Ramelow, Koch und Heckelmann sollen bei Lufthansa schlichten

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Ein Lufthansa-Airbus am Boden.
- pixabay.com

FRANKFURT (dpa-AFX) - Im Tarifstreit zwischen der Lufthansa und ihren Piloten haben die beiden Seiten zwei frühere Ministerpräsidenten als Schlichter gewonnen. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) benannte für alle drei Schlichtungsverfahren den früheren thüringischen Landeschef Bodo Ramelow (Linke). Die Fluggesellschaft berief den früheren hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) für Lufthansa Classic und Lufthansa Cargo sowie den Arbeitsrechtler Günther Heckelmann für die Billigtochter Eurowings und die eingestellte Regionaltochter Lufthansa Cityline.

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Der Konzern und die Gewerkschaft hatten sich vergangene Woche auf ein Verfahren geeinigt, das Schlichtung und Mediation miteinander verbindet. Während in den drei getrennten Schlichtungsverfahren die jeweils offenen Tarifthemen bearbeitet werden sollen, zielt die Mediation den Angaben zufolge auf andere, übergreifende Themen.

Streiks bereits an sieben Tagen im laufenden Jahr

Die VC hat ihre Mitglieder im laufenden Jahr bereits an sieben Tagen zum Streik aufgerufen. Auch während des Festakts zum 100. Jahrestag der Gründung der ersten Lufthansa fielen Hunderte Flüge aus. Das Unternehmen hat die Kosten des Arbeitskampfs auf rund 150 Millionen Euro beziffert.

Offiziell geht es in den Verhandlungen um Fragen der Altersversorgung und des Gehalts. Hinter dem Konflikt steht aber auch die Strategie des Vorstands, Flugzeuge und damit auch Crews in Flugbetriebe zu verlagern, in denen niedrigere Tarifbestimmungen gelten.

Werte aus dem Artikel:
Lufthansa Aktie 7,104 € -1,14%

Der heutige Bundestagsvizepräsident Ramelow verzichtet laut VC auf sein Honorar. Stattdessen solle das Geld an das Erfurter Projekt "Das fliegende Klassenzimmer" und das Luftfahrtmuseum Flugwelt Altenburg Nobitz fließen./stw/DP/nas


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