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Allianz kritisiert nachlässigen Umgang mit Hochwasserschutz

BERLIN (dpa-AFX) - Knapp zwölf Jahre nach dem verheerenden Hochwasser in Mitteleuropa sind die geplanten deutschen Projekte zum Hochwasserschutz nach Ansicht der Allianz (Allianz Aktie) kaum vom Fleck gekommen. Von den Projekten des nationalen Hochwasserschutzprogramms, das als Reaktion gestartet worden war, seien gerade einmal drei Prozent abgeschlossen, sagte Frank Sommerfeld, Chef der Allianz Versicherungs-AG, dem "Tagesspiegel". Fünf Prozent seien in der Phase der Fertigstellung, 14 Prozent im Bau.

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"Wer am Deichschutz spart, sorgt für die Katastrophen der Zukunft", sagte Sommerfeld. Bei mehr als drei Viertel der Vorhaben sei nicht einmal begonnen worden. "Bei diesem Tempo sind wir im Jahr 2150 fertig."

Als Reaktion auf das historische Elbe- und Donauhochwasser 2013 hatten sich Bund und Länder auf das Nationale Hochwasserschutzprogramm verständigt, das mehr als 100 Einzelprojekte umfasst. Es sieht unter anderem vor, entlang von Elbe, Rhein und Donau Deiche zurückzuverlegen und Polder zu bilden, also eingedeichte Flächen. Die Maßnahmen sollten ursprünglich über mindestens 20 Jahre umgesetzt werden und rund 5,4 Milliarden Euro kosten./jcf/DP/stk


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