EasyJet gibt grünes Licht: US-Investor Castlelake greift für 7,3 Milliarden USD zu

Julian Schick Julian Schick
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Julian Schick schreibt seit 2020 über die Themen, die Anleger bewegen – mit einem besonderen Fokus auf Aktienanalysen, Dividendenstrategien und ETFs. Der ausgebildete Journalist absolvierte die Kölner Journalistenschule und sammelte Erfahrungen unter anderem beim Handelsblatt, der Financial Times Deutschland sowie Euronews und WDR5. Für Ariva bringt er fundiertes Marktwissen und einen klaren Blick für das Wesentliche mit.

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Die Tragfläche eines Flugzeugs bei Sonnenuntergang (Symbolbild).
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Die EasyJet-Aktie springt nach einer Einigung mit dem US-Investor Castlelake um 10 Prozent nach oben. Der Deal hat es in sich: 7,3 Milliarden US-Dollar, EU-Regulierungshürden und ein skeptischer Großaktionär.
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Die Papiere der britischen Billigfluggesellschaft easyJet haben am Montag im frühen Handel kräftig zugelegt, nachdem der Konzern am Wochenende einem revidierten Übernahmegebot des US-Investmenthauses Castlelake grundsätzlich zugestimmt hatte. Kurz vor Mittag notierten die Aktien an der Heimatbörse in London rund elf Prozent im Plus bei 6,18 Britischen Pfund.

Castlelake hatte ein Angebot von 6,90 Pfund je Aktie vorgelegt, was einem Aufschlag von knapp 24 Prozent auf den Schlusskurs vom vergangenen Freitag entspricht. Das Gesamtvolumen der Transaktion beläuft sich auf rund 5,5 Milliarden Pfund, umgerechnet etwa 7,3 Milliarden US-Dollar. EasyJet signalisierte am Sonntag erstmals Bereitschaft, dieses Angebot zu akzeptieren, nachdem vier frühere Offerten des US-Investors als "opportunistische Versuche" zurückgewiesen worden waren, die Airline unter Wert zu kaufen.

Die geplante Übernahme soll easyJet von der Börse nehmen und sieht neben einem Barangebot auch eine partielle Eigenkapitalalternative vor. Dabei kommt erschwerend hinzu: EU-Recht schreibt vor, dass Fluggesellschaften im europäischen Binnenmarkt mehrheitlich in EU-Hand sein müssen. Um diese Hürde zu nehmen, soll Castlelake selbst nur 49 Prozent des Bietervehikels halten, während die verbleibenden Anteile an zwei EU-Bürger gehen sollen: den früheren Malaysia-Airlines-Chef und Ex-easyJet-Betriebsvorstand Peter Bellew sowie den Branchenmanager Mark Breen. Castlelake hat zudem zugesichert, alle nötigen regulatorischen Genehmigungen mit "größtmöglichem Einsatz" anzustreben.

Analysten der US-Bank JPMorgan äußerten dennoch Zweifel. Unklar sei insbesondere, wie die Eigentümer- und Kontrollstruktur mit den EU-Vorgaben in Einklang gebracht werden könne. Offen ist außerdem die Haltung von Firmengründer Stelios Haji-Ioannou, der als Großaktionär maßgeblichen Einfluss auf die Hauptversammlung hat. Die JPMorgan-Analysten wiesen darauf hin, dass eine Zustimmung der Aktionäre nicht als gesichert gelte und auch ein Gegengebot Dritter oder der Verkauf von Unternehmensteilen an andere Fluggesellschaften weiterhin im Raum stünden.

Werte aus dem Artikel:
EasyJet Aktie 7,143 € +9,89%

Castlelake muss sein Angebot nun nach britischem Übernahmerecht bis zum 3. August formell einreichen oder den Prozess abbrechen.


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