AbbVie Inc

Aktie
WKN:  A1J84E ISIN:  US00287Y1091 US-Symbol:  ABBV Branche:  Pharmazeutika Land:  USA
194,50 €
-0,45 €
-0,23%
09:08:09 Uhr
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
332,13 Mrd. €
Streubesitz
23,05%
KGV
96
Dividende
5,85 EUR
Dividendenrendite
3,28%
Nachhaltigkeits-Score
54 %
Index-Zuordnung
-
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Warnung
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AbbVie Aktie Chart

AbbVie Unternehmensbeschreibung

AbbVie Inc. ist ein global ausgerichteter, forschungsintensiver Pharma- und Biotechnologiekonzern mit klarer Fokussierung auf patentgeschützte Spezialtherapien. Das US-Unternehmen mit Sitz in North Chicago, Illinois, entstand 2013 durch die Abspaltung vom Gesundheitskonzern Abbott Laboratories und zählt heute zu den etablierten Anbietern im Bereich innovativer Arzneimittel für komplexe, chronische und onkologische Erkrankungen. Der Konzern setzt auf eine Kombination aus interner Forschung, gezielten Lizenzabkommen und strategischen Übernahmen, um ein diversifiziertes, langfristig geschütztes Portfolio an Biopharmazeutika und Small-Molecule-Therapien zu sichern. Für Anleger steht AbbVie damit stellvertretend für ein reifes Pharmaunternehmen mit ausgeprägter Pipeline, starker Markenbekanntheit und hoher regulatorischer Komplexität.

Geschäftsmodell und Wertschöpfung

Das Geschäftsmodell von AbbVie basiert auf der Entwicklung, Zulassung, Vermarktung und kontinuierlichen Lebenszyklus-Optimierung verschreibungspflichtiger Arzneimittel in therapieintensiven Segmenten. Im Zentrum stehen Indikationen mit hohem medizinischem Bedarf, in denen differenzierte Wirkmechanismen, komplexe klinische Daten und regulatorische Hürden die Markteintrittsbarrieren erhöhen. Die Wertschöpfungskette umfasst die gesamte pharmazeutische Entwicklung: von der präklinischen Forschung über mehrstufige klinische Studien, Zulassungsverfahren bei Regulierungsbehörden wie der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) und der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) bis hin zu globalem Vertrieb und medizinischem Marketing. AbbVie generiert Erträge primär durch den Verkauf patentgeschützter Markenpräparate an Krankenhäuser, Fachärzte, Apothekenketten sowie über Erstattungsvereinbarungen mit Kostenträgern. Ergänzt wird das Modell durch Kooperationen mit Biotech-Unternehmen und akademischen Einrichtungen, um innovative Plattformtechnologien und neue Wirkstoffkandidaten frühzeitig zu sichern. Der Konzern nutzt seine globale Vertriebsinfrastruktur, um neue Produkte nach Markteinführung rasch in den Leitlinien und Erstattungssystemen der wichtigsten Gesundheitsmärkte zu verankern.

Mission und strategische Leitlinien

AbbVie formuliert seine Mission als konsequente Ausrichtung auf die Entwicklung von Therapien, die schwerwiegende Erkrankungen adressieren und klinisch messbare Outcome-Verbesserungen für Patienten erzielen. Im Mittelpunkt stehen chronische Autoimmunerkrankungen, komplexe Immunologie, Onkologie, Neurologie, Virologie sowie Augenerkrankungen und Ästhetik. Die Unternehmensphilosophie verbindet wissenschaftliche Exzellenz mit einer auf Langfristigkeit ausgerichteten Portfolio-Strategie. Forschung und Entwicklung werden priorisiert, um differenzierte Wirkstoffprofile zu schaffen, die nicht allein auf Preiswettbewerb, sondern auf klinische Überlegenheit, Sicherheit und Therapiekomfort setzen. AbbVie betont zugleich verantwortliches Handeln gegenüber Patienten, regulatorischen Behörden und Kostenträgern, da die Akzeptanz von Arzneimittelpreisen und Erstattungskonditionen zunehmend von gesundheitsökonomischen Evidenzen und Versorgungsstudien abhängt.

Produkte und Dienstleistungen

AbbVie bietet ein breites Spektrum rezeptpflichtiger Spezialtherapien sowie ergänzende medizinische Serviceleistungen. Zu den zentralen Therapiegebieten zählen:
  • Immunologie: Biopharmazeutische und andere Wirkstoffe für rheumatoide Arthritis, Psoriasis, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und weitere entzündliche Erkrankungen
  • Onkologie und Hämatologie: Zielgerichtete Therapien und Kombinationen für bestimmte Leukämien, Lymphome und solide Tumoren
  • Neurowissenschaften und Psychiatrie: Arzneimittel unter anderem für Migräne, neurologische Bewegungsstörungen, depressive Störungen und andere neurologische und psychiatrische Indikationen
  • Virologie: Therapien zur Behandlung ausgewählter Virusinfektionen sowie Forschung in weiteren virologischen Indikationsfeldern
  • Augenheilkunde: Spezialpräparate und Therapien für ophthalmologische Indikationen, insbesondere im Bereich Netzhaut- und Vorderabschnittserkrankungen
  • Ästhetische Medizin: Produkte für medizinische und ästhetische Anwendungen, etwa injizierbare Wirkstoffe zur Faltenbehandlung oder Volumenaufbau im Gesicht sowie ergänzende ästhetische Behandlungsoptionen
  • l>Flankierend setzt AbbVie auf medizinische Fortbildung, Datenunterstützung für Kliniker, gesundheitsökonomische Analysen und patientenorientierte Programme, die Therapieadhärenz und Versorgungsqualität verbessern sollen.

Geschäftsbereiche und Segmentstruktur

Im Zentrum der Geschäftsstruktur stehen zwei übergeordnete Bereiche:
  • Pharmaceuticals/Biopharma: Entwicklung und Vermarktung verschreibungspflichtiger Arzneimittel in Immunologie, Onkologie, Neurowissenschaften, Virologie, Augenheilkunde und weiteren Spezialfeldern. Dieser Bereich bündelt Forschung, klinische Entwicklung, regulatorische Aktivitäten und den weltweiten Vertrieb über medizinisch geprägte Außendiensteinheiten.
  • Ästhetische Medizin: Nach der Übernahme von Allergan wurde ein dedizierter Bereich für ästhetische Behandlungen etabliert, der neben medizinisch indizierten Anwendungen auch elektive, selbstzahlende Therapien adressiert. Hierzu zählen injizierbare Präparate für Faltenbehandlung, Hautvolumen und andere minimalinvasive Ästhetiklösungen.
  • l>Diese Segmentlogik ermöglicht eine Diversifikation zwischen erstattungsabhängigen Spezialtherapien und konjunktur- sowie stimmungsabhängigen ästhetischen Anwendungen. Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden funktionsübergreifend organisiert, um Synergien zwischen Indikationsfeldern und Wirkstoffplattformen zu nutzen.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

AbbVie verfügt über mehrere strukturelle Wettbewerbsvorteile, die im Pharmasektor als Burggräben gelten. Dazu zählen:
  • Starke Markenpräparate in hochspezialisierten Indikationen, die durch klinische Studien, Leitlinienempfehlungen und langjährige ärztliche Erfahrung verankert sind
  • Umfangreiches Patent- und Datenexklusivitätsportfolio, das Nachahmerprodukte über Jahre hinaus begrenzen und damit Preissetzungsspielräume stützen kann
  • Skaleneffekte in Forschung und Entwicklung durch eine breite Pipeline, die Plattformtechnologien, gemeinsame Studiendesigns und geteilte Entwicklungsressourcen ermöglicht
  • Globale Vertriebs- und Marktzugangsstrukturen, die Zulassungen, Erstattungen und Preisverhandlungen in den wichtigsten Märkten effektiv koordinieren
  • Hohe regulatorische und wissenschaftliche Eintrittsbarrieren, die in Bereichen wie Immunologie und Onkologie langjährige Erfahrung mit Studiendesign, Biomarkern und Sicherheitsprofilen erfordern
  • l>Diese Moats sind jedoch dynamisch: Patentabläufe, Biosimilar-Wettbewerb und verschärfte Preisregulierung setzen die bestehenden Schutzmechanismen unter Druck und erzwingen eine kontinuierliche Pipeline-Erneuerung.

Wettbewerbsumfeld

AbbVie agiert in einem intensiv umkämpften globalen Pharmamarkt, in dem neben klassischen Pharma- und Biotechkonzernen auch spezialisierte Biopharma-Unternehmen und Generikahersteller konkurrieren. In den Kernfeldern Immunologie, Onkologie, Neurowissenschaften und ausgewählten virologischen Indikationen trifft AbbVie auf große, international aufgestellte Wettbewerber mit vergleichbaren Ressourcen, umfassenden Pipelines und globaler Präsenz. Im Segment der ästhetischen Medizin konkurriert der Konzern mit Herstellern anderer injizierbarer Ästhetikprodukte, Laser- und Gerätetherapien sowie Chirurgie-Anbietern. Der Wettbewerb vollzieht sich nicht allein über Preise, sondern vor allem über:
  • klinische Wirksamkeit und Sicherheitsprofile
  • Komfort und Frequenz der Anwendung aus Patientensicht
  • Gesundheitsökonomische Evidenz gegenüber Kostenträgern
  • Aufnahme in medizinische Leitlinien
  • Tempo und Erfolg der Markteinführung neuer Wirkstoffe
  • l>Gleichzeitig entsteht in vielen Indikationen Parallelwettbewerb durch Biosimilars und Generika, sobald Schutzrechte auslaufen.

Management, Governance und Strategie

Die Unternehmensführung von AbbVie wird von einem erfahrenen Managementteam geprägt, das aus langjährigen Führungskräften der Pharma- und Biotechindustrie besteht. An der Spitze steht ein Vorstand, der von einem Aufsichtsgremium mit überwiegend unabhängigen Mitgliedern kontrolliert wird. Die Führungsstruktur spiegelt die globale Ausrichtung und die wissenschaftliche Fokussierung des Konzerns wider: Forschung, klinische Entwicklung, Regulierung, Produktion, Qualitätssicherung, Kommerzialisierung und Corporate Development sind als eigenständige Funktionsbereiche mit klaren Verantwortlichkeiten organisiert. Strategisch setzt AbbVie auf:
  • kontinuierliche Stärkung der F&E-Pipeline in Kerntherapiefeldern
  • gezielte Lizenz- und Kooperationsabkommen mit innovativen Biotech-Unternehmen
  • Portfolio-Diversifikation durch Akquisitionen, insbesondere im Bereich Ästhetik und Augenheilkunde
  • Optimierung des Portfolios hin zu spezialisierten Therapien mit hoher Differenzierung
  • strikte Compliance- und Governance-Standards, um regulatorische Risiken und Haftungsrisiken zu begrenzen
  • l>Das Management kommuniziert eine langfristig ausgerichtete Kapitalallokation, die signifikante Investitionen in Forschung und Entwicklung mit Aktionärsinteressen und Bilanzdisziplin in Einklang bringen soll, ohne konkrete Renditeversprechen zu geben. Nach dem langjährigen Wirken von Richard A. Gonzalez als Chief Executive Officer hat AbbVie einen Führungswechsel eingeleitet und Michael Severino Kurz als CEO und Chairman berufen, was die Bedeutung von Kontinuität und zugleich Erneuerung im Top-Management unterstreicht.

Branche, Märkte und regionale Präsenz

AbbVie ist in der globalen forschungsorientierten Pharma- und Biotechbranche tätig, einer kapitalintensiven, stark regulierten und zyklisch wenig schwankungsanfälligen Industrie. Wachstumstreiber sind die demografische Entwicklung, die Zunahme chronischer Erkrankungen, medizinischer Fortschritt sowie ein wachsender Zugang zu Gesundheitsversorgung in Schwellenländern. Die wichtigsten Absatzmärkte liegen in Nordamerika, Europa und ausgewählten asiatisch-pazifischen Ländern mit ausgebauten Erstattungssystemen und hoher Therapiedurchdringung. Im Ästhetiksegment spielen darüber hinaus private Ausgaben und Wohlstandsniveaus eine größere Rolle. Rahmenbedingungen werden von Regulierungsbehörden, Preis- und Erstattungspolitik, Patentrecht sowie gesundheitspolitischen Reformen bestimmt. Regionale Unterschiede in der Kostenerstattung, in Rabattverträgen, in der Zulassungsgeschwindigkeit und im Wettbewerb durch Generika und Biosimilars beeinflussen die Margenstruktur erheblich. AbbVie ist daher bestrebt, die geografische Diversifikation zu erhöhen und gleichzeitig die Präsenz in wichtigen Kernmärkten zu verteidigen.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

AbbVie wurde 2013 als eigenständiges, börsennotiertes Biopharma-Unternehmen aus Abbott Laboratories herausgelöst. Die Abspaltung zielte darauf ab, das forschungsintensive, patentabhängige Pharmageschäft von den eher konsumorientierten und diagnostischen Aktivitäten des Mutterkonzerns zu trennen. Seitdem hat AbbVie seine Position durch organische Forschung und bedeutende Akquisitionen systematisch ausgebaut. Ein einschneidender Schritt war der Erwerb von Allergan, einem etablierten Anbieter im Bereich ästhetische Medizin und Augenheilkunde. Damit erweiterte AbbVie sein Spektrum neben klassischen, erstattungsfinanzierten Therapien um elektive, cashbasierte Behandlungen. Die Unternehmensgeschichte ist geprägt von einer engen Verzahnung aus interner F&E, Kooperationen mit Biotech-Unternehmen und einem aktiven Management von Patentzyklen. Im Zeitverlauf wandelte sich AbbVie von einem stark konzentrierten zu einem deutlich breiter diversifizierten Portfolioanbieter, um Abhängigkeiten von einzelnen Blockbuster-Präparaten zu reduzieren.

Besonderheiten und ESG-Aspekte

Eine Besonderheit von AbbVie liegt in der Kombination aus Biopharma-Fokus und einem substantiellen Engagement in der ästhetischen Medizin. Diese Verbindung führt zu einer Mischpositionierung zwischen klassischer Spezialpharma und Lifestyle-nahen Therapieangeboten. Darüber hinaus verfolgt das Unternehmen Programme im Bereich Nachhaltigkeit, Ethik und gesellschaftliche Verantwortung. Dazu gehören Initiativen zur Verbesserung des Zugangs zu Medikamenten in einkommensschwachen Regionen, Engagement in der klinischen Forschungstransparenz sowie Maßnahmen zum Umwelt- und Klimaschutz entlang der Lieferkette. ESG-Risiken bestehen vor allem bei Arzneimittelpreisen, Marketingpraktiken, Produktqualität und Pharmakovigilanz. Die Einhaltung regulatorischer Anforderungen, die Vermeidung von Rechtsstreitigkeiten sowie die Nachvollziehbarkeit der Preisgestaltung sind zentrale Faktoren für die Reputation und langfristige Akzeptanz von AbbVie bei Patienten, Ärzten, Kostenträgern und Investoren.

Chancen aus Anlegersicht

Aus Sicht eines konservativen Anlegers ergeben sich mehrere potenzielle Chancen:
  • Demografischer Rückenwind: Eine alternde Bevölkerung und die Ausweitung der Gesundheitsversorgung in vielen Märkten stützen die Nachfrage nach onkologischen, immunologischen und neurologischen Therapien.
  • Spezialpharma-Fokus: Die Ausrichtung auf Indikationen mit hohem medizinischem Bedarf und komplexen Wirkmechanismen kann die Preissetzungsmacht und das Margenpotenzial unterstützen, sofern Differenzierung und klinische Evidenz bestehen bleiben.
  • Pipeline und Innovation: Eine breite F&E-Pipeline erhöht die Chance, neue Präparate zu entwickeln, die bestehende Umsatzträger teilweise ersetzen oder ergänzen und das Portfolio gegen Patentabläufe absichern.
  • Diversifikation durch Ästhetik: Die Präsenz im Segment ästhetische Medizin schafft eine zusätzliche Ertragsquelle, die weniger von staatlicher Kostenerstattung beeinflusst wird, jedoch stärker vom Konsumklima abhängt.
  • Skaleneffekte und globale Präsenz: Die Größe des Unternehmens ermöglicht Effizienzvorteile in Produktion, klinischer Entwicklung und Markteinführung.
  • l>Diese Faktoren können die langfristige Ertragskraft stützen, sind aber stark davon abhängig, dass die Innovationspipeline und das regulatorische Umfeld stabil bleiben.

Risiken aus Anlegersicht

Konservative Anleger sollten zugleich wesentliche Risiken berücksichtigen:
  • Patentabläufe und Biosimilar-Druck: Der Auslauf von Exklusivrechten kann zu deutlichen Umsatz- und Margenrückgängen führen, wenn keine ausreichend starke Nachfolgepipeline bereitsteht oder Preisdruck durch Wettbewerber rasch zunimmt.
  • Regulatorische und politische Risiken: Veränderungen der Gesundheits- und Preispolitik, insbesondere in den USA und Europa, können die Verhandlungsmacht der Pharmaindustrie bei Preisen und Erstattung erheblich einschränken.
  • Forschungs- und Entwicklungsrisiken: Hohe F&E-Aufwendungen sind mit erheblichen Unsicherheiten verbunden. Klinische Fehlschläge, Zulassungsverzögerungen oder Sicherheitsbedenken können die Wertschöpfung der Pipeline beeinträchtigen.
  • Reputations- und Rechtsrisiken: Streitigkeiten über Arzneimittelsicherheit, Marketingpraktiken oder Preisgestaltung können zu Strafzahlungen, Vergleichszahlungen und Reputationsschäden führen.
  • Integrations- und Konzentrationsrisiken: Große Übernahmen, insbesondere im Ästhetikbereich, beinhalten Integrationsrisiken und können zu Abhängigkeiten von einzelnen Franchise-Bereichen führen.
  • l>Für konservative Investoren bedeutet dies, dass ein Engagement in AbbVie trotz der defensiven Grundcharakteristik der Pharmabranche eine sorgfältige Beobachtung der Patentlandschaft, der Pipeline-Entwicklung, der regulatorischen Rahmenbedingungen und der Governance-Strukturen erfordert. Die Attraktivität des Unternehmens hängt maßgeblich von der Fähigkeit ab, wissenschaftliche Innovation, regulatorische Anforderungen und wirtschaftliche Nachhaltigkeit langfristig in Einklang zu bringen.

Realtime-Kursdaten

Geld/Brief 194,50 € / 195,20 €
Spread +0,36%
Schluss Vortag 194,95 €
Gehandelte Stücke 113
Tagesvolumen Vortag 206.210,9 €
Tagestief 194,50 €
Tageshoch 195,85 €
52W-Tief 155,20 €
52W-Hoch 208,50 €
Jahrestief 162,90 €
Jahreshoch 204,50 €

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Warnung
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlage­strategien geeignet. Eine vorgeschriebene allgemeine Mitteilung gemäß BaFin-Beschluss.

AbbVie Aktie - Nachrichtenlage zusammengefasst:

  • AbbVie Inc. wird weiterhin für eine vielversprechende Pipeline in der Onkologie gelobt, besonders nach den jüngsten positiven Studienergebnissen.
  • Das Unternehmen hat neue Partnerschaften angekündigt, um innovative Therapien schneller auf den Markt zu bringen, was das Wachstumspotenzial erheblich steigern könnte.
  • Analysten haben die Prognosen für das nächste Quartal angehoben, gestützt durch starke Verkaufszahlen im Bereich der immunologischen Produkte.
Hinweis

Community: Diskussion zur AbbVie Aktie

Zusammengefasst - darüber diskutiert aktuell die Community

  • Die Beiträge behandeln AbbVies jüngste Geschäftszahlen und zeigen wiederholtes Umsatz‑ und Ergebniswachstum, getragen vor allem von den Immunologika Skyrizi und Rinvoq, während der Umsatzrückgang von Humira durch Biosimilars sowie Prognoseanpassungen und erhebliche IPR&D‑ und Meilensteinaufwendungen für Quartalsvolatilität sorgen.
  • Diskutiert werden zudem strategische Maßnahmen und die Pipeline‑entwicklung — von Übernahmen (z. B. Capstan), Produktionsinvestitionen und Patentvergleichen zu Rinvoq bis hin zu Produkteinführungen wie Atogepant und vereinzelten klinischen Rückschlägen — die Chancen und Unsicherheiten für das künftige Wachstum prägen.
  • Die Anlegerstimmung wird als überwiegend positiv bis vorsichtig beschrieben: Viele sehen AbbVie als dividendenstarken Value‑Titel mit Kurs‑ und Dividendenpotenzial, während andere vor ambitionierten Analystenerwartungen, den finanziellen Folgen von IPR&D‑Kosten und Studienrisiken warnen.
Hinweis
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AbbVie Aktie: Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 56.334 $
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. 9.137 $
Jahresüberschuss in Mio. 4.286 $
Umsatz je Aktie 31,77 $
Gewinn je Aktie 2,41 $
Gewinnrendite +128,90%
Umsatzrendite +7,59%
Return on Investment +3,17%
Marktkapitalisierung in Mio. 315.062 $
KGV (Kurs/Gewinn) 73,73
KBV (Kurs/Buchwert) 94,52
KUV (Kurs/Umsatz) 5,59
Eigenkapitalrendite +128,66%
Eigenkapitalquote +2,46%

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Derivate

Hebelprodukte (1)
Optionsscheine 1
Alle Derivate

Dividenden Kennzahlen

Dividendenrendite 3,28%
Auszahlungen/Jahr 4
Gesteigert seit 12 Jahren
Keine Senkung seit 12 Jahren
Stabilität der Dividende 0,90 (max 1,00)
Jährlicher 6,81% (5 Jahre)
Dividendenzuwachs 12,50% (10 Jahre)
Ausschüttungs- 48,56% (auf den Gewinn/FFO)
quote % (auf den Free Cash Flow)
Erwartete Dividendensteigerung 2,67%

Dividenden Historie

Datum Dividende
15.04.2026 1,73 $
16.01.2026 1,73 $
15.10.2025 1,64 $
15.07.2025 1,64 $
15.04.2025 1,64 $
15.01.2025 1,64 $
15.10.2024 1,55 $
15.07.2024 1,55 $
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AbbVie Termine

30.06.2026 Quartalsmitteilung
Quelle: Leeway

AbbVie Aktie: Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Düsseldorf 194,55 -0,49%
195,50 € 08:10
Frankfurt 194,05 -0,51%
195,05 € 08:02
Hamburg 194,90 +1,25%
192,50 € 10.06.26
München 194,46 +0,03%
194,40 € 08:01
Stuttgart 195,00 -0,03%
195,05 € 08:55
Xetra 194,35 -0,97%
196,25 € 09:04
L&S RT 195,075 -0,03%
195,125 € 09:26
NYSE 224,95 $ 0 %
224,95 $ 01:00
Nasdaq 224,94 $ -0,20%
225,39 $ 10.06.26
AMEX 226,04 $ +0,12%
225,76 $ 10.06.26
Wien 194,65 -0,76%
196,15 € 09:05
SIX Swiss Exchange 169,00 ¤ 0 %
169,00 ¤ 03.06.26
Tradegate 194,50 -0,23%
194,95 € 09:08
Quotrix 195,35 -0,66%
196,65 € 07:27
Gettex 194,24 -0,17%
194,58 € 09:25
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
10.06.26 194,95 206 T
09.06.26 195,30 221 T
08.06.26 193,40 1,15 M
05.06.26 197,15 0,85 M
04.06.26 193,70 194 T
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 193,70 € +0,98%
1 Monat 172,25 € +13,56%
6 Monate 190,80 € +2,52%
1 Jahr 166,80 € +17,27%
5 Jahre 95,33 € +105,18%

Unternehmensprofil AbbVie

AbbVie Inc. ist ein global ausgerichteter, forschungsintensiver Pharma- und Biotechnologiekonzern mit klarer Fokussierung auf patentgeschützte Spezialtherapien. Das US-Unternehmen mit Sitz in North Chicago, Illinois, entstand 2013 durch die Abspaltung vom Gesundheitskonzern Abbott Laboratories und zählt heute zu den etablierten Anbietern im Bereich innovativer Arzneimittel für komplexe, chronische und onkologische Erkrankungen. Der Konzern setzt auf eine Kombination aus interner Forschung, gezielten Lizenzabkommen und strategischen Übernahmen, um ein diversifiziertes, langfristig geschütztes Portfolio an Biopharmazeutika und Small-Molecule-Therapien zu sichern. Für Anleger steht AbbVie damit stellvertretend für ein reifes Pharmaunternehmen mit ausgeprägter Pipeline, starker Markenbekanntheit und hoher regulatorischer Komplexität.

Geschäftsmodell und Wertschöpfung

Das Geschäftsmodell von AbbVie basiert auf der Entwicklung, Zulassung, Vermarktung und kontinuierlichen Lebenszyklus-Optimierung verschreibungspflichtiger Arzneimittel in therapieintensiven Segmenten. Im Zentrum stehen Indikationen mit hohem medizinischem Bedarf, in denen differenzierte Wirkmechanismen, komplexe klinische Daten und regulatorische Hürden die Markteintrittsbarrieren erhöhen. Die Wertschöpfungskette umfasst die gesamte pharmazeutische Entwicklung: von der präklinischen Forschung über mehrstufige klinische Studien, Zulassungsverfahren bei Regulierungsbehörden wie der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) und der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) bis hin zu globalem Vertrieb und medizinischem Marketing. AbbVie generiert Erträge primär durch den Verkauf patentgeschützter Markenpräparate an Krankenhäuser, Fachärzte, Apothekenketten sowie über Erstattungsvereinbarungen mit Kostenträgern. Ergänzt wird das Modell durch Kooperationen mit Biotech-Unternehmen und akademischen Einrichtungen, um innovative Plattformtechnologien und neue Wirkstoffkandidaten frühzeitig zu sichern. Der Konzern nutzt seine globale Vertriebsinfrastruktur, um neue Produkte nach Markteinführung rasch in den Leitlinien und Erstattungssystemen der wichtigsten Gesundheitsmärkte zu verankern.

Mission und strategische Leitlinien

AbbVie formuliert seine Mission als konsequente Ausrichtung auf die Entwicklung von Therapien, die schwerwiegende Erkrankungen adressieren und klinisch messbare Outcome-Verbesserungen für Patienten erzielen. Im Mittelpunkt stehen chronische Autoimmunerkrankungen, komplexe Immunologie, Onkologie, Neurologie, Virologie sowie Augenerkrankungen und Ästhetik. Die Unternehmensphilosophie verbindet wissenschaftliche Exzellenz mit einer auf Langfristigkeit ausgerichteten Portfolio-Strategie. Forschung und Entwicklung werden priorisiert, um differenzierte Wirkstoffprofile zu schaffen, die nicht allein auf Preiswettbewerb, sondern auf klinische Überlegenheit, Sicherheit und Therapiekomfort setzen. AbbVie betont zugleich verantwortliches Handeln gegenüber Patienten, regulatorischen Behörden und Kostenträgern, da die Akzeptanz von Arzneimittelpreisen und Erstattungskonditionen zunehmend von gesundheitsökonomischen Evidenzen und Versorgungsstudien abhängt.

Produkte und Dienstleistungen

AbbVie bietet ein breites Spektrum rezeptpflichtiger Spezialtherapien sowie ergänzende medizinische Serviceleistungen. Zu den zentralen Therapiegebieten zählen:
  • Immunologie: Biopharmazeutische und andere Wirkstoffe für rheumatoide Arthritis, Psoriasis, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und weitere entzündliche Erkrankungen
  • Onkologie und Hämatologie: Zielgerichtete Therapien und Kombinationen für bestimmte Leukämien, Lymphome und solide Tumoren
  • Neurowissenschaften und Psychiatrie: Arzneimittel unter anderem für Migräne, neurologische Bewegungsstörungen, depressive Störungen und andere neurologische und psychiatrische Indikationen
  • Virologie: Therapien zur Behandlung ausgewählter Virusinfektionen sowie Forschung in weiteren virologischen Indikationsfeldern
  • Augenheilkunde: Spezialpräparate und Therapien für ophthalmologische Indikationen, insbesondere im Bereich Netzhaut- und Vorderabschnittserkrankungen
  • Ästhetische Medizin: Produkte für medizinische und ästhetische Anwendungen, etwa injizierbare Wirkstoffe zur Faltenbehandlung oder Volumenaufbau im Gesicht sowie ergänzende ästhetische Behandlungsoptionen
  • l>Flankierend setzt AbbVie auf medizinische Fortbildung, Datenunterstützung für Kliniker, gesundheitsökonomische Analysen und patientenorientierte Programme, die Therapieadhärenz und Versorgungsqualität verbessern sollen.

Geschäftsbereiche und Segmentstruktur

Im Zentrum der Geschäftsstruktur stehen zwei übergeordnete Bereiche:
  • Pharmaceuticals/Biopharma: Entwicklung und Vermarktung verschreibungspflichtiger Arzneimittel in Immunologie, Onkologie, Neurowissenschaften, Virologie, Augenheilkunde und weiteren Spezialfeldern. Dieser Bereich bündelt Forschung, klinische Entwicklung, regulatorische Aktivitäten und den weltweiten Vertrieb über medizinisch geprägte Außendiensteinheiten.
  • Ästhetische Medizin: Nach der Übernahme von Allergan wurde ein dedizierter Bereich für ästhetische Behandlungen etabliert, der neben medizinisch indizierten Anwendungen auch elektive, selbstzahlende Therapien adressiert. Hierzu zählen injizierbare Präparate für Faltenbehandlung, Hautvolumen und andere minimalinvasive Ästhetiklösungen.
  • l>Diese Segmentlogik ermöglicht eine Diversifikation zwischen erstattungsabhängigen Spezialtherapien und konjunktur- sowie stimmungsabhängigen ästhetischen Anwendungen. Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden funktionsübergreifend organisiert, um Synergien zwischen Indikationsfeldern und Wirkstoffplattformen zu nutzen.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

AbbVie verfügt über mehrere strukturelle Wettbewerbsvorteile, die im Pharmasektor als Burggräben gelten. Dazu zählen:
  • Starke Markenpräparate in hochspezialisierten Indikationen, die durch klinische Studien, Leitlinienempfehlungen und langjährige ärztliche Erfahrung verankert sind
  • Umfangreiches Patent- und Datenexklusivitätsportfolio, das Nachahmerprodukte über Jahre hinaus begrenzen und damit Preissetzungsspielräume stützen kann
  • Skaleneffekte in Forschung und Entwicklung durch eine breite Pipeline, die Plattformtechnologien, gemeinsame Studiendesigns und geteilte Entwicklungsressourcen ermöglicht
  • Globale Vertriebs- und Marktzugangsstrukturen, die Zulassungen, Erstattungen und Preisverhandlungen in den wichtigsten Märkten effektiv koordinieren
  • Hohe regulatorische und wissenschaftliche Eintrittsbarrieren, die in Bereichen wie Immunologie und Onkologie langjährige Erfahrung mit Studiendesign, Biomarkern und Sicherheitsprofilen erfordern
  • l>Diese Moats sind jedoch dynamisch: Patentabläufe, Biosimilar-Wettbewerb und verschärfte Preisregulierung setzen die bestehenden Schutzmechanismen unter Druck und erzwingen eine kontinuierliche Pipeline-Erneuerung.

Wettbewerbsumfeld

AbbVie agiert in einem intensiv umkämpften globalen Pharmamarkt, in dem neben klassischen Pharma- und Biotechkonzernen auch spezialisierte Biopharma-Unternehmen und Generikahersteller konkurrieren. In den Kernfeldern Immunologie, Onkologie, Neurowissenschaften und ausgewählten virologischen Indikationen trifft AbbVie auf große, international aufgestellte Wettbewerber mit vergleichbaren Ressourcen, umfassenden Pipelines und globaler Präsenz. Im Segment der ästhetischen Medizin konkurriert der Konzern mit Herstellern anderer injizierbarer Ästhetikprodukte, Laser- und Gerätetherapien sowie Chirurgie-Anbietern. Der Wettbewerb vollzieht sich nicht allein über Preise, sondern vor allem über:
  • klinische Wirksamkeit und Sicherheitsprofile
  • Komfort und Frequenz der Anwendung aus Patientensicht
  • Gesundheitsökonomische Evidenz gegenüber Kostenträgern
  • Aufnahme in medizinische Leitlinien
  • Tempo und Erfolg der Markteinführung neuer Wirkstoffe
  • l>Gleichzeitig entsteht in vielen Indikationen Parallelwettbewerb durch Biosimilars und Generika, sobald Schutzrechte auslaufen.

Management, Governance und Strategie

Die Unternehmensführung von AbbVie wird von einem erfahrenen Managementteam geprägt, das aus langjährigen Führungskräften der Pharma- und Biotechindustrie besteht. An der Spitze steht ein Vorstand, der von einem Aufsichtsgremium mit überwiegend unabhängigen Mitgliedern kontrolliert wird. Die Führungsstruktur spiegelt die globale Ausrichtung und die wissenschaftliche Fokussierung des Konzerns wider: Forschung, klinische Entwicklung, Regulierung, Produktion, Qualitätssicherung, Kommerzialisierung und Corporate Development sind als eigenständige Funktionsbereiche mit klaren Verantwortlichkeiten organisiert. Strategisch setzt AbbVie auf:
  • kontinuierliche Stärkung der F&E-Pipeline in Kerntherapiefeldern
  • gezielte Lizenz- und Kooperationsabkommen mit innovativen Biotech-Unternehmen
  • Portfolio-Diversifikation durch Akquisitionen, insbesondere im Bereich Ästhetik und Augenheilkunde
  • Optimierung des Portfolios hin zu spezialisierten Therapien mit hoher Differenzierung
  • strikte Compliance- und Governance-Standards, um regulatorische Risiken und Haftungsrisiken zu begrenzen
  • l>Das Management kommuniziert eine langfristig ausgerichtete Kapitalallokation, die signifikante Investitionen in Forschung und Entwicklung mit Aktionärsinteressen und Bilanzdisziplin in Einklang bringen soll, ohne konkrete Renditeversprechen zu geben. Nach dem langjährigen Wirken von Richard A. Gonzalez als Chief Executive Officer hat AbbVie einen Führungswechsel eingeleitet und Michael Severino Kurz als CEO und Chairman berufen, was die Bedeutung von Kontinuität und zugleich Erneuerung im Top-Management unterstreicht.

Branche, Märkte und regionale Präsenz

AbbVie ist in der globalen forschungsorientierten Pharma- und Biotechbranche tätig, einer kapitalintensiven, stark regulierten und zyklisch wenig schwankungsanfälligen Industrie. Wachstumstreiber sind die demografische Entwicklung, die Zunahme chronischer Erkrankungen, medizinischer Fortschritt sowie ein wachsender Zugang zu Gesundheitsversorgung in Schwellenländern. Die wichtigsten Absatzmärkte liegen in Nordamerika, Europa und ausgewählten asiatisch-pazifischen Ländern mit ausgebauten Erstattungssystemen und hoher Therapiedurchdringung. Im Ästhetiksegment spielen darüber hinaus private Ausgaben und Wohlstandsniveaus eine größere Rolle. Rahmenbedingungen werden von Regulierungsbehörden, Preis- und Erstattungspolitik, Patentrecht sowie gesundheitspolitischen Reformen bestimmt. Regionale Unterschiede in der Kostenerstattung, in Rabattverträgen, in der Zulassungsgeschwindigkeit und im Wettbewerb durch Generika und Biosimilars beeinflussen die Margenstruktur erheblich. AbbVie ist daher bestrebt, die geografische Diversifikation zu erhöhen und gleichzeitig die Präsenz in wichtigen Kernmärkten zu verteidigen.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

AbbVie wurde 2013 als eigenständiges, börsennotiertes Biopharma-Unternehmen aus Abbott Laboratories herausgelöst. Die Abspaltung zielte darauf ab, das forschungsintensive, patentabhängige Pharmageschäft von den eher konsumorientierten und diagnostischen Aktivitäten des Mutterkonzerns zu trennen. Seitdem hat AbbVie seine Position durch organische Forschung und bedeutende Akquisitionen systematisch ausgebaut. Ein einschneidender Schritt war der Erwerb von Allergan, einem etablierten Anbieter im Bereich ästhetische Medizin und Augenheilkunde. Damit erweiterte AbbVie sein Spektrum neben klassischen, erstattungsfinanzierten Therapien um elektive, cashbasierte Behandlungen. Die Unternehmensgeschichte ist geprägt von einer engen Verzahnung aus interner F&E, Kooperationen mit Biotech-Unternehmen und einem aktiven Management von Patentzyklen. Im Zeitverlauf wandelte sich AbbVie von einem stark konzentrierten zu einem deutlich breiter diversifizierten Portfolioanbieter, um Abhängigkeiten von einzelnen Blockbuster-Präparaten zu reduzieren.

Besonderheiten und ESG-Aspekte

Eine Besonderheit von AbbVie liegt in der Kombination aus Biopharma-Fokus und einem substantiellen Engagement in der ästhetischen Medizin. Diese Verbindung führt zu einer Mischpositionierung zwischen klassischer Spezialpharma und Lifestyle-nahen Therapieangeboten. Darüber hinaus verfolgt das Unternehmen Programme im Bereich Nachhaltigkeit, Ethik und gesellschaftliche Verantwortung. Dazu gehören Initiativen zur Verbesserung des Zugangs zu Medikamenten in einkommensschwachen Regionen, Engagement in der klinischen Forschungstransparenz sowie Maßnahmen zum Umwelt- und Klimaschutz entlang der Lieferkette. ESG-Risiken bestehen vor allem bei Arzneimittelpreisen, Marketingpraktiken, Produktqualität und Pharmakovigilanz. Die Einhaltung regulatorischer Anforderungen, die Vermeidung von Rechtsstreitigkeiten sowie die Nachvollziehbarkeit der Preisgestaltung sind zentrale Faktoren für die Reputation und langfristige Akzeptanz von AbbVie bei Patienten, Ärzten, Kostenträgern und Investoren.

Chancen aus Anlegersicht

Aus Sicht eines konservativen Anlegers ergeben sich mehrere potenzielle Chancen:
  • Demografischer Rückenwind: Eine alternde Bevölkerung und die Ausweitung der Gesundheitsversorgung in vielen Märkten stützen die Nachfrage nach onkologischen, immunologischen und neurologischen Therapien.
  • Spezialpharma-Fokus: Die Ausrichtung auf Indikationen mit hohem medizinischem Bedarf und komplexen Wirkmechanismen kann die Preissetzungsmacht und das Margenpotenzial unterstützen, sofern Differenzierung und klinische Evidenz bestehen bleiben.
  • Pipeline und Innovation: Eine breite F&E-Pipeline erhöht die Chance, neue Präparate zu entwickeln, die bestehende Umsatzträger teilweise ersetzen oder ergänzen und das Portfolio gegen Patentabläufe absichern.
  • Diversifikation durch Ästhetik: Die Präsenz im Segment ästhetische Medizin schafft eine zusätzliche Ertragsquelle, die weniger von staatlicher Kostenerstattung beeinflusst wird, jedoch stärker vom Konsumklima abhängt.
  • Skaleneffekte und globale Präsenz: Die Größe des Unternehmens ermöglicht Effizienzvorteile in Produktion, klinischer Entwicklung und Markteinführung.
  • l>Diese Faktoren können die langfristige Ertragskraft stützen, sind aber stark davon abhängig, dass die Innovationspipeline und das regulatorische Umfeld stabil bleiben.

Risiken aus Anlegersicht

Konservative Anleger sollten zugleich wesentliche Risiken berücksichtigen:
  • Patentabläufe und Biosimilar-Druck: Der Auslauf von Exklusivrechten kann zu deutlichen Umsatz- und Margenrückgängen führen, wenn keine ausreichend starke Nachfolgepipeline bereitsteht oder Preisdruck durch Wettbewerber rasch zunimmt.
  • Regulatorische und politische Risiken: Veränderungen der Gesundheits- und Preispolitik, insbesondere in den USA und Europa, können die Verhandlungsmacht der Pharmaindustrie bei Preisen und Erstattung erheblich einschränken.
  • Forschungs- und Entwicklungsrisiken: Hohe F&E-Aufwendungen sind mit erheblichen Unsicherheiten verbunden. Klinische Fehlschläge, Zulassungsverzögerungen oder Sicherheitsbedenken können die Wertschöpfung der Pipeline beeinträchtigen.
  • Reputations- und Rechtsrisiken: Streitigkeiten über Arzneimittelsicherheit, Marketingpraktiken oder Preisgestaltung können zu Strafzahlungen, Vergleichszahlungen und Reputationsschäden führen.
  • Integrations- und Konzentrationsrisiken: Große Übernahmen, insbesondere im Ästhetikbereich, beinhalten Integrationsrisiken und können zu Abhängigkeiten von einzelnen Franchise-Bereichen führen.
  • l>Für konservative Investoren bedeutet dies, dass ein Engagement in AbbVie trotz der defensiven Grundcharakteristik der Pharmabranche eine sorgfältige Beobachtung der Patentlandschaft, der Pipeline-Entwicklung, der regulatorischen Rahmenbedingungen und der Governance-Strukturen erfordert. Die Attraktivität des Unternehmens hängt maßgeblich von der Fähigkeit ab, wissenschaftliche Innovation, regulatorische Anforderungen und wirtschaftliche Nachhaltigkeit langfristig in Einklang zu bringen.
Stand: Mai 2026
Hinweis

AbbVie Prognose 2026: Einstufung & Empfehlung von Analysten

AbbVie Kursziel 2026

  • Die AbbVie Kurs Performance für 2026 liegt bei -0,41%.

Stammdaten

Marktkapitalisierung 332,13 Mrd. €
Aktienanzahl 1,77 Mrd.
Streubesitz 23,05%
Währung EUR
Land USA
Sektor Gesundheit
Branche Pharmazeutika
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+10,23% Vanguard Group Inc
+8,56% BlackRock Inc
+4,60% State Street Corp
+3,21% JPMorgan Chase & Co
+2,65% Geode Capital Management, LLC
+2,15% Morgan Stanley - Brokerage Accounts
+1,77% Capital Research Global Investors
+1,46% Bank of America Corp
+1,45% NORGES BANK
+1,23% FMR Inc
+1,20% Northern Trust Corp
+0,90% Capital World Investors
+0,86% The Goldman Sachs Group Inc
+0,82% Franklin Resources Inc
+0,82% Capital Research & Mgmt Co - Division 3
+0,80% UBS Asset Mgmt Americas Inc
+0,80% UBS Group AG
+0,75% Bank of New York Mellon Corp
+0,74% T. Rowe Price Associates, Inc.
+0,73% Charles Schwab Investment Management Inc
+31,23% Weitere
+23,05% Streubesitz

Community-Beiträge zu AbbVie

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ARIVA.DE
Börsenstress treibt Anleger in Dividenden – ...
Dies ist ein automatisiert generierter Hinweis auf die neueste News zu "AbbVie Inc" aus der ARIVA.DE Redaktion.

Anleger pumpen wieder Milliarden in Dividendenfonds. Aktien, die Rendite, Analystenfantasie und Kurspotenzial verbinden könnten.

Lesen Sie den ganzen Artikel: Börsenstress treibt Anleger in Dividenden – diese Aktien könnten jetzt Stabilität liefern
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Tamakoschy
News
AbbVie (ABBV) on Wednesday said it expects a significant impact on fourth-quarter earnings due to charges related to acquired in-process research and development (IPR&D) and milestone expenses, highlighting continued financial fallout from recent deal activity https://seekingalpha.com/news/4537567-abbvie-flags-13b-iprd-charge-warns-of-q4-earnings-pressure
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Highländer49
AbbVie
Die Aktie von AbbVie hat sich 2025 zu einem der auffälligsten Lichtblicke im sonst schwächelnden Pharmasektor entwickelt. Während viele Gesundheitswerte unter dem Druck neuer Technologie-Hypes litten, avancierte AbbVie zu einem überraschenden Outperformer und setzte ein klares Signal an den Markt. https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2025-12/67207125-abbvie-top-pick-fuer-pharma-anleger-486.htm
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Tamakoschy
Prognose reduziert
https://de.marketscreener.com/boerse-nachrichten/abbvie-erwartet-2-7-milliarden-us-dollar-f-e-aufwand-im-dritten-quartal-und-senkt-jahresprognose-ce7d5bdfdf89ff22 AbbVie senkt Jahresgewinnprognose nach erwartetem Forschungsaufwand von 2,7 Milliarden US-Dollar Veröffentlicht am 03.10.2025 um 22:33 AbbVie senkt Jahresgewinnprognose nach erwartetem Forschungsaufwand von 2,7 Milliarden US-Dollar Der US-Pharmakonzern AbbVie hat am Freitag seine Jahresgewinnprognose gesenkt, nachdem das Unternehmen einen erwarteten Aufwand von 2,7 Milliarden US-Dollar im Zusammenhang mit Ausgaben für laufende Forschungs- und Entwicklungsprojekte (IPR&D) im dritten Quartal angekündigt hatte. Wie das in Chicago ansässige Unternehmen in einer behördlichen Mitteilung erklärte, können solche Ausgaben im Rahmen von Kooperationen, Lizenzvereinbarungen oder Übernahmen von Vermögenswerten entstehen. Aufgrund der Unsicherheit hinsichtlich Zeitpunkt und Eintritt werden diese Kosten jedoch nicht im Voraus prognostiziert. AbbVie machte keine Angaben dazu, wie genau die Ausgaben entstanden sind. Unter Berücksichtigung des Aufwands im dritten Quartal erwartet AbbVie für das Gesamtjahr nun einen bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 10,38 und 10,58 US-Dollar. Zuvor lag die Prognose bei 11,88 bis 12,08 US-Dollar. Analysten hatten laut von LSEG zusammengestellten Daten einen bereinigten Jahresgewinn je Aktie von 12,02 US-Dollar erwartet. Die vorherige Prognose für den bereinigten Jahresgewinn, die am 31. Juli veröffentlicht wurde, schloss laut Unternehmen alle IPR&D-Ausgaben nach dem zweiten Quartal aus. AbbVie betonte zudem, dass die Ergebnisse für das am 30. September beendete Quartal noch nicht endgültig feststehen. ,,Es kann keine Garantie dafür gegeben werden, dass unsere endgültigen Ergebnisse nicht von diesen vorläufigen Schätzungen abweichen", erklärte das Unternehmen. Für das dritte Quartal prognostiziert AbbVie einen bereinigten Gewinn je Aktie im Bereich von 1,74 bis 1,78 US-Dollar - inklusive der IPR&D-Ausgaben. Damit liegt die Prognose deutlich unter der Analystenschätzung von 3,27 US-Dollar. Unabhängig davon gab AbbVie Anfang dieser Woche bekannt, mit dem Bau einer 195 Millionen US-Dollar teuren Produktionsanlage in North Chicago, Illinois, begonnen zu haben. Dort sollen künftig Medikamente aus den Bereichen Immunologie, Onkologie und Neurowissenschaften hergestellt werden. Die Anlage soll bis 2027 vollständig in Betrieb gehen. AbbVie setzt verstärkt auf die neueren Immunologika Skyrizi und Rinvoq, um die rückläufigen Umsätze mit dem Blockbuster-Arzneimittel Humira abzufedern, das seit 2023 in den USA Konkurrenz durch Biosimilars erhält. Seitdem hat das Unternehmen mehr als 20 Milliarden US-Dollar in Übernahmen investiert und plant, in den kommenden zehn Jahren weitere 10 Milliarden US-Dollar für den Ausbau in den USA auszugeben. Die AbbVie-Aktie gab im nachbörslichen Handel leicht nach. Reuters logo © Reuters - 2025
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Tamakoschy
EMA
https://seekingalpha.com/news/3841602-abbvies-rinvoq-gets-ema-panel-nod-for-expanded-use-in-ulcerative-colitis AbbVie's Rinvoq gets EMA panel nod for expanded use in ulcerative colitis
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Tamakoschy
Rinvoq
https://seekingalpha.com/news/3836825-abbvie-rinvoq-demonstrates-remission-at-one-year-in-crohns-patients AbbVie's Rinvoq demonstrates remission at one year in Crohn's patients
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neymar
AbbVie
Gordon Reid discusses AbbVie Inc https://www.bnnbloomberg.ca/video/gordon-reid-discusses-abbvie-inc~2418139
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Qwerleser
Ab durch die Decke
Irre wie die Aktie läuft, sollte bei meinem Kauf eigentlich nur gute Divi ausschütten, mittlerweile denEK weit mehr als verdoppelt. Insbesondere in Anbetracht des allgemeinen Marktes eine starke Leistung des Unternehmens!
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Häufig gestellte Fragen zur AbbVie Aktie und zum AbbVie Kurs

Der aktuelle Kurs der AbbVie Aktie liegt bei 194,50 €.

Für 1.000€ kann man sich 5,14 AbbVie Aktien kaufen.

Das Tickersymbol der AbbVie Aktie lautet ABBV.

Die 1 Monats-Performance der AbbVie Aktie beträgt aktuell 13,56%.

Die 1 Jahres-Performance der AbbVie Aktie beträgt aktuell 17,27%.

Der Aktienkurs der AbbVie Aktie liegt aktuell bei 194,50 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von 13,56% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von AbbVie eine Wertentwicklung von -0,61% aus und über 6 Monate sind es 2,52%.

Das 52-Wochen-Hoch der AbbVie Aktie liegt bei 208,50 €.

Das 52-Wochen-Tief der AbbVie Aktie liegt bei 155,20 €.

Das Allzeithoch von AbbVie liegt bei 208,50 €.

Das Allzeittief von AbbVie liegt bei 32,15 €.

Die Volatilität der AbbVie Aktie liegt derzeit bei 28,16%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von AbbVie in letzter Zeit schwankte.

Die Marktkapitalisierung beträgt 332,13 Mrd. €

Insgesamt sind 1.773,2 Mio AbbVie Aktien im Umlauf.

Vanguard Group Inc hält +10,23% der Aktien und ist damit Hauptaktionär.

Laut money:care Nachhaltigkeitsscore liegt die Nachhaltigkeit von AbbVie bei 54%. Erfahre hier mehr

AbbVie hat seinen Hauptsitz in USA.

AbbVie gehört zum Sektor Pharmazeutika.

Das KGV der AbbVie Aktie beträgt 96.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von AbbVie betrug 56,33 Mrd $.

Die nächsten Termine von AbbVie sind:
  • 30.06.2026 - Quartalsmitteilung

Ja, AbbVie zahlt Dividenden. Zuletzt wurde am 15.04.2026 eine Dividende in Höhe von 1,73 $ (1,47 €) gezahlt.

Zuletzt hat AbbVie am 15.04.2026 eine Dividende in Höhe von 1,73 $ (1,47 €) gezahlt.
Dies entspricht einer Dividendenrendite von 0,77%. Die Dividende wird vierteljährlich gezahlt.

Die letzte Dividende von AbbVie wurde am 15.04.2026 in Höhe von 1,73 $ (1,47 €) je Aktie ausgeschüttet.
Das ergibt, basierend auf dem aktuellen Kurs, eine Dividendenrendite von 0,77%.

Die Dividende wird vierteljährlich gezahlt.

Der letzte Zahltag der Dividende war am 15.04.2026. Es wurde eine Dividende in Höhe von 1,73 $ (1,47 €) gezahlt.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss man die Aktie am Ex-Tag (Ex-Date) im Depot haben.