Mesa Air Group Inc

Aktie
WKN:  A41U68 ISIN:  US5904794089 US-Symbol:  RJET Branche:  Fluggesellschaften Land:  USA
18,02 $
+0,37 $
+2,10%
15,711 € 18.06.26
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
56,01 Mio. €
Streubesitz
5,77%
KGV
10,26
Index-Zuordnung
-
Mesa Air Group Aktie Chart

Mesa Air Group Unternehmensbeschreibung

Mesa Air Group Inc ist eine US-amerikanische Regionalfluggesellschaft, die als Holdinggesellschaft die operative Airline Mesa Airlines steuert. Das Unternehmen agiert überwiegend als Capacity Purchase Carrier und erbringt Vor- und Zubringerflüge im Auftrag großer Netzwerkairlines. Im Zentrum des Geschäftsmodells stehen Kooperationsverträge mit großen Partnern, bei denen Mesa Fluggerät, Crews, Wartung und operative Steuerung stellt, während die Netzwerkairline Branding, Ticketverkauf und Erlösverantwortung übernimmt. Mesa war über viele Jahre vor allem im Rahmen solcher Kapazitätsverträge für große US-Carrier tätig und bleibt damit ein spezialisierter Anbieter im nordamerikanischen Regionalflugverkehr mit hoher Abhängigkeit von wenigen Auftraggebern. In den vergangenen Jahren kam es zu einer Neuordnung wichtiger Partnerschaften, unter anderem zum Auslaufen beziehungsweise zur Beendigung von Kapazitätsverträgen mit United Airlines und American Airlines sowie zum Aufbau einer neuen Kooperation mit Uniteds Drehkreuzpartnern und Aktivitäten im Auftrag anderer Airlines. Die Planbarkeit der Zahlungsströme hängt dabei stark von der konkreten Ausgestaltung und Laufzeit der jeweiligen Verträge, von der operativen Leistungsfähigkeit sowie vom Erfolg laufender Restrukturierungsmaßnahmen ab.

Geschäftsmodell und Erlöslogik

Die Mesa Air Group erwirtschaftet ihre Erlöse im Wesentlichen über Capacity Purchase Agreements (CPA) und verwandte Modelle mit großen US-Airlines. In vielen dieser Verträge übernimmt die Partnerairline üblicherweise einen Großteil des Nachfrage- und Treibstoffpreisrisikos, während Mesa fixe und variable Vergütungen für bereitgestellte Flugstunden, Blockstunden und eingesetzte Flugzeuge erhält. Die genauen Risikoteilungen können je nach Vertrag variieren und wurden in den vergangenen Jahren teilweise neu verhandelt oder angepasst. Diese Struktur reduziert in der Regel die direkte Konjunktursensitivität im Vergleich zu klassischen Point-to-Point-Airlines, verlagert das Risiko jedoch stark auf Vertragslaufzeiten, Flottenauslastung, operative Effizienz, die Stabilität der jeweiligen Partnerschaften und die Möglichkeit, Kapazitäten schnell an veränderte Vertragsumfänge anzupassen. Mesa fokussiert sich auf den Betrieb von Regionaljets im Kurz- und Mittelstreckensegment. Die Gesellschaft versucht, ihre Profitabilität über Flottenstandardisierung, hohe Einsatzquoten, straffe Kostenkontrolle, Restrukturierungen im Flugbetrieb und eine enge operative Verzahnung mit den IT- und Netzwerkstrukturen der Auftraggeber zu optimieren. Im Ergebnis agiert Mesa als spezialisierter „Betriebspartner“ im Hintergrund, während die Endkundenbeziehung weitgehend bei den großen Netzwerkairlines liegt.

Mission und Unternehmensausrichtung

Die Mission von Mesa Air Group zielt auf zuverlässige, kosteneffiziente Regionalflugdienstleistungen für große Netzwerk-Carrier und deren Passagiere. Der Fokus liegt auf hoher operationeller Pünktlichkeit, Sicherheit, einer wettbewerbsfähigen Kostenbasis und der Stabilisierung der bestehenden Geschäftsbeziehungen. Strategisch versteht sich Mesa als Partner, der den großen Airlines eine flexible Skalierung ihres Regionalnetzes ermöglicht, ohne dass diese selbst umfangreiche eigene Regionalflugkapazitäten vorhalten müssen. Diese Partnerorientierung bestimmt sowohl die Investitionsentscheidungen in die Flotte als auch die Personal- und Standortpolitik. Darüber hinaus positioniert sich Mesa als Arbeitgeber für regionale Piloten und Flugbegleiter und adressiert damit auch die Ausbildung und Bindung von Fachkräften in einer strukturell angespannten Pilotennachfragesituation in den USA. Gleichzeitig reagiert das Unternehmen mit Anpassungen von Basen, Trainingskapazitäten und Vergütungsstrukturen auf die anhaltende Wettbewerbssituation im regionalen Arbeitsmarkt.

Produkte und Dienstleistungen

Die Kernleistung besteht im operativen Flugbetrieb von Regionalstrecken unter dem Markenauftritt der Partnerairlines. Daraus ergeben sich folgende Leistungsbausteine:
  • Bereitstellung und Betrieb von Regionaljets für Kurz- und Mittelstrecken
  • Crew-Management inklusive Rekrutierung, Training und Einsatzplanung von Cockpit- und Kabinenpersonal
  • Line- und Basiswartung der eigenen Flotte gemäß FAA-Regularien
  • Operations-Kontrolle, Netzwerk-Integration und Turnaround-Management an Hubs und Fokusflughäfen
  • Unterstützende Dienstleistungen in den Bereichen Ground Handling, Dispatch und Safety-Management in Abstimmung mit den Auftraggebern
  • l>Zusätzlich kann Mesa punktuell Beratungs- und Unterstützungsleistungen bei der Netzwerkplanung oder der Integration neuer Flugzeugtypen ins regionale Streckennetz erbringen, wobei diese Aktivitäten klar nachrangig gegenüber dem Kerngeschäft sind. In jüngerer Zeit hat das Unternehmen zudem einzelne Aktivitäten außerhalb klassischer CPA-Modelle geprüft oder aufgenommen, etwa Sondercharter oder Kooperationen im Zusammenhang mit neuen Verkehrskonzepten, die jedoch gemessen am Gesamtgeschäft bislang untergeordnet bleiben.

Business Units und operative Struktur

Mesa Air Group fungiert als Holding, deren zentrales Asset die operative Einheit Mesa Airlines ist. Die Struktur gliedert sich im Wesentlichen in:
  • Flugbetrieb (Flight Operations) mit Fokus auf Piloteneinsatz, Trainingsorganisation und Sicherheitskultur
  • Technik und Wartung (Maintenance & Engineering) für Flottenmanagement, Instandhaltung und Lufttüchtigkeit
  • Netzwerk- und Einsatzplanung (Scheduling & Dispatch), eng abgestimmt mit den IT-Systemen und Hub-Strukturen der Partner
  • Commercial & Partner Relations für Vertragsmanagement, Leistungskennzahlen und Weiterentwicklung der CPA-Modelle
  • Corporate Functions wie Finance, Risk Management, Human Resources und Compliance
  • l>Da die Erlöse überwiegend über wenige große Kapazitätsverträge generiert werden, sind die internen Strukturen stark auf die Bedürfnisse dieser Partner ausgerichtet, weniger auf eigenständige Markenbildung oder Endkundengeschäft. Restrukturierungsmaßnahmen, Flottenanpassungen und Veränderungen im Partnerportfolio werden dabei organisatorisch übergreifend gesteuert, um die vorhandenen Ressourcen auf die jeweils aktuellen Kernverträge auszurichten.

Alleinstellungsmerkmale und Wettbewerbsposition

Ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal von Mesa Air Group liegt in der langjährigen Spezialisierung auf den US-Regionalverkehr im Rahmen von Capacity Purchase Agreements. Das Unternehmen verfügt über Erfahrung mit komplexen Hub-and-Spoke-Systemen, hoher Flugfrequenz und engen Turnarounds an großen Hubs. Weitere Differenzierungsmerkmale sind:
  • Skaleneffekte durch Konzentration auf ausgewählte Regionalflugzeugtypen und die Fähigkeit, diese Flotten bei Bedarf anzupassen
  • Etablierte operative Prozesse für hohe Flugzeugnutzung und Kosteneffizienz
  • Über Jahre aufgebaute Beziehungen zu großen US-Netzwerkairlines, die jedoch fortlaufend an Leistungs- und Kostenkennzahlen gemessen werden
  • Know-how im Management von Crews in strukturell angespannten regionalen Arbeitsmärkten
  • l>Gleichzeitig ist die Differenzierung gegenüber anderen Regionalcarriern begrenzt, da das Produkt am Markt primär unter der Marke der Partnerairlines wahrgenommen wird. Die eigentliche Wettbewerbsposition entscheidet sich daher über Kosten pro verfügbarer Sitzplatzmeile, Zuverlässigkeit, Sicherheit, Vertragstreue und die Fähigkeit, verlässliche Kapazitäten bereitzustellen. Nach jüngsten Anpassungen im Partnerportfolio steht Mesa verstärkt unter dem Druck, operative Stabilität zu demonstrieren und die Auslastung der vorhandenen Flotte im Rahmen bestehender oder neuer Verträge sicherzustellen.

Burggräben und strukturelle Moats

Die Burggräben von Mesa Air Group sind eher funktionaler als markengetriebener Natur. Wichtige Schutzmechanismen sind:
  • Längerfristig angelegte Kapazitätsverträge mit großen Netzwerkairlines, die Kapazitäts- und Planungssicherheit bieten können, solange Leistungskennzahlen erfüllt werden und die Verträge fortgeführt werden
  • Regulatorische Eintrittsbarrieren im US-Luftverkehrsmarkt, unter anderem durch Luftverkehrsrechte, Sicherheitsregularien und Aufsichtsstrukturen
  • Kapitalintensive Flottenstruktur, die Neueinsteiger vor hohe Investitionshürden stellt
  • Organisatorisches Know-how im hochregulierten Regionalflugbetrieb
  • l>Diese Schutzmechanismen bleiben jedoch verwundbar, da Netzwerkairlines ihre Kapazitätsverträge im Zeitverlauf neu ausschreiben, konsolidieren oder internisieren können. In den vergangenen Jahren haben Anpassungen und Ausläufe bedeutender Verträge gezeigt, dass dieser Schutz begrenzt ist und dass sich das Auftragsvolumen relativ kurzfristig verschieben kann. Der strukturelle Schutz ist daher geringer als bei integrierten Netzwerkcarriern mit eigener Marke, Loyalitätsprogrammen und direkter Kundenbindung.

Wettbewerber und Marktumfeld

Mesa Air Group konkurriert im Kernsegment der vertraglich geregelten Regionalflugverkehre insbesondere mit anderen US-Regionalcarriern. Zu den wesentlichen Wettbewerbern zählen nach Branchenangaben unter anderem:
  • SkyWest Airlines
  • Republic Airways
  • Endeavor Air (Delta-Tochter)
  • Envoy Air, PSA Airlines und weitere Regionaltöchter großer US-Airlines
  • l>Die Wettbewerbssituation ist geprägt von Preisdruck über Kosten pro Sitzplatzmeile, von Pilotenkapazitäten und von der Fähigkeit, Flottenstruktur und Crewplanung flexibel an Netzwerkbedarfe anzupassen. Netzwerkairlines verfügen über erhebliche Verhandlungsmacht und können Kapazitäten zwischen mehreren Regionalpartnern verschieben oder eigene Tochtergesellschaften bevorzugen. In den vergangenen Jahren führten diese Kräfte in Kombination mit strukturellem Pilotenmangel, steigenden Kosten und operativen Herausforderungen zu einer Neuordnung von Vertragsbeziehungen und Kapazitäten. Für Mesa bedeutet dies ein strukturell angespanntes Marktumfeld mit intensivem Kostendruck und erhöhter Notwendigkeit, operative Zuverlässigkeit und Personalverfügbarkeit nachzuweisen.

Management, Governance und Strategie

Die Mesa Air Group wird von einem Managementteam geführt, das über Branchenerfahrung im Regionalflugsegment verfügt. In den vergangenen Jahren kam es zu personellen und strategischen Anpassungen im Zuge von Restrukturierungs- und Stabilisierungsmaßnahmen, mit dem Ziel, das Unternehmen an ein verändertes Vertrags- und Kostenumfeld anzupassen. Strategisch stehen folgende Schwerpunkte im Vordergrund:
  • Stabilisierung und Optimierung der bestehenden Kapazitätsverträge mit Netzwerkpartnern sowie die Sicherung und selektive Ausweitung von Partnerschaften
  • Verbesserung der operationellen Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit als zentrales Leistungsversprechen gegenüber den Auftraggebern
  • Aktive Steuerung der Flotte, inklusive Modernisierung, Stilllegung nicht wirtschaftlicher Kapazitäten und Anpassung der Kapazität an die Nachfrage der Partner
  • Rekrutierung und Bindung von Piloten und Technikpersonal im Umfeld eines strukturellen Fachkräftemangels
  • Strikte Kostenkontrolle, Restrukturierung von Schulden und Verträgen sowie Liquiditätssteuerung angesichts zyklischer Belastungen im Luftverkehr
  • l>Governance-Aspekte wie Transparenz, Risikomanagement und der Umgang mit Netzwerkpartnern beeinflussen dabei unmittelbar die Stabilität der Geschäftsbeziehungen. Im Zuge der in den letzten Jahren eingeleiteten Restrukturierungs- und Sanierungsschritte stehen zudem Verhandlungen mit Finanzgläubigern, Leasinggebern und weiteren Stakeholdern im Fokus.

Branchen- und Regionenanalyse

Mesa Air Group ist fast ausschließlich im nordamerikanischen Luftverkehrsmarkt tätig, mit Schwerpunkt auf den USA. Die Branche des Regionalflugverkehrs ist integraler Bestandteil des US-Hub-and-Spoke-Systems und verbindet kleinere Städte und Regionalflughäfen mit den großen Drehkreuzen der Netzwerkairlines. Strukturelle Trends im Sektor umfassen:
  • Konsolidierung der Netzwerkairlines und ihrer Regionalpartner
  • anhaltender Pilotenmangel, insbesondere im Regionalsegment
  • steigende regulatorische Anforderungen in den Bereichen Sicherheit, Umwelt und Lärm
  • zunehmender Fokus der Netzwerkairlines auf Profitabilität je Route, was marginale Regionalstrecken unter Druck setzen kann
  • Veränderungen in der Flottenstruktur, einschließlich der Diskussion um die Zukunft bestimmter Regionaljetgrößenkategorien
  • l>Die Nachfrage nach Regionalflügen hängt stark von der Konjunktur, Geschäftsreiseaktivität und den strategischen Netzwerkentscheidungen der großen Airlines ab. Regionale Disparitäten innerhalb der USA, etwa zwischen wachstumsstarken Sunbelt-Regionen und strukturschwächeren Gebieten, beeinflussen die Kapazitätsallokation. Nach der Pandemieerholungsphase hat sich gezeigt, dass manche kleinere Märkte dauerhaft weniger bedient werden, während andere Regionen zusätzliche Kapazität anziehen. Mesa ist in dieses Umfeld eng eingebettet und folgt damit eher den Netzwerkentscheidungen der Partner als einer eigenständigen Destinationsstrategie.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Mesa Air Group blickt auf mehrere Jahrzehnte Unternehmensgeschichte im US-Regionalflugverkehr zurück. Das Unternehmen entwickelte sich von einem kleineren Regionalanbieter zu einem spezialisierten Partner großer Netzwerkairlines. Im Zeitverlauf hat Mesa unterschiedliche Markenkooperationen und Vertragsmodelle durchlaufen und seine Flotte wiederholt an neue Flugzeuggenerationen und veränderte Rahmenbedingungen angepasst. Restrukturierungsphasen, strategische Neuausrichtungen, Anpassungen im Partnerportfolio sowie gerichtliche Sanierungsverfahren prägten die Entwicklung. In den vergangenen Jahren intensivierten sich diese Prozesse erneut: Wichtige Kapazitätsverträge wurden angepasst, reduziert oder beendet, und Mesa leitete zusätzliche Restrukturierungs- und Sanierungsschritte ein, einschließlich der Inanspruchnahme gerichtlicher Verfahren zur Neuordnung von Verbindlichkeiten. Die Historie verdeutlicht die hohe Zyklizität und Abhängigkeit des Geschäfts von Luftverkehrszyklen, Kostenstrukturen, regulatorischen Veränderungen und der Konsolidierung des Airline-Sektors. Für Anleger ergibt sich daraus ein Unternehmen mit ausgeprägter Erfahrung im Management wechselnder Rahmenbedingungen, aber auch mit einer Historie, in der operative und finanzielle Herausforderungen wiederkehrend auftraten und zuletzt zu einer weiteren gerichtlichen Sanierung geführt haben.

Sonstige Besonderheiten

Eine Besonderheit der Mesa Air Group liegt in der starken Fokussierung auf Regionaljets als Teil der Wertschöpfungskette großer Airlines. Das Unternehmen ist organisatorisch so aufgestellt, dass es sich flexibel an Veränderungen im Streckennetz seiner Partner anpassen kann, etwa bei der Verlagerung von Kapazität auf andere Hubs oder bei saisonalen Anpassungen. Zudem spielt Mesa eine Rolle im regionalen Arbeitsmarkt für Piloten, da Regionalairlines häufig als Einstieg in die Karriere großer Netzwerkairlines dienen. Dies erhöht die Fluktuation, erfordert aber zugleich strukturiert aufgebaute Trainings- und Karrierepfade. Vor dem Hintergrund jüngster Restrukturierungsmaßnahmen stehen neben Sicherheits- und Ausbildungsaspekten auch Fragen der Standortstruktur, der Pilotenausbildung und der Bindung von Schlüsselpersonal verstärkt im Fokus. Für eher sicherheitsorientierte Investoren ist ferner relevant, dass das Unternehmen durch regulatorische Anforderungen zu hohen Sicherheitsstandards verpflichtet bleibt, was zusätzliche Fixkosten bedeutet, aber zugleich den Marktzugang schützt und im Rahmen gerichtlicher Sanierungsverfahren überwacht wird.

Chancen für langfristig orientierte Anleger

Für langfristig orientierte Anleger ergeben sich bei Mesa Air Group mehrere potenzielle Chancen:
  • Strukturelle Einbindung in das US-Hub-and-Spoke-System, das auch künftig auf Regionalverkehr angewiesen bleibt
  • Möglichkeit relativ stabiler, vertraglich definierter Vergütungsmechanismen gegenüber klassischen Airlines, sofern die zugrunde liegenden Kapazitätsverträge bestehen bleiben und erfolgreich erfüllt werden
  • Erfahrung und Spezialisierung im kostensensiblen Regionalsegment, das hohe operative und regulatorische Eintrittsbarrieren für neue Wettbewerber mit sich bringt
  • Potenziale aus Flottenmodernisierung, Effizienzsteigerungen, Anpassung der Kostenbasis und einer möglichen Weiterentwicklung oder Diversifikation von Kapazitätsverträgen, soweit Markt- und Finanzierungslage dies zulassen
  • Mögliche positive Effekte, falls gerichtliche Sanierungs- und Restrukturierungsmaßnahmen zu einer nachhaltig tragfähigen Kapital- und Vertragsstruktur führen
  • l>Für einen eher konservativ ausgerichteten Investor sind insbesondere Vertragssicherheit, operative Zuverlässigkeit, das Risikoprofil der Bilanzstruktur, der Fortgang von Restrukturierungs- und Sanierungsprozessen sowie die Stabilität der wichtigsten Partnerschaften entscheidende Prüffelder. Perspektivisch könnte eine stabile oder wachsende Nachfrage im US-Inlandsverkehr, etwa durch Bevölkerungswachstum und zunehmende Mobilität in bestimmten Regionen, die Auslastung spezialisierter Regionalpartner unterstützen, sofern diese über die notwendigen Personal- und Flottenressourcen verfügen.

Risiken und zentrale Unsicherheiten

Dem stehen wesentliche Risiken gegenüber, die vor einer Anlageentscheidung sorgfältig analysiert werden sollten:
  • Hohe Abhängigkeit von wenigen großen Netzwerkairlines und deren Vertragsentscheidungen; der Verlust oder die Reduktion eines wesentlichen Kapazitätsvertrags kann das Geschäftsmodell stark beeinträchtigen, wie die jüngsten Anpassungen und Beendigungen von Verträgen mit großen US-Carrier-Partnern gezeigt haben
  • Intensiver Wettbewerb mit anderen Regionalcarriern und konzerninternen Tochtergesellschaften großer Airlines, wodurch Preis- und Margendruck entstehen und Vertragsumfänge verschoben werden können
  • Struktureller Pilotenmangel im Regionalsegment, der Kosten erhöht und die Fähigkeit zur Vertragserfüllung einschränken kann, sowie der anhaltende Wettbewerb um qualifizierte Crews zwischen Regional- und Netzwerkairlines
  • Assetintensität und hohe Fixkosten, die bei Nachfrageschwankungen, Vertragsanpassungen oder Ausfällen von Partnern zu überproportionalen Ergebniseffekten führen können
  • Regulatorische und sicherheitsbezogene Anforderungen, die zusätzliche Investitionen und laufende Aufwendungen erfordern und im Falle von Verstößen zu Sanktionen oder Einschränkungen des Flugbetriebs führen können
  • Zyklische Risiken aus Konjunkturabschwüngen, veränderten Reisegewohnheiten, exogenen Schocks im Luftverkehr und möglichen weiteren Restrukturierungen oder gerichtlichen Sanierungsverfahren
  • Rechtliche und finanzielle Unsicherheiten im Zusammenhang mit laufenden oder künftigen Sanierungs- und Restrukturierungsprozessen, einschließlich etwaiger Auswirkungen auf bestehende Aktionäre und Gläubiger
  • l>Für konservative Anleger bedeutet dies ein Engagement in ein spezialisiertes, aber strukturell risikobehaftetes Geschäftsmodell mit begrenzten eigenen Preissetzungsmöglichkeiten und erhöhter Abhängigkeit von externen Partner- und Finanzierungsbedingungen. Eine gründliche Prüfung der jeweils aktuellen Vertragsstruktur, der Flottenzusammensetzung, der Verschuldung, des Status laufender Sanierungsverfahren sowie der Qualität des Managements ist unerlässlich, bevor eine individuelle Anlageentscheidung getroffen wird. Eine konkrete Anlageempfehlung kann an dieser Stelle nicht gegeben werden.

Kursdaten

Geld/Brief 18,03 $ / 22,18 $
Spread +23,02%
Schluss Vortag 17,65 $
Gehandelte Stücke 0
Tagesvolumen Vortag 165.594,0 $
Tagestief -  
Tageshoch -  
52W-Tief 13,5015 $
52W-Hoch 26,70 $
Jahrestief 15,66 $
Jahreshoch 26,70 $

Mesa Air Group Aktie: Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 1.474 $
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. 144,60 $
Jahresüberschuss in Mio. 64,60 $
Umsatz je Aktie 534,93 $
Gewinn je Aktie 23,44 $
Gewinnrendite +5,79%
Umsatzrendite +4,38%
Return on Investment +2,33%
Marktkapitalisierung in Mio. 47,95 $
KGV (Kurs/Gewinn) 0,74
KBV (Kurs/Buchwert) 0,04
KUV (Kurs/Umsatz) 0,030
Eigenkapitalrendite +5,79%
Eigenkapitalquote +40,33%

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Dividenden Kennzahlen

Dividendenrendite 11,24%
Auszahlungen/Jahr 4
Gesteigert seit 1 Jahr
Keine Senkung seit 1 Jahr
Ausschüttungs- 117,32% (auf den Gewinn/FFO)
quote
Erwartete Dividendensteigerung 115,26%
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Mesa Air Group Termine

30.06.2026 Quartalsmitteilung
Quelle: Leeway

Mesa Air Group Aktie: Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Düsseldorf 15,30 0 %
15,30 € 19.06.26
Frankfurt 15,10 +0,67%
15,00 € 19.06.26
Stuttgart 15,30 -1,29%
15,50 € 19.06.26
L&S RT 15,65 0 %
15,65 € 20.06.26
NYSE 18,06 $ +2,24%
17,665 $ 18.06.26
Nasdaq 18,02 $ +2,10%
17,65 $ 18.06.26
AMEX 18,88 $ -
-   15.06.26
Tradegate 15,40 -1,91%
15,70 € 18.06.26
Quotrix 15,80 +2,60%
15,40 € 19.06.26
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
18.06.26 18,04 166 T
17.06.26 17,65 144 T
16.06.26 18,48 229 T
15.06.26 18,43 280 T
12.06.26 18,25 216 T
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 18,25 $ -1,26%
1 Monat 18,86 $ -4,45%
6 Monate 20,06 $ -10,17%
1 Jahr 14,241 $ +26,54%
5 Jahre 137,85 $ -86,93%

Unternehmensprofil Mesa Air Group

Mesa Air Group Inc ist eine US-amerikanische Regionalfluggesellschaft, die als Holdinggesellschaft die operative Airline Mesa Airlines steuert. Das Unternehmen agiert überwiegend als Capacity Purchase Carrier und erbringt Vor- und Zubringerflüge im Auftrag großer Netzwerkairlines. Im Zentrum des Geschäftsmodells stehen Kooperationsverträge mit großen Partnern, bei denen Mesa Fluggerät, Crews, Wartung und operative Steuerung stellt, während die Netzwerkairline Branding, Ticketverkauf und Erlösverantwortung übernimmt. Mesa war über viele Jahre vor allem im Rahmen solcher Kapazitätsverträge für große US-Carrier tätig und bleibt damit ein spezialisierter Anbieter im nordamerikanischen Regionalflugverkehr mit hoher Abhängigkeit von wenigen Auftraggebern. In den vergangenen Jahren kam es zu einer Neuordnung wichtiger Partnerschaften, unter anderem zum Auslaufen beziehungsweise zur Beendigung von Kapazitätsverträgen mit United Airlines und American Airlines sowie zum Aufbau einer neuen Kooperation mit Uniteds Drehkreuzpartnern und Aktivitäten im Auftrag anderer Airlines. Die Planbarkeit der Zahlungsströme hängt dabei stark von der konkreten Ausgestaltung und Laufzeit der jeweiligen Verträge, von der operativen Leistungsfähigkeit sowie vom Erfolg laufender Restrukturierungsmaßnahmen ab.

Geschäftsmodell und Erlöslogik

Die Mesa Air Group erwirtschaftet ihre Erlöse im Wesentlichen über Capacity Purchase Agreements (CPA) und verwandte Modelle mit großen US-Airlines. In vielen dieser Verträge übernimmt die Partnerairline üblicherweise einen Großteil des Nachfrage- und Treibstoffpreisrisikos, während Mesa fixe und variable Vergütungen für bereitgestellte Flugstunden, Blockstunden und eingesetzte Flugzeuge erhält. Die genauen Risikoteilungen können je nach Vertrag variieren und wurden in den vergangenen Jahren teilweise neu verhandelt oder angepasst. Diese Struktur reduziert in der Regel die direkte Konjunktursensitivität im Vergleich zu klassischen Point-to-Point-Airlines, verlagert das Risiko jedoch stark auf Vertragslaufzeiten, Flottenauslastung, operative Effizienz, die Stabilität der jeweiligen Partnerschaften und die Möglichkeit, Kapazitäten schnell an veränderte Vertragsumfänge anzupassen. Mesa fokussiert sich auf den Betrieb von Regionaljets im Kurz- und Mittelstreckensegment. Die Gesellschaft versucht, ihre Profitabilität über Flottenstandardisierung, hohe Einsatzquoten, straffe Kostenkontrolle, Restrukturierungen im Flugbetrieb und eine enge operative Verzahnung mit den IT- und Netzwerkstrukturen der Auftraggeber zu optimieren. Im Ergebnis agiert Mesa als spezialisierter „Betriebspartner“ im Hintergrund, während die Endkundenbeziehung weitgehend bei den großen Netzwerkairlines liegt.

Mission und Unternehmensausrichtung

Die Mission von Mesa Air Group zielt auf zuverlässige, kosteneffiziente Regionalflugdienstleistungen für große Netzwerk-Carrier und deren Passagiere. Der Fokus liegt auf hoher operationeller Pünktlichkeit, Sicherheit, einer wettbewerbsfähigen Kostenbasis und der Stabilisierung der bestehenden Geschäftsbeziehungen. Strategisch versteht sich Mesa als Partner, der den großen Airlines eine flexible Skalierung ihres Regionalnetzes ermöglicht, ohne dass diese selbst umfangreiche eigene Regionalflugkapazitäten vorhalten müssen. Diese Partnerorientierung bestimmt sowohl die Investitionsentscheidungen in die Flotte als auch die Personal- und Standortpolitik. Darüber hinaus positioniert sich Mesa als Arbeitgeber für regionale Piloten und Flugbegleiter und adressiert damit auch die Ausbildung und Bindung von Fachkräften in einer strukturell angespannten Pilotennachfragesituation in den USA. Gleichzeitig reagiert das Unternehmen mit Anpassungen von Basen, Trainingskapazitäten und Vergütungsstrukturen auf die anhaltende Wettbewerbssituation im regionalen Arbeitsmarkt.

Produkte und Dienstleistungen

Die Kernleistung besteht im operativen Flugbetrieb von Regionalstrecken unter dem Markenauftritt der Partnerairlines. Daraus ergeben sich folgende Leistungsbausteine:
  • Bereitstellung und Betrieb von Regionaljets für Kurz- und Mittelstrecken
  • Crew-Management inklusive Rekrutierung, Training und Einsatzplanung von Cockpit- und Kabinenpersonal
  • Line- und Basiswartung der eigenen Flotte gemäß FAA-Regularien
  • Operations-Kontrolle, Netzwerk-Integration und Turnaround-Management an Hubs und Fokusflughäfen
  • Unterstützende Dienstleistungen in den Bereichen Ground Handling, Dispatch und Safety-Management in Abstimmung mit den Auftraggebern
  • l>Zusätzlich kann Mesa punktuell Beratungs- und Unterstützungsleistungen bei der Netzwerkplanung oder der Integration neuer Flugzeugtypen ins regionale Streckennetz erbringen, wobei diese Aktivitäten klar nachrangig gegenüber dem Kerngeschäft sind. In jüngerer Zeit hat das Unternehmen zudem einzelne Aktivitäten außerhalb klassischer CPA-Modelle geprüft oder aufgenommen, etwa Sondercharter oder Kooperationen im Zusammenhang mit neuen Verkehrskonzepten, die jedoch gemessen am Gesamtgeschäft bislang untergeordnet bleiben.

Business Units und operative Struktur

Mesa Air Group fungiert als Holding, deren zentrales Asset die operative Einheit Mesa Airlines ist. Die Struktur gliedert sich im Wesentlichen in:
  • Flugbetrieb (Flight Operations) mit Fokus auf Piloteneinsatz, Trainingsorganisation und Sicherheitskultur
  • Technik und Wartung (Maintenance & Engineering) für Flottenmanagement, Instandhaltung und Lufttüchtigkeit
  • Netzwerk- und Einsatzplanung (Scheduling & Dispatch), eng abgestimmt mit den IT-Systemen und Hub-Strukturen der Partner
  • Commercial & Partner Relations für Vertragsmanagement, Leistungskennzahlen und Weiterentwicklung der CPA-Modelle
  • Corporate Functions wie Finance, Risk Management, Human Resources und Compliance
  • l>Da die Erlöse überwiegend über wenige große Kapazitätsverträge generiert werden, sind die internen Strukturen stark auf die Bedürfnisse dieser Partner ausgerichtet, weniger auf eigenständige Markenbildung oder Endkundengeschäft. Restrukturierungsmaßnahmen, Flottenanpassungen und Veränderungen im Partnerportfolio werden dabei organisatorisch übergreifend gesteuert, um die vorhandenen Ressourcen auf die jeweils aktuellen Kernverträge auszurichten.

Alleinstellungsmerkmale und Wettbewerbsposition

Ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal von Mesa Air Group liegt in der langjährigen Spezialisierung auf den US-Regionalverkehr im Rahmen von Capacity Purchase Agreements. Das Unternehmen verfügt über Erfahrung mit komplexen Hub-and-Spoke-Systemen, hoher Flugfrequenz und engen Turnarounds an großen Hubs. Weitere Differenzierungsmerkmale sind:
  • Skaleneffekte durch Konzentration auf ausgewählte Regionalflugzeugtypen und die Fähigkeit, diese Flotten bei Bedarf anzupassen
  • Etablierte operative Prozesse für hohe Flugzeugnutzung und Kosteneffizienz
  • Über Jahre aufgebaute Beziehungen zu großen US-Netzwerkairlines, die jedoch fortlaufend an Leistungs- und Kostenkennzahlen gemessen werden
  • Know-how im Management von Crews in strukturell angespannten regionalen Arbeitsmärkten
  • l>Gleichzeitig ist die Differenzierung gegenüber anderen Regionalcarriern begrenzt, da das Produkt am Markt primär unter der Marke der Partnerairlines wahrgenommen wird. Die eigentliche Wettbewerbsposition entscheidet sich daher über Kosten pro verfügbarer Sitzplatzmeile, Zuverlässigkeit, Sicherheit, Vertragstreue und die Fähigkeit, verlässliche Kapazitäten bereitzustellen. Nach jüngsten Anpassungen im Partnerportfolio steht Mesa verstärkt unter dem Druck, operative Stabilität zu demonstrieren und die Auslastung der vorhandenen Flotte im Rahmen bestehender oder neuer Verträge sicherzustellen.

Burggräben und strukturelle Moats

Die Burggräben von Mesa Air Group sind eher funktionaler als markengetriebener Natur. Wichtige Schutzmechanismen sind:
  • Längerfristig angelegte Kapazitätsverträge mit großen Netzwerkairlines, die Kapazitäts- und Planungssicherheit bieten können, solange Leistungskennzahlen erfüllt werden und die Verträge fortgeführt werden
  • Regulatorische Eintrittsbarrieren im US-Luftverkehrsmarkt, unter anderem durch Luftverkehrsrechte, Sicherheitsregularien und Aufsichtsstrukturen
  • Kapitalintensive Flottenstruktur, die Neueinsteiger vor hohe Investitionshürden stellt
  • Organisatorisches Know-how im hochregulierten Regionalflugbetrieb
  • l>Diese Schutzmechanismen bleiben jedoch verwundbar, da Netzwerkairlines ihre Kapazitätsverträge im Zeitverlauf neu ausschreiben, konsolidieren oder internisieren können. In den vergangenen Jahren haben Anpassungen und Ausläufe bedeutender Verträge gezeigt, dass dieser Schutz begrenzt ist und dass sich das Auftragsvolumen relativ kurzfristig verschieben kann. Der strukturelle Schutz ist daher geringer als bei integrierten Netzwerkcarriern mit eigener Marke, Loyalitätsprogrammen und direkter Kundenbindung.

Wettbewerber und Marktumfeld

Mesa Air Group konkurriert im Kernsegment der vertraglich geregelten Regionalflugverkehre insbesondere mit anderen US-Regionalcarriern. Zu den wesentlichen Wettbewerbern zählen nach Branchenangaben unter anderem:
  • SkyWest Airlines
  • Republic Airways
  • Endeavor Air (Delta-Tochter)
  • Envoy Air, PSA Airlines und weitere Regionaltöchter großer US-Airlines
  • l>Die Wettbewerbssituation ist geprägt von Preisdruck über Kosten pro Sitzplatzmeile, von Pilotenkapazitäten und von der Fähigkeit, Flottenstruktur und Crewplanung flexibel an Netzwerkbedarfe anzupassen. Netzwerkairlines verfügen über erhebliche Verhandlungsmacht und können Kapazitäten zwischen mehreren Regionalpartnern verschieben oder eigene Tochtergesellschaften bevorzugen. In den vergangenen Jahren führten diese Kräfte in Kombination mit strukturellem Pilotenmangel, steigenden Kosten und operativen Herausforderungen zu einer Neuordnung von Vertragsbeziehungen und Kapazitäten. Für Mesa bedeutet dies ein strukturell angespanntes Marktumfeld mit intensivem Kostendruck und erhöhter Notwendigkeit, operative Zuverlässigkeit und Personalverfügbarkeit nachzuweisen.

Management, Governance und Strategie

Die Mesa Air Group wird von einem Managementteam geführt, das über Branchenerfahrung im Regionalflugsegment verfügt. In den vergangenen Jahren kam es zu personellen und strategischen Anpassungen im Zuge von Restrukturierungs- und Stabilisierungsmaßnahmen, mit dem Ziel, das Unternehmen an ein verändertes Vertrags- und Kostenumfeld anzupassen. Strategisch stehen folgende Schwerpunkte im Vordergrund:
  • Stabilisierung und Optimierung der bestehenden Kapazitätsverträge mit Netzwerkpartnern sowie die Sicherung und selektive Ausweitung von Partnerschaften
  • Verbesserung der operationellen Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit als zentrales Leistungsversprechen gegenüber den Auftraggebern
  • Aktive Steuerung der Flotte, inklusive Modernisierung, Stilllegung nicht wirtschaftlicher Kapazitäten und Anpassung der Kapazität an die Nachfrage der Partner
  • Rekrutierung und Bindung von Piloten und Technikpersonal im Umfeld eines strukturellen Fachkräftemangels
  • Strikte Kostenkontrolle, Restrukturierung von Schulden und Verträgen sowie Liquiditätssteuerung angesichts zyklischer Belastungen im Luftverkehr
  • l>Governance-Aspekte wie Transparenz, Risikomanagement und der Umgang mit Netzwerkpartnern beeinflussen dabei unmittelbar die Stabilität der Geschäftsbeziehungen. Im Zuge der in den letzten Jahren eingeleiteten Restrukturierungs- und Sanierungsschritte stehen zudem Verhandlungen mit Finanzgläubigern, Leasinggebern und weiteren Stakeholdern im Fokus.

Branchen- und Regionenanalyse

Mesa Air Group ist fast ausschließlich im nordamerikanischen Luftverkehrsmarkt tätig, mit Schwerpunkt auf den USA. Die Branche des Regionalflugverkehrs ist integraler Bestandteil des US-Hub-and-Spoke-Systems und verbindet kleinere Städte und Regionalflughäfen mit den großen Drehkreuzen der Netzwerkairlines. Strukturelle Trends im Sektor umfassen:
  • Konsolidierung der Netzwerkairlines und ihrer Regionalpartner
  • anhaltender Pilotenmangel, insbesondere im Regionalsegment
  • steigende regulatorische Anforderungen in den Bereichen Sicherheit, Umwelt und Lärm
  • zunehmender Fokus der Netzwerkairlines auf Profitabilität je Route, was marginale Regionalstrecken unter Druck setzen kann
  • Veränderungen in der Flottenstruktur, einschließlich der Diskussion um die Zukunft bestimmter Regionaljetgrößenkategorien
  • l>Die Nachfrage nach Regionalflügen hängt stark von der Konjunktur, Geschäftsreiseaktivität und den strategischen Netzwerkentscheidungen der großen Airlines ab. Regionale Disparitäten innerhalb der USA, etwa zwischen wachstumsstarken Sunbelt-Regionen und strukturschwächeren Gebieten, beeinflussen die Kapazitätsallokation. Nach der Pandemieerholungsphase hat sich gezeigt, dass manche kleinere Märkte dauerhaft weniger bedient werden, während andere Regionen zusätzliche Kapazität anziehen. Mesa ist in dieses Umfeld eng eingebettet und folgt damit eher den Netzwerkentscheidungen der Partner als einer eigenständigen Destinationsstrategie.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Mesa Air Group blickt auf mehrere Jahrzehnte Unternehmensgeschichte im US-Regionalflugverkehr zurück. Das Unternehmen entwickelte sich von einem kleineren Regionalanbieter zu einem spezialisierten Partner großer Netzwerkairlines. Im Zeitverlauf hat Mesa unterschiedliche Markenkooperationen und Vertragsmodelle durchlaufen und seine Flotte wiederholt an neue Flugzeuggenerationen und veränderte Rahmenbedingungen angepasst. Restrukturierungsphasen, strategische Neuausrichtungen, Anpassungen im Partnerportfolio sowie gerichtliche Sanierungsverfahren prägten die Entwicklung. In den vergangenen Jahren intensivierten sich diese Prozesse erneut: Wichtige Kapazitätsverträge wurden angepasst, reduziert oder beendet, und Mesa leitete zusätzliche Restrukturierungs- und Sanierungsschritte ein, einschließlich der Inanspruchnahme gerichtlicher Verfahren zur Neuordnung von Verbindlichkeiten. Die Historie verdeutlicht die hohe Zyklizität und Abhängigkeit des Geschäfts von Luftverkehrszyklen, Kostenstrukturen, regulatorischen Veränderungen und der Konsolidierung des Airline-Sektors. Für Anleger ergibt sich daraus ein Unternehmen mit ausgeprägter Erfahrung im Management wechselnder Rahmenbedingungen, aber auch mit einer Historie, in der operative und finanzielle Herausforderungen wiederkehrend auftraten und zuletzt zu einer weiteren gerichtlichen Sanierung geführt haben.

Sonstige Besonderheiten

Eine Besonderheit der Mesa Air Group liegt in der starken Fokussierung auf Regionaljets als Teil der Wertschöpfungskette großer Airlines. Das Unternehmen ist organisatorisch so aufgestellt, dass es sich flexibel an Veränderungen im Streckennetz seiner Partner anpassen kann, etwa bei der Verlagerung von Kapazität auf andere Hubs oder bei saisonalen Anpassungen. Zudem spielt Mesa eine Rolle im regionalen Arbeitsmarkt für Piloten, da Regionalairlines häufig als Einstieg in die Karriere großer Netzwerkairlines dienen. Dies erhöht die Fluktuation, erfordert aber zugleich strukturiert aufgebaute Trainings- und Karrierepfade. Vor dem Hintergrund jüngster Restrukturierungsmaßnahmen stehen neben Sicherheits- und Ausbildungsaspekten auch Fragen der Standortstruktur, der Pilotenausbildung und der Bindung von Schlüsselpersonal verstärkt im Fokus. Für eher sicherheitsorientierte Investoren ist ferner relevant, dass das Unternehmen durch regulatorische Anforderungen zu hohen Sicherheitsstandards verpflichtet bleibt, was zusätzliche Fixkosten bedeutet, aber zugleich den Marktzugang schützt und im Rahmen gerichtlicher Sanierungsverfahren überwacht wird.

Chancen für langfristig orientierte Anleger

Für langfristig orientierte Anleger ergeben sich bei Mesa Air Group mehrere potenzielle Chancen:
  • Strukturelle Einbindung in das US-Hub-and-Spoke-System, das auch künftig auf Regionalverkehr angewiesen bleibt
  • Möglichkeit relativ stabiler, vertraglich definierter Vergütungsmechanismen gegenüber klassischen Airlines, sofern die zugrunde liegenden Kapazitätsverträge bestehen bleiben und erfolgreich erfüllt werden
  • Erfahrung und Spezialisierung im kostensensiblen Regionalsegment, das hohe operative und regulatorische Eintrittsbarrieren für neue Wettbewerber mit sich bringt
  • Potenziale aus Flottenmodernisierung, Effizienzsteigerungen, Anpassung der Kostenbasis und einer möglichen Weiterentwicklung oder Diversifikation von Kapazitätsverträgen, soweit Markt- und Finanzierungslage dies zulassen
  • Mögliche positive Effekte, falls gerichtliche Sanierungs- und Restrukturierungsmaßnahmen zu einer nachhaltig tragfähigen Kapital- und Vertragsstruktur führen
  • l>Für einen eher konservativ ausgerichteten Investor sind insbesondere Vertragssicherheit, operative Zuverlässigkeit, das Risikoprofil der Bilanzstruktur, der Fortgang von Restrukturierungs- und Sanierungsprozessen sowie die Stabilität der wichtigsten Partnerschaften entscheidende Prüffelder. Perspektivisch könnte eine stabile oder wachsende Nachfrage im US-Inlandsverkehr, etwa durch Bevölkerungswachstum und zunehmende Mobilität in bestimmten Regionen, die Auslastung spezialisierter Regionalpartner unterstützen, sofern diese über die notwendigen Personal- und Flottenressourcen verfügen.

Risiken und zentrale Unsicherheiten

Dem stehen wesentliche Risiken gegenüber, die vor einer Anlageentscheidung sorgfältig analysiert werden sollten:
  • Hohe Abhängigkeit von wenigen großen Netzwerkairlines und deren Vertragsentscheidungen; der Verlust oder die Reduktion eines wesentlichen Kapazitätsvertrags kann das Geschäftsmodell stark beeinträchtigen, wie die jüngsten Anpassungen und Beendigungen von Verträgen mit großen US-Carrier-Partnern gezeigt haben
  • Intensiver Wettbewerb mit anderen Regionalcarriern und konzerninternen Tochtergesellschaften großer Airlines, wodurch Preis- und Margendruck entstehen und Vertragsumfänge verschoben werden können
  • Struktureller Pilotenmangel im Regionalsegment, der Kosten erhöht und die Fähigkeit zur Vertragserfüllung einschränken kann, sowie der anhaltende Wettbewerb um qualifizierte Crews zwischen Regional- und Netzwerkairlines
  • Assetintensität und hohe Fixkosten, die bei Nachfrageschwankungen, Vertragsanpassungen oder Ausfällen von Partnern zu überproportionalen Ergebniseffekten führen können
  • Regulatorische und sicherheitsbezogene Anforderungen, die zusätzliche Investitionen und laufende Aufwendungen erfordern und im Falle von Verstößen zu Sanktionen oder Einschränkungen des Flugbetriebs führen können
  • Zyklische Risiken aus Konjunkturabschwüngen, veränderten Reisegewohnheiten, exogenen Schocks im Luftverkehr und möglichen weiteren Restrukturierungen oder gerichtlichen Sanierungsverfahren
  • Rechtliche und finanzielle Unsicherheiten im Zusammenhang mit laufenden oder künftigen Sanierungs- und Restrukturierungsprozessen, einschließlich etwaiger Auswirkungen auf bestehende Aktionäre und Gläubiger
  • l>Für konservative Anleger bedeutet dies ein Engagement in ein spezialisiertes, aber strukturell risikobehaftetes Geschäftsmodell mit begrenzten eigenen Preissetzungsmöglichkeiten und erhöhter Abhängigkeit von externen Partner- und Finanzierungsbedingungen. Eine gründliche Prüfung der jeweils aktuellen Vertragsstruktur, der Flottenzusammensetzung, der Verschuldung, des Status laufender Sanierungsverfahren sowie der Qualität des Managements ist unerlässlich, bevor eine individuelle Anlageentscheidung getroffen wird. Eine konkrete Anlageempfehlung kann an dieser Stelle nicht gegeben werden.
Stand: Juni 2026
Hinweis

Mesa Air Group Prognose 2026: Einstufung & Empfehlung von Analysten

Mesa Air Group Kursziel 2026

  • Die Mesa Air Group Kurs Performance für 2026 liegt bei -1,91%.

Stammdaten

Marktkapitalisierung 56,01 Mio. €
Aktienanzahl 2,79 Mio.
Streubesitz 5,77%
Währung EUR
Land USA
Sektor Industrie
Branche Fluggesellschaften
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+22,40% United Airlines Holdings Inc
+20,83% American Airlines Group Inc
+14,46% DELTA AIR LINES, INC.
+9,49% Contrarian Capital Management LLC
+9,04% Owl Creek Asset Management LP
+1,08% Par Capital Management Inc
+0,68% Susquehanna International Group, LLP
+0,51% Geode Capital Management, LLC
+0,24% Pinnacle Holdings, LLC
+0,23% CastleKnight Management LP
+0,09% Northern Trust Corp
+0,08% Vanguard Group Inc
+0,08% Millennium Management LLC
+0,07% BlackRock Inc
+0,07% State Street Corp
+0,06% BNP Paribas Arbitrage, SA
+0,05% The Goldman Sachs Group Inc
+0,05% ExodusPoint Capital Management, LP
+0,05% Citigroup Inc
+0,04% HPM Partners LLC
+14,64% Weitere
+5,77% Streubesitz

Häufig gestellte Fragen zur Mesa Air Group Aktie und zum Mesa Air Group Kurs

Der aktuelle Kurs der Mesa Air Group Aktie liegt bei 15,7112 €.

Für 1.000€ kann man sich 63,65 Mesa Air Group Aktien kaufen.

Das Tickersymbol der Mesa Air Group Aktie lautet RJET.

Die 1 Monats-Performance der Mesa Air Group Aktie beträgt aktuell -4,45%.

Die 1 Jahres-Performance der Mesa Air Group Aktie beträgt aktuell 26,54%.

Der Aktienkurs der Mesa Air Group Aktie liegt aktuell bei 15,7112 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von -4,45% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von Mesa Air Group eine Wertentwicklung von 6,44% aus und über 6 Monate sind es -10,17%.

Das 52-Wochen-Hoch der Mesa Air Group Aktie liegt bei 26,70 $.

Das 52-Wochen-Tief der Mesa Air Group Aktie liegt bei 13,50 $.

Das Allzeithoch von Mesa Air Group liegt bei 260,85 $.

Das Allzeittief von Mesa Air Group liegt bei 6,00 $.

Die Volatilität der Mesa Air Group Aktie liegt derzeit bei 83,01%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von Mesa Air Group in letzter Zeit schwankte.

Die Marktkapitalisierung beträgt 56,01 Mio. €

Insgesamt sind 2,8 Mio Mesa Air Group Aktien im Umlauf.

United Airlines Holdings Inc hält +22,40% der Aktien und ist damit Hauptaktionär.

Am 25.11.2025 gab es einen Split im Verhältnis 15:1.

Am 25.11.2025 gab es einen Split im Verhältnis 15:1.

Mesa Air Group hat seinen Hauptsitz in USA.

Mesa Air Group gehört zum Sektor Fluggesellschaften.

Das KGV der Mesa Air Group Aktie beträgt 10,26.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von Mesa Air Group betrug 1.474.000.000 $.

Die nächsten Termine von Mesa Air Group sind:
  • 30.06.2026 - Quartalsmitteilung

Nein, Mesa Air Group zahlt keine Dividenden.