BASF: Viele Fragezeichen für 2026

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BASF-Standort in Kalifornien
©iStock
BASF hat in den ersten Monaten von 2026 überraschend gut abgeschnitten. Doch trotz der politischen Unterstützung bleiben Herausforderungen wie fallende Preise und Überkapazitäten in China bestehen. Ein Blick auf die zukünftigen Aussichten.
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Bis zum Iran-Schock Anfang dieser Woche hat sich die Aktie des Chemieriesen BASF (BASF Aktie) bislang gut geschlagen in 2026.

Die Hoffnungen der Anleger gründen vor allem auf 2 Annahmen, wie Berenberg-Analyst Sebastian Bray erläutert: "Die Aktien haben den anhaltenden Druck auf die Preise für Vorprodukte der chemischen Industrie abgeschüttelt, da sie davon ausgehen, dass 1) die europäischen Politiker den heimischen Chemiesektor stärker unterstützen werden und 2) die deutschen Konjunkturmaßnahmen dazu beitragen werden, Überkapazitäten in der europäischen Chemieindustrie abzubauen", schreibt Bray am Dienstag. "Unserer Ansicht nach gibt es derzeit gerade genug Anhaltspunkte, um diese optimistische Prognose plausibel erscheinen zu lassen, jedoch nicht genug, um die Herabstufungen des Konsens zu beenden."

Während BASF in einigen Fällen von Anti-Dumping-Maßnahmen profitiert hat und sich eine Anpassung der CO2-Steuer in der EU abzeichnet, bleiben die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen herausfordernd.

Im vierten Quartal 2025 mussten die Chemieunternehmen mit rückläufigen Preisen kämpfen. Das Unternehmen gab bereits Anfang Januar einen Gewinnrückgang bekannt und berichtete am 27. Februar ein enttäuschendes Ergebnis für das letzte Quartal. Die Preise fielen um 1,6 Prozent, wobei die Umsätze um 1,8 Prozent stiegen. Lediglich der Bereich Agricultural Solutions konnte mit soliden Ergebnissen glänzen, jedoch wird ein Höhepunkt im Zyklus vermutet.

Werte aus dem Artikel:
BASF Aktie 52,95 € +0,61%

BASF konnte die Cashflows jedoch dank rund 900 Millionen Euro an Versicherungszahlungen im Zusammenhang mit Wintershall positiv beeinflussen. Auch in den kommenden Jahren werden diese Zahlungen voraussichtlich anhalten, was die Liquidität stützt. Zudem hat das Unternehmen seine geplanten Investitionen in China verringert, um die Kapitalkosten besser im Griff zu behalten. Hier erwartet man, dass die Investitionen in das Zhanjiang-Projekt in China noch mehrere Jahre benötigen werden, um rentabel zu werden.

Die Entwicklungen in China sowie die potenziellen Auswirkungen des Konflikts im Iran auf die Energiepreise bleiben wichtige Themen für die Aktie. BASF wird voraussichtlich von einer politischen Lösung profitieren, die der europäischen Chemiebranche zugutekommt, während höhere Gaspreise die Kosten jedoch weiter belasten könnten.

Fazit: BASF bleibt aufgrund der herausfordernden Marktbedingungen und des steigenden Wettbewerbs in China ein hoch bewerteter, aber riskanter Wert. Die Berenberg-Analysten bleiben bei einem "Hold"-Rating und einem Kursziel von 48 Euro. 

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Autor: Ariva-Redaktion/ js


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