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Fast 600 Prozent Plus – Vom erfolglosen Schuhverkäufer zum Anbieter von KI-Infrastruktur

Ein radikaler Strategiewechsel sorgt für ein Börsenbeben: Ausgerechnet der kriselnde Schuhhersteller Allbirds wird plötzlich zum KI-Player und die Aktie explodiert.
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Aus Allbirds wird NewBird AI
Quelle: - DALL-E
Allbirds Inc 6,44 $ Allbirds Inc Chart -0,92%
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Die Aktie von Allbirds erlebt ein spektakuläres Comeback an der Börse. Zeitweise schoss das Papier fast 600 Prozent in die Höhe. Ausgelöst wurde der unglaubliche Kurssprung durch einen überraschenden Strategiewechsel, der das Unternehmen grundlegend verändern soll.

Künftig will der einstige Vorzeigeanbieter nachhaltiger Schuhe unter dem Namen "NewBird AI" im boomenden Markt für künstliche Intelligenz mitmischen. Statt Woll-Sneakern stehen nun Hochleistungsrechner im Fokus. Das Unternehmen kündigte an, in großem Stil KI-Rechenhardware zu erwerben und diese über langfristige Mietmodelle anzubieten. Zielgruppe sind Kunden, deren Bedarf weder durch klassische Cloud-Anbieter noch durch kurzfristige Spotmärkte zuverlässig gedeckt werden kann.

Finanziell wird der Umbau durch eine Vereinbarung über bis zu 50 Millionen US-Dollar gestützt. Damit will sich Allbirds Zugang zu einem Markt verschaffen, der derzeit von enormer Nachfrage und strukturellem Kapazitätsmangel geprägt ist. Insbesondere Anwendungen rund um generative KI treiben den Bedarf an spezialisierter Infrastruktur massiv nach oben.

Der Kursanstieg wurde zusätzlich durch einen Short Squeeze befeuert. In den vergangenen Monaten hatten zahlreiche Investoren auf fallende Kurse gesetzt, nachdem das Unternehmen operativ enttäuscht hatte. Als die überraschende Neuausrichtung publik wurde, mussten viele dieser Leerverkäufer ihre Positionen eindecken, was die Rally zusätzlich befeuerte.

Allbirds blickt auf eine wechselhafte Geschichte zurück. Gegründet in Neuseeland und später vom ehemaligen NFL-Spieler Tim Brown mitgeprägt, entwickelte sich die Marke schnell zum Liebling des Silicon Valley. Gemeinsam mit Mitgründer Joey Zwillinger setzte das Unternehmen auf nachhaltige Materialien und minimalistisches Design. Der Börsengang im Jahr 2021 wurde zunächst gefeiert, doch anhaltende Verluste und nachlassendes Wachstum ließen die Aktie in den Folgejahren deutlich abstürzen.

Mit dem radikalen Pivot hin zur KI-Infrastruktur versucht das Management nun, die eigene Zukunft neu zu definieren. Ob der Strategiewechsel operativ gelingt, bleibt offen. Die Reaktion des Marktes zeigt jedoch, wie groß die Erwartungen an alles rund um künstliche Intelligenz derzeit sind.

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Redaktion Ariva/MW
 


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