Nvidia so günstig wie nie seit dem KI-Boom – ist das die große Chance?

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Das Logo von Nvidia am Gebäude der Zentrale in Santa Clara, Kalifornien.
© JasonDoiy / iStock Unreleased / Getty Images Plus / Getty Images www.gettyimages.de
Nvidia ist an der Börse so günstig bewertet wie seit Jahren nicht mehr. Genau das macht die Aktie jetzt spannend. Doch hinter dem vermeintlichen Schnäppchen steckt ein Risiko, das Anleger nicht ignorieren sollten.
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Während die globalen Aktienmärkte wegen der Sorgen über den Krieg im Nahen Osten unter Druck geraten, ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) des Chipkonzerns auf 19,6 gefallen. Das ist der niedrigste Wert seit Anfang 2019. Damit liegt die Bewertung sogar unter der des US-Leitindex S&P 500, der derzeit bei rund 20 notiert.

Der Abschlag hat allerdings einen Preis

Die Aktie ist seit ihrem Rekordhoch im Oktober um fast 20 Prozent gefallen. Anleger fürchten, dass der Krieg gegen Iran die Ölpreise hoch hält, die Inflation anheizt und die Notenbanken zu Zinserhöhungen zwingen könnte. Dadurch hat Nvidia an der Börse bereits mehr als 800 Milliarden US-Dollar an Wert verloren, auch wenn der Konzern noch immer auf eine Marktkapitalisierung von rund 4 Billionen US-Dollar kommt.

Hinzu kommt neue Skepsis gegenüber dem gesamten Geschäft mit künstlicher Intelligenz. Investoren fragen sich, ob sich die milliardenschweren Ausgaben Microsoft, Alphabet, Amazon und anderen Nvidia-Kunden für Infrastruktur mit künstlicher Intelligenz langsamer auszahlen als erhofft.

Werte aus dem Artikel:
Amazon Aktie 239,93 $ +1,02%
Microsoft Aktie 377,50 $ -0,37%
Nvidia Aktie 209,30 $ +2,27%

Das belastet die Stimmung, obwohl Nvidia zuletzt weiter steigende Bruttomargen gemeldet hat, die inzwischen bei 75 Prozent liegen. Gleichzeitig haben Analysten ihre Erwartungen für das künftige Gewinnwachstum sogar angehoben.

Nach Daten von LSEG, trauen Analysten den S&P-500-Unternehmen für 2026 im Schnitt ein Gewinnwachstum von 19 Prozent zu. Für Nvidia liegt die durchschnittliche Prognose im laufenden Geschäftsjahr dagegen bei mehr als 70 Prozent.

Trotzdem wächst die Sorge, dass auch Nvidia nicht auf Dauer vor technologischem Wandel geschützt ist. Dennis Dick von Triple D Trading warnte laut Reuters, derzeit laufe zwar fast alles über Nvidia-Chips. Das bedeute aber nicht, dass das in zwei oder drei Jahren noch genauso sein müsse.

Trotz der Nervosität bleiben einige Strategen optimistisch. Art Hogan von B. Riley Wealth sagte Reuters, sein Haus empfehle Nvidia weiter. Wenn eine Aktie mit einem niedrigeren KGV als der breite Markt gehandelt werde, sei die Entscheidung aus seiner Sicht nicht besonders schwer. Genau das macht Nvidia derzeit für viele Anleger zugleich reizvoll und riskant.

Autor: sbh-Redaktion/neb


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