelle aktive Asset Manager unter starkem Druck durch passive Produkte, Skaleneffekte großer Anbieter und Gebührenwettbewerb standen. (RNS PDF)

Im ersten Quartal 2026 hat sich das Bild wieder eingetrübt. Schroders meldete per 31. März 2026 ein Gruppen-AUM von 814,4 Milliarden Pfund, also weniger als Ende 2025. Die Nettomittelbewegung war inklusive JVs und Associates mit minus 1,1 Milliarden Pfund negativ; ohne JVs und Associates lag sie bei minus 2,2 Milliarden Pfund. Das Management verwies auf eine Verschlechterung der Marktbedingungen im März, höhere geopolitische Unsicherheit und eine risk-off-Haltung vieler Kunden. Besonders auffällig waren Nettomittelabflüsse bei Aktienstrategien von 4,9 Milliarden Pfund im Quartal, während Fixed Income und Multi-Asset Zuflüsse erzielten. (mybrand.schroders.com) (mybrand.schroders.com)

Die Dividende ist für Schroders grundsätzlich ein wichtiger Teil der Investmentstory. Für 2025 blieb die Gesamtdividende bei 21,5 Pence je Aktie, bestehend aus 6,5 Pence Zwischendividende und 15,0 Pence Schlussdividende. Die Schlussdividende wurde für den 23. April 2026 vorgesehen, mit Record Date 13. März 2026. Beim Kurs um 579 Pence am 24. April 2026 entspricht eine Jahresdividende von 21,5 Pence grob einer Rendite von rund 3,7 Prozent. Wichtig: Wegen der Nuveen-Transaktion ist die Dividendenbetrachtung nur noch begrenzt eine normale Langfristbetrachtung. Die Dividenden sind Teil der Struktur des Übernahmeangebots, weil bis zu 22 Pence je Aktie als zulässige Dividenden behalten werden dürfen, ohne dass die 590 Pence Barzahlung reduziert werden. (investegate.co.uk) (londonstockexchange.com)

Am letzten Handelstag vor Deinem Stichtag, dem 24. April 2026, lag die Aktie in London bei rund 579 Pence. Damit notierte sie deutlich unter dem maximalen Transaktionswert von 612 Pence, aber nah an der sicheren Barkomponente von 590 Pence. Diese Differenz ist kein klassisches Bewertungs-Gap, sondern vor allem ein Übernahme-/Vollzugsabschlag: Der Markt preist ein, dass bis zum Closing noch Zeit vergeht, regulatorische Bedingungen erfüllt werden müssen und Kapital bis dahin gebunden bleibt. (londonstockexchange.com)

Fundamental betrachtet ist Schroders kein schlechtes Unternehmen. Es hat eine starke Marke, globale Reichweite, hohe verwaltete Vermögen, eine solide Wealth-Management-Plattform, private Märkte als Wachstumssäule und eine lange Dividendenhistorie. 2025 zeigte, dass Kostendisziplin, bessere Märkte und die Restrukturierung Wirkung entfalten können. Positiv sind besonders die Verbesserung der Investmentperformance, die höhere Profitabilität und das Ziel, bis 2027 jährlich 150 Millionen Pfund an Nettoeinsparungen zu erreichen; 2025 waren davon bereits 102 Millionen Pfund annualisiert erreicht. (RNS PDF) (RNS PDF)

Die Schwächen sind aber strukturell. Aktives Asset Management steht seit Jahren unter Druck durch ETFs, Indexprodukte, Preistransparenz und die enorme Skalierung von Anbietern wie BlackRock, Vanguard, State Street, Amundi und Fidelity. Schroders ist groß, aber im globalen Wettbewerb nicht groß genug, um die Skalenvorteile der größten Plattformen voll zu replizieren. Dazu kommt, dass ein Asset Manager stark vom Börsenumfeld abhängig ist: Sinkende Märkte drücken AUM und Gebühren, schlechte Performance löst Abflüsse aus, und in Risikoaversion fließt Geld eher in Cash, Anleihen oder passive Standardprodukte. Genau dieses Muster war im März 2026 wieder sichtbar. Die Nuveen-Übernahme ist deshalb auch ein Eingeständnis, dass Größe, Vertriebskraft und Produktbreite im Asset Management wichtiger werden.

Für die nächsten 5 bis 15 Jahre muss man Schroders wegen der Übernahme anders betrachten. Als börsennotierte Einzelaktie wird Schroders bei erfolgreichem Abschluss voraussichtlich verschwinden; dann gibt es für Aktionäre keinen 10- bis 15-Jahres-Börseninvestmentcase mehr, sondern eine Abfindung in Cash. Für bestehende Aktionäre ist die Aktie faktisch ein Merger-Arbitrage-Papier: Man hält nicht mehr primär wegen Dividendenwachstum und operativer Langfristfantasie, sondern wegen der Chance, dass die Transaktion zu den vereinbarten Konditionen abgeschlossen wird. Der Ertrag bis dahin besteht aus der Differenz zwischen aktuellem Kurs und erwarteter Gegenleistung, bereinigt um Zeitwert, Dividenden, Währungsrisiko und Vollzugsrisiko.

Meine Einschätzung: Als operatives Unternehmen ist Schroders solide, aber nicht mehr unabhängig genug bewertbar, um sie wie eine normale Langfristaktie zu analysieren. Die klassische Investmentfrage „Kaufen für 10 bis 15 Jahre?“ stellt sich Stand 26.04.2026 praktisch nicht mehr. Wer die Aktie neu kauft, kauft vor allem die Übernahmewahrscheinlichkeit. Bei rund 579 Pence Kurs und bis zu 612 Pence Transaktionswert ist das theoretische Restpotenzial überschaubar. Es ist nicht risikolos, weil die Auszahlung voraussichtlich erst im vierten Quartal 2026 kommen soll und regulatorische beziehungsweise vollzugstechnische Risiken bleiben. Dafür ist das operative Downside-Risiko durch das empfohlene und bereits aktionärsseitig gebilligte Angebot begrenzt, solange keine neuen negativen Informationen zur Transaktion auftauchen.

Für Dividendeninvestoren ist Schroders deshalb aktuell kein idealer Neueinstieg. Die historische Dividendenrendite wirkt ordentlich, aber die Aktie ist keine klassische Buy-and-Hold-Dividendenaktie mehr. Für bestehende Aktionäre ist Halten bis zur Übernahme plausibel, sofern man das Restrisiko akzeptiert und keine bessere Verwendung für das Kapital hat. Für Neueinsteiger ist das Chance-Risiko-Verhältnis eher ein Spezialfall für erfahrene Anleger, die bewusst Merger-Arbitrage betreiben. Wer ein langfristiges, ausschüttendes Finanzwerte-Investment sucht, sollte sich eher andere börsennotierte Asset Manager, Versicherer oder breit diversifizierte Finanzwerte ansehen, weil Schroders mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr lange als eigenständige börsennotierte Aktie verfügbar sein wird.

Autor: ChatGPT

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Häufig gestellte Fragen zur Schroders Aktie und zum Schroders Kurs

Der aktuelle Kurs der Schroders Aktie liegt bei 6,86 €.

Für 1.000€ kann man sich 145,77 Schroders Aktien kaufen.

Das Tickersymbol der Schroders Aktie lautet SHNWF.

Die 1 Monats-Performance der Schroders Aktie beträgt aktuell 1,70%.

Die 1 Jahres-Performance der Schroders Aktie beträgt aktuell 57,41%.

Der Aktienkurs der Schroders Aktie liegt aktuell bei 6,86 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von 1,70% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von Schroders eine Wertentwicklung von 2,85% aus und über 6 Monate sind es 54,92%.

Das 52-Wochen-Hoch der Schroders Aktie liegt bei 6,86 €.

Das 52-Wochen-Tief der Schroders Aktie liegt bei 4,19 €.

Das Allzeithoch von Schroders liegt bei 6,86 €.

Das Allzeittief von Schroders liegt bei 3,37 €.

Die Volatilität der Schroders Aktie liegt derzeit bei 30,17%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von Schroders in letzter Zeit schwankte.

Die Marktkapitalisierung beträgt 10,42 Mrd. €

Insgesamt sind 1.605,4 Mio Schroders Aktien im Umlauf.

Am 19.09.2022 gab es einen Split im Verhältnis 1:5.

Am 19.09.2022 gab es einen Split im Verhältnis 1:5.

Schroders hat seinen Hauptsitz in Großbritannien.

Schroders gehört zum Sektor Kapitalmärkte.

Das KGV der Schroders Aktie beträgt 12.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von Schroders betrug 2.970.000.000 GBX.

Die nächsten Termine von Schroders sind:
  • 30.06.2026 - Quartalsmitteilung

Ja, Schroders zahlt Dividenden. Zuletzt wurde am 12.03.2026 eine Dividende in Höhe von 0,15 £ (0,17 €) gezahlt.

Zuletzt hat Schroders am 12.03.2026 eine Dividende in Höhe von 0,15 £ (0,17 €) gezahlt.
Dies entspricht einer Dividendenrendite von 0,00%. Die Dividende wird halbjährlich gezahlt.

Die letzte Dividende von Schroders wurde am 12.03.2026 in Höhe von 0,15 £ (0,17 €) je Aktie ausgeschüttet.
Das ergibt, basierend auf dem aktuellen Kurs, eine Dividendenrendite von 0,00%.

Die Dividende wird halbjährlich gezahlt.

Der letzte Zahltag der Dividende war am 12.03.2026. Es wurde eine Dividende in Höhe von 0,15 £ (0,17 €) gezahlt.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss man die Aktie am Ex-Tag (Ex-Date) im Depot haben.

Die Schroders Aktie ist in den folgenden 1 großen ETFs enthalten:
  1. SPDR S&P UK Dividend Aristocrats UCITS ETF