Dadurch verschärft sich das Narrativ der internen Rivalität zwischen dem nativen Krypto-Asset XRP und dem relativ neuen Stablecoin RLUSD. Ursprünglich war XRP als Brückenwährung konzipiert, doch nun greift Ripple für reale B2B-Zahlungen in Afrika verstärkt auf digitale Dollar zurück. Flutterwave wird Ripple USD zukünftig in seine Infrastruktur integrieren, um Unternehmen internationale Abwicklungen abseits klassischer Korrespondenzbanken zu ermöglichen.
Reece Merrick, Geschäftsführer für den Wirtschaftsraum MEA bei Ripple, betonte, dass RLUSD eine zentrale Rolle im afrikanischen Zahlungsraum einnehmen soll. Damit verbleibt XRP zwar in der Validierungsschicht des Ledgers, verliert im operativen Zahlungsverkehr aber an Relevanz. Ripple versucht somit, im rund 300 Milliarden US-Dollar schweren Stablecoin-Markt gegenüber Tether und Circle aufzuholen. Im laufenden Jahr verzeichnete RLUSD ein Wachstum von 20 Prozent auf derzeit 1,6 Milliarden US-Dollar. Zum Vergleich: USDT, der Platzhirsch von Tether, kommt auf eine Marktkapitalisierung von 186 Milliarden US-Dollar.
Trotz allem will Brad Garlinghouse nichts von einer internen Rivalität wissen: “XRP ist und bleibt das Herzstück unserer Vision”, betonte der Ripple-CEO zum Jahresbeginn. Man wolle eine langfristige Perspektive einnehmen, “was Krypto-basierte Vermögenswerte wie XRP und RLUSD leisten können, anstatt Zyklen und Hypes hinterherzujagen”.
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