Palantir meldet ein Rekordquartal und lässt die Wall Street staunen: Umsatz plus 85 Prozent, mehr Cash in drei Monaten als früher im ganzen Jahr. Bank of America sieht noch viel Luft nach oben.
Für dich zusammengefasst:
Palantir steigerte seinen Umsatz im Q1 2026 um 85 Prozent.
Der Umsatz mit US-Regierungsbehörden stieg um 84 Prozent.
Die Umsatzprognose für 2026 wurde auf 7,85 Milliarden US-Dollar angehoben.
Der umstrittene Datenspezialist Palantir hat im ersten Quartal 2026 einen Wachstumssprung hingelegt, der selbst optimistische Analysten überrascht hat. Der US-Konzern von CEO Alex Karp steigerte seinen Gesamtumsatz um 85 Prozent auf knapp 1,63 Milliarden US-Dollar – und erzielte dabei mehr freien Cashflow als im gesamten Jahr 2024.
Die Bank of America bekräftigt ihr Kaufvotum und sieht den fairen Wert der Aktie bei 255 US-Dollar, was gegenüber dem aktuellen Kurs von 146 US-Dollar einem Aufwärtspotenzial von rund 75 Prozent entspricht.
Besonders stark entwickelte sich das Staatskundengeschäft. Die Umsätze mit US-Regierungsbehörden stiegen im Jahresvergleich um 84 Prozent auf 587 Millionen US-Dollar. Treiber sind vor allem die militärisch-geheimdienstlichen Plattformen Maven Smart System, ShipOS und TITAN. Für Maven hat der Haushaltsplan des US-Präsidenten für 2027 Mittel von 2,3 Milliarden US-Dollar vorgesehen – ein starkes politisches Signal für die Verlässlichkeit dieser Einnahmequelle. Hinzu kommen bereits vertraglich gebundene Zahlungen für ShipOS in Höhe von 366 Millionen US-Dollar.
Die Analysten der BofA sehen Palantir als Profiteur eines strukturellen Wandels in der Unternehmens-IT: Konzerne bewegten sich weg vom bloßen Ausprobieren großer Sprachmodelle hin zu deren systematischem, skalierbarem Einsatz. Generische KI-Implementierungen ohne Kontext, Governance und Integration führten in der Praxis oft nur zu "KI-Schrott" – also Ausgaben ohne greifbaren Mehrwert. Palantirs Plattformen AIP, Ontology, Foundry und Apollo lieferten genau das, was Unternehmen und Behörden bräuchten: nachvollziehbare, auditierbare und steuerbare Ergebnisse in großem Maßstab.
Im kommerziellen Segment wuchs Palantir in den USA um 133 Prozent auf 595 Millionen US-Dollar, wobei eine Kundenumschichtung Richtung Regierungsseite das sequenzielle Wachstum leicht dämpfte. Der durchschnittliche Umsatz je US-Firmenkunde stieg dennoch auf 2,9 Millionen US-Dollar – ein Hinweis darauf, dass bestehende Kunden tiefer in die Plattform einsteigen.
BofA hebt ihre Umsatzprognose für 2026 auf knapp 7,85 Milliarden US-Dollar an, nach zuvor 7,37 Milliarden. Der erwartete Gewinn je Aktie für 2026 klettert auf 1,47 US-Dollar, für 2028 auf 2,62 US-Dollar. Das Kursziel von 255 US-Dollar basiert auf einem Unternehmenswert-Multiple für das Jahr 2035 – ein Zeithorizont, der verdeutlicht, wie langfristig BofA das Wachstumsversprechen des Unternehmens bewertet.
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