- Die DroneShield-Aktie hat fast 40 Prozent verloren.
- Die Aktie steht an der australischen Börse ASX unter Druck.
- DroneShield erzielte Erlöse von 125,8 Millionen AUD.
- Hot or not?
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Max Gross Die Gefahr durch Drohnenangriffe wächst ...
Die von bewaffneten Drohnen ausgehende Gefahr wird immer deutlicher – nicht nur im Zusammenhang mit dem Ukraine- oder Iran-Krieg, sondern auch mit hybrider Kriegsführung und Angriffen auf kritische Infrastruktur sowie jüngst am Leipziger Flughafen.
Dementsprechend gewinnen Abwehrtechnologien rasant an Bedeutung. Etablierte Rüstungskonzerne verstärken ihre Produktionsbemühungen, während vor allem kleinere Start-ups die Innovationen liefern. Dazu gehört beispielsweise der australische Drohnenabwehrspezialist DroneShield.
... doch DroneShield kann davon nicht profitieren
Dessen Aktie hat nach einer in den vergangenen 12 Monaten wechselvollen Geschichte allerdings nicht profitieren können. Nach fragwürdigen Managementpraktiken, Großinvestoren, die ein und wieder ausgestiegen sind, sowie einer operativ hinter den Erwartungen zurückgebliebenen Entwicklung steht ein Minus von fast 40 Prozent.
Inzwischen ist DroneShield an der australischen Börse ASX der Einzelwert mit der höchsten Leerverkaufsquote – starker Ausdruck des gewachsenen Misstrauens gegenüber dem Unternehmen. Gleichzeitig bekräftigte Canaccord seine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 2,60 Australischen Dollar (Dollarkurs) (AUD; 1,60 Euro). Das sorgt für eine widersprüchliche Ausgangslage. Ausgerechnet in dieser liefert der Chart wachsende Entspannungssignale:

Aktie seit fast einem Jahr in großen Schwierigkeiten
Seit dem Erreichen von Allzeithochs nur knapp unterhalb von 7,00 AUD (4,31 Euro) im Herbst vergangenen Jahres befindet sich die DroneShield-Aktie in einem hartnäckigen Abwärtstrend. Der verlief zwar äußerst volatil mit zwischenzeitlich starken Gegenbewegungen. Nichtsdestotrotz haben die Anteile über 70 Prozent an Wert verloren.
Auch in den vergangenen Wochen lief für die Australier nur wenig zusammen. Zwei kurze Anstiegsversuche endeten jeweils noch vor dem Erreichen der 50-Tage-Linie, deren Überwinden ein prozyklisches Kaufsignal darstellen würde, an der Abwärtstrendlinie, die damit als Widerstand bestätigt wurde.
Im Bereich von 1,70 AUD (1,05 Euro) zeigten sich jedoch wiederholt Käuferinnen und Käufer. Damit ist kurzfristig ein Doppel-, mittelfristig sogar ein Dreifachboden entstanden. Der könnte nicht nur weitere Verluste begrenzen, sondern sogar die Basis für einen erfolgreichen Erholungsversuch darstellen.
Doch ausgerechnet jetzt zeichnet sich erste Entspannung ab
Anlass dieser These ist trotz des insgesamt angeschlagenen und schwachen Chartbildes mit Notierungen unter den gleitenden Durchschnitten und einem Death Cross Ende Mai, dass in den technischen Indikatoren inzwischen bullishe Divergenzen vorliegen.
Der Trendstärkeindikator MACD verbessert sich schon seit etwa 9 Monaten, obwohl es für die Aktie selbst überwiegend abwärts ging. Er notiert sogar in der Nähe zu seiner Nulllinie, deren Überwinden einen neuen Aufwärtstrend anzeigen würde. Auch der Relative-Stärke-Index (RSI) kann sich seit Ende Juni gegen den Trend der Aktie verbessern. Das gilt in der Chartanalyse als frühes Indiz von Trendwendebewegungen.
Für ein erstes deutliches Entspannungssignal würde ein Anstieg über den Bereich um 2,00 (AUD, 1,23 Euro) sorgen, auch die 50-Tage-Linie als prozyklischer Buy-Trigger liegt. In diesem Fall wäre Platz bis zur Marke von 3,00 AUD, wo die Entscheidung über eine längerfristige Erholung fallen würde. Das entspricht einem Potenzial von mehr als 50 Prozent. Sollte DroneShield allerdings auf neue Jahres- beziehungsweise 52-Wochen-Tiefs fallen, muss mit Abgaben bis 1,00 AUD (0,62 Euro) gerechnet werden.
| 29.08.26 - ARIVA.DE Redaktion |
Fazit: Fundamental bleiben die Aussichten mau
Mit Blick auf die Unternehmensbewertung und die Geschäftsentwicklung zeigt sich ein gemischtes Bild. Einerseits legten die Erlöse zuletzt kräftig auf 125,8 Millionen AUD (77,5 Millionen Euro) zu, allerdings erlitt DroneShield einen deutlich höheren operativen Verlust als im Jahr zuvor, sodass es zu Mittelabflüssen gekommen ist.
Dementsprechend hoch ist mit knapp 60 das für das kommende Jahr veranschlagte Kurs-Gewinn-Verhältnis, was den spekulativen Charakter der Aktie demonstriert, die ohne deutliche Fortschritte bei der Profitabilität nicht nur volatil, sondern auch abwärtsgefährdet bleiben dürfte. Sowohl operativ als auch finanziell etwas besser aufgestellt ist Mitbewerber Ondas, dessen Aktie aber ebenfalls in Schwierigkeiten steckt.
Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross
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