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Alles auf KI: Was SAP auf der Sapphire angekündigt hat

SAP hat auf seiner Sapphire-Konferenz einen KI-Umbau in historischem Ausmaß angekündigt. Doch zwischen Walldorfer Ambitionen und dem, was Kunden wirklich nutzen, klafft noch eine Lücke. Was Analysten trotzdem überzeugt.
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SAP-Firmenlogo auf dem Hauptgebäude in Walldorf, Deutschland.
Quelle: - ©iStock
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SAP hat auf seiner Jahreskonferenz Sapphire eine weitreichende Produktoffensive rund um künstliche Intelligenz vorgestellt und dabei einen klaren Anspruch formuliert: Der Walldorfer Konzern will zur zentralen Plattform für selbstständig agierende Unternehmensprozesse werden. Die Bank of America (Bank of America Aktie) bekräftigt ihre Kaufempfehlung und sieht erhebliches Kurspotenzial.

Kernstück der Ankündigungen ist der überarbeitete KI-Assistent Joule, dessen technische Grundlage vollständig neu aufgebaut wurde. Ergänzt wird er durch eine Autonomous Suite mit mehr als 50 branchenspezifischen Assistenten sowie sieben industriespezifischen KI-Lösungen unter dem Label "Industry AI". SAP (SAP Aktie) präsentierte außerdem neue Partnerschaftsmodelle, darunter die Integration des KI-Modells Claude von Anthropic in die SAP Business AI-Plattform sowie eine Kooperation mit AWS für datenbankfreie Informationsverknüpfungen. Kunden, die von lokalen Installationen in die Cloud wechseln, sollen künftig direkt auf KI-Funktionen zugreifen können.

Die Analysten der Bank of America zeigen sich nach der Konferenz grundsätzlich bestätigt, weisen aber auf eine wichtige Einschränkung hin: Rückmeldungen von Beratungspartnern wie Capgemini, Infosys oder McKinsey deuten zwar auf starke Nachfrage und breite Effizienzgewinne hin. Der tatsächliche KI-Einsatz bei Endkunden bleibt jedoch bisher hinter den ehrgeizigen Ankündigungen zurück. Damit lautet die entscheidende Frage nicht, ob SAP die richtige Strategie verfolgt, sondern ob die Umsetzung gelingt.

Finanziell bewegt sich SAP auf solidem Kurs. Das Cloud-Geschäft wuchs zuletzt um rund ein Viertel, die Erlöse sollen mittelfristig zweistellig steigen, die Gewinne je Aktie sogar um durchschnittlich 18 Prozent pro Jahr. Die Betriebskosten sollen dabei nicht schneller wachsen als 80 bis 90 Prozent des Umsatzes. CFO Dominik Asam bekräftigte das bestehende Mittelfristziel, konkrete neue Zielwerte nannte er jedoch nicht. Für den Zeitraum 2026 und 2027 sind Aktienrückkäufe im Volumen von zehn Milliarden Euro geplant, von denen bereits rund ein Viertel vollzogen ist.

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Bei der Bewertung sehen die Analysten SAP im europäischen Vergleich als attraktiv eingestuft: Das Verhältnis von Bewertung zu Wachstum liege deutlich unter dem Durchschnitt der europäischen Technologiekonkurrenten. Das Kursziel liegt bei 210 Euro, was einem Aufwärtspotenzial von mehr als 50 Prozent entspricht. SAP ist damit sowohl auf der Hauptempfehlungsliste der Bank für 2026 als auch auf ihrer Liste der wichtigsten europäischen Anlageideen vertreten.

Abseits der großen Unternehmenskunden rückt SAP zunehmend auch den Mittelstand in den Fokus. Zielgruppe sind Unternehmen mit einem Umsatz zwischen 250 Millionen und zwei Milliarden US-Dollar, die international expandieren wollen. Der Vertrieb soll dabei fast ausschließlich über Partnerunternehmen laufen.

Autor: Ariva-Redaktion/ js


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