Novo Nordisk: Kurs geht auf und nieder – die Aktie kaufe ich nie wieder!

ARIVA.DE Redaktion  | 
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Die Aktie von Novo Nordisk, einst das wertvollste Unternehmen Europas, liefert Anlegern in dieser Woche eine Achterbahnfahrt der extremen Sorte. Die Volatilität ist atemberaubend und zeigt: Wer hier investiert ist, braucht Nerven aus Stahl. Der dänische Pharmariese notiert mittlerweile über 70 Prozent unter seinem Höchstkurs. Sollten Anleger die Aktie jetzt endgültig loswerden?
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Die aktuelle Woche ist ein Paradebeispiel für die unberechenbare Entwicklung der Aktie: Kaum dachten Anleger, das Tief sei erreicht, folgte der nächste Nackenschlag – nur um keine 24 Stunden später eine überraschende Kurserholung zu erleben.

Der Nackenschlag: Alzheimer-Hoffnung stirbt

Zu Wochenbeginn stürzte die Aktie von Novo Nordisk um mehr als 10 Prozent ab und schloss mit einem Minus von 5,8 Prozent, nachdem das Unternehmen ernüchternde Ergebnisse seiner mit Spannung erwarteten Alzheimer-Studien bekannt gab. Die Studien mit einer älteren oralen Version des Semaglutid-Medikaments (bekannt aus Ozempic und Wegovy) konnten das Fortschreiten der Hirnschwundkrankheit nicht verlangsamen.

Dieses Scheitern – das Novo intern selbst als "Lotterielos" bezeichnet hatte, um das hohe Risiko zu unterstreichen – dämpft die Hoffnungen, GLP-1-Medikamente könnten einen riesigen, neuen Markt in der Alzheimer-Therapie erschließen. Analysten, die eine Erfolgswahrscheinlichkeit von lediglich 10 % geschätzt hatten, sahen sich bestätigt. Experten halten den Kurssturz zwar für eine Überreaktion, sehen darin jedoch die negative Stimmung und die vielen Enttäuschungen des vergangenen Jahres rund um die Novo-Aktie kumuliert.

Werte aus dem Artikel:
Novo-Nordisk Aktie 34,39 € 0,00%

Die Kehrtwende: Amycretin – Die nächste Generation zündet

Nur einen Tag nach dem Absturz überraschte Novo Nordisk den Markt erneut. Das Unternehmen meldete vielversprechende Ergebnisse aus der mittleren Studienphase seines experimentellen Diabetes-Medikaments Amycretin. Dieses Medikament zielt sowohl auf das GLP-1- als auch auf das Amylin-Hormon ab und gilt als einer der vielversprechendsten Kandidaten der nächsten Generation von Adipositas- und Diabetes-Behandlungen.

Die Phase-II-Studie zeigte, dass Amycretin Patienten mit Typ-2-Diabetes zu einem Gewichtsverlust von bis zu 14,5 Prozent verhalf (bei Injektion) und die orale Darreichungsform immerhin noch bis zu 10,1 Prozent Gewichtsverlust erzielte. Dies ist ein entscheidender Schritt, um die Marktführerschaft im boomenden Bereich der Gewichtsabnahme gegen Rivalen wie Eli Lilly zu verteidigen, bevor die Patente für Semaglutid (Wegovy, Ozempic) in den Jahren 2031/32 auslaufen. Die Anleger reagierten euphorisch: Die in Dänemark notierten Aktien stiegen daraufhin um fast 4 Prozent.

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Fazit: Es gibt nur zwei Möglichkeiten

Die enorme und unvorhersehbare Volatilität im Kurs von Novo Nordisk ist ein direkter Spiegel der Hoffnungen und Ängste, die in die Forschungspipeline des Pharmakonzerns gesetzt werden. Die Konkurrenz ist groß, der Druck auf neue Blockbuster-Medikamente ebenfalls.

Wer die extreme Volatilität im Kurs nicht verkraften kann, der sollte sich von der Aktie trennen. Wer investiert bleiben möchte, weil er an die Innovationskraft von Novo Nordisk und Amycretin glaubt, der sollte die Nachrichten rund um den Konzern mindestens für ein Jahr ausblenden und einen klaren Stoppkurs bei 30 Euro setzen, um sich gegen den nächsten unvorhergesehenen Nackenschlag abzusichern.

Redation Ariva/MW


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