- Rob Thomas von IBM sprach über COBOL und Modernisierung.
- IBM-Aktien fielen am Montag um über 13 Prozent.
- IBM erlebt den größten Einmonatsverlust seit 1968.
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Rob Thomas, CCO für Software bei IBM, äußerte sich am Montag in einem Blogbeitrag zur Bedeutung der COBOL-Übersetzung im Kontext der Modernisierung von Unternehmenssystemen.
Er stellte klar, dass die bloße Übersetzung vom COBOL-Code nicht gleichbedeutend mit einer echten Modernisierung sei und betonte, dass die Plattformarchitektur und nicht die Programmiersprache den tatsächlichen Wert eines Mainframes ausmache.
"Die Übersetzung erfasst fast nichts von der tatsächlichen Komplexität", erklärte Thomas. Er verwies auf die Datenarchitektur, Laufzeitumgebungen und Transaktionsintegrität als die wahren Herausforderungen bei der Modernisierung. "Der Code ist der Ausgangspunkt, nicht das Ziel", fügte er hinzu und unterstrich, dass eine erfolgreiche Modernisierung davon abhängt, wie Anwendungen skaliert, wiederhergestellt, verschlüsselt und integriert werden.
Thomas’ Aussagen folgten auf einen dramatischen Kursrückgang der IBM-Aktien am Montag, der den größten Tagesverlust seit mehr als 25 Jahren markierte. Der Rückgang von über 13 Prozent erfolgte, nachdem das KI-Startup Anthropic angekündigt hatte, dass sein Tool "Claude Code" zur Modernisierung von COBOL, der veralteten Programmiersprache, die auf IBM-Computern läuft, beitragen könne.
Dieser Rückgang setzte den aktuellen Abwärtstrend fort. IBM-Aktien sind im Februar um über 20 Prozent gefallen und steuern laut Bloomberg auf den größten Einmonatsverlust seit mindestens 1968 zu.
Fazit
Anthropic könnte für IBM gefährlich werden, weil das KI-Startup eine Lösung bietet, die die veraltete Programmiersprache COBOL schneller und einfacher modernisieren soll.
IBM verdient viel Geld mit der Wartung und Modernisierung von COBOL-basierten Systemen. Sollte Anthropic eine bessere und kostengünstigere Alternative bieten, könnten Unternehmen weniger auf IBM angewiesen sein, was zu einem massiven Verlust von Marktanteilen und Umsatz führen würde.
Autor: sbh-Redaktion/neb
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