Neuer Ärger für Micron, SanDisk & & Co: 80 Milliarden US-Dollar sind nicht genug!
Max Gross
Max Gross
Max Gross verfügt über langjährige Börsenerfahrung, davon fünf Jahre als Redakteur bei einem der führenden Anlegermagazine Deutschlands. Für ARIVA.DE bereitet er Markt- und Unternehmensentwicklungen fundiert, praxisnah und mit klarem Fokus auf Anlageentscheidungen auf. Sein Schwerpunkt liegt auf US-Aktien, Dividendenwerten und Value-Titeln. Ziel seiner Arbeit ist es, Anlegerinnen und Anlegern relevante Informationen, konkrete Investmentideen und belastbare Impulse für den langfristigen Vermögensaufbau zu liefern. Dafür setzt er auf die Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse.
Speicherchip-Hersteller: Samsung lässt die Erholung wackeln!
Nach ihrem scharfen Einbruch im Juli konnten sich die Anteile von Speicherchipherstellern zuletzt stark erholen. Gegenüber ihren Korrekturtiefs legten Aktien wie Micron, SanDisk und SK Hynix 25 bis 30 Prozent zu. Doch die Zweifel an der finanziellen Nachhaltigkeit des KI-Booms reißen angesichts steigender Anleiherenditen nicht ab. Dementsprechend geriet die Erholungsrallye bereits in der vergangenen Woche ins Stocken.
Am Montag droht sie sich sogar in ihr Gegenteil zu verkehren, an europäischen Handelsplätzen starten Micron, SanDisk und Co. schwach in die neue Handelswoche. Zum einen wird das Sentiment am Gesamtmarkt belastet durch den eskalierenden Zollstreit zwischen den USA und Kanada. Zum anderen enttäuschten die am Wochenende von Samsung vorgelegten Kapitalverwendungspläne.
Fast 80 Milliarden US-Dollar für Anlegerinnen und Anleger ...
Umgerechnet will Samsung rund 80 Milliarden US-Dollar an seine Anteilseignerinnen und -eigner ausschütten, um sie an der historisch starken Ertragslage des Konzerns zu beteiligen. Als weltweit zweitgrößter Auftragsfertiger von Halbleiterprodukten und einem der größten Speicherchiphersteller profitieren die Südkoreaner stark vom KI-Boom.
Allein die Cash-Dividende im kommenden Quartal soll sich auf knapp 22 Milliarden US-Dollar belaufen, weitere 22 Milliarden US-Dollar sollen Aktienrückkäufen zugutekommen, die mit unverzüglicher Wirkung starten sollen – Mitbewerber SK Hynix hatte allerdings Buybacks im Wert von 28,9 Milliarden US-Dollar in Aussicht gestellt. Was mit den übrigen 36 Milliarden US-Dollar geschehen soll, ließ Samsung jedoch hoffen.
Über das Geschäftsjahr hinaus bekräftigte der Konzern, 50 Prozent seines freien Cashflows an Aktionäre zurückzuvergüten. Damit folgt Samsung dem Kurs von SK Hynix. Hält die KI-Sonderkonjunktur an, dürfen sich Investoren also auf weitere Milliardensummen einstellen.
... und trotzdem reicht es nicht: Aktie -8,7 Prozent
An der Börse in Seoul wurden die Pläne mit einem Minus von 8,7 Prozent abgestraft. Sowohl die fehlenden Details zu den 36 Milliarden US-Dollar als auch die gegenüber SK Hynix geringeren Aktienrückkäufe sorgten für Enttäuschung.
Außerdem war über Pläne auch in dieser Größenordnung vorab bereits spekuliert worden. Analysten von Morgan Stanley bezeichneten die 80 Milliarden US-Dollar zwar als gewaltig, aber geringfügig unter den Erwartungen, was zu Gewinnmitnahmen führte.
Bei den Anteilen der Mitbewerber kommt es am Montagvormittag zu Ansteckungseffekten. Micron wird bei Tradegate mit einem Minus von rund 3 Prozent gehandelt, SanDisk verliert fast 4 Prozent, SK Hynix etwa 2 Prozent.
Fazit: Die Erwartungen sind inzwischen kaum noch zu schlagen
Speicherchip-Hersteller drohen ihre Erholung zum Wochenauftakt abzubrechen und ihre Ende Juni gestarteten Abwärtstrends wiederaufzunehmen. Der Grund hierfür ist die Enttäuschung über die Kapitalverwendungspläne von Samsung, die trotz eines Volumens von 80 Milliarden US-Dollar nicht so recht überzeugen wollten. Das zeigt, wie groß die Ansprüche der Investoren gegenüber der Branche inzwischen geworden sind.
Mit Blick auf den Chart der Samsung-Aktie droht das Unterschreiten der 50-Tage-Linie, was ein neues Verkaufssignal bedeuten würde. Trotz der optisch vermeintlich günstigen Bewertung mit einem KGVe von 5,8 sollten Anlegerinnen und Anleger den Rücksetzer vom Montag daher nicht unverzüglich kaufen.
Erstens wirken Speicherchip-Hersteller am Zyklushoch optisch immer günstig und zweitens zeigt der Trendstärkeindikator MACD trotz der jüngsten Erholung technisch einen intakten Abwärtstrend an, was den Abverkauf nach dem Unterschreiten der 50-Tage-Linie beschleunigen könnte.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier:
DE000NB7E7A9 ,
DE000NB7QC15 ,
DE000NB7QSE6 ,
DE000NB6RTH7 ,
DE000NB63CJ1 ,
DE000NB63CG7 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
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