Adidas-Store in Peking, China.
Quelle: - © adidas AG
Google
ARIVA.DE Redaktion  | 
aufrufe Aufrufe: 3536

Zölle drücken – Adidas liefert trotzdem ab: Warum Analysten jetzt erst recht kaufen

Adidas hat im zweiten Quartal 2025 ein robustes Umsatzwachstum von 8 Prozent erzielt. Ohne den belastenden Yeezy-Effekt wären es sogar 12 Prozent gewesen. Wie Analyst Jörg Philipp Frey von Warburg Research betont, sei das Ergebnis "erneut stark". Wenngleich in wichtigen Märkten wie Europa und China das Tempo nachließ.
play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Adidas AG 151,85 € Adidas AG Chart -0,07%
Zugehörige Wertpapiere:

So sei in Europa das Wachstum auf 4,1 Prozent zurückgefallen, nach 14 Prozent im ersten Quartal. In China lag das Plus nur noch bei 2,1 Prozent. Frey verweist auf schwache Zahlen chinesischer Einzelhändler und betont zugleich die Sonderkonjunktur durch die UEFA EURO im Vorjahr, die den Vergleich erschwert habe.

Dennoch überraschte Adidas (adidas Aktie) mit einer deutlich höheren Bruttomarge. Grund seien geringere Rabatte, obwohl bereits zweistellige Millionenbeträge an Zöllen belasteten. Die operative Marge verbesserte sich um 250 Basispunkte. Das sei ein Beleg für "starke Effizienzsteigerungen", wie Frey erklärt.

Adidas bestätigte den Ausblick für das Gesamtjahr. Demnach erwartet das Management ein Betriebsergebnis zwischen 1,7 und 1,8 Milliarden Euro. Der Analystenkonsens liegt jedoch bei über 2 Milliarden Euro, was für Enttäuschung sorgen könnte.

CEO Bjørn Gulden hält dagegen: Die bisherige EBIT-Marge von 9,6 Prozent liege klar über dem internen Plan. Er warnte aber vor neuen Belastungen durch Importzölle. Adidas rechne für den Rest des Jahres mit Zollkosten von 200 Millionen Euro. Dennoch geht Warburg Research davon aus, dass Adidas "seine Prognose übertreffen kann".

Knockout von Ing Markets Werbung

Passende Knock-Outs

Strategie Hebel
Steigender Kurs
Call
5
10
20
Fallender Kurs
Put
5
10
20
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NG52LA3 , DE000NG567M1 , DE000NB5BQ26 , DE000NB4ASZ2 , DE000NB43B75 , DE000NB45AQ7 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

Die UBS-Analysten kommen zu einem ähnlichen Fazit. Der Quartalsumsatz von 5,95 Milliarden Euro entsprach weitgehend den Erwartungen, das EBIT von 546 Millionen Euro lag mit einer Marge von 9,2 Prozent leicht über dem Konsens. In Nordamerika stieg der Umsatz ohne Yeezy um 15 Prozent. In Lateinamerika lag das Plus sogar bei 22 Prozent. Die Lagerbestände stiegen allerdings um 16 Prozent im Jahresvergleich, was auf vorsichtige Käufer blicken lässt.

Die UBS rechnet weiterhin mit einem Umsatzwachstum im hohen einstelligen Bereich für das Jahr und einem EBIT von bis zu 1,8 Milliarden Euro, auch wenn der Konsens bei über 2 Milliarden Euro liegt. Die Belastung durch Zölle sei signifikant, aber wohl im Worst-Case bereits eingepreist.

Die Analysten beider Häuser bleiben optimistisch. Die UBS vergibt ein Kursziel von 279 Euro, was einem Potenzial von über 41 Prozent entspricht. Warburg Research hält an seiner Kaufempfehlung bei einem Kursziel von 255 Euro fest. Die Aktie notierte zuletzt bei 197,70 Euro. Die Anleger sind eher pessimistisch: Sie verabschieden sich in Scharen von der Aktie. Die Aktie stürzt tief ins Minus.

Damit dürfte der entscheidende Faktor für die Kursentwicklung nun im Ausblick für das zweite Halbjahr liegen. Investoren erwarten klare Aussagen zur Entwicklung im Direktvertrieb, zum Erfolg neuer Franchises und ersten Hinweisen auf die Orderbücher für 2026. Ohne ein überzeugendes Signal könnte es laut der UBS schwer werden.

Autor: sbh-Redaktion/neb


Für dich aus unserer Redaktion zusammengestellt

Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend