Goldman Sachs stuft Netflix auf Kaufen hoch und hebt das Kursziel auf 120 US-Dollar. Der Grund: Nach dem geplatzten Warner-Deal winken Milliarden-Rückkäufe – und das Werbegeschäft nimmt Fahrt auf.
Für dich zusammengefasst:
Goldman Sachs hebt Netflix von Neutral auf Kaufen an.
Das Kursziel steigt von 100 auf 120 US-Dollar.
Netflix plant massive Aktienrückkäufe und Sonderausschüttungen.
Goldman Sachs hat die Aktie von Streaming-Riese Netflix hochgestuft – und die Begründung hat es in sich. Die US-Investmentbank hebt ihre Empfehlung für die Aktie von Neutral auf Kaufen an und schraubt das Kursziel von 100 auf 120 US-Dollar.
Kern der Argumentation: Netflix steht nach dem geplatzten Milliardendeal mit Warner Bros. Discovery wieder als eigenständiges Unternehmen da – und profitiert davon erheblich. Statt Kapital in eine komplexe Übernahme zu stecken, kann der Konzern nun wieder massiv Aktien zurückkaufen. Goldman Sachs rechnet damit, dass Netflix in den kommenden fünf Jahren bis zu einem Viertel seiner aktuellen Marktkapitalisierung über Rückkäufe an die Aktionäre zurückführen könnte. Dazu kommt eine Sonderausschüttung der Gegenseite: Rund 2,8 Milliarden US-Dollar Vertragsstrafe flossen nach dem Scheitern des Deals in die Netflix-Kasse.
Steigende Abonnentenzahlen, höhere Durchschnittserlöse pro Nutzer sowie ein sich beschleunigendes Werbegeschäft sollen die Umsätze beim Streaming-Marktführer ankurbeln. Letzteres soll laut Schätzung von derzeit rund 1,5 Milliarden US-Dollar auf fast 4,5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2027 und knapp 9,5 Milliarden US-Dollar bis 2030 wachsen. Im März 2026 hatte Netflix die US-Preise quer durch alle Tarifmodelle angehoben – allein diese Maßnahme dürfte in den Jahren 2026 und 2027 zusammen rund 3 Milliarden US-Dollar zusätzliche Erlöse bringen, so die Kalkulation der Bank.
Trotzdem bleiben Risiken. App-Nutzungsdaten aus dem ersten Quartal zeigen weltweit leicht rückläufige Nutzerzahlen, auch die täglich verbrachte Zeit auf der Plattform sank im Jahresvergleich. Und die Konkurrenz durch YouTube wächst: Der Google-Dienst konnte seinen Anteil am US-Fernsehkonsum zuletzt deutlich ausbauen, während Netflix in etwa auf Vorjahresniveau verharrt. Hinzu kommt die Frage, ob das Werbegeschäft schnell genug skaliert.
Die Bewertung erscheint Goldman Sachs dennoch attraktiv. Das aktuelle Kurs-Gewinn-Wachstumsverhältnis liege deutlich unter dem historischen Fünfjahresdurchschnitt – ein Niveau, das bei einer Aktie mit diesem Wachstumsprofil selten zu sehen sei.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB5K050
, DE000NB5KZ32
, DE000NB5KZF5
, DE000NB6R590
, DE000NB6X4K3
, DE000NB6ZS82
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