KARLSRUHE (dpa-AFX) - Der Digitalisierungs-Spezialist Init Innovation (init innovation Aktie) für Busse und Bahnen will sich mit einer Kapitalerhöhung frisches Geld besorgen. Dazu soll das Grundkapital mit der Ausgabe von bis zu einer Million neuer Aktien um bis zu zehn Prozent erhöht werden, wie das SDax-Unternehmen am Dienstag nach Börsenschluss in Karlsruhe mitteilte. Das Geld soll zur Finanzierung von Großprojekten, für Zukäufe und andere Formen des Geschäftsausbaus eingesetzt werden. Platziert werden sollen die Aktien ausschließlich bei institutionellen Anlegern. Der Handel mit den neuen Papieren soll in einer Woche starten. An der Börse gab die Aktie am Mittwoch nach.
Für dich zusammengefasst:
Init plant eine Kapitalerhöhung von bis zu 10%.
Die Aktien sollen nur an institutionelle Anleger verkauft werden.
Die Aktie fiel am Mittwoch um 1,4 Prozent auf 48,85 Euro.
Für die Init-Titel ging es am Mittwoch zuletzt um 1,4 Prozent nach unten auf 48,85 Euro. Seit Jahresbeginn hat die Aktie fast fünf Prozent gewonnen, in den vergangenen zwölf Monaten legte sie um ein Viertel zu.
Nach Ansicht von Analyst Robert-Jan van der Horst von der Privatbank Berenberg dürfte Init mit der Kapitalerhöhung rund 45 Millionen Euro einnehmen, was trotz der zu erwartenden Erhöhung des Betriebskapitals für ein Großprojekt in Australien ausreiche, um Zukäufe zu tätigen. Der Analyst hält kurzfristig eine größere Akquisition für wahrscheinlicher als kleine Transaktionen.
Init Innovation ist seit Ende März im Kleinwerteindex SDax gelistet. Für Januar bis März hatte das Unternehmen das beste Quartal seiner Firmengeschichte gemeldet. Ausschlaggebend für den Rekordumsatz seien vor allem die Ticketsysteme für den öffentlichen Nahverkehr in Atlanta und Houston gewesen, zwei Großprojekte vor dem Hintergrund der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, hieß es damals.
Für das laufende Jahr erwartet das Init-Management um Vorstandschef Gottfried Greschner ein überdurchschnittliches Wachstum beim Umsatz auf 380 bis 410 Millionen Euro und beim operativen Gewinn (Ebit) auf 38 bis 42 Millionen Euro. Im Vorjahr wurden Erlöse von rund 330 Millionen und ein operativer Gewinn von 32,5 Millionen erwirtschaftet./stw/err/lew/jha/
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