Novartis meldet positive Pluvicto-Daten bei Prostatakrebs auf Fachkongress

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BASEL (dpa-AFX) - Der Pharmakonzern Novartis hat auf dem Krebskongress ASCO in der US-Stadt Chicago neue Daten zu seinem Prostatakrebs-Medikament Pluvicto vorgestellt. Die Ergebnisse zeigen, dass das Präparat in Kombination mit der Standardtherapie das Fortschreiten der Erkrankung bei verschiedenen Patientengruppen konsistent verzögern kann.

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Die Daten stammen aus der Studie "PSMAddition" bei Patienten mit metastasiertem, hormonsensitivem Prostatakrebs, deren Tumore den Biomarker PSMA aufweisen. Laut Novartis-Mitteilung vom Sonntag reduzierte die Behandlung mit der Radioligandtherapie Pluvicto (lutetium Lu 177 vipivotide tetraxetan) zusätzlich zur Standardtherapie das Risiko eines Fortschreitens der Erkrankung oder des Todes um 28 Prozent im Vergleich zur Standardtherapie allein.

Die Ergebnisse stützten den Einsatz von Pluvicto bereits in einem frühen Stadium von metastasiertem Prostatakrebs, teilte das schweizerische Unternehmen weiter mit. Das Sicherheitsprofil entsprach laut den Angaben weitgehend den bisherigen Erkenntnissen. Schwerwiegendere Nebenwirkungen traten bei rund 51 Prozent der mit Pluvicto behandelten Patienten auf, verglichen mit 43 Prozent in der zweiten Gruppe, die nur mit der Standardtherapie behandelt wurde.

Für Pluvicto hat Novartis auf Basis dieser Studiendaten Zulassungsanträge in den USA, China und Japan eingereicht. Erste Entscheide der Behörden werden in der zweiten Jahreshälfte 2026 erwartet.

Erste Daten zur nächsten Therapiegeneration

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Novartis Aktie 118,46 CHF +0,17%

Darüber hinaus präsentierte der Pharmakonzern erste klinische Daten zu einer nächsten Generation von Radioliganden-Therapien gegen Prostatakrebs. In der Phase-I-Studie "AcTION" zeigte der noch in Entwicklung befindliche Wirkstoff 225Ac-PSMA-617 erste Hinweise auf eine krebshemmende Wirkung bei Patienten mit fortgeschrittenem, therapieresistentem Prostatakrebs.

Der experimentelle Wirkstoff nutzt radioaktive Actinium-Partikel, um gezielt Krebszellen anzugreifen und dabei umliegendes gesundes Gewebe möglichst zu schonen. Novartis rekrutiert für die Therapie derzeit Patienten für zwei Phase-III-Studien.

Radioligandtherapien kombinieren einen zielgerichteten Wirkstoff mit einer radioaktiven Komponente. Dadurch kann die Strahlung gezielt zu Tumorzellen transportiert werden, um diese möglichst präzise zu bekämpfen./hr/jb/AWP/he


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