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dpa-AFX  | 
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Alle Klagen gegen Flughafen-Ausbau Leipzig/Halle werden weiterverfolgt

LEIPZIG/HALLE (dpa-AFX) - Der Umweltverband BUND und zahlreiche weitere Kläger treiben ihre Klagen gegen den Ausbau des Flughafens Leipzig/Halle voran. In dieser Woche lief eine Frist zur förmlichen Begründung ab. Alle Klagen gegen den sogenannten Planfeststellungsbeschluss der Landesdirektion Sachsen seien begründet worden und würden weiterverfolgt, teilte ein Sprecher des sächsischen Oberverwaltungsgerichts in Bautzen mit.

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Insgesamt sind zehn Klagen gegen die Pläne anhängig. Die BUND-Landesverbände Sachsen und Sachsen-Anhalt haben ebenso Klage eingereicht wie die Stadt Schkeuditz, vier Gewerbetreibende und drei Privatpersonen.

400-seitige Klagebegründung

Allein die Klage des BUND umfasse rund 400 Seiten, teilte der Umweltverband mit. Die Oberverwaltungsrichter müssten nun klären, ob die Ausbaupläne mit dem Klima-, Natur- und Umweltschutzrecht vereinbar seien.

Nach Angaben des OVG bekommt nun zunächst die Landesdirektion Sachsen Gelegenheit, sich zu äußern. Wie lange das gesamte Verfahren dauern wird, könne nicht vorhergesagt werden.

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Kapazitäten für Luftfracht sollen vergrößert werden

Die Landesdirektion hatte die Erweiterung des Flughafens im vorigen September genehmigt. Die Mitteldeutsche Flughafen AG als Betreiber will 500 Millionen Euro investieren. Durch den geplanten Ausbau können die Abfertigungskapazitäten für Fracht deutlich erhöht werden.

Der Flughafen Leipzig/Halle an der Grenze von Sachsen und Sachsen-Anhalt ist der zweitgrößte Frachtairport in Deutschland und das fünftgrößte Luftfrachtdrehkreuz Europas. Für Frachtmaschinen gibt es eine Nachtflugerlaubnis. Das Versandunternehmen DHL Express <DE0005552004 > plant am Airport die Erweiterung seines Logistik-Drehkreuzes.

Frachtaufkommen stagnierte zuletzt

Zuletzt stagnierte das Luftfrachtaufkommen in Leipzig. 2023 und 2024 waren nach Angaben der Mitteldeutschen Flughafen AG jeweils rund 1,4 Millionen Tonnen Fracht umgeschlagen worden./bz/DP/nas

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