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H&R Aktie

Aktie
WKN:  A2E4T7 ISIN:  DE000A2E4T77 Branche:  Chemikalien Land:  Deutschland
4,58 €
+0,11 €
+2,46%
12:48:40 Uhr
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
164,14 Mio. €
Streubesitz
20,18%
KGV
11,69
Dividende
0,10 €
Dividendenrendite
2,26%
H&R Aktie Chart

Unternehmensbeschreibung

Die H&R KGaA ist ein spezialisierter Hersteller von chemisch veredelten Mineralöl- und Kunststoffprodukten mit Fokus auf hochraffinierte Spezialitäten. Im Zentrum des Geschäftsmodells steht die Verarbeitung von Rohöl- und Nebenfraktionen zu hochreinen Paraffinen, Weißölen, Spezialölen, Weichmachern und Kunststoffen für industrielle Nischenmärkte. Das Unternehmen adressiert vor allem anspruchsvolle Anwendungen in der Automobilindustrie, in der medizintechnischen und pharmazeutischen Lieferkette, in der Konsumgüter- und Elektroindustrie sowie in der Bau- und Verpackungsindustrie. Anders als integrierte Ölkonzerne fokussiert H&R auf margenstärkere Spezialprodukte mit hohen Qualitätsanforderungen, regulatorischen Hürden und langlaufenden Kundenbeziehungen. Die Gesellschaft ist als Kommanditgesellschaft auf Aktien strukturiert und fungiert als Holding über mehrere operative Tochtergesellschaften im In- und Ausland.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von H&R zielt auf die Bereitstellung hochqualitativer Spezialchemikalien und Kunststoffe bei gleichzeitig effizientem Ressourcen- und Umwelteinsatz. Das Unternehmen strebt an, als technologisch führender Anbieter von Spezialölen, Paraffinen und Compounds wahrgenommen zu werden, der regulatorische Anforderungen proaktiv antizipiert und Kunden bei der Einhaltung strenger Normen unterstützt. Strategisch setzt H&R auf Portfoliofokussierung, kontinuierliche Prozessoptimierung in den Raffinerien, eine Ausweitung des Anteils höherwertiger Nischenprodukte und die schrittweise Dekarbonisierung wesentlicher Wertschöpfungsstufen. Forschung und Entwicklung, enge Kundenintegration in Form von Anwendungsberatung sowie kontinuierliche Anpassung an strengere Umwelt- und Produktsicherheitsstandards sind zentrale Pfeiler der Unternehmensausrichtung.

Produkte und Dienstleistungen

H&R produziert ein breites Spektrum an Spezialchemikalien und Kunststoffen, die überwiegend nach Kundenanforderung formuliert werden. Zu den Kernprodukten im Bereich Spezialraffinerie zählen unter anderem hochraffinierte Paraffine und Mikroparaffine, medizinische Weißöle, technische Weißöle, Prozessöle für Gummi- und Reifenanwendungen, Transformatorenöle, Basisöle für Schmierstoffe, Weichmacheröle für Kunststoffe, sowie Spezialöle für Kosmetik- und Körperpflegeprodukte. Im Segment Kunststoffe steht die Entwicklung und Fertigung von thermoplastischen Compounds und Blends im Vordergrund, etwa auf Basis von Polypropylen, Polyethylen oder technischen Kunststoffen. Diese werden beispielsweise in der Automobilindustrie für Interieur- und Exterieurkomponenten, in der Elektro- und Elektronikindustrie für Gehäuse, Kabelsysteme und technische Bauteile sowie in der Verpackungsindustrie eingesetzt. Ergänzend bietet H&R technische Beratung, Rezepturentwicklung, anwendungsspezifische Laboranalytik und Unterstützung bei Zulassungs- und Zertifizierungsprozessen an, insbesondere im regulierten Medizin-, Pharma- und Kosmetikbereich.

Geschäftssegmente und Business Units

Die Aktivitäten von H&R gliedern sich im Wesentlichen in drei Geschäftsbereiche. Der Bereich Spezialprodukte auf Mineralölbasis umfasst die Raffineriestandorte, an denen aus Vakuumdestillaten und anderen Fraktionen maßgeschneiderte Spezialöle, Paraffine und verwandte Produkte hergestellt werden. Hier liegen die Schwerpunkte auf hochraffinierten Weißölen, Paraffinen, Prozessölen für Reifen- und Gummiindustrie, Transformatorenölen sowie Industrieölen. Der Bereich Kunststoffe beinhaltet die Entwicklung und Produktion von Kunststoffcompounds und -mischungen, oft in enger Kooperation mit OEMs und Zulieferern, mit Fokus auf Funktionsbauteile, Designoberflächen und gewichtsoptimierte Komponenten. Ein weiterer Bereich besteht aus sonstigen Aktivitäten wie Logistikdienstleistungen im Umfeld der Raffinerien, Dienstleistungen im Labor- und Analysebereich sowie Beteiligungs- und Holdingfunktionen. Diese Struktur erlaubt eine getrennte Steuerung kapitalintensiver Raffinerieaktivitäten und innovationsgetriebener Compoundierung, während Synergien in Einkauf, Forschung, Vertrieb und Regulierung genutzt werden.

Unternehmensgeschichte

Die Ursprünge von H&R reichen bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts zurück, als erste Raffinerie- und Handelsaktivitäten im Bereich von Paraffinen und Spezialölen aufgebaut wurden. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich das Unternehmen von einem regional fokussierten Mineralölverarbeiter zu einem international tätigen Spezialitätenanbieter. Durch gezielte Investitionen in Raffinerietechnik, Entparaffinierungs- und Hydrierverfahren sowie in Labor- und Qualitätsinfrastruktur gelang es, zunehmend hochreine, spezifikationskritische Produkte für regulierte Branchen zu produzieren. Im Zuge der strategischen Fokussierung wurden nicht zum Kerngeschäft passende Aktivitäten schrittweise reduziert, während das Geschäft mit Spezialölen, Paraffinen und Kunststoffen durch organisches Wachstum und Akquisitionen ausgebaut wurde. Die Einführung der Rechtsform einer Kommanditgesellschaft auf Aktien diente dazu, unternehmerische Führung mit Kapitalmarktzugang zu kombinieren. Heute ist H&R an der Börse notiert und agiert als spezialisierte, mittelständische Industrieholding mit internationaler Präsenz.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

H&R verfügt über mehrere potenzielle Moats, die aus Sicht konservativer Investoren relevant sind. Erstens besitzt das Unternehmen langjährig optimierte Spezialraffinerien, deren Prozesse auf die Herstellung hochspezialisierter Nischenprodukte ausgerichtet sind. Diese Anlagen unterscheiden sich strukturell von Standardraffinerien und stellen hohe Eintrittsbarrieren dar, da umfangreiche Investitionen, langjährige Prozessentwicklung und spezifisches Know-how erforderlich sind. Zweitens weist H&R in regulierten Endmärkten wie Medizin, Pharma, Kosmetik und Lebensmittelkontaktmaterialien eine breite Zulassungs- und Zertifizierungsbasis auf. Die Erlangung dieser Zulassungen ist zeit- und kostenintensiv; bestehende Lieferantenbeziehungen werden daher selten kurzfristig gewechselt. Drittens bilden anwendungsspezifische Rezepturen, die in enger Kooperation mit Kunden entwickelt werden, einen wissensbasierten Wettbewerbsvorteil. Die Kombination aus Formulierungs-Know-how, analytischer Kompetenz und Compliance-Wissen schafft eine hohe Wechselhürde. Viertens sind die langjährigen Kundenbeziehungen in der Reifen-, Gummi- und Automobilindustrie strategisch bedeutsam, da hier Plattformfreigaben und Serienlaufzeiten über viele Jahre bestehen. Diese Merkmale begrenzen den Preisdruck zwar nicht vollständig, tragen aber zu einer vergleichsweise stabilen Nachfragebasis bei.

Wettbewerbsumfeld

H&R konkurriert in einem fragmentierten Spezialchemie- und Spezialölmarkt mit internationalen und regionalen Anbietern. Im Bereich Spezialöle und Paraffine treten unter anderem Tochtergesellschaften großer Ölkonzerne, spezialisierte Paraffinhersteller und diversifizierte Chemiekonzerne als Wettbewerber auf, die teilweise stärker vertikal integriert sind. In der Reifen- und Gummiindustrie konkurriert H&R mit Anbietern von Prozessölen und Weichmachern, die häufig über eigene Raffineriekapazitäten verfügen. Im Kunststoffbereich misst sich das Unternehmen mit globalen Compoundeuren, Materialentwicklern und Kunststoffdistributeuren, die breitere Portfolios oder stärkere F&E-Ressourcen besitzen. Der Wettbewerb ist geprägt von hoher Kundenspezifik, strengen Qualitätsanforderungen und zunehmendem Druck zu nachhaltigen und regulierungskonformen Lösungen. Differenzierung erfolgt primär über Produktspezifikation, Zuverlässigkeit, technische Unterstützung und regulatorische Expertise, weniger über den reinen Rohstoffpreis.

Management, Governance und Strategieumsetzung

Die H&R KGaA wird aufgrund ihrer Rechtsform durch eine persönlich haftende Gesellschafterin geführt, während die Kommanditaktionäre als Kapitalgeber fungieren und über ein Aufsichtsgremium auf die Unternehmensführung Einfluss nehmen. Das Managementteam besteht aus erfahrenen Führungskräften mit Industrie- und Chemieerfahrung, die die operative Steuerung der Raffinerien und Kunststoffaktivitäten verantworten. Governance-strukturell ist die Trennung von Eigentums- und Leitungsfunktionen typisch für deutsche KGaA-Strukturen und kann zu einer stärkeren Kontinuität in der Unternehmensführung führen. Strategisch fokussiert sich das Management auf die Steigerung des Anteils margenstarker Spezialprodukte, die weitere Optimierung der Produktionsprozesse, die Diversifikation der Kundenbranchen sowie auf Investitionen in Nachhaltigkeit und Emissionsreduktion. Zudem spielt die Bilanzqualität und die Steuerung der Kapitalintensität eine wesentliche Rolle, da Raffinerien und Kunststoffwerke hohe Instandhaltungs- und Modernisierungsinvestitionen erfordern.

Branchen- und Regionenprofil

H&R agiert überwiegend in der Spezialchemie- und Spezialraffineriebranche, die zyklische und strukturelle Elemente kombiniert. Die Nachfrage nach Spezialölen, Paraffinen und Compounds hängt mittelbar von der Entwicklung der Automobil-, Reifen-, Gummi-, Verpackungs-, Konsumgüter- und Elektronikindustrie ab. In konjunkturellen Schwächephasen können Investitions- und Produktionsrückgänge die Abrufe der Kunden dämpfen, während langfristige Trends wie Elektromobilität, Leichtbau, Medizintechnik und alternde Bevölkerung strukturellen Bedarf für spezialisierte Materialien erzeugen. Geografisch ist H&R mit Produktionsstandorten in Deutschland und weiteren Ländern präsent und beliefert Kunden in Europa und darüber hinaus. Europa stellt einen bedeutenden Markt dar, wobei regulatorische Vorgaben wie REACH, Umweltauflagen und Produktsicherheitsnormen die Markteintrittsbarrieren erhöhen, aber auch Kosten- und Anpassungsdruck verursachen. Internationale Aktivitäten dienen der Diversifikation von Nachfrage, Währungsrisiken und Regulierungsregimen, erhöhen aber die Komplexität in Logistik, Compliance und Energieversorgung.

Besonderheiten des Geschäftsmodells

Eine zentrale Besonderheit von H&R liegt in der Fokussierung auf Zwischenprodukte mit hoher Spezifikationstiefe, die in nachgelagerte Wertschöpfungsketten einfließen, ohne beim Endkunden sichtbar zu sein. Dies führt zu einer gewissen Stabilität der Nachfrage, da viele Anwendungen funktional alternativlos oder nur mit hohem Qualifizierungsaufwand substituierbar sind. Gleichzeitig ist das Geschäftsmodell rohstoffintensiv: Die Beschaffung geeigneter Vorprodukte und die Steuerung von Preis- und Verfügbarkeitsrisiken sind für die Profitabilität entscheidend. Hinzu kommen hohe Energieintensität der Raffinerieprozesse und zunehmende Anforderungen an Emissionsreduktionen, Energieeffizienz und Kreislaufwirtschaft. Im Kunststoffsegment spielt die Fähigkeit, regulatorische Entwicklungen zu antizipieren – etwa in Bezug auf Recyclingquoten, CO2-Fußabdruck, Emissionen und Schadstoffgrenzen – eine zentrale Rolle. Die Kombination beider Welten, Spezialraffinerie und Kunststoffcompoundierung, ermöglicht H&R, integrierte Materiallösungen anzubieten, erfordert aber eine anspruchsvolle Steuerung der gesamten Wertschöpfungskette.

Chancen aus Investorensicht

Für konservative Anleger ergeben sich potenzielle Chancen aus mehreren strukturellen Faktoren. Erstens adressiert H&R mit Spezialölen, Paraffinen und Compounds Nischenmärkte, die durch hohe technische und regulatorische Hürden geschützt sind. Dies begünstigt längerfristige Kundenbindungen und erhöht die Planbarkeit der Absatzströme. Zweitens kann das Unternehmen von Trends wie Leichtbau im Automobilbau, höheren Qualitätsstandards in Medizin- und Konsumgütermärkten sowie der wachsenden Bedeutung anwendungsoptimierter Schmierstoffe und Isolieröle profitieren. Drittens eröffnen regulatorische Verschärfungen bei Umwelt- und Gesundheitsauflagen Chancen für Anbieter, die bereits über konforme und zertifizierte Produkte verfügen. Viertens kann eine schrittweise Dekarbonisierung der Produktionsprozesse, etwa durch Effizienzsteigerungen, alternative Energieträger oder verbesserte Prozessführung, mittelfristig Wettbewerbsvorteile schaffen, sofern diese Maßnahmen konsequent umgesetzt werden. Darüber hinaus bietet die Positionierung als mittelständischer Spezialist Raum für Kooperationen mit größeren Industriepartnern, was Technologiezugang und Marktreichweite erweitern könnte.

Risiken aus Investorensicht

Demgegenüber stehen signifikante Risiken, die konservative Investoren sorgfältig abwägen sollten. Die Abhängigkeit von volatilen Rohstoff- und Energiepreisen kann Margen unter Druck setzen, insbesondere wenn sich Preisbewegungen nur zeitversetzt oder unvollständig an Kunden weitergeben lassen. Zudem ist H&R von der Auslastung seiner raffineriebasierten Anlagen abhängig; Nachfrageschwankungen oder strukturelle Verschiebungen – etwa ein Rückgang bestimmter Mineralölnebenströme oder Veränderungen in der Automobil- und Reifenindustrie – können die Kapazitätsauslastung beeinträchtigen. Regulatorische Risiken umfassen strengere Umweltauflagen, Emissionsgrenzwerte, Chemikalienverbote und Berichtspflichten, die zusätzliche Investitionen erfordern oder bestimmte Produkte unter Druck setzen können. Wettbewerb durch größere, besser kapitalisierte Konkurrenten mit eigener Rohstoffbasis kann ebenfalls die Preissetzungsmacht von H&R begrenzen. Schließlich bergen die Komplexität der KGaA-Struktur, mögliche Interessenkonflikte zwischen leitender Gesellschafterin und Kommanditaktionären, sowie die zyklische Natur zentraler Endmärkte Governance- und Marktrisiken, die sich in erhöhter Ergebnisvolatilität niederschlagen können. Eine Anlage in die H&R KGaA bleibt somit von mehreren, teils strukturellen Unsicherheiten geprägt, die bei jeder investitionsbezogenen Einzelfallentscheidung berücksichtigt werden müssen.

Kursdaten

Geld/Brief 4,44 € / 4,57 €
Spread +2,93%
Schluss Vortag 4,47 €
Gehandelte Stücke 75
Tagesvolumen Vortag 4.430 €
Tagestief 4,58 €
Tageshoch 4,58 €
52W-Tief 3,41 €
52W-Hoch 5,04 €
Jahrestief 4,25 €
Jahreshoch 4,60 €

News

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Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 1.338 €
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. 32,19 €
Jahresüberschuss in Mio. 12,88 €
Umsatz je Aktie 35,95 €
Gewinn je Aktie 0,29 €
Gewinnrendite +3,02%
Umsatzrendite +0,79%
Return on Investment +1,27%
Marktkapitalisierung in Mio. 126,18 €
KGV (Kurs/Gewinn) 11,69
KBV (Kurs/Buchwert) 0,30
KUV (Kurs/Umsatz) 0,090
Eigenkapitalrendite +2,49%
Eigenkapitalquote +42,06%

Derivate

Hebelprodukte (2)
Faktor-Zertifikate 2

Dividenden Historie

Datum Dividende
24.05.2023 0,10 €
25.05.2018 0,12 €
01.06.2012 0,60 €
01.06.2011 0,65 €
28.05.2010 0,45 €
29.05.2009 0,40 €
25.06.2008 0,80 €
20.07.2007 0,70 €
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Termine

31.03.2026 Veröffentlichung Jahresfinanzbericht
15.05.2026 Veröffentlichung Quartalsmitteilung (Stichtag Q1)
27.05.2026 Hauptversammlung
14.08.2026 Veröffentlichung Halbjahresfinanzbericht
Quelle: EQS

Prognose & Kursziel

Keine aktuellen Prognosen oder Kursziele bekannt.

Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Düsseldorf 4,43 € +1,14%
4,38 € 12:31
Frankfurt 4,35 € +0,23%
4,34 € 08:04
Hamburg 4,34 € -0,69%
4,37 € 19.01.26
Hannover 4,34 € -0,69%
4,37 € 19.01.26
München 4,42 € 0 %
4,42 € 08:00
Stuttgart 4,44 € +0,68%
4,41 € 15:01
Xetra 4,58 € +2,46%
4,47 € 12:48
L&S RT 4,505 € +0,22%
4,495 € 15:19
Tradegate 4,55 € +1,11%
4,50 € 15:06
Quotrix 4,50 € +1,12%
4,45 € 07:27
Gettex 4,45 € 0 %
4,45 € 15:13
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
19.01.26 4,47 4.430
16.01.26 4,46 9
15.01.26 4,48 65 T
14.01.26 4,31 21.821
13.01.26 4,27 8.134
12.01.26 4,27 2.019
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 4,27 € +4,68%
1 Monat 4,47 € 0,00%
6 Monate 4,98 € -10,24%
1 Jahr 3,75 € +19,20%
5 Jahre 5,91 € -24,37%

Unternehmensprofil H&R KgaA

Die H&R KGaA ist ein spezialisierter Hersteller von chemisch veredelten Mineralöl- und Kunststoffprodukten mit Fokus auf hochraffinierte Spezialitäten. Im Zentrum des Geschäftsmodells steht die Verarbeitung von Rohöl- und Nebenfraktionen zu hochreinen Paraffinen, Weißölen, Spezialölen, Weichmachern und Kunststoffen für industrielle Nischenmärkte. Das Unternehmen adressiert vor allem anspruchsvolle Anwendungen in der Automobilindustrie, in der medizintechnischen und pharmazeutischen Lieferkette, in der Konsumgüter- und Elektroindustrie sowie in der Bau- und Verpackungsindustrie. Anders als integrierte Ölkonzerne fokussiert H&R auf margenstärkere Spezialprodukte mit hohen Qualitätsanforderungen, regulatorischen Hürden und langlaufenden Kundenbeziehungen. Die Gesellschaft ist als Kommanditgesellschaft auf Aktien strukturiert und fungiert als Holding über mehrere operative Tochtergesellschaften im In- und Ausland.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von H&R zielt auf die Bereitstellung hochqualitativer Spezialchemikalien und Kunststoffe bei gleichzeitig effizientem Ressourcen- und Umwelteinsatz. Das Unternehmen strebt an, als technologisch führender Anbieter von Spezialölen, Paraffinen und Compounds wahrgenommen zu werden, der regulatorische Anforderungen proaktiv antizipiert und Kunden bei der Einhaltung strenger Normen unterstützt. Strategisch setzt H&R auf Portfoliofokussierung, kontinuierliche Prozessoptimierung in den Raffinerien, eine Ausweitung des Anteils höherwertiger Nischenprodukte und die schrittweise Dekarbonisierung wesentlicher Wertschöpfungsstufen. Forschung und Entwicklung, enge Kundenintegration in Form von Anwendungsberatung sowie kontinuierliche Anpassung an strengere Umwelt- und Produktsicherheitsstandards sind zentrale Pfeiler der Unternehmensausrichtung.

Produkte und Dienstleistungen

H&R produziert ein breites Spektrum an Spezialchemikalien und Kunststoffen, die überwiegend nach Kundenanforderung formuliert werden. Zu den Kernprodukten im Bereich Spezialraffinerie zählen unter anderem hochraffinierte Paraffine und Mikroparaffine, medizinische Weißöle, technische Weißöle, Prozessöle für Gummi- und Reifenanwendungen, Transformatorenöle, Basisöle für Schmierstoffe, Weichmacheröle für Kunststoffe, sowie Spezialöle für Kosmetik- und Körperpflegeprodukte. Im Segment Kunststoffe steht die Entwicklung und Fertigung von thermoplastischen Compounds und Blends im Vordergrund, etwa auf Basis von Polypropylen, Polyethylen oder technischen Kunststoffen. Diese werden beispielsweise in der Automobilindustrie für Interieur- und Exterieurkomponenten, in der Elektro- und Elektronikindustrie für Gehäuse, Kabelsysteme und technische Bauteile sowie in der Verpackungsindustrie eingesetzt. Ergänzend bietet H&R technische Beratung, Rezepturentwicklung, anwendungsspezifische Laboranalytik und Unterstützung bei Zulassungs- und Zertifizierungsprozessen an, insbesondere im regulierten Medizin-, Pharma- und Kosmetikbereich.

Geschäftssegmente und Business Units

Die Aktivitäten von H&R gliedern sich im Wesentlichen in drei Geschäftsbereiche. Der Bereich Spezialprodukte auf Mineralölbasis umfasst die Raffineriestandorte, an denen aus Vakuumdestillaten und anderen Fraktionen maßgeschneiderte Spezialöle, Paraffine und verwandte Produkte hergestellt werden. Hier liegen die Schwerpunkte auf hochraffinierten Weißölen, Paraffinen, Prozessölen für Reifen- und Gummiindustrie, Transformatorenölen sowie Industrieölen. Der Bereich Kunststoffe beinhaltet die Entwicklung und Produktion von Kunststoffcompounds und -mischungen, oft in enger Kooperation mit OEMs und Zulieferern, mit Fokus auf Funktionsbauteile, Designoberflächen und gewichtsoptimierte Komponenten. Ein weiterer Bereich besteht aus sonstigen Aktivitäten wie Logistikdienstleistungen im Umfeld der Raffinerien, Dienstleistungen im Labor- und Analysebereich sowie Beteiligungs- und Holdingfunktionen. Diese Struktur erlaubt eine getrennte Steuerung kapitalintensiver Raffinerieaktivitäten und innovationsgetriebener Compoundierung, während Synergien in Einkauf, Forschung, Vertrieb und Regulierung genutzt werden.

Unternehmensgeschichte

Die Ursprünge von H&R reichen bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts zurück, als erste Raffinerie- und Handelsaktivitäten im Bereich von Paraffinen und Spezialölen aufgebaut wurden. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich das Unternehmen von einem regional fokussierten Mineralölverarbeiter zu einem international tätigen Spezialitätenanbieter. Durch gezielte Investitionen in Raffinerietechnik, Entparaffinierungs- und Hydrierverfahren sowie in Labor- und Qualitätsinfrastruktur gelang es, zunehmend hochreine, spezifikationskritische Produkte für regulierte Branchen zu produzieren. Im Zuge der strategischen Fokussierung wurden nicht zum Kerngeschäft passende Aktivitäten schrittweise reduziert, während das Geschäft mit Spezialölen, Paraffinen und Kunststoffen durch organisches Wachstum und Akquisitionen ausgebaut wurde. Die Einführung der Rechtsform einer Kommanditgesellschaft auf Aktien diente dazu, unternehmerische Führung mit Kapitalmarktzugang zu kombinieren. Heute ist H&R an der Börse notiert und agiert als spezialisierte, mittelständische Industrieholding mit internationaler Präsenz.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

H&R verfügt über mehrere potenzielle Moats, die aus Sicht konservativer Investoren relevant sind. Erstens besitzt das Unternehmen langjährig optimierte Spezialraffinerien, deren Prozesse auf die Herstellung hochspezialisierter Nischenprodukte ausgerichtet sind. Diese Anlagen unterscheiden sich strukturell von Standardraffinerien und stellen hohe Eintrittsbarrieren dar, da umfangreiche Investitionen, langjährige Prozessentwicklung und spezifisches Know-how erforderlich sind. Zweitens weist H&R in regulierten Endmärkten wie Medizin, Pharma, Kosmetik und Lebensmittelkontaktmaterialien eine breite Zulassungs- und Zertifizierungsbasis auf. Die Erlangung dieser Zulassungen ist zeit- und kostenintensiv; bestehende Lieferantenbeziehungen werden daher selten kurzfristig gewechselt. Drittens bilden anwendungsspezifische Rezepturen, die in enger Kooperation mit Kunden entwickelt werden, einen wissensbasierten Wettbewerbsvorteil. Die Kombination aus Formulierungs-Know-how, analytischer Kompetenz und Compliance-Wissen schafft eine hohe Wechselhürde. Viertens sind die langjährigen Kundenbeziehungen in der Reifen-, Gummi- und Automobilindustrie strategisch bedeutsam, da hier Plattformfreigaben und Serienlaufzeiten über viele Jahre bestehen. Diese Merkmale begrenzen den Preisdruck zwar nicht vollständig, tragen aber zu einer vergleichsweise stabilen Nachfragebasis bei.

Wettbewerbsumfeld

H&R konkurriert in einem fragmentierten Spezialchemie- und Spezialölmarkt mit internationalen und regionalen Anbietern. Im Bereich Spezialöle und Paraffine treten unter anderem Tochtergesellschaften großer Ölkonzerne, spezialisierte Paraffinhersteller und diversifizierte Chemiekonzerne als Wettbewerber auf, die teilweise stärker vertikal integriert sind. In der Reifen- und Gummiindustrie konkurriert H&R mit Anbietern von Prozessölen und Weichmachern, die häufig über eigene Raffineriekapazitäten verfügen. Im Kunststoffbereich misst sich das Unternehmen mit globalen Compoundeuren, Materialentwicklern und Kunststoffdistributeuren, die breitere Portfolios oder stärkere F&E-Ressourcen besitzen. Der Wettbewerb ist geprägt von hoher Kundenspezifik, strengen Qualitätsanforderungen und zunehmendem Druck zu nachhaltigen und regulierungskonformen Lösungen. Differenzierung erfolgt primär über Produktspezifikation, Zuverlässigkeit, technische Unterstützung und regulatorische Expertise, weniger über den reinen Rohstoffpreis.

Management, Governance und Strategieumsetzung

Die H&R KGaA wird aufgrund ihrer Rechtsform durch eine persönlich haftende Gesellschafterin geführt, während die Kommanditaktionäre als Kapitalgeber fungieren und über ein Aufsichtsgremium auf die Unternehmensführung Einfluss nehmen. Das Managementteam besteht aus erfahrenen Führungskräften mit Industrie- und Chemieerfahrung, die die operative Steuerung der Raffinerien und Kunststoffaktivitäten verantworten. Governance-strukturell ist die Trennung von Eigentums- und Leitungsfunktionen typisch für deutsche KGaA-Strukturen und kann zu einer stärkeren Kontinuität in der Unternehmensführung führen. Strategisch fokussiert sich das Management auf die Steigerung des Anteils margenstarker Spezialprodukte, die weitere Optimierung der Produktionsprozesse, die Diversifikation der Kundenbranchen sowie auf Investitionen in Nachhaltigkeit und Emissionsreduktion. Zudem spielt die Bilanzqualität und die Steuerung der Kapitalintensität eine wesentliche Rolle, da Raffinerien und Kunststoffwerke hohe Instandhaltungs- und Modernisierungsinvestitionen erfordern.

Branchen- und Regionenprofil

H&R agiert überwiegend in der Spezialchemie- und Spezialraffineriebranche, die zyklische und strukturelle Elemente kombiniert. Die Nachfrage nach Spezialölen, Paraffinen und Compounds hängt mittelbar von der Entwicklung der Automobil-, Reifen-, Gummi-, Verpackungs-, Konsumgüter- und Elektronikindustrie ab. In konjunkturellen Schwächephasen können Investitions- und Produktionsrückgänge die Abrufe der Kunden dämpfen, während langfristige Trends wie Elektromobilität, Leichtbau, Medizintechnik und alternde Bevölkerung strukturellen Bedarf für spezialisierte Materialien erzeugen. Geografisch ist H&R mit Produktionsstandorten in Deutschland und weiteren Ländern präsent und beliefert Kunden in Europa und darüber hinaus. Europa stellt einen bedeutenden Markt dar, wobei regulatorische Vorgaben wie REACH, Umweltauflagen und Produktsicherheitsnormen die Markteintrittsbarrieren erhöhen, aber auch Kosten- und Anpassungsdruck verursachen. Internationale Aktivitäten dienen der Diversifikation von Nachfrage, Währungsrisiken und Regulierungsregimen, erhöhen aber die Komplexität in Logistik, Compliance und Energieversorgung.

Besonderheiten des Geschäftsmodells

Eine zentrale Besonderheit von H&R liegt in der Fokussierung auf Zwischenprodukte mit hoher Spezifikationstiefe, die in nachgelagerte Wertschöpfungsketten einfließen, ohne beim Endkunden sichtbar zu sein. Dies führt zu einer gewissen Stabilität der Nachfrage, da viele Anwendungen funktional alternativlos oder nur mit hohem Qualifizierungsaufwand substituierbar sind. Gleichzeitig ist das Geschäftsmodell rohstoffintensiv: Die Beschaffung geeigneter Vorprodukte und die Steuerung von Preis- und Verfügbarkeitsrisiken sind für die Profitabilität entscheidend. Hinzu kommen hohe Energieintensität der Raffinerieprozesse und zunehmende Anforderungen an Emissionsreduktionen, Energieeffizienz und Kreislaufwirtschaft. Im Kunststoffsegment spielt die Fähigkeit, regulatorische Entwicklungen zu antizipieren – etwa in Bezug auf Recyclingquoten, CO2-Fußabdruck, Emissionen und Schadstoffgrenzen – eine zentrale Rolle. Die Kombination beider Welten, Spezialraffinerie und Kunststoffcompoundierung, ermöglicht H&R, integrierte Materiallösungen anzubieten, erfordert aber eine anspruchsvolle Steuerung der gesamten Wertschöpfungskette.

Chancen aus Investorensicht

Für konservative Anleger ergeben sich potenzielle Chancen aus mehreren strukturellen Faktoren. Erstens adressiert H&R mit Spezialölen, Paraffinen und Compounds Nischenmärkte, die durch hohe technische und regulatorische Hürden geschützt sind. Dies begünstigt längerfristige Kundenbindungen und erhöht die Planbarkeit der Absatzströme. Zweitens kann das Unternehmen von Trends wie Leichtbau im Automobilbau, höheren Qualitätsstandards in Medizin- und Konsumgütermärkten sowie der wachsenden Bedeutung anwendungsoptimierter Schmierstoffe und Isolieröle profitieren. Drittens eröffnen regulatorische Verschärfungen bei Umwelt- und Gesundheitsauflagen Chancen für Anbieter, die bereits über konforme und zertifizierte Produkte verfügen. Viertens kann eine schrittweise Dekarbonisierung der Produktionsprozesse, etwa durch Effizienzsteigerungen, alternative Energieträger oder verbesserte Prozessführung, mittelfristig Wettbewerbsvorteile schaffen, sofern diese Maßnahmen konsequent umgesetzt werden. Darüber hinaus bietet die Positionierung als mittelständischer Spezialist Raum für Kooperationen mit größeren Industriepartnern, was Technologiezugang und Marktreichweite erweitern könnte.

Risiken aus Investorensicht

Demgegenüber stehen signifikante Risiken, die konservative Investoren sorgfältig abwägen sollten. Die Abhängigkeit von volatilen Rohstoff- und Energiepreisen kann Margen unter Druck setzen, insbesondere wenn sich Preisbewegungen nur zeitversetzt oder unvollständig an Kunden weitergeben lassen. Zudem ist H&R von der Auslastung seiner raffineriebasierten Anlagen abhängig; Nachfrageschwankungen oder strukturelle Verschiebungen – etwa ein Rückgang bestimmter Mineralölnebenströme oder Veränderungen in der Automobil- und Reifenindustrie – können die Kapazitätsauslastung beeinträchtigen. Regulatorische Risiken umfassen strengere Umweltauflagen, Emissionsgrenzwerte, Chemikalienverbote und Berichtspflichten, die zusätzliche Investitionen erfordern oder bestimmte Produkte unter Druck setzen können. Wettbewerb durch größere, besser kapitalisierte Konkurrenten mit eigener Rohstoffbasis kann ebenfalls die Preissetzungsmacht von H&R begrenzen. Schließlich bergen die Komplexität der KGaA-Struktur, mögliche Interessenkonflikte zwischen leitender Gesellschafterin und Kommanditaktionären, sowie die zyklische Natur zentraler Endmärkte Governance- und Marktrisiken, die sich in erhöhter Ergebnisvolatilität niederschlagen können. Eine Anlage in die H&R KGaA bleibt somit von mehreren, teils strukturellen Unsicherheiten geprägt, die bei jeder investitionsbezogenen Einzelfallentscheidung berücksichtigt werden müssen.
Hinweis

Stammdaten

Marktkapitalisierung 164,14 Mio. €
Aktienanzahl 37,22 Mio.
Streubesitz 20,18%
Währung EUR
Land Deutschland
Sektor Grundstoffe
Branche Chemikalien
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+79,82% Weitere
+20,18% Streubesitz

Community-Beiträge zu H&R KgaA

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templer
Interview mit dem neuen CEO von Wasag
H&R Wasag: „ GoldeneR Schnitt“ steigert überproportional den Gewinn Nachdem das Ergebnissteigerungsprojekt 18 einen signifikanten Ergebniseffekt von 22 Mio. Gewinnzuwachs gebracht hat, wurde von H&R Wasag rechtzeitig das Projekt 40 in Gang gesetzt, das nahtlos an das Projekt P18 anschlossen hat. Beginnend 2009 wurde noch vom ausscheidenden Management das Projekt P40+, genannt der „golden cut“ (Goldener Schnitt) ins Leben gerufen, der nicht nur strategische Schwächen der Raffinerieproduktion beseitigen soll, sondern auch das Vorsteuerergebnis nochmals um weitere 40 Mio. Euro steigern soll. Wallstreet Online sprach als erstes deutsches Online-Magazin mit dem neuen CEO Gert Wendroth. Herr Wendroth, werden Sie durch das unplanmäßig frühe Ausscheiden von Herrn Dr. Hollstein „ins kalte Wasser geschmissen“? Wendroth: Ein solcher Wechsel ist immer ein Neuanfang und selbstverständlich benötige ich eine gewisse Einarbeitungszeit. Allerdings habe ich vorher fast 20 Jahre in der Mineralölindustrie gearbeitet, davon viele Jahre im Schmierstoff- und Spezialitätengeschäft, was die Einarbeitung deutlich erleichtert. In welchem Zustand finden Sie die Gesellschaft zum heutigen Zeitpunkt vor? Wendroth: Die Gesellschaft ist strategisch hervorragend positioniert, weitere Projekte zur Verbesserung der Raffinerieauslastung sind aufgesetzt und international sind noch enorme Wachstumspotentiale vorhanden, da es auf Weltkugel für H&R Wasag noch eine Reihe weißer Flecken gibt. Darüber hinaus ist die gesamte Mannschaft und Management hoch motiviert. Können Sie die Gewinnsteigerungsprogramme die in der oben beschriebenen Form von Ihrem Vorgänger konzipiert worden sind in vollem Umfang übernehmen, oder wird es Modifikationen geben? Wendroth: Nach dem vorläufigen Eindruck der ersten Tage zielen die Projekte alle in die richtige Richtung und insofern besteht im Moment keine Notwendigkeit, an der Implementierung etwas zu ändern. Geringere Modifikationen ergeben sich sicher automatisch im Projektverlauf. Umschreiben Sie bitte noch einmal die wesentlichen Effekte des neuen Projektes „golden cut“ (Goldener Schnitt), das vor zwei Wochen angekündigt wurde. Wendroth: Das Projekt „golden cut“ verfolgt im wesentlich zwei Ziele, zum einen die Abhängigkeit im Bezug der Rohstoffe zur Produktion von kennzeichnungsfreien Weichmachern weiter zu reduzieren und zum anderen, die Veredelungstiefe unserer Produkte noch weiter zu erhöhen, d.h. insbesondere in Hamburg die bisher anfallenden Nebenprodukte zusätzlich in wertvolle Produkte umzuwandeln. Sie sprechen von einem zusätzlichen Investitionsvolumen von 80 Mio. Euro und einer Amortisationszeit in zwei bis drei Jahren. Was würden diese Investitionen kosten, wenn Sie sie auf der grünen Wiese errichten müssten? Wendroth: Die Frage ist so nicht zu beantworten. Es handelt sich um die optimale Abstimmung der existierenden Kapazitäten aufeinander und die Optimierung des Ausstoßes und der Veredelungstiefe. Eine Neuinvestition käme nicht in Betracht. Welche Kapazität planen Sie bei den kennzeichnungsfreien Weichmachern, die 2010 in Asien bei den Reifenproduzenten serienmäßig eingesetzt werden müssen? Wendroth: Für Europa wird Projekt 40 die notwendigen Kapazitäten bereitstellen, in Asien suchen wir aktiv nach Kooperationspartnern. Hier kommen sowohl Kooperationen über Lizenzvereinbarung in Betracht als auch Joint Ventures. Gibt es vergleichbare Produkte, wo Sie ebenfalls eine so dominante Marktstellung haben wie bei den kennzeichnungsfreien Weichmachern? Wendroth: Die H&R Wasag konzentriert sich auf Nischenprodukte mit dem Ziel, in allen Produktgruppen eine signifikante Marktposition einzunehmen. Dies ist wie bei den kennzeichnungsfreien Weichmachern auch bei Paraffinen und Weißölen, die zu einem großen Teil in der pharmazeutischen und Kosmetikindustrie Verwendung finden, der Fall. In 2008 können Sie durch die eingeleiteten internen Maßnahmen ein Ergebnis von über 70 Mio. Euro vor Steuern erzielen, ohne die Auswirkungen vom Ölpreis zu berücksichtigen. Bis zu welchem Niveau darf das Barrel tatsächlich steigen, damit diese Gewinnprognose nicht nachhaltig in Gefahr gerät? Wendroth: Das absolute Niveau ist nicht so wichtig, sondern die Frage, inwieweit es uns gelingt, eventuelle Preissteigerungen bei den Rohstoffen auch im Produktenmarkt durchzusetzen. Je nach Wettbewerbssituation in den einzelnen Märkten kann diese mehr oder weniger schwierig und zeitaufwendig sein. Wie lange gedenken Sie den Präzisionsspritzguss noch zu behalten, zu dem es keine Synergieeffekte zu den chemisch-pharmazeutischen Rohstoffen gibt? Wendroth: Nach der ersten Woche im Unternehmen ist es noch früh, sich hierzu zu äußern. Wir werden die Situation ausführlich analysieren und strategische Optionen erarbeiten. Im Moment steht die Verbesserung der Profitabilität dieses Geschäftsbereiches im Vordergrund. Es gibt für nächstes Jahr Analystenschätzungen zwischen 2,20 und 2,53 Euro EPS. Können Sie diese Aussagen schon kommentieren, oder ist es dazu noch früh? Wendroth: Wir sind noch mitten im Planungsprozess. Allerdings konzentrieren wir uns auf das Ergebnis, das wir direkt beeinflussen können. Auswirkungen auf das Ergebnis durch die Volatilität der Ölmärkte sind jedem H&R Wasag-Kenner bekannt. Was ist Ihr persönliches Ziel bei HuR Wasag für die nächsten zwei Jahre? Wendroth: Die Hauptaufgabe wird darin liegen, auch für die kommenden Jahre weitere Wachstumspotentiale zu erschließen. Im Inland sind die Projekte wie schon erwähnt aufgesetzt, so dass der Fokus im Wesentlichen auf die Auslandsmärkte gerichtet sein wird. Quelle: newsflash Autor: Newsflash
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FredoTorpedo
Stützungskäufe der Gross-Aktionäre
(siehe unter "news, Adhocs und Analysen" die letzten Tage) scheinen wenig Wirkung zu zeigen, bzw. habe lediglich ein Abbremsen aber keine Umkehr der Kursentwicklung bewirkt. Andererseits muß man das sicher positiv sehen, dass dem Kursrutsch überhaupt entgegegen gewirkt wird - zeigt zumindest, dass da ewtas Verantwortungsgefühl zu sein scheint. Das wird mir einen Wiedereinstieg erleichtern. Gruß FredoTorpedo
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FredoTorpedo
bin heute vormittag ausgestiegen bei 29,33€ -
habe den Eindruck, dass nach dem angekündigten Abgabg des VV und dem damit verbundenen Strategiewechsel jetzt einige der grösseren Anleger sich aus WASAG verabschieden. D.h. der Kurs könnte noch einige Zeit weiter nach unten zuckeln. Dazu kommt das zZ mieses Börsenumfeld und der steigende Öäpreis. Kosnequenter Weise hätte ich ja sofort nach der Mitteilung des VV-Wechsels rausgehen müssen aber so ist das mal mit den Papieren, die einem ans Herz gewachsen sind - da zögert man trotz besserer innerer Überzeugung und legt Geld dabei zu. Mal sehen, wie es sich die nächste Monate weiterentwickelt um WASAG - vielleicht tue ich dem kommenden VV ja auch Unrecht und macht seinen Job ähnlich gut wie sein Vorgänger - dann werdet ihr mich wieder hier finden. Gleiches gilt, falls der Kurs jetzt überzogen nach unten durchsacken sollte. Gruß an die noch verbliebenen. FredoTorpedo
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Dr.Sorius
wasag
ist ein furz im weltall der verfliegt!
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Häufig gestellte Fragen zur H&R Aktie und zum H&R Kurs

Der aktuelle Kurs der H&R Aktie liegt bei 4,58 €.

Für 1.000€ kann man sich 218,34 H&R Aktien kaufen.

Die 1 Jahres-Performance der H&R Aktie beträgt aktuell 19,20%.

Der Aktienkurs der H&R Aktie liegt aktuell bei 4,58 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von 0,00% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von H&R eine Wertentwicklung von -9,15% aus und über 6 Monate sind es -10,24%.

Das 52-Wochen-Hoch der H&R Aktie liegt bei 5,04 €.

Das 52-Wochen-Tief der H&R Aktie liegt bei 3,41 €.

Das Allzeithoch von H&R liegt bei 41,37 €.

Das Allzeittief von H&R liegt bei 1,44 €.

Die Volatilität der H&R Aktie liegt derzeit bei 39,96%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von H&R in letzter Zeit schwankte.

Die Marktkapitalisierung beträgt 164,14 Mio. €

Insgesamt sind 37,2 Mio H&R Aktien im Umlauf.

Am 17.12.1997 gab es einen Split im Verhältnis 1:10.

Am 17.12.1997 gab es einen Split im Verhältnis 1:10.

H&R hat seinen Hauptsitz in Deutschland.

H&R gehört zum Sektor Chemikalien.

Das KGV der H&R Aktie beträgt 11,69.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von H&R betrug 1.338.240.000 €.

Die nächsten Termine von H&R sind:
  • 31.03.2026 - Veröffentlichung Jahresfinanzbericht
  • 15.05.2026 - Veröffentlichung Quartalsmitteilung (Stichtag Q1)
  • 27.05.2026 - Hauptversammlung
  • 14.08.2026 - Veröffentlichung Halbjahresfinanzbericht
  • 13.11.2026 - Veröffentlichung Quartalsmitteilung (Stichtag Q3)

Ja, H&R zahlt Dividenden. Zuletzt wurde am 24.05.2023 eine Dividende in Höhe von 0,10 € gezahlt.

Zuletzt hat H&R am 24.05.2023 eine Dividende in Höhe von 0,10 € gezahlt.
Dies entspricht einer Dividendenrendite von 2,26%. Die Dividende wird jährlich gezahlt.

Die letzte Dividende von H&R wurde am 24.05.2023 in Höhe von 0,10 € je Aktie ausgeschüttet.
Das ergibt, basierend auf dem aktuellen Kurs, eine Dividendenrendite von 2,26%.

Die Dividende wird jährlich gezahlt.

Der letzte Zahltag der Dividende war am 24.05.2023. Es wurde eine Dividende in Höhe von 0,10 € gezahlt.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss man die Aktie am Ex-Tag (Ex-Date) im Depot haben.