- Pharmaverband fordert bessere Bedingungen in Deutschland.
- GSK schließt Standort in Dresden bis 2028.
- In Sachsen gingen bereits 4.250 Arbeitsplätze verloren.
- Energiekrise als Kurstreiber:
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Am Donnerstag hatte der Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) mitgeteilt, seinen Standort in Dresden bis zum Sommer 2028 schließen zu wollen. Grund sei die weltweit rückläufige Nachfrage sowie bestehende Überkapazitäten, hieß es. Betroffen sind demnach alle rund 650 Mitarbeitende in Dresden. Die Produktion von Grippeimpfstoffen soll künftig am kanadischen Standort Ste-Foy gebündelt werden. Die Gewerkschaft IGBCE hatte entschiedenen Widerstand angekündigt.
Gewerkschaft verlangt Alternativen
Laut IGBCE sind mit der geplanten Schließung inzwischen alleine in Sachsen 4.250 Arbeitsplätze in der Branche verloren gegangen. Die Gewerkschaft forderte das Unternehmen auf, die Schließungspläne auszusetzen, die Entscheidungsgrundlagen offenzulegen und mit Betriebsrat und Gewerkschaft ernsthaft über Alternativen zu verhandeln. Von Bund und Freistaat werde ein gemeinsamer Standortgipfel erwartet.
Generell sei die ostdeutsche Pharmabranche aber grundsätzlich gut aufgestellt. Dass Produktionslinien an einem Standort konzentriert würden, geschehe in jeder globalen Industrie, betonte Brakmann. So sei die Hauptstadtregion Berlin/Brandenburg einer der größten Life-Science-Cluster Europas mit globalen Pharmakonzernen und mittelständischen Pharmaunternehmen. In Sachsen-Anhalt gebe es mit Dessau, Brehna und Barleben gleich drei starke Pharmastandorte mit jeweils vierstelligen Beschäftigtenzahlen.
Verband vertritt 400 Unternehmen
Mecklenburg-Vorpommern ist den Angaben zufolge ein noch kleiner, aber wachsender Pharmastandort innerhalb der ostdeutschen Chemie- und Pharmaregion mit Schwerpunkt auf Rostock und Greifswald. Thüringen hat Pharmaproduktion unter anderem in Jena und Rudolstadt und in Sachsen gibt es neben der Region Dresden den Großraum Leipzig/Halle mit meist spezialisierten Pharmaherstellern.
Pharma Deutschland ist nach eigenen Angaben der mitgliederstärkste Branchenverband der Pharmaindustrie in Deutschland. Er vertritt die Interessen von rund 400 Mitgliedsunternehmen mit etwa 80.000 Beschäftigten./jan/DP/stw
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