Adidas schlägt im ersten Quartal die Erwartungen deutlich. Die UBS bleibt bei Kaufen. Doch jetzt rücken Auftragsbestand und Kostenrisiken in den Fokus.
Für dich zusammengefasst:
Adidas übertraf im ersten Quartal die Umsatz-Erwartungen.
Der Umsatz stieg auf 6,592 Milliarden Euro im ersten Quartal.
In Europa stieg der Umsatz währungsbereinigt um sechs Prozent.
Adidas ist stark in das Jahr 2026 gestartet. Der Sportartikelkonzern übertraf im ersten Quartal sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern klar die Erwartungen. Die UBS bestätigt ihre Kaufempfehlung und nennt weiter ein Kursziel von 219 Euro. Gegenüber dem Kurs von 137,80 Euro entspricht das einem Potenzial von fast 59 Prozent.
Der Umsatz stieg im ersten Quartal auf 6,592 Milliarden Euro. Währungsbereinigt lag das Plus bei 14 Prozent. Damit schnitt Adidas rund 600 Basispunkte besser ab als der Konsens erwartet hatte. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern erreichte 705 Millionen Euro. Die Marge lag bei 10,7 Prozent und damit ebenfalls über den Erwartungen. Belastet wurde die Bruttomarge durch Zölle und ungünstige Wechselkurseffekte.
Adidas erhält zusätzlichen Rückenwind durch die gestiegene Nachfrage nach Fußballtrikots. Im Juni beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Vorstandschef Björn Gulden verwies jedoch auf operative Probleme. Adidas habe bei der Auslieferung der Produkte rund um die Weltmeisterschaft an die einzelnen Märkte mit "zahlreichen Liefer- und Transportproblemen" zu kämpfen gehabt.
Er verwies zudem auf wachsenden Kostendruck in der Lieferkette. Wegen der gestiegenen Ölpreise würden die Transportkosten "allmählich explodieren", sagte er. Gleichzeitig rechne er in den kommenden sechs bis zwölf Monaten mit zunehmendem Druck auf die Materialpreise.
In Europa stieg der Umsatz währungsbereinigt um sechs Prozent. In Nordamerika lag das Plus bei zwölf Prozent, in China bei 17 Prozent. Besonders stark entwickelten sich Lateinamerika mit 26 Prozent sowie Japan und Südkorea mit 23 Prozent.
Auch die Vertriebskanäle liefen robust. Der Großhandel wuchs trotz zurückhaltender Belieferung um acht Prozent. Die eigenen Geschäfte legten um 19 Prozent zu und erzielten in jeder Region zweistelliges Wachstum.
Ausblick bestätigt
Der Konzern erwartet weiter ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum im hohen einstelligen Bereich für das laufende Jahr. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern soll rund 2,3 Milliarden Euro erreichen. Belastungen durch US-Zölle und Währungen beziffert Adidas auf etwa 400 Millionen Euro.
Die UBS wertet die unveränderte Prognose trotz der starken Zahlen nicht negativ. Angesichts des makroökonomischen Umfelds sei die Haltung des Managements umsichtig und konservativ. Die Analysten sehen sich darin bestätigt, dass Adidas seine Geschäftsbereiche besser steuert und die aktuelle Dynamik halten kann.
Für Anleger rücken nun die Entwicklung im zweiten Quartal, der Auftragsbestand und mögliche Kostensteigerungen mit Blick auf 2027 in den Fokus. Die Anleger sind guter Dinge und verpassen der Aktie einen Push nach oben.
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