Gruselige Woche für DroneShield: Peinliche Fehler oder steckt mehr dahinter?
Für das australische Drohnenabwehr-Unternehmen DroneShield war diese Woche ein Desaster. Nach einer peinlichen PR-Panne am Montag und massiven Insiderverkäufen am Mittwoch verlor die Aktie an der Börse in Sydney mehr als 30 Prozent. Anleger fragen sich nun, ob der Absturz nur ein Kommunikationsfiasko ist – oder ein Warnsignal.
Die Woche begann mit einem vermeintlich guten Nachrichtenflow. DroneShield meldete am Montagmorgen Aufträge im Wert von 7,6 Millionen australischen Dollar (Dollarkurs) – angeblich neue Verträge einer US-Regierungsbehörde für tragbare Drohnenabwehrsysteme. Die Aktie sprang um knapp zehn Prozent nach oben.
Doch nur wenige Stunden später musste das Unternehmen zurückrudern: Bei den "neuen" Aufträgen handelte es sich in Wahrheit um ältere Bestellungen, die irrtümlich erneut veröffentlicht worden waren. DroneShield sprach von einem administrativen Fehler und kündigte interne Kontrollen an. Das Vertrauen des Marktes war damit dahin – das Kursplus verpuffte, die Aktie schloss nur noch leicht im Plus.
Mittwoch: Die Insiderverkäufe
Wenige Tage später folgte der nächste Schock. Nach Handelsschluss am Mittwoch wurde bekannt, dass CEO Oleg Vornik, Chairman Peter James und Director Jethro Marks Aktien im Gesamtwert von rund 67 Millionen AUD verkauft hatten. Vornik trennte sich sogar von seinem gesamten Bestand – rund 14,8 Millionen Papiere im Wert von fast 50 Millionen AUD.
Die australische Börsenaufsicht ASX schaltete sich ein und forderte eine Stellungnahme. DroneShield erklärte, dass keine nicht offengelegten kursrelevanten Informationen vorlägen und man den regulatorischen Vorgaben entspreche. Dennoch: Der massive Vertrauensverlust führte am Donnerstag zu einem Kurssturz von rund 30 Prozent.
Fazit: Erst einmal abwarten
Fundamental bleibt DroneShield zwar auf Wachstumskurs – die Auftragsbücher sind gut gefüllt, und die Nachfrage nach Drohnenabwehrsystemen steigt weltweit. Doch die jüngsten Pannen haben das Vertrauen der Anleger massiv erschüttert. Nach einer Rally von über 300 Prozent in diesem Jahr scheint der Markt nun die Reißleine zu ziehen.
Ob die Aktie bald wieder abhebt oder weiter abstürzt, hängt davon ab, wie schnell das Management Glaubwürdigkeit und Transparenz zurückgewinnt. Bis dahin gilt für Investoren: lieber erst einmal abwarten.
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