Pascal Grunow war bereits drei Jahre lang als Werkstudent in der Redaktion von BörsenNEWS tätig und ist heute Teil der Redaktion von Wallstreet-Online. Sein Schwerpunkt liegt vor allem auf Kryptothemen, bei denen er aktuelle Marktbewegungen und Trends rund um digitale Währungen aufbereitet.
Während das Cloud-Geschäft von SAP (SAP Aktie) im zweiten Quartal weiterhin zweistellig wächst und die Auftragslage robust bleibt, belasten die Kosten für die jüngsten Übernahmen von KI-Unternehmen die Profitabilität. Die Aktie steigt im frühen Freitaghandel fast 4 Prozent auf 133,58 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus jedoch weiterhin auf 37 Prozent.
Gewinnprognose wegen KI-Übernahmen gesenkt
Der Walldorfer Softwarekonzern reduzierte seinen Ausblick für das operative Ergebnis im Gesamtjahr 2026 auf 11,8 bis 12,2 Milliarden Euro. Zuvor hatte SAP eine Spanne von 11,9 bis 12,3 Milliarden Euro in Aussicht gestellt.
Als Grund nennt das Unternehmen einen Verwässerungseffekt von mehr als 100 Millionen Euro durch die Übernahmen der KI- und Datenunternehmen Dremio und Prior Labs.
Unverändert ließ SAP dagegen seine Prognose für die Cloud-Erlöse. Das Unternehmen erwartet für 2026 weiterhin Cloud-Umsätze zwischen 25,8 und 26,2 Milliarden Euro.
Cloud-Geschäft wächst weiter
Der Current Cloud Backlog, der die vertraglich gesicherten Cloud-Umsätze der kommenden zwölf Monate widerspiegelt, stieg währungsbereinigt um 26 Prozent auf 22,9 Milliarden Euro. Die Cloud-Umsätze legten um 24 Prozent auf 6,28 Milliarden Euro zu. Das Wachstum fiel damit allerdings etwas geringer aus als im ersten Quartal, als noch ein Plus von 27 Prozent erzielt worden war.
Besonders stark entwickelte sich erneut die Cloud ERP Suite. Die Erlöse stiegen währungsbereinigt um 27 Prozent auf 5,53 Milliarden Euro. Gleichzeitig setzte sich der Strategiewechsel weg vom klassischen Lizenzgeschäft fort. Die Softwarelizenzerlöse brachen um 32 Prozent auf 131 Millionen Euro ein, da SAP verstärkt auf abonnementbasierte Cloud-Angebote setzt.
Operativer Gewinn bleibt hinter den Erwartungen
Insgesamt erhöhte der Konzern seinen Umsatz währungsbereinigt um 11 Prozent auf 9,88 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis blieb mit 2,74 Milliarden Euro jedoch hinter den Erwartungen der Analysten zurück.
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