Bayer vor Neubewertung: So geht es nach dem Glyphosat-Urteil weiter

Julian Schick Julian Schick
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Julian Schick schreibt seit 2020 über die Themen, die Anleger bewegen – mit einem besonderen Fokus auf Aktienanalysen, Dividendenstrategien und ETFs. Der ausgebildete Journalist absolvierte die Kölner Journalistenschule und sammelte Erfahrungen unter anderem beim Handelsblatt, der Financial Times Deutschland sowie Euronews und WDR5. Für Ariva bringt er fundiertes Marktwissen und einen klaren Blick für das Wesentliche mit.

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Der US-Supreme Court hat Bayer einen seltenen Sieg im Glyphosat-Streit beschert. Was das für die laufende Sammelklage bedeutet. Und warum ein neues Pharma-Mittel für echte Kursfantasie sorgen könnte.
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Der US-Supreme Court hat Bayer (Bayer Aktie) in einem richtungsweisenden Urteil den Rücken gestärkt: Die Richter entschieden am Mittwoch im Fall Durnell, dass bundesstaatliche Warnhinweis-Klagen im Zusammenhang mit dem Unkrautvernichter Glyphosat durch das US-Bundesgesetz FIFRA verdrängt werden. Für den Leverkusener Konzern ist das ein Befreiungsschlag nach Jahren zermürbender Rechtsstreitigkeiten.

Die Bank of America wertet den Richterspruch als entscheidenden Wendepunkt. Zwar hängt das endgültige Ausmaß der Glyphosat-Verbindlichkeiten noch von einer Sammelklage-Einigung ab, doch das SCOTUS-Urteil schränkt künftige Klagewege erheblich ein – verbleibende Risiken dürften sich weitgehend auf Produktdesign- oder Etikettierungsvorwürfe beschränken.

Ein weiterer Prüfstein ist die Anhörung zur Fairness der Klasseneinigung am 9. Juli. Vor dem SCOTUS-Votum hatten Rechtsexperten noch mit einer Ausstiegsquote von über zehn Prozent gerechnet, weil etliche Anwaltskanzleien ihren Mandanten empfahlen, der Einigung fernzubleiben. Das Urteil dürfte nun viele potenzielle Aussteiger zum Verbleib in der Settlement-Klasse bewogen haben.

Mit der rechtlichen Entlastung rückt das Pharmageschäft in den Vordergrund. Besonders der Gerinnungshemmer Asundexian weckt Erwartungen: In einer Phase-III-Studie zeigte der Wirkstoff eine Reduktion des Schlaganfallrisikos um 26 Prozent ohne Zunahme des Blutungsrisikos. Die Analysten prognostizieren Spitzenumsätze von über drei Milliarden Euro in der Schlaganfall-Sekundärprävention. Hinzu kommen die Markteinführungen von Kerendia, Lynkuet und Beyonttra, die das Wachstum bis 2032 stützen sollen.

Werte aus dem Artikel:
Bayer Aktie 47,00 € 0,00%

Die Analysten bekräftigen ihr Kaufvotum für die Aktie mit einem Kursziel von 50 Euro – gut 26 Prozent Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Kurs. Die Kombination aus reduziertem Prozessrisiko und einem erstarkenden Pharmaportfolio bilde die Grundlage für eine Neubewertung der Aktie.

Autor: Julian Schick


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