Tech-Deals explodieren: Steht die Mega-Übernahmewelle erst am Anfang?

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Visuelle Darstellung von künstlicher Intelligenz.(Symbolbild)
©unsplash.com
Eine Billion US-Dollar an Tech-Deals ist erst der Anfang. Künstliche Intelligenz treibt milliardenschwere Übernahmen. Doch ist das Wachstum nachhaltig oder droht eine Blase?
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Nach einem Rekordjahr bei Übernahmen und Beteiligungen könnte die Aktivität weiter an Tempo gewinnen. "Wir befinden uns meiner Meinung nach in der zweiten oder dritten Phase eines mehrjährigen, rasanten Aufschwungs bei Technologie-Fusionen und -Übernahmen", zitierte Bloomberg Wally Cheng, Leiter des globalen Technologie-Mergers-and-Acquisitions-Geschäfts bei Morgan Stanley.

Der Gesamtwert aller Transaktionen im Technologiesektor hat in diesem Jahr erstmals die Marke von 1 Billion US-Dollar überschritten. Das zeigen Daten von Bloomberg. Treiber sind vor allem massive Investitionen in künstliche Intelligenz und die dafür notwendige Infrastruktur.

So sicherte sich das von Sam Altman geführte Unternehmen OpenAI umfangreiche Finanzierungen von Konzernen wie SoftBank und Nvidia, um neue Rechenzentren aufzubauen. Parallel führte BlackRocks Infrastrukturtochter Global Infrastructure Partners ein Konsortium an, das den Kauf von Aligned Data Centers für 40 Milliarden US-Dollar vereinbarte.

Auch im klassischen Technologiesektor kam es zu milliardenschweren Deals. Die Google-Mutter Alphabet kündigte die Übernahme des Cybersicherheits-Start-ups Wiz für 32 Milliarden US-Dollar an. Palo Alto Networks wiederum vereinbarte den Kauf von CyberArk Software für 25 Milliarden US-Dollar.

Werte aus dem Artikel:
Nvidia Aktie 205,11 $ 0,00%
SoftBank Group Aktie 37,50 € -7,91%

"Was den Markt beflügelt, ist die Rückkehr der Strategen an den Verhandlungstisch", sagte Cheng und weiter:

"Wir sehen sehr große, transformative Transaktionen, die vollständig mit Aktien bezahlt werden, zwischen börsennotierten Unternehmen, die miteinander konkurrieren, benachbart sind oder sich gegenseitig ergänzen."

Gleichzeitig bleibt Skepsis nicht aus. Das Geschäftsmodell rund um künstliche Intelligenz gilt vielerorts noch als nicht ausreichend bewiesen. Einige Marktteilnehmer warnen vor einer möglichen Blasenbildung, deren Platzen spürbare Folgen für Aktienmärkte und Übernahmeaktivitäten haben könnte.

Cheng räumt diese Risiken ein, bleibt aber optimistisch. "Künstliche Intelligenz ist zweifellos transformativ, aber wie bei jeder neuen Technologie kann der Hype der Realität voraus sein", sagte er. Ob es sich um eine Blase handele, hänge davon ab, wie schnell reale Anwendungen die hohen Bewertungen rechtfertigen. "Aber eines ist klar: Künstliche Intelligenz wird das Wachstum und die Mergers-and-Acquisitions-Aktivitäten in den kommenden Jahren antreiben", betonte Cheng.

Autor: sbh-Redaktion/neb


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