Der Dell Campus in Round Rock, Texas
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Morgan Stanley Downgrade lässt Dell- und HPE-Aktien abstürzen

Die Aktien großer Hardwarehersteller sind am Montag massiv unter Druck geraten, nachdem Morgan Stanley gleich mehrere Unternehmen der Branche herabgestuft hat.
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Besonders hart traf es Dell Technologies und Hewlett Packard Enterprise (HPE), deren Anteilsscheine zweistellig einbrachen und am Handelsende mit deutlichen Verlusten aus dem Markt gingen.

Doppelte Herabstufung für Dell

Die Investmentbank entzog Dell das bisherige "Overweight"-Votum und stufte den Konzern gleich zwei Kategorien tiefer auf "Underweight" herab. HPE wurde von "Overweight" auf "Equal Weight" gesenkt. Die Reaktion an den Börsen folgte prompt: Dell schloss 8 Prozent im Minus, HPE verlor 7 Prozent.

Doch die Korrektur blieb nicht auf die beiden US-Konzerne beschränkt. Auch HP Inc (HP Inc Aktie)., Asustek und Pegatron wurden von Morgan Stanley von "Equal Weight" auf "Underweight" herabgestuft. 

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Analysten warnen vor "beispiellosem Preis-Superzyklus"

In ihrem Bericht argumentieren die Analysten, dass sich die Computer- und Serverhersteller mitten in einem "beispiellosen Preis-Superzyklus" befänden. Hyperscaler – also Betreiber großer Cloud- und Rechenzentrumsinfrastrukturen – würden ihre Nachfrage nach Data-Center-Hardware weiter beschleunigen. Das habe die Bewertungen vieler Hardwareproduzenten auf historische Höchststände getrieben.

Gleichzeitig steigen die Kosten für DRAM- und NAND-Speicher rapide. Diese Komponenten – DRAM für den Arbeitsspeicher und NAND als Flashspeicher – zählen zu den teuersten Bausteinen moderner Server- und PC-Architekturen. Morgan Stanley warnt, dass die Erfüllungsraten für Speicherauslieferungen in den kommenden zwei Quartalen auf bis zu 40 Prozent abrutschen könnten. Das würde die Margen vieler Hersteller empfindlich treffen.

Der Hintergrund: Große Speicherproduzenten haben die Preise zuletzt aggressiv erhöht. Samsung soll laut Branchenberichten seit September Preisaufschläge von bis zu 60 Prozent durchgesetzt haben, um der knappen Versorgungslage und der steigenden KI-Nachfrage zu begegnen.

Rückblick auf 2016–2018: Eine Warnung aus der Vergangenheit

Morgan Stanley erinnert an den letzten massiven Speicherpreiszyklus zwischen 2016 und 2018. Damals stiegen die Spotpreise für DRAM und NAND um 80 bis 90 Prozent. Die Folge: sinkende Bruttomargen und ein deutlicher Bewertungsrückgang an den Börsen.

Auch diesmal sehen die Analysten eine ähnliche Risikokulisse. Unternehmen mit hoher DRAM-Exponierung, begrenzter Preissetzungsmacht und ohnehin knappen Margen könnten erneut unter Druck geraten. Firmen, die steigende Kosten an Endkunden weiterreichen können, hätten hingegen bessere Chancen, dem Trend zu trotzen.

Dell besonders verwundbar – Margen drohen erneut zu schrumpfen

Als besonders gefährdet stufen die Analysten Dell ein. Während des vergangenen Speicherpreiszyklus seien die Bruttomargen des Unternehmens um 95 bis 170 Basispunkte gesunken. Dell ist zudem ein bedeutender Abnehmer von Nvidia-Chips und baut KI-optimierte Systeme, die unter anderem an Cloud-Anbieter wie CoreWeave verkauft werden. Eine zusätzliche Kostenbelastung könnte das Preisgefüge empfindlich stören.

Morgan Stanley betont, dass Unternehmen mit Margendruck langfristig schlechter performen als Wettbewerber mit stabilen oder steigenden Margen – selbst wenn das Umsatzwachstum vergleichbar ist.

Autor: Ariva-Redaktion/pg


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