Das Logo von Nvidia am Gebäude der Zentrale in Santa Clara, Kalifornien.
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Nvidia fällt: KI-Chip-Wettlauf spitzt sich zu

Neue Konkurrenz durch Alphabet lässt die Nvidia-Aktie fallen. Doch Analysten sehen darin eher ein Zeichen für die nächste Wachstumsphase im KI-Sektor.
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Die Aktie von Nvidia (Nvidia Aktie) steht erneut im Mittelpunkt der Tech-Märkte – und diesmal nicht wegen glänzender Quartalszahlen. Ein Bericht des US-Portals The Information über eine mögliche Kooperation zwischen Meta Platforms und Alphabet (Alphabet C Aktie) zur Nutzung von Googles Tensor Processing Units (TPUs) hat die Anleger aufgeschreckt.

Nvidias Aktienkurs ist im November um über 13 Prozent gefallen. Sollte der Rückgang anhalten, wäre es der stärkste monatliche Einbruch seit September 2022, als der Kurs um 20 Prozent abstürzte. Am Dienstag schloss das Papier mit einem Minus von 2,6 Prozent und gab nachbörslich weitere 0,5 Prozent auf 176,90 US-Dollar ab.

Nvidias Vormachtstellung gefährdet?

Im Zentrum der jüngsten Unruhe steht die wachsende Konkurrenz im KI-Chipmarkt. Während Nvidia den Markt für Graphics Processing Units (GPUs) weiterhin klar dominiert, drängen spezialisierte ASIC-Chips – wie Googles TPUs – zunehmend in die Rechenzentren großer Hyperscaler.

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TPUs sind anwendungsspezifisch konzipierte Chips, die bei bestimmten KI-Workloads energieeffizienter arbeiten können als GPUs. Meta prüft laut Insidern, Teile seiner Recheninfrastruktur auf diese TPU-Systeme umzustellen – ein Schritt, der direkte Auswirkungen auf Nvidias Absatz haben könnte.

Gleichzeitig profitiert Broadcom als langjähriger Lieferant und Designpartner von Googles TPU-Projekten. Die Aktie von Broadcom legte allein in dieser Woche 13 Prozent zu und liegt seit Jahresbeginn bereits rund 66 Prozent im Plus.

"Der Kuchen wächst für alle"

Trotz der Schlagzeilen bleiben viele Analysten optimistisch. Stacy Rasgon von Bernstein Research schrieb am Dienstag: "GPUs verschwinden nicht. Der entscheidende Punkt ist nicht GPU oder ASIC, sondern die Frage, ob der Markt überhaupt schon gesättigt ist – und das ist er nicht."

Rasgon argumentiert, dass die derzeitige Knappheit an Rechenkapazitäten zeige, wie groß der Bedarf nach Hochleistungschips sei. Solange der Markt weiter wachse, könnten beide Architekturen – GPU und ASIC – profitieren.

Auch Vijay Ramesh von Mizuho Securities sieht keinen unmittelbaren Grund zur Sorge für Nvidia, wenngleich Broadcom kurzfristig als Gewinner aus der TPU-Dynamik hervorgehen dürfte. "Ein Wechsel Metas hin zu TPUs wäre positiv für Broadcom, könnte aber nur eine moderate Herausforderung für GPU-Anbieter darstellen," schrieb Ramesh. "Wir sehen Broadcom und Nvidia weiterhin als die zwei Schlüsselspieler im KI-Sektor."

Solange die Nachfrage nach Rechenleistung exponentiell wächst, dürfte der Wettbewerb zwischen GPU- und ASIC-Anbietern mehr Chancen als Risiken bieten. Oder, wie Bernstein-Analyst Rasgon es formuliert: "Solange der Kuchen größer wird, ist genug für alle da – die Frage ist nur, wer die größten Stücke bekommt."

Banken bleiben bullish

Bank of America-Analyst Vivek Arya teilt diese Einschätzung. Zwar nehme der Wettbewerb zu, doch der Markt für KI-Rechenzentren stehe "erst am Anfang einer massiven Expansion" Arya prognostiziert, dass der adressierbare Gesamtmarkt bis 2030 auf rund 1,2 Billionen US-Dollar anwachsen könnte – ein Anstieg um das Fünffache gegenüber dem erwarteten Volumen von 242 Milliarden US-Dollar Ende dieses Jahres.

Autor: Ariva-Redaktion/pg


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