Starke Zahlen: Deutsche Bank überrascht mit Rekordgewinn
Pascal Grunow
Pascal Grunow
Pascal Grunow war bereits drei Jahre lang als Werkstudent in der Redaktion von BörsenNEWS tätig und ist heute Teil der Redaktion von Wallstreet-Online. Sein Schwerpunkt liegt vor allem auf Kryptothemen, bei denen er aktuelle Marktbewegungen und Trends rund um digitale Währungen aufbereitet.
Die Deutsche Bank sorgt mit starken Quartalszahlen für eine Überraschung. Das Ergebnis übertrifft die Erwartungen deutlich und sorgt für Auftrieb bei der Aktie.
Für dich zusammengefasst:
Die Deutsche Bank erzielte im Q2 2026 einen Gewinn von 1,64 Mrd. Euro.
Der Vorsteuergewinn lag bei 2,68 Milliarden Euro im Quartal.
Ein Aktienrückkaufprogramm über 500 Millionen Euro wurde angekündigt.
Die Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) hat im zweiten Quartal 2026 die Erwartungen der Analysten deutlich übertroffen und ihren Gewinn trotz steigender Kosten überraschend gesteigert. Deutschlands größtes Geldhaus profitierte insbesondere von einem starken Investmentbanking-Geschäft, das von einer hohen Handelsaktivität sowie einem lebhaften Kapitalmarktumfeld getragen wurde.
Der Nettogewinn stieg im Zeitraum April bis Juni um zehn Prozent auf 1,64 Milliarden Euro. Im Vorjahresquartal hatte die Bank noch 1,485 Milliarden Euro verdient. Analysten hatten im Vorfeld lediglich mit einem Gewinn von 1,377 Milliarden Euro gerechnet.
An der Börse kamen die Zahlen gut an. Die Aktie der Deutschen Bank notierte am Mittwochmorgen im Tradegate-Handel 1,93 Prozent höher bei 31,68 Euro (Stand: 9:00 Uhr MESZ).
Besonders das Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren entwickelte sich deutlich besser als erwartet. Die Erträge im Fixed-Income-Handel kletterten im zweiten Quartal um 16 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro und übertrafen damit sowohl die Analystenschätzungen von 2,4 Milliarden Euro als auch die durchschnittliche Wachstumsrate großer US-Investmentbanken von 13 Prozent.
Nach Angaben des Instituts handelt es sich dabei um das beste zweite Quartal in der Geschichte dieses Geschäftsbereichs. Vor allem das Geschäft mit Zins- und Kreditprodukten sorgte für kräftige Zuwächse.
Auch operativ zeigte sich die Dynamik deutlich. Der Vorsteuergewinn der Investmentbank sprang im Vergleich zum Vorjahr um 60 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro.
Vorsteuergewinn erreicht nahezu Rekordniveau
Insgesamt erzielte die Deutsche Bank im zweiten Quartal einen Vorsteuergewinn von 2,68 Milliarden Euro. Damit lag das Ergebnis nur knapp unter dem Rekordwert aus dem Jahr 2007 und markiert eines der besten Quartale der Unternehmensgeschichte.
Höhere Kosten bremsen Ergebnis
Belastet wurde das Quartalsergebnis jedoch durch einen Anstieg der operativen Kosten um acht Prozent. Ein wesentlicher Faktor war dabei der Rückzug aus dem Privatkundengeschäft in Indien, der das Institut mit knapp 100 Millionen Euro belastete.
Deutsche Bank kündigt weiteres Aktienrückkaufprogramm an
Parallel zu den Quartalszahlen kündigte die Deutsche Bank ein weiteres Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 500 Millionen Euro an. Das Programm soll in der zweiten Jahreshälfte umgesetzt werden.
Zudem bestätigte die Deutsche Bank ihre Prognose für das Gesamtjahr 2026. Der Konzern rechnet weiterhin mit Erträgen von rund 33 Milliarden Euro und sieht sich auf Kurs, eine starke operative Entwicklung zu erzielen.
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