Das Uis-Projekt gehört vollständig Askari Metals und liegt neben der produzierenden Uis-Zinnmine von Andrada Mining Limited. Diese Nachbarschaft ist für die Einordnung der Ergebnisse wichtig, weil die Region bereits als Bergbaudistrikt erschlossen ist. Die Uis-Mine von Andrada Mining beherbergt nach JORC (Joint Ore Reserves Committee) 2012 eine Mineralressource von 77,51 Millionen Tonnen mit 0,79 Prozent Lithiumoxid, 0,15 Prozent Zinn und 82 ppm Tantal. JORC ist ein Berichtsstandard, der regelt, wie Explorationsdaten, Mineralressourcen und Erzreserven veröffentlicht werden.
Beim Phase-I-Grabenprogramm am PS-Ziel habe Askari nach eigenen Angaben eine durchgehende Mineralisierung nachgewiesen. Die gemeldeten Spitzenwerte umfassen 6.670 ppm Zinn, 0,49 Prozent Lithiumoxid, 465 ppm Tantal, 2.020 ppm Rubidium und 134 ppm Cäsium. Zur Einordnung: 10.000 ppm entsprechen rechnerisch einem Prozent. Zinn wird unter anderem in Loten und Elektronik eingesetzt. Tantal ist wegen seiner Hitzebeständigkeit und Leitfähigkeit für Elektronikbauteile und Spezialanwendungen relevant. Lithium ist vor allem aus Batterien bekannt. Rubidium und Cäsium sind seltenere Elemente, die in Spezialtechnologien genutzt werden können.
Askari habe die Gräben am PS-Ziel in einem Abstand von rund 40 Metern angelegt. Solche Grabenprogramme legen Gestein nahe der Oberfläche frei und ermöglichen systematische Probenahmen. Sie ersetzen keine Bohrungen, können aber helfen, spätere Bohrziele genauer festzulegen. Nach Angaben des Unternehmens sei das Hauptziel PS an der Oberfläche über rund 260 Meter freigelegt worden. Zusätzlich gebe es einen parallelen Pegmatitkörper mit rund 140 Metern Länge.
Ein Pegmatit ist ein grobkörniges Gestein, das häufig bei der späten Abkühlung von Magma entsteht. Solche Gesteine können seltene und wirtschaftlich interessante Elemente enthalten. Im Fall von Uis geht es vor allem um zinn-, lithium-, tantal-, rubidium- und cäsiumhaltige Pegmatite. Askari beschreibt die Pegmatite auf EPL 7345 als Teil eines Zielkorridors, in dem mehrere aussichtsreiche Gesteinskörper liegen. Dazu zählen die Ziele OP, DP, PS und K9. Das Unternehmen habe insgesamt 135 Gräben mit 7.269 Metern Länge abgeschlossen und 2.098 Kanalproben entnommen.
Executive Director Gino D’Anna erklärte, die Ergebnisse am PS-Pegmatit würden auf den bisherigen Resultaten von OP und DP aufbauen. Nach seiner Darstellung seien die Metalle entlang der Länge und über die Breite des Pegmatits nachgewiesen worden. D’Anna führte aus, die Resultate würden frühere, begrenzte Explorationsarbeiten bestätigen und belastbare Bohrziele liefern. Das Management wolle das Uis-Projekt durch systematische Bohrungen in Richtung einer ersten Mineralressource nach JORC 2012 weiterentwickeln.
Die neuen Ergebnisse schließen laut Askari an frühere Arbeiten am PS-Ziel an. Vorherige Kartierungen und Gesteinsproben hätten dort Werte von bis zu 1,63 Prozent Zinnoxid, 639 ppm Tantaloxid, 0,27 Prozent Rubidiumoxid und bis zu 3,05 Prozent Lithiumoxid gezeigt. Außerdem verweist das Unternehmen auf frühere RC (Reverse Circulation)-Bohrungen mit Abschnitten von 4 Metern mit 0,16 Prozent Zinnoxid, 4 Metern mit 314 ppm Tantaloxid und 2 Metern mit 0,30 Prozent Rubidium. Bei RC-Bohrungen wird zerkleinertes Bohrmaterial mithilfe von Druckluft an die Oberfläche gebracht. Eine Mineralressource für das PS-Ziel meldete Askari in dieser Mitteilung nicht. Die Ergebnisse bleiben damit Explorationsdaten, die durch weitere Arbeiten überprüft und erweitert werden müssten.
Das Uis-Projekt umfasst nach Unternehmensangaben 380 Quadratkilometer im Cape-Cross-Uis-Pegmatitgürtel. Askari verweist auf vorhandene Infrastruktur in der Region und auf den Tiefwasserhafen Walvis Bay, der weniger als 230 Kilometer über asphaltierte Straßen entfernt sei. Für ein Explorationsprojekt können Straßen, Strom, Wasser, Arbeitskräfte und ein erreichbarer Hafen spätere Entwicklungsrisiken verringern. Sie ersetzen jedoch nicht den Nachweis einer wirtschaftlich abbaubaren Lagerstätte.
Die nächste Phase der RC-Bohrungen am Uis-Projekt würde nach Angaben des Unternehmens in der zweiten Jahreshälfte 2026 beginnen. Zunächst würde Askari am OP-Ziel starten, danach würden DP, PS und das spodumenreiche K9-Ziel einbezogen. Spodumen ist ein lithiumhaltiges Mineral und kann bei Lithiumprojekten eine wichtige Rolle spielen. Für K9 würde das Unternehmen zudem eine erste Diamantbohrkampagne vorsehen.
Zusätzlich würden laut Management weitere Arbeitsprogramme vorbereitet. Dazu gehörten eine Boden- und geochemische Untersuchung auf der bislang wenig erkundeten Lizenz EPL 7626, die Auswertung noch ausstehender K9-Ergebnisse, detaillierte Kartierungen und Gesteinsproben auf EPL 7345, mögliche weitere Gräben sowie ein Phase-I-Grabenprogramm auf Zielen der Lizenz EPL 8535.
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