OPmobility SA

Aktie
WKN:  871780 ISIN:  FR0000124570 US-Symbol:  PASTF Branche:  Kraftfahrzeugkomponenten Land:  Frankreich
15,52 €
+1,07 €
+7,40%
13:23:22 Uhr
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
2,34 Mrd. €
Streubesitz
22,21%
KGV
8,47
Dividende
0,36 EUR
Dividendenrendite
2,36%
Index-Zuordnung
-
OPmobility Aktie Chart

OPmobility Unternehmensbeschreibung

OPmobility SA, bis 2023 als Compagnie Plastic Omnium bekannt, ist ein französischer Automobilzulieferer mit Fokus auf intelligente Exterieursysteme, Energie- und Emissionsmanagement sowie Lösungen für die Elektromobilität und Wasserstofftechnologie. Das Unternehmen adressiert die globalen Wachstumstreiber Dekarbonisierung, strengere Emissionsregulierung, Elektrifizierung des Antriebsstrangs und steigende Anforderungen an Leichtbau und Systemintegration. OPmobility ist weltweit mit Produktionsstandorten und Entwicklungszentren vertreten und arbeitet eng mit internationalen OEMs zusammen. Der Konzern sieht sich als technologischer Systempartner für Kraftstoff-, Energie- und Speichersysteme, Karosserieaußenhaut und vernetzte Mobilitätslösungen.

Geschäftsmodell und Mission

Das Geschäftsmodell von OPmobility basiert auf der Entwicklung, Industrialisierung und Serienfertigung von Systemlösungen für die Automobilindustrie, die hohe Stückzahlen, Qualitätssicherheit und Kosteneffizienz verbinden. Der Konzern agiert überwiegend im B2B-Bereich gegenüber globalen Fahrzeugherstellern und strukturiert seine Aktivitäten entlang langfristiger Plattformprojekte. Ein hoher Anteil der Wertschöpfung entfällt auf Engineering, Werkstoffkompetenz, Spritzguss- und Verbundtechnologien sowie modulare Systemintegration. Die Mission des Unternehmens besteht darin, durch innovative Kunststoff- und Verbundlösungen, Leichtbau, Aerodynamik und emissionsarme Energiespeichersysteme die Transformation hin zu nachhaltiger, vernetzter und sicherer Mobilität zu unterstützen. OPmobility positioniert sich als Partner für OEMs, die ihre CO₂-Flottenziele erreichen, Fahrzeuggewichte reduzieren und alternative Antriebskonzepte wie Batterie- und Brennstoffzellenfahrzeuge skalieren wollen.

Produkte und Dienstleistungen

Das Leistungsportfolio gliedert sich in mehrere Produktfamilien entlang des Fahrzeugs. Dazu gehören im Bereich Exterieur unter anderem Stoßfänger, Heckklappen, Spoiler, Front-End-Module, Karosserieverkleidungen sowie integrierte Systeme für Sensorik und Radarabdeckungen, die für Fahrerassistenzsysteme und automatisiertes Fahren relevant sind. Im Bereich Energie- und Emissionsmanagement entwickelt OPmobility Kraftstofftanks, SCR-Systeme und komplexe Flüssigkeitsführungssysteme, die Abgasnachbehandlung und Reichweitenoptimierung unterstützen. Ein wachsender Geschäftsbereich widmet sich der Elektromobilität und Energieversorgung: Batteriesystem-Gehäuse, Strukturbauteile, Komponenten für Thermomanagement sowie Wasserstoffspeicherlösungen für Brennstoffzellenfahrzeuge und Nutzfahrzeuge. Ergänzend bietet das Unternehmen Engineering-Dienstleistungen, Co-Design mit OEMs, Simulations- und Testleistungen, Industrialisierungs- und Tooling-Kompetenz sowie Programmbegleitung über den gesamten Fahrzeuglebenszyklus. Der digitale Anteil nimmt durch Sensorintegration, Funktionsintegration und datenbasierte Optimierung der Fertigungsprozesse zu.

Business Units und Segmentierung

OPmobility strukturiert seine Aktivitäten in mehrere Business Units, die entlang technologischer Schwerpunkte und Kundenanforderungen ausgerichtet sind. Im Zentrum stehen Einheiten für Exterieursysteme mit Fokus auf Stoßfänger, Karosserieteile und Module sowie Einheiten für Energie- und Speichersysteme, die sowohl konventionelle Kraftstofftanks als auch wasserstoffbasierte Hochdruckspeicher adressieren. Ergänzt werden diese durch Bereiche, die sich mit Lösungen für Elektromobilität, Leichtbau und integrierte Fahrzeugsysteme befassen. Übergeordnete Funktionen wie Forschung und Entwicklung, globale Programmsteuerung, Einkauf und Industrialisierung sind stark zentralisiert, um Skaleneffekte und Synergien zwischen den Business Units optimal zu nutzen. Die Segmentsteuerung folgt dabei typischerweise einer Kombination aus Produkt- und Kundenlogik, wobei große OEM-Plattformen über mehrere Regionen hinweg betreut werden.

Alleinstellungsmerkmale und technologische Burggräben

OPmobility verfügt über mehrere potenzielle Burggräben im Wettbewerbsumfeld der Automobilzulieferer. Ein zentraler Vorteil liegt in der tiefen Werkstoff- und Prozesskompetenz für Hochleistungskunststoffe, Verbundwerkstoffe und Leichtbaulösungen, die in großserientaugliche Fertigungsprozesse übersetzt werden. Langjährige Entwicklungszusammenarbeit mit OEMs und eine starke Patentbasis stärken die technologische Differenzierung, insbesondere in der Auslegung crashrelevanter Exterieurbauteile und komplexer Tanksysteme. Eine weitere Eintrittsbarriere besteht in den hohen Zertifizierungs-, Qualitäts- und Traceability-Anforderungen der Automobilindustrie, die neue Wettbewerber nur schwer erreichen. Als Alleinstellungsmerkmal sieht das Unternehmen die Kombination aus Exterieurkompetenz, Energiespeichersystemen und Wasserstofftechnologie, die eine integrierte Betrachtung von Design, Funktionalität, Gewichtsreduzierung und Emissionsminderung ermöglicht. Zudem erschwert die enge Einbindung in Plattformprojekte mit langen Laufzeiten den kurzfristigen Lieferantenwechsel durch OEMs.

Wettbewerbsumfeld

OPmobility agiert in einem intensiven Wettbewerbsumfeld globaler Tier-1-Zulieferer. Zu den relevanten Konkurrenten im Bereich Exterieursysteme und Karosserieaußenhaut zählen unter anderem Anbieter wie Magna, Plastic- und Verbundkomponenten-Hersteller sowie spezialisierte Modulzulieferer. Im Segment Kraftstoff- und Energiespeicherlösungen konkurriert das Unternehmen mit globalen Systemlieferanten für Tanks, Abgasnachbehandlung und Thermomanagement. Im Feld der Wasserstoffspeicher und der Elektromobilitäts-Komponenten trifft OPmobility auf Player, die Hochdruckbehälter, Batteriegehäuse und Strukturbauteile produzieren. Das Wettbewerbsumfeld ist durch Preisdruck, hohe F&E-Intensität, Konsolidierungstendenzen und steigende Anforderungen an Nachhaltigkeit und CO₂-Bilanz gekennzeichnet. OEMs verfolgen Multi-Sourcing-Strategien, was den Preisdruck erhöht, gleichzeitig aber für etablierte Technologieführer Chancen bietet, sich als bevorzugter Entwicklungspartner zu positionieren.

Management und Strategie

Das Management von OPmobility verfolgt eine Strategie, die auf technologischer Differenzierung, globaler Präsenz und einer aktiven Ausrichtung auf die Mobilitätswende basiert. Schwerpunkte liegen auf Investitionen in Forschung und Entwicklung für Leichtbau, Wasserstoffspeicher, Systeme für emissionsarme Antriebstechnologien und vernetzte Komponenten. Die Unternehmensführung setzt auf eine Portfolioumschichtung weg von rein konventionellen Komponenten hin zu Lösungen, die von der Elektrifizierung und Dekarbonisierung profitieren. Gleichzeitig bleibt Kostenführerschaft in der Großserienfertigung ein zentrales Steuerungskriterium. Die Strategie umfasst darüber hinaus eine disziplinierte Kapazitätsplanung, eine stärkere Fokussierung auf margenstarke Systeme und gegebenenfalls partnerschaftliche Kooperationen in Zukunftstechnologien, um Skaleneffekte und Risikoteilung sicherzustellen. Für konservative Anleger ist relevant, dass die Führung einen Transformationskurs im zyklischen Automobilsektor steuert, bei dem technologische Investitionen und Kapazitätsanpassungen sorgfältig ausbalanciert werden müssen.

Branchen- und Regionalanalyse

OPmobility ist in der globalen Automobilzulieferindustrie tätig, einer kapitalintensiven, zyklischen Branche mit starkem Einfluss makroökonomischer Entwicklungen, regulatorischer Vorgaben und technologischer Paradigmenwechsel. Die Nachfrage nach Fahrzeugen in Europa, Nordamerika und Asien-Pazifik prägt die Auslastung der Werke und den Volumenhebel. Wichtige Trends wie CO₂-Reduktion, striktere Emissionsnormen, Elektrifizierung, Leichtbau und Fahrzeugvernetzung treiben den Bedarf an innovativen Systemlösungen. Gleichzeitig verschärfen regionale Lokalisierungsanforderungen, Handelskonflikte und eine zunehmende Regulierung der Lieferketten die Komplexität. OPmobility reagiert mit einer diversifizierten regionalen Aufstellung von Produktions- und Entwicklungsstandorten in etablierten Automobilregionen sowie in wachstumsstarken Märkten. Die Abhängigkeit von der Automobilindustrie bleibt allerdings hoch, und strukturelle Veränderungen wie eine geringere Komplexität von Elektrofahrzeugen, Verschiebungen im Modellmix oder nachhaltige Mobilitätskonzepte mit geringerer Motorisierungsquote stellen langfristige Herausforderungen dar.

Unternehmensgeschichte und Transformation

OPmobility blickt auf eine Unternehmensgeschichte als Plastic Omnium zurück, die durch den Fokus auf Kunststoffverarbeitung und Automobilkomponenten geprägt war. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich das Unternehmen von einem Komponentenlieferanten zu einem Systemanbieter mit globaler Präsenz. Durch organisches Wachstum und gezielte Akquisitionen baute der Konzern seine Position in den Bereichen Exterieursysteme und Tanksysteme aus. Die Umbenennung in OPmobility reflektiert eine strategische Neupositionierung hin zu einem umfassenderen Mobilitätsverständnis, das neben konventionellen Fahrzeugkomponenten auch Lösungen für Elektromobilität, Wasserstofftechnologie und vernetzte Systeme umfasst. Der Wandel des Markenauftritts signalisiert Investoren und Kunden, dass das Unternehmen die Abhängigkeit von traditionellen Verbrenneranwendungen schrittweise reduzieren und sich stärker als Akteur für nachhaltige Mobilitätslösungen positionieren will. Historisch war die Unternehmensentwicklung eng mit der europäischen Automobilindustrie verknüpft, wurde jedoch systematisch auf Nordamerika und Asien ausgeweitet, um die Abhängigkeit von einzelnen Regionen zu verringern.

Sonstige Besonderheiten

Eine Besonderheit von OPmobility liegt in der Kombination aus Werkstoff-Know-how, Systemintegration und globaler Präsenz. Der Konzern investiert in Innovationszentren, die gemeinsam mit OEMs an neuen Exterieurkonzepten, Aerodynamiklösungen und integrierten Sensorabdeckungen arbeiten, was insbesondere für Fahrerassistenzsysteme und autonomes Fahren relevant ist. In der Wasserstofftechnologie engagiert sich OPmobility in Hochdruckspeichersystemen, die vor allem im Nutzfahrzeugbereich Anwendung finden sollen, einem Segment mit wachsender regulatorischer Unterstützung in mehreren Regionen. Das Unternehmen betont Nachhaltigkeitsaspekte entlang der Lieferkette, darunter Recyclingkonzepte für Kunststoffe und CO₂-Reduktion in der Produktion. Zudem ist der Konzern stark in standardisierte Großserienarchitekturen eingebunden, was zu langfristigen Lieferbeziehungen führt, aber auch Anpassungsdruck erzeugt, falls Modellzyklen oder Plattformstrategien der OEMs sich verändern. Diese Strukturen sind für institutionelle und konservative Investoren insofern relevant, als sie sowohl Planungssicherheit als auch Pfadabhängigkeiten mit sich bringen.

Chancen und Risiken aus Sicht konservativer Anleger

Für konservative Anleger bietet OPmobility ein Profil mit exponierter Stellung in wesentlichen Technologiefeldern der Automobilindustrie, aber auch signifikanten zyklischen und strukturellen Risiken. Auf der Chancen-Seite stehen:
  • Partizipation an der globalen Mobilitätswende durch Leichtbau, Exterieursysteme für vernetzte Fahrzeuge und Lösungen für Elektromobilität und Wasserstoff
  • Langfristige Plattformverträge mit OEMs, die bei erfolgreicher Positionierung für planbare Volumina sorgen können
  • Technologische Moats in komplexen Kunststoff- und Verbundsystemen, die hohe Eintrittsbarrieren für neue Anbieter darstellen
  • Globale Aufstellung, die regionale Nachfrageschwächen potenziell ausgleichen kann
Demgegenüber stehen wesentliche Risiken:
  • Branchentypische Zyklik mit hoher Abhängigkeit vom globalen Fahrzeugabsatz und vom Investitionsverhalten der OEMs
  • Transformationsrisiken im Zuge des Übergangs von Verbrenner- zu Elektro- und Wasserstoffantrieben, inklusive möglicher Überkapazitäten in rückläufigen Segmenten
  • Strenger Preisdruck der OEMs, der Margen und Renditeprofile belasten kann
  • Technologische Disruption durch neue Werkstoffe, alternative Architekturen oder veränderte Fahrzeugkonzepte, die bestehende Produktlinien kannibalisieren könnten
  • Regulatorische und geopolitische Risiken, etwa durch Handelskonflikte, Lokalisierungsvorgaben und strengere Nachhaltigkeitsauflagen
In Summe eignet sich ein Engagement aus konservativer Perspektive eher für Anleger, die die inhärente Zyklik und Transformationsdynamik der Automobilzulieferindustrie akzeptieren und die Fähigkeit des Managements einschätzen können, Portfolio und Kapazitäten an die sich wandelnden Anforderungen der Mobilität anzupassen, ohne eine explizite Anlageempfehlung abzuleiten.

Kursdaten

Geld/Brief -   / -  
Spread -
Schluss Vortag -  
Gehandelte Stücke 0
Tagesvolumen Vortag -  
Tagestief -  
Tageshoch -  

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OPmobility Aktie: Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 10.484 €
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. 440,00 €
Jahresüberschuss in Mio. 171,00 €
Umsatz je Aktie 72,89 €
Gewinn je Aktie 1,18 €
Gewinnrendite +8,31%
Umsatzrendite +1,62%
Return on Investment +2,23%
Marktkapitalisierung in Mio. 1.438 €
KGV (Kurs/Gewinn) 8,47
KBV (Kurs/Buchwert) 0,70
KUV (Kurs/Umsatz) 0,14
Eigenkapitalrendite +8,26%
Eigenkapitalquote +26,79%
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Derivate

Hebelprodukte (25)
Knock-Outs 25
Alle Derivate

Dividenden Kennzahlen

Auszahlungen/Jahr 1
Jährlicher -6,12% (5 Jahre)
Dividendenzuwachs -0,27% (10 Jahre)
Ausschüttungs- 29,32% (auf den Gewinn/FFO)
quote 6,83% (auf den Free Cash Flow)

Dividenden Historie

Datum Dividende
28.04.2026 0,49 €
29.04.2025 0,36 €
25.07.2024 0,24 €
30.04.2024 0,39 €
02.05.2023 0,39 €
28.04.2022 0,28 €
28.04.2021 0,49 €
29.04.2020 0,49 €
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OPmobility Aktie: Übersicht Handelsplätze

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Zeit
Düsseldorf 15,47 +6,10%
14,58 € 08:11
Frankfurt 15,52 +7,40%
14,45 € 13:23
Stuttgart 15,68 +1,16%
15,50 € 15:32
L&S RT 15,545 +0,19%
15,515 € 16:15
Nasdaq OTC Other 18,90 $ -3,47%
19,58 $ 18.12.25
Tradegate 15,55 +0,19%
15,52 € 11:01
Quotrix 15,53 +6,30%
14,61 € 07:27
Gettex 15,61 +0,84%
15,48 € 16:14
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Unternehmensprofil OPmobility

OPmobility SA, bis 2023 als Compagnie Plastic Omnium bekannt, ist ein französischer Automobilzulieferer mit Fokus auf intelligente Exterieursysteme, Energie- und Emissionsmanagement sowie Lösungen für die Elektromobilität und Wasserstofftechnologie. Das Unternehmen adressiert die globalen Wachstumstreiber Dekarbonisierung, strengere Emissionsregulierung, Elektrifizierung des Antriebsstrangs und steigende Anforderungen an Leichtbau und Systemintegration. OPmobility ist weltweit mit Produktionsstandorten und Entwicklungszentren vertreten und arbeitet eng mit internationalen OEMs zusammen. Der Konzern sieht sich als technologischer Systempartner für Kraftstoff-, Energie- und Speichersysteme, Karosserieaußenhaut und vernetzte Mobilitätslösungen.

Geschäftsmodell und Mission

Das Geschäftsmodell von OPmobility basiert auf der Entwicklung, Industrialisierung und Serienfertigung von Systemlösungen für die Automobilindustrie, die hohe Stückzahlen, Qualitätssicherheit und Kosteneffizienz verbinden. Der Konzern agiert überwiegend im B2B-Bereich gegenüber globalen Fahrzeugherstellern und strukturiert seine Aktivitäten entlang langfristiger Plattformprojekte. Ein hoher Anteil der Wertschöpfung entfällt auf Engineering, Werkstoffkompetenz, Spritzguss- und Verbundtechnologien sowie modulare Systemintegration. Die Mission des Unternehmens besteht darin, durch innovative Kunststoff- und Verbundlösungen, Leichtbau, Aerodynamik und emissionsarme Energiespeichersysteme die Transformation hin zu nachhaltiger, vernetzter und sicherer Mobilität zu unterstützen. OPmobility positioniert sich als Partner für OEMs, die ihre CO₂-Flottenziele erreichen, Fahrzeuggewichte reduzieren und alternative Antriebskonzepte wie Batterie- und Brennstoffzellenfahrzeuge skalieren wollen.

Produkte und Dienstleistungen

Das Leistungsportfolio gliedert sich in mehrere Produktfamilien entlang des Fahrzeugs. Dazu gehören im Bereich Exterieur unter anderem Stoßfänger, Heckklappen, Spoiler, Front-End-Module, Karosserieverkleidungen sowie integrierte Systeme für Sensorik und Radarabdeckungen, die für Fahrerassistenzsysteme und automatisiertes Fahren relevant sind. Im Bereich Energie- und Emissionsmanagement entwickelt OPmobility Kraftstofftanks, SCR-Systeme und komplexe Flüssigkeitsführungssysteme, die Abgasnachbehandlung und Reichweitenoptimierung unterstützen. Ein wachsender Geschäftsbereich widmet sich der Elektromobilität und Energieversorgung: Batteriesystem-Gehäuse, Strukturbauteile, Komponenten für Thermomanagement sowie Wasserstoffspeicherlösungen für Brennstoffzellenfahrzeuge und Nutzfahrzeuge. Ergänzend bietet das Unternehmen Engineering-Dienstleistungen, Co-Design mit OEMs, Simulations- und Testleistungen, Industrialisierungs- und Tooling-Kompetenz sowie Programmbegleitung über den gesamten Fahrzeuglebenszyklus. Der digitale Anteil nimmt durch Sensorintegration, Funktionsintegration und datenbasierte Optimierung der Fertigungsprozesse zu.

Business Units und Segmentierung

OPmobility strukturiert seine Aktivitäten in mehrere Business Units, die entlang technologischer Schwerpunkte und Kundenanforderungen ausgerichtet sind. Im Zentrum stehen Einheiten für Exterieursysteme mit Fokus auf Stoßfänger, Karosserieteile und Module sowie Einheiten für Energie- und Speichersysteme, die sowohl konventionelle Kraftstofftanks als auch wasserstoffbasierte Hochdruckspeicher adressieren. Ergänzt werden diese durch Bereiche, die sich mit Lösungen für Elektromobilität, Leichtbau und integrierte Fahrzeugsysteme befassen. Übergeordnete Funktionen wie Forschung und Entwicklung, globale Programmsteuerung, Einkauf und Industrialisierung sind stark zentralisiert, um Skaleneffekte und Synergien zwischen den Business Units optimal zu nutzen. Die Segmentsteuerung folgt dabei typischerweise einer Kombination aus Produkt- und Kundenlogik, wobei große OEM-Plattformen über mehrere Regionen hinweg betreut werden.

Alleinstellungsmerkmale und technologische Burggräben

OPmobility verfügt über mehrere potenzielle Burggräben im Wettbewerbsumfeld der Automobilzulieferer. Ein zentraler Vorteil liegt in der tiefen Werkstoff- und Prozesskompetenz für Hochleistungskunststoffe, Verbundwerkstoffe und Leichtbaulösungen, die in großserientaugliche Fertigungsprozesse übersetzt werden. Langjährige Entwicklungszusammenarbeit mit OEMs und eine starke Patentbasis stärken die technologische Differenzierung, insbesondere in der Auslegung crashrelevanter Exterieurbauteile und komplexer Tanksysteme. Eine weitere Eintrittsbarriere besteht in den hohen Zertifizierungs-, Qualitäts- und Traceability-Anforderungen der Automobilindustrie, die neue Wettbewerber nur schwer erreichen. Als Alleinstellungsmerkmal sieht das Unternehmen die Kombination aus Exterieurkompetenz, Energiespeichersystemen und Wasserstofftechnologie, die eine integrierte Betrachtung von Design, Funktionalität, Gewichtsreduzierung und Emissionsminderung ermöglicht. Zudem erschwert die enge Einbindung in Plattformprojekte mit langen Laufzeiten den kurzfristigen Lieferantenwechsel durch OEMs.

Wettbewerbsumfeld

OPmobility agiert in einem intensiven Wettbewerbsumfeld globaler Tier-1-Zulieferer. Zu den relevanten Konkurrenten im Bereich Exterieursysteme und Karosserieaußenhaut zählen unter anderem Anbieter wie Magna, Plastic- und Verbundkomponenten-Hersteller sowie spezialisierte Modulzulieferer. Im Segment Kraftstoff- und Energiespeicherlösungen konkurriert das Unternehmen mit globalen Systemlieferanten für Tanks, Abgasnachbehandlung und Thermomanagement. Im Feld der Wasserstoffspeicher und der Elektromobilitäts-Komponenten trifft OPmobility auf Player, die Hochdruckbehälter, Batteriegehäuse und Strukturbauteile produzieren. Das Wettbewerbsumfeld ist durch Preisdruck, hohe F&E-Intensität, Konsolidierungstendenzen und steigende Anforderungen an Nachhaltigkeit und CO₂-Bilanz gekennzeichnet. OEMs verfolgen Multi-Sourcing-Strategien, was den Preisdruck erhöht, gleichzeitig aber für etablierte Technologieführer Chancen bietet, sich als bevorzugter Entwicklungspartner zu positionieren.

Management und Strategie

Das Management von OPmobility verfolgt eine Strategie, die auf technologischer Differenzierung, globaler Präsenz und einer aktiven Ausrichtung auf die Mobilitätswende basiert. Schwerpunkte liegen auf Investitionen in Forschung und Entwicklung für Leichtbau, Wasserstoffspeicher, Systeme für emissionsarme Antriebstechnologien und vernetzte Komponenten. Die Unternehmensführung setzt auf eine Portfolioumschichtung weg von rein konventionellen Komponenten hin zu Lösungen, die von der Elektrifizierung und Dekarbonisierung profitieren. Gleichzeitig bleibt Kostenführerschaft in der Großserienfertigung ein zentrales Steuerungskriterium. Die Strategie umfasst darüber hinaus eine disziplinierte Kapazitätsplanung, eine stärkere Fokussierung auf margenstarke Systeme und gegebenenfalls partnerschaftliche Kooperationen in Zukunftstechnologien, um Skaleneffekte und Risikoteilung sicherzustellen. Für konservative Anleger ist relevant, dass die Führung einen Transformationskurs im zyklischen Automobilsektor steuert, bei dem technologische Investitionen und Kapazitätsanpassungen sorgfältig ausbalanciert werden müssen.

Branchen- und Regionalanalyse

OPmobility ist in der globalen Automobilzulieferindustrie tätig, einer kapitalintensiven, zyklischen Branche mit starkem Einfluss makroökonomischer Entwicklungen, regulatorischer Vorgaben und technologischer Paradigmenwechsel. Die Nachfrage nach Fahrzeugen in Europa, Nordamerika und Asien-Pazifik prägt die Auslastung der Werke und den Volumenhebel. Wichtige Trends wie CO₂-Reduktion, striktere Emissionsnormen, Elektrifizierung, Leichtbau und Fahrzeugvernetzung treiben den Bedarf an innovativen Systemlösungen. Gleichzeitig verschärfen regionale Lokalisierungsanforderungen, Handelskonflikte und eine zunehmende Regulierung der Lieferketten die Komplexität. OPmobility reagiert mit einer diversifizierten regionalen Aufstellung von Produktions- und Entwicklungsstandorten in etablierten Automobilregionen sowie in wachstumsstarken Märkten. Die Abhängigkeit von der Automobilindustrie bleibt allerdings hoch, und strukturelle Veränderungen wie eine geringere Komplexität von Elektrofahrzeugen, Verschiebungen im Modellmix oder nachhaltige Mobilitätskonzepte mit geringerer Motorisierungsquote stellen langfristige Herausforderungen dar.

Unternehmensgeschichte und Transformation

OPmobility blickt auf eine Unternehmensgeschichte als Plastic Omnium zurück, die durch den Fokus auf Kunststoffverarbeitung und Automobilkomponenten geprägt war. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich das Unternehmen von einem Komponentenlieferanten zu einem Systemanbieter mit globaler Präsenz. Durch organisches Wachstum und gezielte Akquisitionen baute der Konzern seine Position in den Bereichen Exterieursysteme und Tanksysteme aus. Die Umbenennung in OPmobility reflektiert eine strategische Neupositionierung hin zu einem umfassenderen Mobilitätsverständnis, das neben konventionellen Fahrzeugkomponenten auch Lösungen für Elektromobilität, Wasserstofftechnologie und vernetzte Systeme umfasst. Der Wandel des Markenauftritts signalisiert Investoren und Kunden, dass das Unternehmen die Abhängigkeit von traditionellen Verbrenneranwendungen schrittweise reduzieren und sich stärker als Akteur für nachhaltige Mobilitätslösungen positionieren will. Historisch war die Unternehmensentwicklung eng mit der europäischen Automobilindustrie verknüpft, wurde jedoch systematisch auf Nordamerika und Asien ausgeweitet, um die Abhängigkeit von einzelnen Regionen zu verringern.

Sonstige Besonderheiten

Eine Besonderheit von OPmobility liegt in der Kombination aus Werkstoff-Know-how, Systemintegration und globaler Präsenz. Der Konzern investiert in Innovationszentren, die gemeinsam mit OEMs an neuen Exterieurkonzepten, Aerodynamiklösungen und integrierten Sensorabdeckungen arbeiten, was insbesondere für Fahrerassistenzsysteme und autonomes Fahren relevant ist. In der Wasserstofftechnologie engagiert sich OPmobility in Hochdruckspeichersystemen, die vor allem im Nutzfahrzeugbereich Anwendung finden sollen, einem Segment mit wachsender regulatorischer Unterstützung in mehreren Regionen. Das Unternehmen betont Nachhaltigkeitsaspekte entlang der Lieferkette, darunter Recyclingkonzepte für Kunststoffe und CO₂-Reduktion in der Produktion. Zudem ist der Konzern stark in standardisierte Großserienarchitekturen eingebunden, was zu langfristigen Lieferbeziehungen führt, aber auch Anpassungsdruck erzeugt, falls Modellzyklen oder Plattformstrategien der OEMs sich verändern. Diese Strukturen sind für institutionelle und konservative Investoren insofern relevant, als sie sowohl Planungssicherheit als auch Pfadabhängigkeiten mit sich bringen.

Chancen und Risiken aus Sicht konservativer Anleger

Für konservative Anleger bietet OPmobility ein Profil mit exponierter Stellung in wesentlichen Technologiefeldern der Automobilindustrie, aber auch signifikanten zyklischen und strukturellen Risiken. Auf der Chancen-Seite stehen:
  • Partizipation an der globalen Mobilitätswende durch Leichtbau, Exterieursysteme für vernetzte Fahrzeuge und Lösungen für Elektromobilität und Wasserstoff
  • Langfristige Plattformverträge mit OEMs, die bei erfolgreicher Positionierung für planbare Volumina sorgen können
  • Technologische Moats in komplexen Kunststoff- und Verbundsystemen, die hohe Eintrittsbarrieren für neue Anbieter darstellen
  • Globale Aufstellung, die regionale Nachfrageschwächen potenziell ausgleichen kann
Demgegenüber stehen wesentliche Risiken:
  • Branchentypische Zyklik mit hoher Abhängigkeit vom globalen Fahrzeugabsatz und vom Investitionsverhalten der OEMs
  • Transformationsrisiken im Zuge des Übergangs von Verbrenner- zu Elektro- und Wasserstoffantrieben, inklusive möglicher Überkapazitäten in rückläufigen Segmenten
  • Strenger Preisdruck der OEMs, der Margen und Renditeprofile belasten kann
  • Technologische Disruption durch neue Werkstoffe, alternative Architekturen oder veränderte Fahrzeugkonzepte, die bestehende Produktlinien kannibalisieren könnten
  • Regulatorische und geopolitische Risiken, etwa durch Handelskonflikte, Lokalisierungsvorgaben und strengere Nachhaltigkeitsauflagen
In Summe eignet sich ein Engagement aus konservativer Perspektive eher für Anleger, die die inhärente Zyklik und Transformationsdynamik der Automobilzulieferindustrie akzeptieren und die Fähigkeit des Managements einschätzen können, Portfolio und Kapazitäten an die sich wandelnden Anforderungen der Mobilität anzupassen, ohne eine explizite Anlageempfehlung abzuleiten.
Stand: März 2026
Hinweis

OPmobility Prognose 2026: Einstufung & Empfehlung von Analysten

OPmobility Kursziel 2026

  • Die OPmobility Kurs Performance für 2026 liegt bei -.

Stammdaten

Marktkapitalisierung 2,34 Mrd. €
Aktienanzahl 145,52 Mio.
Streubesitz 22,21%
Währung EUR
Land Frankreich
Sektor zyklischer Konsum
Branche Kraftfahrzeugkomponenten
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+77,79% Weitere
+22,21% Streubesitz

Community-Beiträge zu OPmobility

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Chart
Sind aus dem übergeordneten Trendkanal nach unten ausgebrochen. Jedoch läuft zurzeit an starker Anstieg gegen die Abwärtslinie bei erhöhtem Volumen! RSI zeigt überkauft an. Halte einen kurzen Rücksetzer an den unteren Trendkanal für wahrscheinlich. Allerdings sollte dan aufgrund der CT sowie der Fundamentaldaten(siehe oben) nach oben gehen.
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Presse
Montag, 18.11.2013 Plastic Omnium: Autosparte treibt Wachstum voran Der Automobilbereich, der mittlerweile für 90 Prozent des Gesamtumsatzes des Kunststoffverarbeiters Plastic Omnium (Levallois / Frankreich) steht, vereinte auch im dritten Quartal 2013 einen Großteil des Wachstums auf sich. Der Gesamtumsatz legte im Vergleich zum Vorjahresquartal um 11,1 Prozent auf 1,25 Mrd EUR zu – Ergebnisse nannte das Unternehmen noch nicht. Der Erlös der Sparte „Automotive" wuchs um 12,1 Prozent auf knapp 1,14 Mrd EUR, was den starken Ausbau der vergangenen beiden Jahre unterstreicht. Dabei hat Westeuropa (+25,8 Prozent) trotz zweier Werksschließungen überraschenderweise am deutlichsten zugelegt und ist nun wieder umsatzmäßig stärkste Region, gefolgt von Nordamerika mit einem Plus von 11,5 Prozent. Der Bereich „Environment" mit der Produktion von Kunststoff-Mülltonnen und -Containern hebt mit dem Umsatzzuwachs von 1,8 Prozent auf 116 Mio EUR im dritten Quartal auch den Neunmonatserlös mit + 0,5 Prozent gerade so ins Plus. http://www.kunststoffweb.de/ki_ticker/Plastic_Omnium_Autosparte_treibt_Wachstum_voran_t226739
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Trendkanal verteidigt
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Häufig gestellte Fragen zur OPmobility Aktie und zum OPmobility Kurs

Das Tickersymbol der OPmobility Aktie lautet PASTF.

Die Marktkapitalisierung beträgt 2,34 Mrd. €

Insgesamt sind 143,8 Mio OPmobility Aktien im Umlauf.

Am 10.09.2013 gab es einen Split im Verhältnis 1:3.

Am 10.09.2013 gab es einen Split im Verhältnis 1:3.

OPmobility hat seinen Hauptsitz in Frankreich.

OPmobility gehört zum Sektor Kraftfahrzeugkomponenten.

Das KGV der OPmobility Aktie beträgt 8,47.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von OPmobility betrug 10,48 Mrd €.

Ja, OPmobility zahlt Dividenden. Zuletzt wurde am 28.04.2026 eine Dividende in Höhe von 0,49 € gezahlt.

Zuletzt hat OPmobility am 28.04.2026 eine Dividende in Höhe von 0,49 € gezahlt.
Dies entspricht einer Dividendenrendite von 3,36%. Die Dividende wird halbjährlich gezahlt.

Die letzte Dividende von OPmobility wurde am 28.04.2026 in Höhe von 0,49 € je Aktie ausgeschüttet.
Das ergibt, basierend auf dem aktuellen Kurs, eine Dividendenrendite von 3,36%.

Die Dividende wird halbjährlich gezahlt.

Der letzte Zahltag der Dividende war am 28.04.2026. Es wurde eine Dividende in Höhe von 0,49 € gezahlt.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss man die Aktie am Ex-Tag (Ex-Date) im Depot haben.