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sir charles
Rolls Royce: Englands Stolz mit neuem Glanz
Rolls Royce: Englands Stolz mit neuem Glanz
Der Turbinen-Hersteller steht bei den Anlegern angesichts voller Auftragsbücher hoch im Kurs.
Die Aktien des britischen Traditionskonzerns Rolls Royce sind derzeit gefragt wie schon lange nicht. Allein am Donnerstag schoß der Börsenwert des Unternehmens um zwölf Prozent auf umgerechnet 3,6 Mrd. Euro in die Höhe. Grund für das rege Interesse der Anleger waren Äußerungen der Unternehmensspitze, wonach es um die Ertragslage besonders gut bestellt sei. Diese Einschätzung gründe wiederum in den prallvollen Auftragsbüchern des Konzerns.
Nicht zu verwechseln ist die heutige Rolls Royce Plc. mit dem Hersteller der gleichnamigen Luxuskarossen. Letztere wurden vor knapp dreißig Jahren aus dem Konzern herausgelöst, nachdem das 1906 von Charles Rolls und Henry Royce ins Leben gerufene Unternehmen 1971 in die Insolvenz schlitterte. Mittlerweile wird das prestigeträchtige Automobil ebenso von Volkswagen produziert wie die Rolls Royce-Schwestermarke Bentley. VW verliert allerdings die erst vor vier Jahren erworbenen Rechte an Rolls Royce nächstes Jahr an seinen Intimfeind BMW.
Diesem Deal war ein milliardenschwerer Rechtsstreit vorausgegangen. Kern der Auseinandersetzung: Der mittlerweile als Hersteller von Flugzeugtriebwerken bekannten Rolls Royce Plc. wurde in den 70er Jahren ein Mitspracherecht für den Fall eines Verkaufs der Automarke eingeräumt. Mittlerweile ist die Sache gelaufen, VW zog den kürzeren und muß sich mit Bentley als Trostpreis begnügen.
BMW zählt zudem mit knapp zehn Prozent der Anteile zu den Hauptaktionären am Turbinenbauer Rolls Royce. Womit sich im kommenden Jahr durch die Übernahme der Automarke der Kreis für die Bayern schließt.
Rolls Royce wird die Stärke zugeschrieben, sich geschickt Nischenmärkte festgesetzt zu haben. Das gilt nicht zuletzt für das nach den Terrorschlägen schwierige Flugzeuggeschäft. So schafften es die Briten, sich in diesem Sektor als Lieferant von Ersatzteilen zu profilieren. Weltweit ist Rolls Royce hinter General Electric der zweitgrößte Produzent von Flugzeugantrieben. Mittlerweile sind die Briten auch zu den größten Produzenten von Schiffsturbinen der Welt aufgestiegen, seit Ende der 90er Jahre sind etwa auch Kraftwerksturbinen mit dem Rolls Royce-Logo zu haben.
Der Fokus von Rolls Royce liegt aber weiterhin auf den Flugzeugantrieben. Diesem Bereich ist das Unternehmen auch seit seiner Gründung eng verbunden. Im Ersten Weltkrieg wurden ebenso britische Kampfflieger mit Rolls-Royce-Propellern ausgestattet wie die im Zweiten Weltkrieg bekannt gewordenen Typen "Spitfire" und "Hurricane".
Nach dem letzten Weltkrieg baute Rolls Royce seine Position kontinuierlich aus, Anfang der 70er Jahre hielt der Stolz der Briten den wirtschaftlichen und technischen Anforderungen nicht mehr Stand, die Pleite war unvermeidbar. Der Verstaatlichung und Aufspaltung des Unternehmens folgte 1987 die Privatisierung durch die Thatcher-Administration. In dieser Phase wurde auch der wirtschaftliche Erfolg auf mehrere Beine gestellt, die Diversifikation gestartet. Heute steht Rolls Royce im Eigentum internationaler Investoren und eben in jenen von BMW.