Koninklijke Philips NV

Aktie
WKN:  940602 ISIN:  NL0000009538 US-Symbol:  RYLPF Branche:  Medizinische Instrumente & Zubehör Land:  Niederlande
21,18 €
-0,15 €
-0,70%
11.09.26
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
21,85 Mrd. €
Streubesitz
34,29%
KGV
13,54
Dividende
0,85 EUR
Dividendenrendite
3,71%
Nachhaltigkeits-Score
65 %
Index-Zuordnung
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Koninklijke Philips Aktie Chart

Koninklijke Philips Unternehmensbeschreibung

Koninklijke Philips N.V. mit Sitz in Amsterdam ist ein global ausgerichteter Gesundheitskonzern mit klarem Fokus auf professionelle Medizintechnik und vernetzte Gesundheitslösungen. Das Unternehmen adressiert die Versorgungskette von der Prävention über die Diagnostik bis zur Therapie und Nachsorge, mit Schwerpunkt auf technologisch anspruchsvollen Systemen und Services. Philips zählt zu den etablierten europäischen Konzernen im Healthcare-Sektor und ist in zahlreichen Leitmärkten technologisch verankert, insbesondere in der bildgebenden Diagnostik, in Patientenüberwachungssystemen und in Lösungen für das häusliche Gesundheitsmanagement. Der frühere breite Fokus auf klassische Consumer-Elektronik wurde in den vergangenen Jahren deutlich zurückgefahren.

Geschäftsmodell und Wertschöpfung

Das Geschäftsmodell von Philips basiert auf dem Verkauf von Medizintechniksystemen, darauf aufbauenden Software- und Plattformlösungen sowie einem umfangreichen Service- und Wartungsgeschäft mit wiederkehrenden Erlösen. Der Konzern verfolgt einen integrierten Ansatz entlang des klinischen Workflows. Kern ist die Kombination aus Hardware, vernetzter Software, datenbasierter Entscheidungsunterstützung und langlaufenden Serviceverträgen mit Krankenhäusern, Gesundheitssystemen und Praxen. Philips setzt verstärkt auf Plattformökosysteme, bei denen Bildgebung, Monitoring und Datenanalyse über interoperable IT-Architekturen miteinander verbunden sind. Das Geschäftsmodell ist kapitalintensiv, aber durch hohe technologische Eintrittsbarrieren, regulatorische Zulassungen und enge Kundenbeziehungen tendenziell defensiv. Ein signifikanter Anteil des Mehrwerts wird durch Life-Cycle-Management, Upgrades, digitale Lizenzen und Managed-Services-Verträge geschaffen. Parallel dazu reduziert Philips schrittweise Aktivitäten in klassischen Konsumentensegmenten, um den Schwerpunkt weiter auf Health-Technology zu legen. Die früheren Aktivitäten im Bereich klassischer Haushaltsgeräte wurden in ein eigenständiges Unternehmen überführt, an dem Philips im Wesentlichen als Marken- und Lizenzgeber auftritt.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von Philips ist auf die Verbesserung der Gesundheitsversorgung und der Lebensqualität ausgerichtet. Das Unternehmen formuliert den Anspruch, die Gesundheit und das Wohlbefinden einer großen Zahl von Menschen weltweit durch Innovationen im Gesundheitswesen zu fördern. Strategisch steht die Transformation von einem ehemals breit diversifizierten Elektronikkonzern hin zu einem fokussierten Health-Technology-Unternehmen im Mittelpunkt. Priorität haben Lösungen, die klinische Ergebnisse verbessern, Versorgungspfade effizienter machen und die Gesundheitsökonomie entlasten. Management und Aufsichtsorgane betonen die Fokussierung auf organische Innovation, Portfoliobereinigung, operative Exzellenz und ein stringentes Qualitäts- und Compliance-Management, insbesondere nach zurückliegenden Produktthemen im Bereich Schlaf- und Atemtherapie. Dazu zählen verstärkte Investitionen in Qualitätssicherung, regulatorische Prozesse und die Zusammenarbeit mit Aufsichtsbehörden. Vereinbarungen mit Aufsichtsbehörden, insbesondere in den USA, haben zusätzliche Anforderungen an Qualitäts- und Aufsichtssysteme im Bereich bestimmter Produktlinien verankert.

Produkte und Dienstleistungen

Philips bietet ein breites Spektrum an Produkten und Services für professionelle und teilweise auch für Endkundenmärkte an. Zentrale Segmente sind:
  • Bildgebende Systeme wie Magnetresonanztomographie, Computertomographie, Röntgen und Ultraschall für Krankenhäuser und Diagnostikzentren
  • Patientenüberwachung, klinische Informatik und Alarm-Management-Systeme für Intensivstationen, Operationssäle und Notaufnahmen
  • Therapielösungen und interventionelle Systeme für Kardiologie, Onkologie und Gefäßmedizin, oftmals kombiniert mit bildgebender Führung im Katheterlabor
  • Schlaf- und Atemtherapieprodukte einschließlich entsprechender Geräte sowie Lösungen für das Management chronischer Erkrankungen, insbesondere im häuslichen Umfeld, wobei bestimmte Gerätegenerationen in den vergangenen Jahren von umfangreichen Rückruf- und Austauschprogrammen betroffen waren
  • Digitale Gesundheitsplattformen, Cloud-basierte Datenanalyse, künstliche Intelligenz zur Bildauswertung und Workflow-Optimierung
  • Consumer-Health- und Personal-Health-Produkte, unter anderem elektrische Zahnbürsten, Rasierer, Beauty- und Mutter-Kind-Produkte mit wachsender Einbindung in Gesundheitsökosysteme; der Bereich klassischer Haushaltsgeräte wurde in eigenständige Strukturen überführt, die unabhängig von Philips geführt werden
  • l>Ein wesentlicher Ertragspfeiler sind langfristige Service- und Wartungsverträge, Managed Equipment Services und Consulting-Leistungen zur Optimierung von Klinikprozessen.

Business Units und Segmentstruktur

Philips gliedert seine Aktivitäten in mehrere große Geschäftsbereiche mit Fokus auf Healthcare-Technologie. Die genaue Segmentbezeichnung kann sich im Zeitablauf ändern, im Kern lassen sich jedoch folgende Bereiche identifizieren:
  • Diagnostik und Bildgebung mit MRT, CT, Röntgen, Ultraschall und bildgeführter Therapie, häufig in integrierten Lösungen für Radiologie und Kardiologie
  • Überwachung und Informatik mit Patientenmonitoring, Telemetrie, klinischen Informationssystemen und Enterprise-Health-IT, inklusive interoperabler Plattformen und Datenintegration
  • Personal Health und verbundene Versorgungsmodelle mit Endkundenprodukten im Bereich Mundpflege, Körperpflege und Mutter-Kind-Produkten sowie telemedizinischen Anwendungen und Remote-Monitoring, wobei Philips seine früheren Aktivitäten im Bereich klassischer Haushaltsgeräte organisatorisch verselbständigt hat und dieses Geschäft heute außerhalb des konsolidierten Konzerns geführt wird
  • l>Die Regionen Europa, Nordamerika, Asien-Pazifik und weitere Wachstumsregionen werden über dedizierte Vertriebs- und Serviceorganisationen adressiert, die eng mit den globalen Business Units verzahnt sind.

Alleinstellungsmerkmale und technologische Stärken

Philips verfügt über mehrere potenzielle Alleinstellungsmerkmale im Wettbewerbsumfeld. Die Kombination aus bildgebender Diagnostik, Patientenüberwachung, klinischer Informatik und ausgewählten häuslichen Gesundheitslösungen in einem integrierten Portfolio ist vergleichsweise selten. Langjährige klinische Partnerschaften mit Universitätskliniken und Gesundheitssystemen ermöglichen eine praxisnahe Weiterentwicklung der Systeme. Das Unternehmen investiert kontinuierlich in Forschung und Entwicklung, insbesondere in künstliche Intelligenz zur Bildrekonstruktion, Diagnostikunterstützung, automatisierten Befundungsvorbereitung und Workflow-Steuerung. Die Fähigkeit, komplexe Klinikprojekte als Generalunternehmer zu planen, zu integrieren und über lange Vertragslaufzeiten zu begleiten, verschafft Philips eine starke Position bei großvolumigen Ausschreibungen. Zudem nutzt Philips seine Erfahrung im Bereich vernetzter Geräte und Sensorik, um Daten aus unterschiedlichen Quellen in klinische Entscheidungsprozesse einzubinden.

Burggräben und strukturelle Wettbewerbsvorteile

Der Burggraben von Philips basiert vor allem auf technologischer Komplexität, regulatorischen Hürden, Markenvertrauen im Kliniksektor und der hohen Wechselbarriere für bestehende Kunden. Medizintechniksysteme sind tief in Krankenhausinfrastruktur und Versorgungsprozesse eingebettet. Ein Austausch ganzer Bildgebungsparks oder Monitoringlösungen verursacht nicht nur hohe Investitionen, sondern auch erhebliche operative Risiken, weshalb Kliniken tendenziell bei bewährten Anbietern bleiben. Langfristige Serviceverträge, Schulungsprogramme und proprietäre Softwarelösungen erhöhen die Kundenbindung zusätzlich. Regulatorische Zulassungen in den USA, Europa und wichtigen Wachstumsmärkten erfordern langjährige Erfahrung, belastbare Qualitätsprozesse und signifikante Ressourcen. Das schafft Markteintrittsbarrieren für neue Wettbewerber. Zudem besitzen etablierte Produktlinien und Marken im Gesundheitssektor eine hohe Reputationswirkung, was im Beschaffungswesen öffentlicher und privater Kliniken eine wichtige Rolle spielt. Historische Qualitäts- und Rückrufereignisse, insbesondere im Bereich bestimmter Schlaf- und Atemtherapieprodukte, zeigen jedoch, dass diese Wettbewerbsvorteile aktiv durch robuste Qualitäts- und Compliance-Systeme abgesichert werden müssen und dass regulatorische Auflagen und Vergleiche die operative Flexibilität und Reputation beeinflussen können.

Wettbewerbsumfeld und Vergleichsunternehmen

Philips agiert in einem oligopolistisch geprägten globalen Medizintechnikmarkt. Zu den wichtigsten internationalen Wettbewerbern zählen:
  • GE HealthCare im Bereich Bildgebung, Monitoring und Health-IT
  • Siemens Healthineers mit einem breiten Portfolio in Diagnostik, Labordiagnostik und bildgeführter Therapie
  • Canon Medical Systems vor allem in bildgebender Diagnostik
  • Fujifilm Healthcare in ausgewählten Bildgebungssegmenten und Endoskopie
  • Diverse Spezialanbieter in Nischen wie Intensivbeatmung, Telemedizin und Dentaltechnik
  • l>Im Konsumentenbereich konkurriert Philips je nach Produktkategorie mit globalen Markenherstellern aus den Segmenten Körperpflege und Mundhygiene, während der frühere gemeinsame Auftritt im Bereich Haushaltsgeräte heute weitgehend in separaten Unternehmensstrukturen erfolgt, die unter eigenständiger Eigentümerschaft stehen. Der Wettbewerbsdruck manifestiert sich über aggressive Preispolitik, beschleunigten Innovationszyklus, digitale Plattformstrategien und zunehmende Standardisierung von Schnittstellen in der Krankenhaus-IT.

Management, Governance und Unternehmensstrategie

Das Management von Philips wird von einem Vorstand mit internationaler Industrie- und Healthcare-Erfahrung geführt, überwacht von einem Aufsichtsrat mit starkem Fokus auf Corporate Governance, Risikomanagement und Produktqualität. In den vergangenen Jahren lag ein strategischer Schwerpunkt auf der Fokussierung des Portfolios durch den Rückzug aus traditionellen Sparten wie Unterhaltungselektronik und großen Teilen der Haushaltsgeräteaktivitäten sowie der konsequenten Ausrichtung auf Medizintechnik und Health-Technology. Die Unternehmensführung adressiert Herausforderungen aus Qualitäts- und Rückrufthemen insbesondere im Bereich Schlaf- und Atemtherapie mit verstärkten Compliance-Systemen, Qualitätsaudits und Investitionen in regulatorische Prozesse. Dazu zählen auch regulatorische Vereinbarungen und Auflagen, die die Überwachung und Verbesserung von Entwicklungs-, Produktions- und Marktüberwachungsprozessen für bestimmte Produktgruppen betreffen. Strategisch verfolgt Philips vier Stoßrichtungen:
  1. Stärkung des Kerngeschäfts in Bildgebung, Überwachung und klinischer Informatik
  2. Ausbau digitaler Plattformen, datenbasierter Services und KI-gestützter Diagnostik
  3. Verbesserung der operativen Effizienz und Kostenstrukturen
  4. Geografische Expansion in wachstumsstarken Schwellenländern mit steigenden Gesundheitsausgaben
Die Auswirkungen regulatorischer Verfahren, Vergleichsvereinbarungen und darüber hinausgehender Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit früheren Produktproblemen bleiben für die Unternehmenssteuerung und das Risikomanagement von hoher Relevanz.

Branchen- und Regionenanalyse

Philips ist in der globalen Gesundheits- und Medizintechnikindustrie tätig, einem strukturell wachsenden Sektor mit demografischem Rückenwind, steigendem Gesundheitsbedarf und zunehmender chronischer Krankheitslast. In entwickelten Märkten wie Europa und Nordamerika stehen Modernisierung bestehender Kliniklandschaften, Effizienzsteigerung und Digitalisierung im Vordergrund. Hier profitieren Anbieter wie Philips von Austauschzyklen bei Bildgebung und Monitoring sowie von Investitionen in interoperable IT-Infrastrukturen. In Schwellenländern treiben Bevölkerungswachstum, Urbanisierung und ein wachsender Mittelstand die Nachfrage nach Diagnostik und Basisversorgung. Diese Märkte sind jedoch stärker preisgetrieben und politisch volatiler. Gesundheitsbudgets unterliegen in allen Regionen politischen Rahmenbedingungen, Kostendruck und Regulierungsinitiativen, was die Investitionsentscheidungen von Kliniken unmittelbar beeinflusst. Parallel intensiviert sich der Wettbewerb durch Technologieunternehmen, die mit Cloud-, Daten- und Plattformlösungen in Teile der Wertschöpfungskette vordringen. Zudem wirken globale Trends wie Lieferkettengesetze, Nachhaltigkeitsanforderungen und Datenschutzregime zunehmend auf Investitionsentscheidungen und Kooperationen im Gesundheitssektor ein.

Unternehmensgeschichte und Transformation

Philips wurde Ende des 19. Jahrhunderts als Hersteller von Glühlampen in den Niederlanden gegründet und entwickelte sich im 20. Jahrhundert zu einem der großen europäischen Elektronikkonzerne. Über Jahrzehnte prägte das Unternehmen die Konsumelektronik, Beleuchtung und Haushaltsgeräte. Mit zunehmendem Wettbewerbsdruck aus Asien und strukturellen Veränderungen in der Elektronikbranche leitete Philips einen tiefgreifenden Strategiewechsel ein. Schrittweise wurden Geschäftsbereiche wie Halbleiter, Unterhaltungselektronik, Fernseher und später auch große Teile der Beleuchtungssparte ausgegliedert oder veräußert. Die Aktivitäten im Bereich klassischer Haushaltsgeräte wurden in eine eigenständige Unternehmensstruktur überführt, die heute unabhängig von Philips geführt wird, während Philips vor allem noch als Marken- und Lizenzgeber auftritt. Parallel baute Philips seine Aktivitäten im Medizintechnik- und Gesundheitssektor systematisch aus, unter anderem durch Akquisitionen in Bildgebung, Patientenmonitoring und Healthcare-IT. Diese Transformation vom Mischkonzern zum fokussierten Health-Technology-Unternehmen ist weit vorangeschritten, birgt aber weiterhin Integrations-, Portfolio- und Reputationsrisiken, insbesondere bei der Verarbeitung historischer Qualitäts- und Produktrisiken.

Sonstige Besonderheiten

Philips weist mehrere Besonderheiten auf, die für langfristig orientierte Anleger relevant sind. Der Konzern verfügt über ein ausgeprägtes Innovations- und Patentportfolio, was sich in zahlreichen Schutzrechten rund um Bildgebung, Signalverarbeitung, Sensortechnologie und digitale Plattformen widerspiegelt. Nachhaltigkeit und ESG-Aspekte sind strategisch verankert, unter anderem durch Programme zur Kreislaufwirtschaft, energieeffiziente Geräte und verantwortungsvolle Beschaffung. Gleichzeitig ist das Unternehmen in einem regulierten Umfeld aktiv, das verstärkte Transparenz, Rückverfolgbarkeit und Produktsicherheit verlangt. Historische Produkt- und Rückrufproblematiken im Bereich Atemtherapie haben gezeigt, dass Haftungsrisiken, Rückstellungen, behördliche Verfahren und Vergleichsvereinbarungen die Ergebnisqualität belasten können. Solche Vereinbarungen mit Aufsichtsbehörden und gerichtliche Vergleiche können dabei über längere Zeiträume nachwirken. Für risikobewusste Anleger ist daher nicht nur die technologische Stärke, sondern auch die Resilienz der Compliance- und Qualitätssysteme ein zentrales Beurteilungskriterium.

Chancen aus Sicht konservativer Anleger

Aus Sicht eines konservativen Anlegers ergeben sich mehrere strukturelle Chancen. Erstens profitiert Philips als Gesundheitskonzern von langfristigen Megatrends wie demografischer Alterung, steigender Lebenserwartung und dem wachsenden Bedarf an Diagnostik, Intensivmedizin und chronischer Versorgung. Zweitens stützen hohe Markteintrittsbarrieren, regulatorische Zulassungen und etablierte Kundenbeziehungen die Wettbewerbsposition. Drittens bieten die Schwerpunkte Bildgebung, Monitoring und klinische Informatik Potenzial für wiederkehrende Erlöse durch Serviceverträge, Softwarelizenzen und digitale Plattformen. Viertens kann eine konsequente Umsetzung der Fokussierungs- und Effizienzstrategie die operative Stabilität unterstützen. Fünftens eröffnet die Digitalisierung des Gesundheitswesens zusätzliche Wachstumspfade, insbesondere bei Cloud-basierten Lösungen, Telemedizin und KI-gestützter Diagnostik. Aus einer vorsichtigen Perspektive bleibt jedoch entscheidend, ob Management und Organisation die Balance zwischen Innovation, Kostenkontrolle, regulatorischer Sicherheit und der Aufarbeitung historischer Risiken dauerhaft halten und damit auch künftige Auflagen aus regulatorischen Verfahren zuverlässig erfüllen.

Risiken und Unsicherheiten für ein Investment

Ein Engagement in Philips ist trotz der defensiven Grundausrichtung des Healthcare-Sektors mit relevanten Risiken verbunden. Zentrale Risikofelder sind:
  • Regulatorisches und Qualitätsrisiko: Strenge Zulassungsanforderungen, Audits und Produktsicherheit können bei Verstößen zu Rückrufen, Klagen, Auflagen, Strafzahlungen und Reputationsschäden führen. Regulatorische Vereinbarungen mit Aufsichtsbehörden können zusätzliche Berichtspflichten und externe Überwachung nach sich ziehen.
  • Rechts- und Haftungsrisiken: Historische Produktprobleme, insbesondere in der Schlaf- und Atemtherapie, können über Jahre zu Rückstellungen, Vergleichszahlungen und regulatorischen Vereinbarungen führen und die Ergebnisvolatilität erhöhen. Laufende und zukünftige Verfahren können weitere finanzielle und operative Belastungen mit sich bringen.
  • Wettbewerbsdruck: Aggressive Konkurrenten im Bildgebungs- und Monitoringbereich sowie neue Marktteilnehmer aus der Tech-Industrie können Margen und Marktanteile belasten.
  • Abhängigkeit von öffentlichen Gesundheitsbudgets: Konsolidierungsprogramme, Kostendämpfung und geänderte Vergütungssysteme können Investitionen von Krankenhäusern verzögern oder reduzieren.
  • Technologischer Wandel: Fehlallokationen bei Forschung und Entwicklung, verspätete Markteinführung zentraler Innovationen oder Fehleinschätzungen bei KI- und Plattformstrategien können die Wettbewerbsfähigkeit schwächen.
  • Operative Komplexität: Die Integration digitaler Plattformen, globaler Lieferketten und umfangreicher Serviceorganisationen birgt Risiken bei Ausführung, Cybersecurity und Lieferfähigkeit.
  • l>Für konservative Anleger ist eine sorgfältige Beobachtung der Qualitätssicherung, der regulatorischen Entwicklungen, der rechtlichen Auseinandersetzungen und der strategischen Umsetzung wesentlich, um Chancen und Risiken im Kontext des eigenen Risikoprofils abzuwägen, ohne daraus eine unmittelbare Handlungs- oder Kaufempfehlung abzuleiten.

Kursdaten

Geld/Brief -   / -  
Spread -
Schluss Vortag 21,33 €
Gehandelte Stücke 13.176
Tagesvolumen Vortag 237.948,9 €
Tagestief 21,18 €
Tageshoch 21,51 €
52W-Tief 20,92 €
52W-Hoch 27,57 €
Jahrestief 20,92 €
Jahreshoch 27,57 €

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Warnung
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlage­strategien geeignet.

Koninklijke Philips Aktie - Nachrichtenlage zusammengefasst:

  • Die Quartalszahlen von Koninklijke Philips NV zeigen eine positive Entwicklung, insbesondere im Bereich der Medizintechnik, wo das Unternehmen Umsatzzuwächse verzeichnen konnte.
  • Philips hat neue Partnerschaften im Bereich der digitalen Gesundheitslösungen angekündigt, die das Umsatzpotential in den kommenden Jahren erhöhen sollen.
  • Marktforscher heben abnehmende Kosten für die Produktionslinie hervor, was zu einer Verbesserung der Gewinnmargen führen könnte.
Hinweis

Koninklijke Philips Aktie: Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 17.834 €
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. 1.648 €
Jahresüberschuss in Mio. 896,00 €
Umsatz je Aktie 18,53 €
Gewinn je Aktie 0,93 €
Gewinnrendite +5,02%
Umsatzrendite +5,02%
Return on Investment +3,33%
Marktkapitalisierung in Mio. 21.846 €
KGV (Kurs/Gewinn) 24,89
KBV (Kurs/Buchwert) 2,04
KUV (Kurs/Umsatz) 1,25
Eigenkapitalrendite +8,18%
Eigenkapitalquote +40,67%

Koninklijke Philips News

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09.09.26
dpa-AFX Analyser




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Derivate

Anlageprodukte (492)
Discount-Zertifikate 303
Aktienanleihen 72
Express-Zertifikate 61
Bonus-Zertifikate 56
Hebelprodukte (1.127)
Optionsscheine 456
Faktor-Zertifikate 351
Knock-Outs 320
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Dividenden Kennzahlen

Dividendenrendite 3,71%
Auszahlungen/Jahr 1
Keine Senkung seit 4 Jahren
Stabilität der Dividende 0,17 (max 1,00)
Jährlicher
Dividendenzuwachs 1,59% (10 Jahre)
Ausschüttungs- 52,06% (auf den Gewinn/FFO)
quote % (auf den Free Cash Flow)
Erwartete Dividendensteigerung 3,31%

Dividenden Historie

Datum Dividende
12.05.2026 0,85 €
12.05.2025 0,85 €
09.05.2024 0,85 €
11.05.2023 0,85 €
12.05.2022 0,85 €
10.05.2021 0,85 €
30.06.2020 0,83 €
05.05.2020 0,83 €
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Koninklijke Philips Termine

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Ø Kursziel Akt. Kurs Abstand
26,49 € 21,30 € 24,36%
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Koninklijke Philips Aktie: Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Düsseldorf 21,30 +0,38%
21,22 € 11.09.26
Frankfurt 21,45 +0,80%
21,28 € 11.09.26
Gettex 21,37 +0,56%
21,25 € 11.09.26
Hamburg 21,19 -0,61%
21,32 € 11.09.26
Hannover 21,19 -0,61%
21,32 € 11.09.26
L&S RT 21,40 0 %
21,40 € 13:04
München 21,26 -1,07%
21,49 € 11.09.26
Nasdaq OTC Other 25,212 $ -8,59%
27,58 $ 08.09.26
Quotrix 21,30 -1,48%
21,62 € 11.09.26
Stuttgart 21,19 -0,38%
21,27 € 11.09.26
Tradegate 21,38 +0,28%
21,32 € 11.09.26
Wien 21,23 -0,33%
21,30 € 11.09.26
Xetra 21,18 -0,70%
21,33 € 11.09.26
Weitere Börsenplätze ❯

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
11.09.26 21,18 367 T
10.09.26 21,33 238 T
09.09.26 21,65 201 T
08.09.26 21,88 238 T
07.09.26 22,10 102 T
Weitere Historische Kurse ❯

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 22,39 € -5,40%
1 Monat 23,58 € -10,18%
6 Monate 24,80 € -14,60%
1 Jahr 24,24 € -12,62%
5 Jahre 39,89 € -46,90%

Unternehmensprofil Koninklijke Philips

Koninklijke Philips N.V. mit Sitz in Amsterdam ist ein global ausgerichteter Gesundheitskonzern mit klarem Fokus auf professionelle Medizintechnik und vernetzte Gesundheitslösungen. Das Unternehmen adressiert die Versorgungskette von der Prävention über die Diagnostik bis zur Therapie und Nachsorge, mit Schwerpunkt auf technologisch anspruchsvollen Systemen und Services. Philips zählt zu den etablierten europäischen Konzernen im Healthcare-Sektor und ist in zahlreichen Leitmärkten technologisch verankert, insbesondere in der bildgebenden Diagnostik, in Patientenüberwachungssystemen und in Lösungen für das häusliche Gesundheitsmanagement. Der frühere breite Fokus auf klassische Consumer-Elektronik wurde in den vergangenen Jahren deutlich zurückgefahren.

Geschäftsmodell und Wertschöpfung

Das Geschäftsmodell von Philips basiert auf dem Verkauf von Medizintechniksystemen, darauf aufbauenden Software- und Plattformlösungen sowie einem umfangreichen Service- und Wartungsgeschäft mit wiederkehrenden Erlösen. Der Konzern verfolgt einen integrierten Ansatz entlang des klinischen Workflows. Kern ist die Kombination aus Hardware, vernetzter Software, datenbasierter Entscheidungsunterstützung und langlaufenden Serviceverträgen mit Krankenhäusern, Gesundheitssystemen und Praxen. Philips setzt verstärkt auf Plattformökosysteme, bei denen Bildgebung, Monitoring und Datenanalyse über interoperable IT-Architekturen miteinander verbunden sind. Das Geschäftsmodell ist kapitalintensiv, aber durch hohe technologische Eintrittsbarrieren, regulatorische Zulassungen und enge Kundenbeziehungen tendenziell defensiv. Ein signifikanter Anteil des Mehrwerts wird durch Life-Cycle-Management, Upgrades, digitale Lizenzen und Managed-Services-Verträge geschaffen. Parallel dazu reduziert Philips schrittweise Aktivitäten in klassischen Konsumentensegmenten, um den Schwerpunkt weiter auf Health-Technology zu legen. Die früheren Aktivitäten im Bereich klassischer Haushaltsgeräte wurden in ein eigenständiges Unternehmen überführt, an dem Philips im Wesentlichen als Marken- und Lizenzgeber auftritt.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von Philips ist auf die Verbesserung der Gesundheitsversorgung und der Lebensqualität ausgerichtet. Das Unternehmen formuliert den Anspruch, die Gesundheit und das Wohlbefinden einer großen Zahl von Menschen weltweit durch Innovationen im Gesundheitswesen zu fördern. Strategisch steht die Transformation von einem ehemals breit diversifizierten Elektronikkonzern hin zu einem fokussierten Health-Technology-Unternehmen im Mittelpunkt. Priorität haben Lösungen, die klinische Ergebnisse verbessern, Versorgungspfade effizienter machen und die Gesundheitsökonomie entlasten. Management und Aufsichtsorgane betonen die Fokussierung auf organische Innovation, Portfoliobereinigung, operative Exzellenz und ein stringentes Qualitäts- und Compliance-Management, insbesondere nach zurückliegenden Produktthemen im Bereich Schlaf- und Atemtherapie. Dazu zählen verstärkte Investitionen in Qualitätssicherung, regulatorische Prozesse und die Zusammenarbeit mit Aufsichtsbehörden. Vereinbarungen mit Aufsichtsbehörden, insbesondere in den USA, haben zusätzliche Anforderungen an Qualitäts- und Aufsichtssysteme im Bereich bestimmter Produktlinien verankert.

Produkte und Dienstleistungen

Philips bietet ein breites Spektrum an Produkten und Services für professionelle und teilweise auch für Endkundenmärkte an. Zentrale Segmente sind:
  • Bildgebende Systeme wie Magnetresonanztomographie, Computertomographie, Röntgen und Ultraschall für Krankenhäuser und Diagnostikzentren
  • Patientenüberwachung, klinische Informatik und Alarm-Management-Systeme für Intensivstationen, Operationssäle und Notaufnahmen
  • Therapielösungen und interventionelle Systeme für Kardiologie, Onkologie und Gefäßmedizin, oftmals kombiniert mit bildgebender Führung im Katheterlabor
  • Schlaf- und Atemtherapieprodukte einschließlich entsprechender Geräte sowie Lösungen für das Management chronischer Erkrankungen, insbesondere im häuslichen Umfeld, wobei bestimmte Gerätegenerationen in den vergangenen Jahren von umfangreichen Rückruf- und Austauschprogrammen betroffen waren
  • Digitale Gesundheitsplattformen, Cloud-basierte Datenanalyse, künstliche Intelligenz zur Bildauswertung und Workflow-Optimierung
  • Consumer-Health- und Personal-Health-Produkte, unter anderem elektrische Zahnbürsten, Rasierer, Beauty- und Mutter-Kind-Produkte mit wachsender Einbindung in Gesundheitsökosysteme; der Bereich klassischer Haushaltsgeräte wurde in eigenständige Strukturen überführt, die unabhängig von Philips geführt werden
  • l>Ein wesentlicher Ertragspfeiler sind langfristige Service- und Wartungsverträge, Managed Equipment Services und Consulting-Leistungen zur Optimierung von Klinikprozessen.

Business Units und Segmentstruktur

Philips gliedert seine Aktivitäten in mehrere große Geschäftsbereiche mit Fokus auf Healthcare-Technologie. Die genaue Segmentbezeichnung kann sich im Zeitablauf ändern, im Kern lassen sich jedoch folgende Bereiche identifizieren:
  • Diagnostik und Bildgebung mit MRT, CT, Röntgen, Ultraschall und bildgeführter Therapie, häufig in integrierten Lösungen für Radiologie und Kardiologie
  • Überwachung und Informatik mit Patientenmonitoring, Telemetrie, klinischen Informationssystemen und Enterprise-Health-IT, inklusive interoperabler Plattformen und Datenintegration
  • Personal Health und verbundene Versorgungsmodelle mit Endkundenprodukten im Bereich Mundpflege, Körperpflege und Mutter-Kind-Produkten sowie telemedizinischen Anwendungen und Remote-Monitoring, wobei Philips seine früheren Aktivitäten im Bereich klassischer Haushaltsgeräte organisatorisch verselbständigt hat und dieses Geschäft heute außerhalb des konsolidierten Konzerns geführt wird
  • l>Die Regionen Europa, Nordamerika, Asien-Pazifik und weitere Wachstumsregionen werden über dedizierte Vertriebs- und Serviceorganisationen adressiert, die eng mit den globalen Business Units verzahnt sind.

Alleinstellungsmerkmale und technologische Stärken

Philips verfügt über mehrere potenzielle Alleinstellungsmerkmale im Wettbewerbsumfeld. Die Kombination aus bildgebender Diagnostik, Patientenüberwachung, klinischer Informatik und ausgewählten häuslichen Gesundheitslösungen in einem integrierten Portfolio ist vergleichsweise selten. Langjährige klinische Partnerschaften mit Universitätskliniken und Gesundheitssystemen ermöglichen eine praxisnahe Weiterentwicklung der Systeme. Das Unternehmen investiert kontinuierlich in Forschung und Entwicklung, insbesondere in künstliche Intelligenz zur Bildrekonstruktion, Diagnostikunterstützung, automatisierten Befundungsvorbereitung und Workflow-Steuerung. Die Fähigkeit, komplexe Klinikprojekte als Generalunternehmer zu planen, zu integrieren und über lange Vertragslaufzeiten zu begleiten, verschafft Philips eine starke Position bei großvolumigen Ausschreibungen. Zudem nutzt Philips seine Erfahrung im Bereich vernetzter Geräte und Sensorik, um Daten aus unterschiedlichen Quellen in klinische Entscheidungsprozesse einzubinden.

Burggräben und strukturelle Wettbewerbsvorteile

Der Burggraben von Philips basiert vor allem auf technologischer Komplexität, regulatorischen Hürden, Markenvertrauen im Kliniksektor und der hohen Wechselbarriere für bestehende Kunden. Medizintechniksysteme sind tief in Krankenhausinfrastruktur und Versorgungsprozesse eingebettet. Ein Austausch ganzer Bildgebungsparks oder Monitoringlösungen verursacht nicht nur hohe Investitionen, sondern auch erhebliche operative Risiken, weshalb Kliniken tendenziell bei bewährten Anbietern bleiben. Langfristige Serviceverträge, Schulungsprogramme und proprietäre Softwarelösungen erhöhen die Kundenbindung zusätzlich. Regulatorische Zulassungen in den USA, Europa und wichtigen Wachstumsmärkten erfordern langjährige Erfahrung, belastbare Qualitätsprozesse und signifikante Ressourcen. Das schafft Markteintrittsbarrieren für neue Wettbewerber. Zudem besitzen etablierte Produktlinien und Marken im Gesundheitssektor eine hohe Reputationswirkung, was im Beschaffungswesen öffentlicher und privater Kliniken eine wichtige Rolle spielt. Historische Qualitäts- und Rückrufereignisse, insbesondere im Bereich bestimmter Schlaf- und Atemtherapieprodukte, zeigen jedoch, dass diese Wettbewerbsvorteile aktiv durch robuste Qualitäts- und Compliance-Systeme abgesichert werden müssen und dass regulatorische Auflagen und Vergleiche die operative Flexibilität und Reputation beeinflussen können.

Wettbewerbsumfeld und Vergleichsunternehmen

Philips agiert in einem oligopolistisch geprägten globalen Medizintechnikmarkt. Zu den wichtigsten internationalen Wettbewerbern zählen:
  • GE HealthCare im Bereich Bildgebung, Monitoring und Health-IT
  • Siemens Healthineers mit einem breiten Portfolio in Diagnostik, Labordiagnostik und bildgeführter Therapie
  • Canon Medical Systems vor allem in bildgebender Diagnostik
  • Fujifilm Healthcare in ausgewählten Bildgebungssegmenten und Endoskopie
  • Diverse Spezialanbieter in Nischen wie Intensivbeatmung, Telemedizin und Dentaltechnik
  • l>Im Konsumentenbereich konkurriert Philips je nach Produktkategorie mit globalen Markenherstellern aus den Segmenten Körperpflege und Mundhygiene, während der frühere gemeinsame Auftritt im Bereich Haushaltsgeräte heute weitgehend in separaten Unternehmensstrukturen erfolgt, die unter eigenständiger Eigentümerschaft stehen. Der Wettbewerbsdruck manifestiert sich über aggressive Preispolitik, beschleunigten Innovationszyklus, digitale Plattformstrategien und zunehmende Standardisierung von Schnittstellen in der Krankenhaus-IT.

Management, Governance und Unternehmensstrategie

Das Management von Philips wird von einem Vorstand mit internationaler Industrie- und Healthcare-Erfahrung geführt, überwacht von einem Aufsichtsrat mit starkem Fokus auf Corporate Governance, Risikomanagement und Produktqualität. In den vergangenen Jahren lag ein strategischer Schwerpunkt auf der Fokussierung des Portfolios durch den Rückzug aus traditionellen Sparten wie Unterhaltungselektronik und großen Teilen der Haushaltsgeräteaktivitäten sowie der konsequenten Ausrichtung auf Medizintechnik und Health-Technology. Die Unternehmensführung adressiert Herausforderungen aus Qualitäts- und Rückrufthemen insbesondere im Bereich Schlaf- und Atemtherapie mit verstärkten Compliance-Systemen, Qualitätsaudits und Investitionen in regulatorische Prozesse. Dazu zählen auch regulatorische Vereinbarungen und Auflagen, die die Überwachung und Verbesserung von Entwicklungs-, Produktions- und Marktüberwachungsprozessen für bestimmte Produktgruppen betreffen. Strategisch verfolgt Philips vier Stoßrichtungen:
  1. Stärkung des Kerngeschäfts in Bildgebung, Überwachung und klinischer Informatik
  2. Ausbau digitaler Plattformen, datenbasierter Services und KI-gestützter Diagnostik
  3. Verbesserung der operativen Effizienz und Kostenstrukturen
  4. Geografische Expansion in wachstumsstarken Schwellenländern mit steigenden Gesundheitsausgaben
Die Auswirkungen regulatorischer Verfahren, Vergleichsvereinbarungen und darüber hinausgehender Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit früheren Produktproblemen bleiben für die Unternehmenssteuerung und das Risikomanagement von hoher Relevanz.

Branchen- und Regionenanalyse

Philips ist in der globalen Gesundheits- und Medizintechnikindustrie tätig, einem strukturell wachsenden Sektor mit demografischem Rückenwind, steigendem Gesundheitsbedarf und zunehmender chronischer Krankheitslast. In entwickelten Märkten wie Europa und Nordamerika stehen Modernisierung bestehender Kliniklandschaften, Effizienzsteigerung und Digitalisierung im Vordergrund. Hier profitieren Anbieter wie Philips von Austauschzyklen bei Bildgebung und Monitoring sowie von Investitionen in interoperable IT-Infrastrukturen. In Schwellenländern treiben Bevölkerungswachstum, Urbanisierung und ein wachsender Mittelstand die Nachfrage nach Diagnostik und Basisversorgung. Diese Märkte sind jedoch stärker preisgetrieben und politisch volatiler. Gesundheitsbudgets unterliegen in allen Regionen politischen Rahmenbedingungen, Kostendruck und Regulierungsinitiativen, was die Investitionsentscheidungen von Kliniken unmittelbar beeinflusst. Parallel intensiviert sich der Wettbewerb durch Technologieunternehmen, die mit Cloud-, Daten- und Plattformlösungen in Teile der Wertschöpfungskette vordringen. Zudem wirken globale Trends wie Lieferkettengesetze, Nachhaltigkeitsanforderungen und Datenschutzregime zunehmend auf Investitionsentscheidungen und Kooperationen im Gesundheitssektor ein.

Unternehmensgeschichte und Transformation

Philips wurde Ende des 19. Jahrhunderts als Hersteller von Glühlampen in den Niederlanden gegründet und entwickelte sich im 20. Jahrhundert zu einem der großen europäischen Elektronikkonzerne. Über Jahrzehnte prägte das Unternehmen die Konsumelektronik, Beleuchtung und Haushaltsgeräte. Mit zunehmendem Wettbewerbsdruck aus Asien und strukturellen Veränderungen in der Elektronikbranche leitete Philips einen tiefgreifenden Strategiewechsel ein. Schrittweise wurden Geschäftsbereiche wie Halbleiter, Unterhaltungselektronik, Fernseher und später auch große Teile der Beleuchtungssparte ausgegliedert oder veräußert. Die Aktivitäten im Bereich klassischer Haushaltsgeräte wurden in eine eigenständige Unternehmensstruktur überführt, die heute unabhängig von Philips geführt wird, während Philips vor allem noch als Marken- und Lizenzgeber auftritt. Parallel baute Philips seine Aktivitäten im Medizintechnik- und Gesundheitssektor systematisch aus, unter anderem durch Akquisitionen in Bildgebung, Patientenmonitoring und Healthcare-IT. Diese Transformation vom Mischkonzern zum fokussierten Health-Technology-Unternehmen ist weit vorangeschritten, birgt aber weiterhin Integrations-, Portfolio- und Reputationsrisiken, insbesondere bei der Verarbeitung historischer Qualitäts- und Produktrisiken.

Sonstige Besonderheiten

Philips weist mehrere Besonderheiten auf, die für langfristig orientierte Anleger relevant sind. Der Konzern verfügt über ein ausgeprägtes Innovations- und Patentportfolio, was sich in zahlreichen Schutzrechten rund um Bildgebung, Signalverarbeitung, Sensortechnologie und digitale Plattformen widerspiegelt. Nachhaltigkeit und ESG-Aspekte sind strategisch verankert, unter anderem durch Programme zur Kreislaufwirtschaft, energieeffiziente Geräte und verantwortungsvolle Beschaffung. Gleichzeitig ist das Unternehmen in einem regulierten Umfeld aktiv, das verstärkte Transparenz, Rückverfolgbarkeit und Produktsicherheit verlangt. Historische Produkt- und Rückrufproblematiken im Bereich Atemtherapie haben gezeigt, dass Haftungsrisiken, Rückstellungen, behördliche Verfahren und Vergleichsvereinbarungen die Ergebnisqualität belasten können. Solche Vereinbarungen mit Aufsichtsbehörden und gerichtliche Vergleiche können dabei über längere Zeiträume nachwirken. Für risikobewusste Anleger ist daher nicht nur die technologische Stärke, sondern auch die Resilienz der Compliance- und Qualitätssysteme ein zentrales Beurteilungskriterium.

Chancen aus Sicht konservativer Anleger

Aus Sicht eines konservativen Anlegers ergeben sich mehrere strukturelle Chancen. Erstens profitiert Philips als Gesundheitskonzern von langfristigen Megatrends wie demografischer Alterung, steigender Lebenserwartung und dem wachsenden Bedarf an Diagnostik, Intensivmedizin und chronischer Versorgung. Zweitens stützen hohe Markteintrittsbarrieren, regulatorische Zulassungen und etablierte Kundenbeziehungen die Wettbewerbsposition. Drittens bieten die Schwerpunkte Bildgebung, Monitoring und klinische Informatik Potenzial für wiederkehrende Erlöse durch Serviceverträge, Softwarelizenzen und digitale Plattformen. Viertens kann eine konsequente Umsetzung der Fokussierungs- und Effizienzstrategie die operative Stabilität unterstützen. Fünftens eröffnet die Digitalisierung des Gesundheitswesens zusätzliche Wachstumspfade, insbesondere bei Cloud-basierten Lösungen, Telemedizin und KI-gestützter Diagnostik. Aus einer vorsichtigen Perspektive bleibt jedoch entscheidend, ob Management und Organisation die Balance zwischen Innovation, Kostenkontrolle, regulatorischer Sicherheit und der Aufarbeitung historischer Risiken dauerhaft halten und damit auch künftige Auflagen aus regulatorischen Verfahren zuverlässig erfüllen.

Risiken und Unsicherheiten für ein Investment

Ein Engagement in Philips ist trotz der defensiven Grundausrichtung des Healthcare-Sektors mit relevanten Risiken verbunden. Zentrale Risikofelder sind:
  • Regulatorisches und Qualitätsrisiko: Strenge Zulassungsanforderungen, Audits und Produktsicherheit können bei Verstößen zu Rückrufen, Klagen, Auflagen, Strafzahlungen und Reputationsschäden führen. Regulatorische Vereinbarungen mit Aufsichtsbehörden können zusätzliche Berichtspflichten und externe Überwachung nach sich ziehen.
  • Rechts- und Haftungsrisiken: Historische Produktprobleme, insbesondere in der Schlaf- und Atemtherapie, können über Jahre zu Rückstellungen, Vergleichszahlungen und regulatorischen Vereinbarungen führen und die Ergebnisvolatilität erhöhen. Laufende und zukünftige Verfahren können weitere finanzielle und operative Belastungen mit sich bringen.
  • Wettbewerbsdruck: Aggressive Konkurrenten im Bildgebungs- und Monitoringbereich sowie neue Marktteilnehmer aus der Tech-Industrie können Margen und Marktanteile belasten.
  • Abhängigkeit von öffentlichen Gesundheitsbudgets: Konsolidierungsprogramme, Kostendämpfung und geänderte Vergütungssysteme können Investitionen von Krankenhäusern verzögern oder reduzieren.
  • Technologischer Wandel: Fehlallokationen bei Forschung und Entwicklung, verspätete Markteinführung zentraler Innovationen oder Fehleinschätzungen bei KI- und Plattformstrategien können die Wettbewerbsfähigkeit schwächen.
  • Operative Komplexität: Die Integration digitaler Plattformen, globaler Lieferketten und umfangreicher Serviceorganisationen birgt Risiken bei Ausführung, Cybersecurity und Lieferfähigkeit.
  • l>Für konservative Anleger ist eine sorgfältige Beobachtung der Qualitätssicherung, der regulatorischen Entwicklungen, der rechtlichen Auseinandersetzungen und der strategischen Umsetzung wesentlich, um Chancen und Risiken im Kontext des eigenen Risikoprofils abzuwägen, ohne daraus eine unmittelbare Handlungs- oder Kaufempfehlung abzuleiten.
Stand: September 2026
Hinweis

Koninklijke Philips Prognose 2026: Einstufung & Empfehlung von Analysten

Koninklijke Philips Kursziel 2026

  • Die Koninklijke Philips Kurs Performance für 2026 liegt bei -8,51%. Die Performance der Benchmark AEX 25 - Amsterdam European Total Return Index (EUR) liegt bei +15,61%. Underperformance: Die Koninklijke Philips Kurs Performance ist um -24,12 Prozentpunkte niedriger als die Performance des AEX 25 - Amsterdam European Total Return Index (EUR).
  • 9 Analysten haben die Koninklijke Philips Aktie aktuell analysiert. Ihre durchschnittliche Prognose für das Kursziel beträgt 26,49 €. Das Kursziel ist somit um 24,36% höher als der aktuelle Kurs der Koninklijke Philips Aktie. Das höchste genannte Kursziel liegt bei 32,00 (+50,23% ggü. dem aktuellen Koninklijke Philips Kurs); das niedrigste bei 23,50 (+10,33% ggü. dem aktuellen Koninklijke Philips Kurs).

Einstufung & Prognose 2026

  • 9 Analysten haben Koninklijke Philips eingestuft: 3 Analysten empfehlen Koninklijke Philips zum Kauf, 6 zum Halten und 0 zum Verkauf.
  • Analystenschätzungen: Laut Einschätzung der Analysten birgt die Koninklijke Philips Aktie ein durchschnittliches Kurspotential 2026 von 24,36%. Eine deutliche Mehrzahl der Analysten empfiehlt die Koninklijke Philips Aktie zum Halten.

Stammdaten

Marktkapitalisierung 21,85 Mrd. €
Streubesitz 34,29%
Währung EUR
Land Niederlande
Sektor Gesundheit
Branche Medizinische Instrumente & Zubehör
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+46,696% Institutionelle Aktionäre
+19,018% Insider Aktionäre
+34,286% Streubesitz

Community-Beiträge zu Koninklijke Philips

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Avatar des Verfassers
oh kanada
Abermals über der 200-Tg.-Linie !
Doch scheint die Aktie vielen Kleinanlegern unsexy zu sein. Mal sehen, wie das bei einem weiteren Anstieg aussieht.
Avatar des Verfassers
oh kanada
Über 200-Tg.-Linie !
...glatt nach oben durchstossen. "In der Kernsparte (Med.) zog der Erlös vor Sondereffekten wie dem schwachen Euro um acht Prozent an." Wenn Unternehmen ihre Hausaufgaben machen, kann das Motto gelten: What comes down, must go up again...
Avatar des Verfassers
kuras15
Philips-Aktie
nach kräftigem Gewinnrückgang unter Druck.
Avatar des Verfassers
kuras15
Die US-Investmentbank
Goldman Sachs hat die Aktien von Philips Electronics auf der "Conviction Buy List" mit einem Kursziel von 34 Euro belassen. Analystin Katherine Ward zählt die Niederländer in einer Studie vom Montag zu jenen 15 europäischen Unternehmen, deren Wert durch ihre laufende Restrukturierung stark steigen sollte. Die geplante komplette Trennung der Bereiche HealthTech und LightingSolutions sollte im ersten Halbjahr 2016 der Aktie deutlichen Schub bringen. Der Verkauf von Lumileds sei bereits ein klarer erster Schritt gewesen.
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Häufig gestellte Fragen zur Koninklijke Philips Aktie und zum Koninklijke Philips Kurs

Der aktuelle Kurs der Koninklijke Philips Aktie liegt bei 21,18 €.

Für 1.000€ kann man sich 47,21 Koninklijke Philips Aktien kaufen.

Das Tickersymbol der Koninklijke Philips Aktie lautet RYLPF.

Die 1 Monats-Performance der Koninklijke Philips Aktie beträgt aktuell -10,18%.

Die 1 Jahres-Performance der Koninklijke Philips Aktie beträgt aktuell -12,62%.

Der Aktienkurs der Koninklijke Philips Aktie liegt aktuell bei 21,18 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von -10,18% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von Koninklijke Philips eine Wertentwicklung von -5,28% aus und über 6 Monate sind es -14,60%.

Das 52-Wochen-Hoch der Koninklijke Philips Aktie liegt bei 27,57 €.

Das 52-Wochen-Tief der Koninklijke Philips Aktie liegt bei 20,92 €.

Das Allzeithoch von Koninklijke Philips liegt bei 56,89 €.

Das Allzeittief von Koninklijke Philips liegt bei 10,69 €.

Die Volatilität der Koninklijke Philips Aktie liegt derzeit bei 35,09%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von Koninklijke Philips in letzter Zeit schwankte.

Das aktuelle durchschnittliche Kursziel liegt bei 26,49 €. Verglichen mit dem aktuellen Kurs bedeutet dies einen Unterschied von 24,36%.

Die aktuelle durchschnittliche Prognose von Analysten liegt bei 26,49 €. Verglichen mit dem aktuellen Kurs bedeutet dies einen Unterschied von 24,36%.

9 Analysten haben ein Kursziel für 2027 abgegeben. Das durchschnittliche Koninklijke Philips Kursziel beträgt 26,49 €. Das ist 24,36% höher als der aktuelle Aktienkurs. Die Analysten empfehlen Koninklijke Philips 3 x zum Kauf, 6 x zum Halten und 0 x zum Verkauf.

9 Analysten haben ein Kursziel 2027 abgegeben. Das durchschnittliche Koninklijke Philips Kursziel beträgt 26,49 €. Das ist 24,36% höher als der aktuelle Aktienkurs. Die Analysten empfehlen Koninklijke Philips 3 x zum Kauf, 6 x zum Halten und 0 x zum Verkauf.

9 Analysten haben ein Kursziel für 2027 abgegeben. Laut Analysten liegt das durchschnittliche Kursziel bei 26,49 €. Verglichen mit dem aktuellen Kurs bedeutet dies ein Kurspotenzial von 24,36%.

Laut aktuellen Analystenschätzungen liegt das durchschnittliche Kursziel für die Koninklijke Philips Aktie bei 26,49 €. Viele Analysten sehen damit Potenzial nach oben bei der Koninklijke Philips Aktie.

Die Marktkapitalisierung beträgt 21,85 Mrd. €

Insgesamt sind 962,5 Mio Koninklijke Philips Aktien im Umlauf.

Institutionelle Aktionäre hält +46,696% der Aktien und ist damit Hauptaktionär.

Am 30.06.2020 gab es einen Split im Verhältnis 49:50.

Am 30.06.2020 gab es einen Split im Verhältnis 49:50.

Laut money:care Nachhaltigkeitsscore liegt die Nachhaltigkeit von Koninklijke Philips bei 65%. Erfahre hier mehr

Koninklijke Philips hat seinen Hauptsitz in Niederlande.

Koninklijke Philips gehört zum Sektor Medizinische Instrumente & Zubehör.

Das KGV der Koninklijke Philips Aktie beträgt 13,54.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von Koninklijke Philips betrug 17,83 Mrd €.

Ja, Koninklijke Philips zahlt Dividenden. Zuletzt wurde am 12.05.2026 eine Dividende in Höhe von 0,85 € gezahlt.

Zuletzt hat Koninklijke Philips am 12.05.2026 eine Dividende in Höhe von 0,85 € gezahlt.
Dies entspricht einer Dividendenrendite von 3,99%. Die Dividende wird halbjährlich gezahlt.

Die letzte Dividende von Koninklijke Philips wurde am 12.05.2026 in Höhe von 0,85 € je Aktie ausgeschüttet.
Das ergibt, basierend auf dem aktuellen Kurs, eine Dividendenrendite von 3,99%.

Die Dividende wird halbjährlich gezahlt.

Der letzte Zahltag der Dividende war am 12.05.2026. Es wurde eine Dividende in Höhe von 0,85 € gezahlt.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss man die Aktie am Ex-Tag (Ex-Date) im Depot haben.