STUTTGART (dpa-AFX) - Der Softwareanbieter GFT Technologies hat seinen Wachstumskurs dank des Booms von Künstlicher Intelligenz im zweiten Quartal fortgesetzt. Vorstandschef Marco Santos sieht die Gesellschaft damit auf Kurs zu ihren Jahreszielen - einem Umsatz von etwa 930 Millionen und einem bereinigten operativen Gewinn (bereinigtes Ebit) von 71 Millionen Euro. An der Börse konnte GFT mit den Neuigkeiten vom Donnerstagmorgen aber nicht überzeugen.
Für dich zusammengefasst:
GFT erzielte im Q2 einen Umsatz von 233 Millionen Euro.
Der bereinigte operative Gewinn stieg um zehn Prozent.
Die Aktie verlor zunächst sechs Prozent, erholte sich aber.
Die GFT-Aktie verlor zunächst rund sechs Prozent, erholte sich aber später wieder ein gutes Stück. Zuletzt lag das Papier mit gut 0,6 Prozent im Minus und gehörte damit zu den Verlierern im Kleinwerte-Index SDax. Allerdings hat die Aktie seit dem Jahreswechsel immer noch rund 23 Prozent gewonnen.
GFT-Chef Santos sieht sich von der Geschäftsentwicklung in seiner Strategie bestätigt, die Künstliche Intelligenz (KI) ins Zentrum stellt: "Die Nutzung unserer Wynxx Agentic AI Plattform nimmt weiter Fahrt auf, und unsere Kunden erzielen messbare Erfolge durch den Einsatz von KI in ihren wichtigsten Transformationsprogrammen."
Das Unternehmen aus Stuttgart unterstützt Banken, Versicherern und Industrieunternehmen beim Umbau von deren IT-Systemen hin zu KI-gestützten Abläufen.
Im zweiten Quartal habe sich die Wynxx-Plattform zu einem messbaren Umsatztreiber entwickelt. Inzwischen sei sie bei 113 Unternehmenskunden in zwölf Ländern im Einsatz. Der von ihr beeinflusste Umsatz habe im ersten Halbjahr bei 24,4 Millionen Euro gelegen. Unterdessen profitierte GFT weiterhin von der starken Nachfrage nach Modernisierung mit KI und Cloud-Technik.
Im zweiten Quartal stieg der Umsatz von GFT im Jahresvergleich um sechs Prozent auf 233 Millionen Euro. Der bereinigte operative Gewinn sprang um zehn Prozent auf 16,5 Millionen Euro nach oben. Der Überschuss legte sogar um ein Drittel auf 8,5 Millionen Euro zu.
Während GFT nach den ersten sechs Monaten mit einem Umsatz von knapp 463 Millionen Euro praktisch die Hälfte des Jahresziels erreicht hat, muss der bereinigte operative Gewinn im zweiten Halbjahr etwas stärker ausfallen. Nach den ersten sechs Monaten hat GFT vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten knapp 33 Millionen Euro verdient - 46 Prozent dessen, was sich Santos für das Gesamtjahr vorgenommen hat./stw/mne/mis
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