PARIS (dpa-AFX) - Der französische Gase-Hersteller Air Liquide (Air Liquide Aktie) hat im ersten Quartal den Iran-Krieg kaum zu spüren bekommen. Der Umsatz schrumpfte zwar vor allem wegen ungünstiger Währungskurse, auf vergleichbarer Basis legte der Erlös aber zu. Zudem erreichte der Auftragsbestand mit 5,5 Milliarden Euro einen neuen Höchststand. An der Börse überwog aber die Enttäuschung über die Umsatzzahlen.
Für dich zusammengefasst:
Der Umsatz von Air Liquide fiel um 3,5 Prozent.
Der Auftragsbestand erreichte 5,5 Milliarden Euro.
Die Aktie verlor 4,4 Prozent und fiel auf 179,32 Euro.
Die Aktie verlor zuletzt rund 4,4 Prozent auf 179,32 Euro. Damit war das Papier der größte Verlierer im EuroStoxx 50 , dem Aktienindex für große börsennotierten Unternehmen im Euro-Raum.
Im ersten Quartal ging der Umsatz im Jahresvergleich um 3,5 Prozent auf knapp 6,79 Milliarden Euro zurück, wie der Rivale des Linde -Konzerns am Dienstag in Paris mitteilte. Auf vergleichbarer Basis - sprich währungs- und portfoliobereinigt - legte der Erlös um 1,9 Prozent zu. Die Nachfrage nach medizinischen Gasen blieb dabei hoch. Analysten hatten im Schnitt allerdings etwas mehr auf ihren Zetteln.
Laut Analyst Charles Eden von der Schweizer Großbank UBS verfehlte der Erlös die Markterwartungen um zwei Prozent. Der Auftragsbestand des Industriegaskonzerns liege allerdings auf Rekordniveau.
Für Analyst Alex Sloane von der britischen Investmentbank Barclays lagen die Zahlen im Rahmen der Erwartungen. Ein entscheidender Kurstreiber für den Konzern sei der Jahresauftakt aber eher nicht. Der Experte sieht die dynamischen Auftragsbestände, eine robuste Preisgestaltung und eine positive Entwicklung im Elektronikbereich als Stütze.
Derweil bestätigte der Konzern aus Frankreich die Ziele für die kommenden Jahre. Demnach will Air-Liquide-Chef Francois Jackow im laufenden Jahr den bereinigten Gewinn bei stabilen Währungskursen steigern. Dazu will er die operative Marge von zuletzt 20,7 Prozent um einen Prozentpunkt nach oben treiben. Für den Zeitraum 2022 bis 2027 soll diese um insgesamt 5,6 Punkte zulegen. Dazu soll auch ein Sparkurs helfen.
Der Konkurrent Linde will an diesem Freitag seine Quartalszahlen vorlegen./mne/lew/jha/
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