Fortis Inc

Aktie
WKN:  881347 ISIN:  CA3495531079 US-Symbol:  FTS Branche:  Stromversorgungsunternehmen Land:  Kanada
49,20 €
+0,06 €
+0,12%
13:02:07 Uhr
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
21,91 Mrd. €
Streubesitz
43,28%
KGV
17,75
Dividende
1,58 EUR
Dividendenrendite
3,63%
Index-Zuordnung
-
Fortis Aktie Chart

Fortis Unternehmensbeschreibung

Fortis Inc. ist ein nordamerikanischer, regulierter Versorger mit Fokus auf Strom- und Gasinfrastruktur. Das Unternehmen betreibt vor allem Stromverteilnetze, Übertragungsleitungen und Gasdistributionssysteme in Kanada, den USA und der Karibik. Durch die Regulierung seiner Netze erzielt Fortis überwiegend planbare, wiederkehrende Erträge, die sich für langfristig orientierte, konservative Anleger mit Fokus auf Stabilität und Dividendenkontinuität eignen. Der Konzern agiert als Holdingstruktur für regionale Tochtergesellschaften, die jeweils in ihrem Versorgungsgebiet Monopol- oder Quasi-Monopolstellungen innehaben und auf Basis regulatorischer Rahmenwerke eine genehmigte Eigenkapitalrendite erwirtschaften. Im Zentrum des Geschäftsmodells steht die kapitalintensive Bereitstellung kritischer Energieinfrastruktur mit hohen Eintrittsbarrieren, langen Investitionszyklen und einer ausgeprägten Kundenstickiness.

Geschäftsmodell und Erlösquellen

Das Geschäftsmodell von Fortis basiert auf der regulierten Bereitstellung von Elektrizität und Erdgas über Verteil- und Übertragungsnetze. Der Konzern erwirtschaftet den Großteil seiner Erlöse aus Netzentgelten, die von Regulierungsbehörden auf Basis des investierten Kapitals (Rate Base) und genehmigter Renditen festgelegt werden. Die Ergebnisentwicklung hängt daher weniger von kurzfristigen Strompreisschwankungen ab, sondern von regulatorischen Entscheidungen, Investitionsvolumen in die Netzinfrastruktur und Effizienzvorgaben. Zusätzliche Erlösströme entstehen durch Dienstleistungen im Netzbetrieb wie Anschlussdienstleistungen, Messwesen, Wartung, Netzmodernisierung und Integrationsleistungen für dezentrale Erzeuger. Das Geschäftsmodell ist stark kapitalbindend, da Fortis kontinuierlich in Netzerneuerung, Kapazitätserweiterung, Netzstabilität, Resilienz gegen Extremwetter und die Integration erneuerbarer Energien investiert. Die Refinanzierung erfolgt typischerweise über eine Mischung aus langfristigen Anleihen, Bankkrediten und Eigenkapital, abgestimmt auf regulatorische Kapitalstrukturen. Durch diese Regulierungslogik ist das Gewinnprofil tendenziell defensiv, aber zinssensitiv und abhängig von Investitionsgenehmigungen.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von Fortis lässt sich auf die verlässliche, sichere und zunehmend nachhaltige Energieversorgung seiner Kunden in den jeweiligen Konzessionsgebieten verdichten. Das Unternehmen betont die langfristige Versorgungssicherheit, Netzzuverlässigkeit und Kundenzufriedenheit als Kernziele. Strategisch zielt Fortis auf ein stetiges organisches Wachstum der regulierten Rate Base, die Dekarbonisierung des Energiesystems und die Erhöhung der Netzresilienz gegenüber klimabedingten Extremereignissen. Der Konzern positioniert sich als langfristiger Infrastrukturpartner für Regionen in Kanada, den USA und der Karibik, der Investitionen in Elektrifizierungsprojekte, Netzhärtung, Digitalisierung und intelligente Messsysteme priorisiert. Management und Aufsichtsorgane betonen typischerweise Kapitaldisziplin, ein ausbalanciertes Risikoprofil, regulatorische Compliance und die Aufrechterhaltung einer verlässlichen Dividendenausschüttungspolitik als zentrale Elemente ihrer Mission gegenüber Investoren.

Produkte, Dienstleistungen und Wertschöpfung

Fortis bietet in erster Linie leitungsgebundene Versorgung mit Elektrizität und Erdgas sowie zugehörige Netzservices an. Die Wertschöpfungskette konzentriert sich auf die folgenden Bereiche
  • Stromverteilung an Privat-, Gewerbe- und Industriekunden in definierten Konzessionsgebieten
  • Stromübertragung über Hochspannungsleitungen, einschließlich Verbindungsleitungen zwischen Regionen
  • Gasverteilung und -logistik für Haushalte, Gewerbe und Industrie in ausgewählten Märkten
  • Planung, Bau, Betrieb und Instandhaltung von Netz- und Zählerinfrastruktur
  • Netzmodernisierung, inklusive Smart-Grid-Technologien, Automatisierung und Digitalisierung
  • Netzintegration erneuerbarer Erzeugungskapazitäten und dezentraler Energiequellen
Erzeugungskapazitäten spielen bei Fortis im Vergleich zu rein vertikal integrierten Versorgern eine nachgelagerte Rolle, der Schwerpunkt liegt deutlich auf regulierten Netzen. Die angebotenen Dienstleistungen sind in hohem Maße nicht substituierbar, da sie Bestandteil der kritischen Infrastruktur der jeweiligen Regionen sind. Zusätzliche Mehrwertdienste, etwa Energieeffizienzprogramme oder Beratungsleistungen zur Laststeuerung, ergänzen regional das Kerngeschäft, ohne dessen Charakter als reguliertes Infrastrukturunternehmen zu verändern.

Business Units und regionale Struktur

Fortis ist als Holding organisiert und bündelt eine Reihe regionaler Versorgungsunternehmen in Kanada, den USA und der Karibik. Zu den wesentlichen operativen Einheiten zählen in Kanada mehrere Strom- und Gasversorger, in den USA unter anderem Beteiligungen an regionalen Strom- und Gasnetzbetreibern sowie eigenständige Versorgergesellschaften in der Karibik. Jede Business Unit operiert innerhalb eines spezifischen regulatorischen Rahmens mit eigenständigen Tarifperioden, Investitionsplänen und Eigenkapitalquoten. Die regionale Diversifikation reduziert die Abhängigkeit von einer einzelnen Regulierungsbehörde oder einem Markt. Gleichzeitig erhöht sie die Komplexität des Konzerns hinsichtlich Regulierung, Genehmigungsprozessen und Währungsrisiken. Die Holding übernimmt zentrale Funktionen wie Kapitalallokation, Finanzierung, übergeordnete Strategieentwicklung, Risikomanagement und Investor Relations, während die operativen Gesellschaften für den täglichen Netzbetrieb, Kundenservice und die Umsetzung regionaler Investitionsprojekte verantwortlich sind.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Fortis verfügt über mehrere strukturelle Wettbewerbsvorteile. Zentrale Moats ergeben sich aus der monopolähnlichen Stellung in den jeweiligen Versorgungsgebieten, der hohen Kapitalintensität sowie der regulatorischen Abschirmung. Der Aufbau paralleler Netzinfrastruktur wäre ökonomisch kaum sinnvoll und politisch schwer durchsetzbar, sodass die Netzkonzessionen de facto einen exklusiven Zugang zu den Endkunden sichern. Zusätzlich begrenzt der regulatorische Rahmen die Renditen, gewährt im Gegenzug aber Planbarkeit und Schutz vor aggressivem Wettbewerb. Die langen Lebenszyklen der Vermögenswerte, die hohe Relevanz für Versorgungssicherheit und die enge Einbindung in regionale Planungsprozesse schaffen einen stabilen Infrastruktur-Moat. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal von Fortis ist die geografische Diversifikation über mehrere nordamerikanische Rechtsräume und Inselökonomien in der Karibik. Diese Streuung reduziert einzelne regulatorische und wetterbedingte Risiken. Historisch hat Fortis zudem eine Kontinuität bei Dividenden und eine Anlegerpositionierung als defensiver, dividendenorientierter Versorger aufgebaut, was zu einer stabilen, langfristig orientierten Investorenschaft führt.

Wettbewerbsumfeld und Peer Group

Als regulierter Versorger konkurriert Fortis nur eingeschränkt direkt um Endkunden. Der Wettbewerb findet primär auf Kapitalmärkten sowie bei regulatorisch genehmigten Investitionen und Übernahmen statt. Relevante Wettbewerber und Vergleichsunternehmen sind andere nordamerikanische Versorgergruppen mit stark reguliertem Profil. In Kanada zählen dazu große integrierte Energieversorger und Netzbetreiber; in den USA ist Fortis mit Unternehmen vergleichbar, die einen Schwerpunkt auf regulierten Strom- und Gasnetzen haben. Auf der Kapitalmarktseite konkurriert Fortis im Universum defensiver Infrastrukturwerte mit Pipelinebetreibern, anderen Stromnetzbetreibern und regulierten Multi-Utilities um Investitionskapital. Der differenzierende Faktor liegt hier in der Quote regulierter Vermögenswerte, der geografischen Allokation, der Dividendenhistorie und der jeweiligen ESG-Positionierung.

Management, Governance und Strategie

Das Management von Fortis verfolgt eine langfristig ausgerichtete Infrastruktur- und Dividendenstrategie. Im Vordergrund steht die kontinuierliche Erweiterung und Modernisierung der regulierten Netzinfrastruktur, um die Rate Base zu erhöhen und damit die Ertragsbasis mittelfristig zu vergrößern. Die Führungsebene setzt auf eine konservative Bilanzpolitik mit angestrebten Investment-Grade-Ratings, um langfristig kapitalmarktfähig zu bleiben und attraktive Refinanzierungskonditionen sicherzustellen. Governance-seitig arbeitet Fortis mit einem Board of Directors, das Erfahrungen aus den Bereichen Energieversorgung, Regulierung, Finanzen und Infrastruktur bündelt. Die Strategie orientiert sich an klar definierten Investitionsplänen, die auf regionale Genehmigungsprozesse abgestimmt sind. Wichtige strategische Stoßrichtungen sind
  • Dekarbonisierung der Netze und Integration erneuerbarer Energien
  • Stärkung der Netzresilienz gegenüber Extremwetterereignissen
  • Digitalisierung und Automatisierung zur Effizienzsteigerung
  • Kapitaldisziplin und ausgewogene Dividendenpolitik
  • Gezielte, werterhaltende Akquisitionen im regulierten Umfeld, sofern sie sich in das bestehende Profil einfügen
Als konservativer Versorger fokussiert Fortis weniger auf spekulative Wachstumsprojekte als auf inkrementelles, reguliertes Wachstum.

Branchen- und Regionenanalyse

Fortis operiert in der Versorgerbranche, einem traditionell defensiven, stark regulierten Sektor mit hohen Eintrittsbarrieren. In Nordamerika steht die Branche vor einem dreifachen Transformationsdruck
  • Dekarbonisierung und Energie-Transition hin zu emissionsärmeren Erzeugungsportfolios
  • Elektrifizierung von Verkehr, Wärme und Industrie, was zu steigenden Lasten und Netzanforderungen führt
  • Digitalisierung und Dezentralisierung, inklusive Smart Grids und Einbindung von Prosumenten
Für Netzbetreiber wie Fortis bedeutet dies steigende Investitionsbedarfe in Übertragungs- und Verteilnetze, um Netzstabilität, Kapazität und Flexibilität sicherzustellen. In Kanada und den USA ist die regulatorische Landschaft heterogen, im Grundsatz aber investitionsfreundlich ausgestaltet, sofern Projekte die Versorgungssicherheit, Klimaziele oder die Wirtschaftsentwicklung unterstützen. In der Karibik ist die Nachfrageentwicklung stark abhängig von Tourismus, Wirtschaftswachstum und Klimarisiken durch Hurrikans und steigende Meeresspiegel. Fortis ist damit in Märkten aktiv, die zwar strukturell wachstumsarm, aber durch die Transformation des Energiesystems geprägt von anhaltenden Infrastrukturinvestitionen sind. Das Chancen-Risiko-Profil bleibt dennoch stark von regulatorischen Rahmenbedingungen, politischer Stabilität und der Zinsentwicklung abhängig.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Fortis hat sich aus einem regionalen Versorgungsunternehmen in Kanada zu einer diversifizierten nordamerikanischen Versorgerholding entwickelt. Der Konzern entstand durch die Bündelung und schrittweise Expansion mehrerer regionaler Strom- und Gasversorger, zunächst innerhalb Kanadas und später in die USA und die Karibik. Über Jahrzehnte hat Fortis seine Präsenz durch Akquisitionen regulierter Netzbetreiber und Investitionen in bestehende Infrastrukturen sukzessive ausgebaut. Die Unternehmensgeschichte ist geprägt von einer Strategie der inkrementellen Expansion unter Beibehaltung einer konservativen Bilanzstruktur. Wiederkehrende Motive sind die Fokussierung auf regulierte Assets, die Vermeidung übermäßiger Exponierung in volatilen Erzeugungssegmenten und die Pflege langer regulatorischer Beziehungen in den jeweiligen Regionen. Die historisch gewachsene Struktur erklärt die auf mehrere operative Gesellschaften verteilte Markenlandschaft, die lokale Marktkenntnis mit der finanziellen Stärke einer übergeordneten Holding verbindet.

Besonderheiten und ESG-Aspekte

Eine Besonderheit von Fortis ist die starke Ausrichtung auf regulierte Netze und die bewusste Positionierung als defensiver, dividendenorientierter Infrastrukturwert. Im Vergleich zu Unternehmen mit signifikantem Anteil unregulierter Erzeugung weist Fortis typischerweise ein weniger zyklisches, aber zinssensitives Profil auf. ESG-Aspekte gewinnen zunehmend an Bedeutung, da Regulierungsbehörden, Investoren und Kunden Dekarbonisierung, Netzstabilität und soziale Verantwortung stärker gewichten. Fortis investiert in Netzhärtung, Klimaresilienz, Emissionsreduktion und Arbeitssicherheit. Insbesondere in der Karibik ist das Management von Klimarisiken, wie Hurrikans, von hoher Relevanz. Zudem spielen Stakeholder-Engagement, Tariffairness und die Versorgung benachteiligter Bevölkerungsgruppen eine wichtige Rolle für die soziale Akzeptanz und regulatorische Unterstützung. Als börsennotiertes Unternehmen unterliegt Fortis umfangreichen Offenlegungspflichten, darunter Berichte zu Corporate Governance, Nachhaltigkeit und Risikomanagement, die institutionellen Investoren eine detaillierte Beurteilung des ESG-Profils ermöglichen.

Chancen aus Sicht konservativer Anleger

Für konservative Anleger bietet Fortis mehrere potenzielle Chancen
  • Hoher Anteil regulierter Infrastruktur mit planbaren Cashflows und begrenzter Konjunktursensitivität
  • Monopolähnliche Marktpositionen in Versorgungsgebieten mit hohen Eintrittsbarrieren
  • Struktureller Investitionsbedarf in die Elektrifizierung, Netzerneuerung und Klimaanpassung, der die Rate Base langfristig ausweiten kann
  • Geografische Diversifikation über verschiedene Regulierungsräume in Nordamerika und die Karibik
  • Unternehmenshistorie, die auf Kapitaldisziplin, langfristige Bilanzstabilität und Dividendenkontinuität ausgerichtet ist
Im Portfoliozusammenhang kann Fortis als defensiver Baustein dienen, der Ertragsschwankungen in zyklischeren Sektoren abfedert, sofern regulatorische Stabilität und solide Finanzierungsbedingungen fortbestehen.

Risiken und zentrale Unsicherheiten

Trotz des defensiven Profils ist ein Investment in Fortis mit spezifischen Risiken verbunden
  • Zinssensitivität: Steigende Zinsen können die Finanzierungskosten erhöhen, investitionsgetriebene Wachstumspläne erschweren und die Attraktivität dividendenorientierter Versorger gegenüber Anleihen mindern.
  • Regulatorisches Risiko: Änderungen in Regulierungsregimen, etwa niedrigere genehmigte Renditen oder strengere Kostenanerkennung, könnten die Profitabilität beeinträchtigen.
  • Klimarisiken: Extremwetterereignisse, insbesondere in karibischen Märkten, können zu Schäden an der Infrastruktur, erhöhtem Capex-Bedarf und temporären Versorgungsunterbrechungen führen.
  • Währungs- und Länderrisiken: Engagements in verschiedenen Rechtsräumen und Währungen bergen Wechselkurs-, Rechts- und Politrisiken, die sich auf Cashflows und Bewertungen auswirken können.
  • Ausführungsrisiken bei Großprojekten: Verzögerungen, Kostenüberschreitungen oder Genehmigungsprobleme bei Netz- und Modernisierungsprojekten können Renditen schmälern.
Konservative Investoren sollten diese Risikofaktoren strukturiert gegenüber den Chancen eines stabilen, regulierten Infrastrukturengagements abwägen und die individuelle Risikotragfähigkeit, Diversifikation im Gesamtportfolio sowie die Zins- und Regulierungsperspektive berücksichtigen, ohne sich auf bestimmte Renditeerwartungen zu verlassen.

Realtime-Kursdaten

Geld/Brief 48,83 € / 49,19 €
Spread +0,74%
Schluss Vortag 49,14 €
Gehandelte Stücke 747
Tagesvolumen Vortag 54.588 €
Tagestief 49,08 €
Tageshoch 49,20 €
52W-Tief 39,79 €
52W-Hoch 51,20 €
Jahrestief 43,31 €
Jahreshoch 51,20 €

Community: Diskussion zur Fortis Aktie

Zusammengefasst - darüber diskutiert aktuell die Community

  • Fortis ist ein breit diversifizierter, zu 100 % regulierter nordamerikanischer Versorger mit rund 3,5 Mio. Kunden, neun Strom‑ und Gasversorgern sowie historischer Expansion (u. a. ITC), der stabile, kapitalintensive Netz‑ und Übertragungsinvestitionen betreibt.
  • Finanziell weist das Unternehmen 2025 einen Umsatz von 12,17 Mrd. CAD, einen bereinigten Gewinn je Aktie von 3,53 CAD, eine Jahresdividende von 2,51 CAD (52 Jahre Dividendenerhöhungen), einen Kapitalplan 2026–2030 über 28,8 Mrd. CAD und solide Kreditratings (z. B. S&P A−) auf, weshalb Anleger vor allem an Dividende und planbarem, reguliertem Wachstum partizipieren.
  • Als Gegenargumente werden die vergleichsweise hohe Bewertung (KGV ≈ 22,6), Zins‑, regulatorische, Währungs‑ und physische Risiken genannt; dementsprechend wird die Aktie als fair bis ambitioniert bewertet, kurzfristig eher gehalten und langfristig als geeigneter Kernwert für konservative Anleger mit begrenzter Sicherheitsmarge eingeschätzt.
Hinweis
Jetzt mitdiskutieren

Fortis Aktie: Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 11.508 $
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. 3.292 $
Jahresüberschuss in Mio. 1.680 $
Umsatz je Aktie 23,09 $
Gewinn je Aktie 3,37 $
Gewinnrendite +7,06%
Umsatzrendite +14,60%
Return on Investment +2,24%
Marktkapitalisierung in Mio. 29.810 $
KGV (Kurs/Gewinn) 17,75
KBV (Kurs/Buchwert) 1,25
KUV (Kurs/Umsatz) 2,59
Eigenkapitalrendite +7,06%
Eigenkapitalquote +31,72%

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Dividenden Kennzahlen

Auszahlungen/Jahr 4
Gesteigert seit 52 Jahre
Keine Senkung seit 52 Jahre
Stabilität der Dividende 0,99 (max 1,00)
Jährlicher 4,88% (5 Jahre)
Dividendenzuwachs 5,5% (10 Jahre)
Ausschüttungs- 71,1% (auf den Gewinn/FFO)
quote 100% (auf den Free Cash Flow)
Erwartete Dividendensteigerung 4,02%

Dividenden Historie

Datum Dividende
17.02.2026 0,64 CAD
17.11.2025 0,64 CAD
19.08.2025 0,62 CAD
16.05.2025 0,62 CAD
18.02.2025 0,62 CAD
18.11.2024 0,62 CAD
20.08.2024 0,59 CAD
16.05.2024 0,59 CAD
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Fortis Aktie: Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Düsseldorf 48,79 -0,14%
48,86 € 10.04.26
Frankfurt 50,00 +1,24%
49,39 € 08:00
Hamburg 48,95 -0,16%
49,03 € 08:19
München 49,20 -0,14%
49,27 € 10.04.26
Stuttgart 48,84 -0,71%
49,19 € 13:03
L&S RT 49,01 +0,01%
49,005 € 13:22
NYSE 57,60 $ +0,35%
57,40 $ 10.04.26
Nasdaq 57,67 $ +0,46%
57,405 $ 10.04.26
AMEX 58,15 $ +1,08%
57,53 $ 10.04.26
Tradegate 49,20 +0,12%
49,14 € 13:02
Quotrix 48,96 -0,14%
49,03 € 07:27
Gettex 48,85 -0,81%
49,25 € 13:14
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
13.04.26 49,20 36.594
10.04.26 49,14 55 T
09.04.26 49,05 11.355
08.04.26 49,14 40.734
07.04.26 49,37 49.465
02.04.26 49,25 31.198
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 49,25 € -0,10%
1 Monat 50,94 € -3,42%
6 Monate 44,01 € +11,79%
1 Jahr 41,04 € +19,88%
5 Jahre 36,92 € +33,26%

Unternehmensprofil Fortis

Fortis Inc. ist ein nordamerikanischer, regulierter Versorger mit Fokus auf Strom- und Gasinfrastruktur. Das Unternehmen betreibt vor allem Stromverteilnetze, Übertragungsleitungen und Gasdistributionssysteme in Kanada, den USA und der Karibik. Durch die Regulierung seiner Netze erzielt Fortis überwiegend planbare, wiederkehrende Erträge, die sich für langfristig orientierte, konservative Anleger mit Fokus auf Stabilität und Dividendenkontinuität eignen. Der Konzern agiert als Holdingstruktur für regionale Tochtergesellschaften, die jeweils in ihrem Versorgungsgebiet Monopol- oder Quasi-Monopolstellungen innehaben und auf Basis regulatorischer Rahmenwerke eine genehmigte Eigenkapitalrendite erwirtschaften. Im Zentrum des Geschäftsmodells steht die kapitalintensive Bereitstellung kritischer Energieinfrastruktur mit hohen Eintrittsbarrieren, langen Investitionszyklen und einer ausgeprägten Kundenstickiness.

Geschäftsmodell und Erlösquellen

Das Geschäftsmodell von Fortis basiert auf der regulierten Bereitstellung von Elektrizität und Erdgas über Verteil- und Übertragungsnetze. Der Konzern erwirtschaftet den Großteil seiner Erlöse aus Netzentgelten, die von Regulierungsbehörden auf Basis des investierten Kapitals (Rate Base) und genehmigter Renditen festgelegt werden. Die Ergebnisentwicklung hängt daher weniger von kurzfristigen Strompreisschwankungen ab, sondern von regulatorischen Entscheidungen, Investitionsvolumen in die Netzinfrastruktur und Effizienzvorgaben. Zusätzliche Erlösströme entstehen durch Dienstleistungen im Netzbetrieb wie Anschlussdienstleistungen, Messwesen, Wartung, Netzmodernisierung und Integrationsleistungen für dezentrale Erzeuger. Das Geschäftsmodell ist stark kapitalbindend, da Fortis kontinuierlich in Netzerneuerung, Kapazitätserweiterung, Netzstabilität, Resilienz gegen Extremwetter und die Integration erneuerbarer Energien investiert. Die Refinanzierung erfolgt typischerweise über eine Mischung aus langfristigen Anleihen, Bankkrediten und Eigenkapital, abgestimmt auf regulatorische Kapitalstrukturen. Durch diese Regulierungslogik ist das Gewinnprofil tendenziell defensiv, aber zinssensitiv und abhängig von Investitionsgenehmigungen.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von Fortis lässt sich auf die verlässliche, sichere und zunehmend nachhaltige Energieversorgung seiner Kunden in den jeweiligen Konzessionsgebieten verdichten. Das Unternehmen betont die langfristige Versorgungssicherheit, Netzzuverlässigkeit und Kundenzufriedenheit als Kernziele. Strategisch zielt Fortis auf ein stetiges organisches Wachstum der regulierten Rate Base, die Dekarbonisierung des Energiesystems und die Erhöhung der Netzresilienz gegenüber klimabedingten Extremereignissen. Der Konzern positioniert sich als langfristiger Infrastrukturpartner für Regionen in Kanada, den USA und der Karibik, der Investitionen in Elektrifizierungsprojekte, Netzhärtung, Digitalisierung und intelligente Messsysteme priorisiert. Management und Aufsichtsorgane betonen typischerweise Kapitaldisziplin, ein ausbalanciertes Risikoprofil, regulatorische Compliance und die Aufrechterhaltung einer verlässlichen Dividendenausschüttungspolitik als zentrale Elemente ihrer Mission gegenüber Investoren.

Produkte, Dienstleistungen und Wertschöpfung

Fortis bietet in erster Linie leitungsgebundene Versorgung mit Elektrizität und Erdgas sowie zugehörige Netzservices an. Die Wertschöpfungskette konzentriert sich auf die folgenden Bereiche
  • Stromverteilung an Privat-, Gewerbe- und Industriekunden in definierten Konzessionsgebieten
  • Stromübertragung über Hochspannungsleitungen, einschließlich Verbindungsleitungen zwischen Regionen
  • Gasverteilung und -logistik für Haushalte, Gewerbe und Industrie in ausgewählten Märkten
  • Planung, Bau, Betrieb und Instandhaltung von Netz- und Zählerinfrastruktur
  • Netzmodernisierung, inklusive Smart-Grid-Technologien, Automatisierung und Digitalisierung
  • Netzintegration erneuerbarer Erzeugungskapazitäten und dezentraler Energiequellen
Erzeugungskapazitäten spielen bei Fortis im Vergleich zu rein vertikal integrierten Versorgern eine nachgelagerte Rolle, der Schwerpunkt liegt deutlich auf regulierten Netzen. Die angebotenen Dienstleistungen sind in hohem Maße nicht substituierbar, da sie Bestandteil der kritischen Infrastruktur der jeweiligen Regionen sind. Zusätzliche Mehrwertdienste, etwa Energieeffizienzprogramme oder Beratungsleistungen zur Laststeuerung, ergänzen regional das Kerngeschäft, ohne dessen Charakter als reguliertes Infrastrukturunternehmen zu verändern.

Business Units und regionale Struktur

Fortis ist als Holding organisiert und bündelt eine Reihe regionaler Versorgungsunternehmen in Kanada, den USA und der Karibik. Zu den wesentlichen operativen Einheiten zählen in Kanada mehrere Strom- und Gasversorger, in den USA unter anderem Beteiligungen an regionalen Strom- und Gasnetzbetreibern sowie eigenständige Versorgergesellschaften in der Karibik. Jede Business Unit operiert innerhalb eines spezifischen regulatorischen Rahmens mit eigenständigen Tarifperioden, Investitionsplänen und Eigenkapitalquoten. Die regionale Diversifikation reduziert die Abhängigkeit von einer einzelnen Regulierungsbehörde oder einem Markt. Gleichzeitig erhöht sie die Komplexität des Konzerns hinsichtlich Regulierung, Genehmigungsprozessen und Währungsrisiken. Die Holding übernimmt zentrale Funktionen wie Kapitalallokation, Finanzierung, übergeordnete Strategieentwicklung, Risikomanagement und Investor Relations, während die operativen Gesellschaften für den täglichen Netzbetrieb, Kundenservice und die Umsetzung regionaler Investitionsprojekte verantwortlich sind.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Fortis verfügt über mehrere strukturelle Wettbewerbsvorteile. Zentrale Moats ergeben sich aus der monopolähnlichen Stellung in den jeweiligen Versorgungsgebieten, der hohen Kapitalintensität sowie der regulatorischen Abschirmung. Der Aufbau paralleler Netzinfrastruktur wäre ökonomisch kaum sinnvoll und politisch schwer durchsetzbar, sodass die Netzkonzessionen de facto einen exklusiven Zugang zu den Endkunden sichern. Zusätzlich begrenzt der regulatorische Rahmen die Renditen, gewährt im Gegenzug aber Planbarkeit und Schutz vor aggressivem Wettbewerb. Die langen Lebenszyklen der Vermögenswerte, die hohe Relevanz für Versorgungssicherheit und die enge Einbindung in regionale Planungsprozesse schaffen einen stabilen Infrastruktur-Moat. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal von Fortis ist die geografische Diversifikation über mehrere nordamerikanische Rechtsräume und Inselökonomien in der Karibik. Diese Streuung reduziert einzelne regulatorische und wetterbedingte Risiken. Historisch hat Fortis zudem eine Kontinuität bei Dividenden und eine Anlegerpositionierung als defensiver, dividendenorientierter Versorger aufgebaut, was zu einer stabilen, langfristig orientierten Investorenschaft führt.

Wettbewerbsumfeld und Peer Group

Als regulierter Versorger konkurriert Fortis nur eingeschränkt direkt um Endkunden. Der Wettbewerb findet primär auf Kapitalmärkten sowie bei regulatorisch genehmigten Investitionen und Übernahmen statt. Relevante Wettbewerber und Vergleichsunternehmen sind andere nordamerikanische Versorgergruppen mit stark reguliertem Profil. In Kanada zählen dazu große integrierte Energieversorger und Netzbetreiber; in den USA ist Fortis mit Unternehmen vergleichbar, die einen Schwerpunkt auf regulierten Strom- und Gasnetzen haben. Auf der Kapitalmarktseite konkurriert Fortis im Universum defensiver Infrastrukturwerte mit Pipelinebetreibern, anderen Stromnetzbetreibern und regulierten Multi-Utilities um Investitionskapital. Der differenzierende Faktor liegt hier in der Quote regulierter Vermögenswerte, der geografischen Allokation, der Dividendenhistorie und der jeweiligen ESG-Positionierung.

Management, Governance und Strategie

Das Management von Fortis verfolgt eine langfristig ausgerichtete Infrastruktur- und Dividendenstrategie. Im Vordergrund steht die kontinuierliche Erweiterung und Modernisierung der regulierten Netzinfrastruktur, um die Rate Base zu erhöhen und damit die Ertragsbasis mittelfristig zu vergrößern. Die Führungsebene setzt auf eine konservative Bilanzpolitik mit angestrebten Investment-Grade-Ratings, um langfristig kapitalmarktfähig zu bleiben und attraktive Refinanzierungskonditionen sicherzustellen. Governance-seitig arbeitet Fortis mit einem Board of Directors, das Erfahrungen aus den Bereichen Energieversorgung, Regulierung, Finanzen und Infrastruktur bündelt. Die Strategie orientiert sich an klar definierten Investitionsplänen, die auf regionale Genehmigungsprozesse abgestimmt sind. Wichtige strategische Stoßrichtungen sind
  • Dekarbonisierung der Netze und Integration erneuerbarer Energien
  • Stärkung der Netzresilienz gegenüber Extremwetterereignissen
  • Digitalisierung und Automatisierung zur Effizienzsteigerung
  • Kapitaldisziplin und ausgewogene Dividendenpolitik
  • Gezielte, werterhaltende Akquisitionen im regulierten Umfeld, sofern sie sich in das bestehende Profil einfügen
Als konservativer Versorger fokussiert Fortis weniger auf spekulative Wachstumsprojekte als auf inkrementelles, reguliertes Wachstum.

Branchen- und Regionenanalyse

Fortis operiert in der Versorgerbranche, einem traditionell defensiven, stark regulierten Sektor mit hohen Eintrittsbarrieren. In Nordamerika steht die Branche vor einem dreifachen Transformationsdruck
  • Dekarbonisierung und Energie-Transition hin zu emissionsärmeren Erzeugungsportfolios
  • Elektrifizierung von Verkehr, Wärme und Industrie, was zu steigenden Lasten und Netzanforderungen führt
  • Digitalisierung und Dezentralisierung, inklusive Smart Grids und Einbindung von Prosumenten
Für Netzbetreiber wie Fortis bedeutet dies steigende Investitionsbedarfe in Übertragungs- und Verteilnetze, um Netzstabilität, Kapazität und Flexibilität sicherzustellen. In Kanada und den USA ist die regulatorische Landschaft heterogen, im Grundsatz aber investitionsfreundlich ausgestaltet, sofern Projekte die Versorgungssicherheit, Klimaziele oder die Wirtschaftsentwicklung unterstützen. In der Karibik ist die Nachfrageentwicklung stark abhängig von Tourismus, Wirtschaftswachstum und Klimarisiken durch Hurrikans und steigende Meeresspiegel. Fortis ist damit in Märkten aktiv, die zwar strukturell wachstumsarm, aber durch die Transformation des Energiesystems geprägt von anhaltenden Infrastrukturinvestitionen sind. Das Chancen-Risiko-Profil bleibt dennoch stark von regulatorischen Rahmenbedingungen, politischer Stabilität und der Zinsentwicklung abhängig.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Fortis hat sich aus einem regionalen Versorgungsunternehmen in Kanada zu einer diversifizierten nordamerikanischen Versorgerholding entwickelt. Der Konzern entstand durch die Bündelung und schrittweise Expansion mehrerer regionaler Strom- und Gasversorger, zunächst innerhalb Kanadas und später in die USA und die Karibik. Über Jahrzehnte hat Fortis seine Präsenz durch Akquisitionen regulierter Netzbetreiber und Investitionen in bestehende Infrastrukturen sukzessive ausgebaut. Die Unternehmensgeschichte ist geprägt von einer Strategie der inkrementellen Expansion unter Beibehaltung einer konservativen Bilanzstruktur. Wiederkehrende Motive sind die Fokussierung auf regulierte Assets, die Vermeidung übermäßiger Exponierung in volatilen Erzeugungssegmenten und die Pflege langer regulatorischer Beziehungen in den jeweiligen Regionen. Die historisch gewachsene Struktur erklärt die auf mehrere operative Gesellschaften verteilte Markenlandschaft, die lokale Marktkenntnis mit der finanziellen Stärke einer übergeordneten Holding verbindet.

Besonderheiten und ESG-Aspekte

Eine Besonderheit von Fortis ist die starke Ausrichtung auf regulierte Netze und die bewusste Positionierung als defensiver, dividendenorientierter Infrastrukturwert. Im Vergleich zu Unternehmen mit signifikantem Anteil unregulierter Erzeugung weist Fortis typischerweise ein weniger zyklisches, aber zinssensitives Profil auf. ESG-Aspekte gewinnen zunehmend an Bedeutung, da Regulierungsbehörden, Investoren und Kunden Dekarbonisierung, Netzstabilität und soziale Verantwortung stärker gewichten. Fortis investiert in Netzhärtung, Klimaresilienz, Emissionsreduktion und Arbeitssicherheit. Insbesondere in der Karibik ist das Management von Klimarisiken, wie Hurrikans, von hoher Relevanz. Zudem spielen Stakeholder-Engagement, Tariffairness und die Versorgung benachteiligter Bevölkerungsgruppen eine wichtige Rolle für die soziale Akzeptanz und regulatorische Unterstützung. Als börsennotiertes Unternehmen unterliegt Fortis umfangreichen Offenlegungspflichten, darunter Berichte zu Corporate Governance, Nachhaltigkeit und Risikomanagement, die institutionellen Investoren eine detaillierte Beurteilung des ESG-Profils ermöglichen.

Chancen aus Sicht konservativer Anleger

Für konservative Anleger bietet Fortis mehrere potenzielle Chancen
  • Hoher Anteil regulierter Infrastruktur mit planbaren Cashflows und begrenzter Konjunktursensitivität
  • Monopolähnliche Marktpositionen in Versorgungsgebieten mit hohen Eintrittsbarrieren
  • Struktureller Investitionsbedarf in die Elektrifizierung, Netzerneuerung und Klimaanpassung, der die Rate Base langfristig ausweiten kann
  • Geografische Diversifikation über verschiedene Regulierungsräume in Nordamerika und die Karibik
  • Unternehmenshistorie, die auf Kapitaldisziplin, langfristige Bilanzstabilität und Dividendenkontinuität ausgerichtet ist
Im Portfoliozusammenhang kann Fortis als defensiver Baustein dienen, der Ertragsschwankungen in zyklischeren Sektoren abfedert, sofern regulatorische Stabilität und solide Finanzierungsbedingungen fortbestehen.

Risiken und zentrale Unsicherheiten

Trotz des defensiven Profils ist ein Investment in Fortis mit spezifischen Risiken verbunden
  • Zinssensitivität: Steigende Zinsen können die Finanzierungskosten erhöhen, investitionsgetriebene Wachstumspläne erschweren und die Attraktivität dividendenorientierter Versorger gegenüber Anleihen mindern.
  • Regulatorisches Risiko: Änderungen in Regulierungsregimen, etwa niedrigere genehmigte Renditen oder strengere Kostenanerkennung, könnten die Profitabilität beeinträchtigen.
  • Klimarisiken: Extremwetterereignisse, insbesondere in karibischen Märkten, können zu Schäden an der Infrastruktur, erhöhtem Capex-Bedarf und temporären Versorgungsunterbrechungen führen.
  • Währungs- und Länderrisiken: Engagements in verschiedenen Rechtsräumen und Währungen bergen Wechselkurs-, Rechts- und Politrisiken, die sich auf Cashflows und Bewertungen auswirken können.
  • Ausführungsrisiken bei Großprojekten: Verzögerungen, Kostenüberschreitungen oder Genehmigungsprobleme bei Netz- und Modernisierungsprojekten können Renditen schmälern.
Konservative Investoren sollten diese Risikofaktoren strukturiert gegenüber den Chancen eines stabilen, regulierten Infrastrukturengagements abwägen und die individuelle Risikotragfähigkeit, Diversifikation im Gesamtportfolio sowie die Zins- und Regulierungsperspektive berücksichtigen, ohne sich auf bestimmte Renditeerwartungen zu verlassen.
Hinweis

Stammdaten

Marktkapitalisierung 21,91 Mrd. €
Aktienanzahl 497,30 Mio.
Streubesitz 43,28%
Währung EUR
Land Kanada
Sektor Versorger
Branche Stromversorgungsunternehmen
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+56,72% Weitere
+43,28% Streubesitz

Community-Beiträge zu Fortis

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MrTrillion3
CA3495531079 - Fortis

Fortis ist einer der berechenbarsten nordamerikanischen Versorger überhaupt. Das Unternehmen ist heute eine diversifizierte Holding mit neun regulierten Strom- und Gasversorgern in Kanada, den USA und der Karibik, versorgt rund 3,5 Millionen Strom- und Gaskunden, beschäftigt etwa 9.900 Mitarbeiter und bezeichnet sein Geschäft selbst als zu 100 Prozent reguliert. Genau das ist der Kern der Investmentstory: keine spektakuläre Wachstumsrakete, sondern ein breit gestreutes, regulatorisch abgesichertes Infrastrukturgeschäft mit hoher Visibilität. (Fortis Inc.)

Historisch ist Fortis deutlich älter, als der heutige Konzernname vermuten lässt. Die Wurzeln reichen bis 1885 zur St. John’s Electric Light Company zurück. 1987 wurde Fortis als Holding für Newfoundland Light & Power geschaffen und begann am 29. Dezember 1987 an der Toronto Stock Exchange zu handeln. Danach lief die Expansion schrittweise: 1990 kam Maritime Electric hinzu, 2004 die großen Stromaktivitäten in Alberta und British Columbia aus dem Aquila-Deal, 2007 die Gasaktivitäten in British Columbia über Terasen, 2013 Central Hudson in New York, und 2016 schließlich ITC Holdings in den USA. Spätestens mit ITC wurde aus einem kanadischen Regionalplayer ein nordamerikanischer Infrastrukturkonzern. (Fortis Inc.)

Fundamental sieht Fortis für einen defensiven Versorger solide aus. 2025 erzielte der Konzern 12,17 Milliarden CAD Umsatz, 1,799 Milliarden CAD Nettogewinn, 74,83 Milliarden CAD Gesamtvermögen, 34,63 Milliarden CAD Gesamtschulden und 4,062 Milliarden CAD operativen Cashflow. Die den Stammaktionären zurechenbaren Gewinne lagen laut Geschäftsbericht bei 1,714 Milliarden CAD; das entsprach 3,40 CAD je Aktie. Bereinigt meldete Fortis 3,53 CAD Gewinn je Aktie nach 3,28 CAD im Vorjahr. Die ausgewiesene operative Entwicklung ist also intakt. (Reuters)

Die Dividendenqualität ist ein echtes Pfund. Fortis hat 2025 die Quartalsdividende auf 0,64 CAD angehoben, die Jahresdividende lag bei 2,51 CAD je Aktie, und das Unternehmen verzeichnet damit 52 aufeinanderfolgende Jahre mit Dividendenerhöhungen. Der bereinigte Ausschüttungsgrad lag 2025 bei 70,4 Prozent. Das ist für einen regulierten Versorger nicht niedrig, aber sauber im vernünftigen Rahmen: hoch genug für Einkommensinvestoren, niedrig genug, um weiteres Dividendenwachstum noch glaubwürdig zu finanzieren. Beim Kurs von 79,72 CAD entsprach das einer laufenden Rendite von grob etwas über 3 Prozent.

Die Bilanz ist ordentlich, aber nicht federleicht. Fortis ist kapitalintensiv, wie ein großer Netz- und Versorgerkonzern eben ist. Langfristige Schulden von gut 34 Milliarden CAD sind kein Schönheitsfehler, sondern Teil des Geschäftsmodells. Entscheidend ist daher nicht die absolute Schuldenhöhe, sondern die Finanzierungsfähigkeit. Genau dort steht Fortis noch vernünftig da: S&P bewertet den Konzern mit A- als Emittent, Fitch mit BBB+ und Morningstar DBRS mit A (low), jeweils mit stabilem Ausblick. Das spricht nicht für Bilanzluxus, aber klar für solide Refinanzierbarkeit.

Der wichtigste Punkt für die nächsten Jahre ist der Investitionsplan. Fortis hat Anfang 2026 seinen Kapitalplan für 2026 bis 2030 auf 28,8 Milliarden CAD ausgeweitet. Das Unternehmen erwartet daraus ein Wachstum der konsolidierten Rate Base von 42,4 auf 57,9 Milliarden CAD, also rund 7 Prozent jährlich. Gleichzeitig bestätigt das Management eine angestrebte Dividendensteigerung von 4 bis 6 Prozent pro Jahr bis 2030. Besonders wichtig: Der Plan ist laut Unternehmen zu 100 Prozent reguliert, nur 21 Prozent entfallen auf große Einzelprojekte, und ein erheblicher Teil der Investitionen steckt in Übertragungs- und Verteilnetzen. Das ist genau die Art von Wachstum, die bei einem konservativen Versorger attraktiv ist: langsam, teuer, aber relativ gut planbar. (Fortis Inc.)

Strategisch gefällt mir daran vor allem die Qualität des Wachstums. ITC profitiert von der großen US-Übertragungswelle, insbesondere den MISO-LRTP-Projekten. Bei UNS Energy gibt es zusätzlich Lastwachstum, unter anderem durch große Stromverbraucher wie Rechenzentren. In British Columbia bestehen über FortisBC Chancen rund um LNG-Infrastruktur und Netzprojekte. Das heißt: Fortis wächst nicht über wilde internationale Abenteuer, sondern vor allem über genehmigte Netz- und Infrastrukturinvestitionen in Märkten, in denen der Kapitalbedarf hoch bleibt. (Fortis Inc.)

Natürlich gibt es auch Risiken. Das größte Risiko ist nicht, dass Fortis morgen zusammenbricht, sondern dass Anleger heute zu viel für diese Stabilität bezahlen. Hinzu kommen klassische Versorgerrisiken: Zinsniveau, regulatorische Entscheidungen zu erlaubten Eigenkapitalrenditen, Projektkosten, Währungsbewegungen zwischen USD und CAD sowie physische Risiken wie Waldbrände. Der Geschäftsbericht nennt ausdrücklich Sensitivitäten bei Wechselkursen, ROE-Änderungen und Eigenkapitalquoten in den regulierten Töchtern; außerdem hat S&P seinen stabilen Ausblick auch mit Fortschritten beim Umgang mit physischen Risiken wie Wildfires begründet. (Fortis Inc.)

Und damit zum Knackpunkt Bewertung: Fortis ist aus meiner Sicht derzeit eher ein Qualitätswert als ein Schnäppchen. Auf Basis des TSX-Schlusskurses vom 10. April 2026 von 79,72 CAD und des bereinigten 2025er Gewinns je Aktie von 3,53 CAD liegt das KGV grob bei 22,6. Für ein Unternehmen, dessen Dividende um 4 bis 6 Prozent und dessen Rate Base um rund 7 Prozent wachsen soll, ist das nicht absurd, aber eben auch nicht billig. Dazu passt, dass der Analystenkonsens zuletzt je nach Quelle eher auf „Hold“ bis „Moderate Buy“ hinauslief, mit durchschnittlichen 12-Monats-Kurszielen um 76,6 bis 77,1 CAD und einer Spanne grob von 70 bis 85 CAD. Anders gesagt: Der Markt bezahlt Fortis bereits ziemlich voll. (MarketScreener)

Meine eigene Einschätzung für Kursziele ist deshalb nüchtern. Für 12 Monate halte ich ein bearishes Szenario von etwa 68 bis 71 CAD für plausibel, falls Zinsen hoch bleiben und der Markt Versorger-Multiples komprimiert. Mein Basisszenario liegt bei 76 bis 80 CAD, also ungefähr im Bereich des aktuellen Kurses und des Analystenkonsenses. Ein bullishes Szenario sehe ich bei 84 bis 86 CAD, wenn der Markt die defensive Qualität weiter höher bewertet und die ersten Quartale 2026 sauber liefern. Das ist kein Ausbruchswert, sondern eher ein Titel, bei dem ein großer Teil der künftigen Rendite aus Dividende und moderatem Gewinnwachstum kommt. Die Zahlenbasis dafür sind das aktuelle Kursniveau, die 2025er Ergebnisbasis, die bestätigte Dividendenpolitik und die Konsensziele des Marktes. (MarketScreener)

Auf Sicht von 5 bis 15 Jahren bleibt Fortis dennoch interessant. Nicht, weil die Aktie billig wäre, sondern weil das Geschäftsmodell sehr langlebig ist. Stromnetze, Gasnetze, Übertragungsinfrastruktur, Lastwachstum, Netzmodernisierung, Resilienz, Dekarbonisierung und Elektrifizierung verschwinden nicht. Fortis besitzt genau die Art von Vermögenswerten, die in einer alternden, elektrifizierten Volkswirtschaft laufend neue Investitionen anziehen. Deshalb halte ich Fortis langfristig für einen guten Kernwert für konservative Anleger, die Stabilität, Dividendenwachstum und geringe operative Überraschungen höher gewichten als maximale Rendite. Die Kehrseite ist klar: Wer hier einsteigt, kauft Qualität, aber kaum Sicherheitsmarge. (Fortis Inc.)

Mein Gesamturteil lautet daher: Fortis ist ein sehr gutes Unternehmen, aber die Aktie ist auf dem Niveau von April 2026 eher fair bis ambitioniert bewertet. Für Bestandsinvestoren ist das in meinen Augen ein klarer Haltewert. Für Neueinsteiger ist es kein schlechter Kauf, aber eben auch kein offensichtlicher Value-Fund. Wer Fortis kauft, sollte wissen, was er bekommt: einen defensiven Qualitätsversorger mit starkem Dividendenprofil, guter regulatorischer Diversifikation und verlässlichem Wachstum – aber wahrscheinlich ohne spektakuläres Kurspotenzial. (Fortis Inc.)

Autor: ChatGPT

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Häufig gestellte Fragen zur Fortis Aktie und zum Fortis Kurs

Der aktuelle Kurs der Fortis Aktie liegt bei 49,20 €.

Für 1.000€ kann man sich 20,33 Fortis Aktien kaufen.

Das Tickersymbol der Fortis Aktie lautet FTS.

Die 1 Monats-Performance der Fortis Aktie beträgt aktuell -3,42%.

Die 1 Jahres-Performance der Fortis Aktie beträgt aktuell 19,88%.

Der Aktienkurs der Fortis Aktie liegt aktuell bei 49,20 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von -3,42% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von Fortis eine Wertentwicklung von 11,62% aus und über 6 Monate sind es 11,79%.

Das 52-Wochen-Hoch der Fortis Aktie liegt bei 51,20 €.

Das 52-Wochen-Tief der Fortis Aktie liegt bei 39,79 €.

Das Allzeithoch von Fortis liegt bei 51,20 €.

Das Allzeittief von Fortis liegt bei 26,06 €.

Die Volatilität der Fortis Aktie liegt derzeit bei 21,43%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von Fortis in letzter Zeit schwankte.

Die Marktkapitalisierung beträgt 21,91 Mrd. €

Insgesamt sind 498,4 Mio Fortis Aktien im Umlauf.

Am 12.10.2005 gab es einen Split im Verhältnis 1:4.

Am 12.10.2005 gab es einen Split im Verhältnis 1:4.

Fortis hat seinen Hauptsitz in Kanada.

Fortis gehört zum Sektor Stromversorgungsunternehmen.

Das KGV der Fortis Aktie beträgt 17,75.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von Fortis betrug 11,51 Mrd CAD.

Ja, Fortis zahlt Dividenden. Zuletzt wurde am 17.02.2026 eine Dividende in Höhe von 0,64 CAD (0,40 €) gezahlt.

Zuletzt hat Fortis am 17.02.2026 eine Dividende in Höhe von 0,64 CAD (0,40 €) gezahlt.
Dies entspricht einer Dividendenrendite von 0,00%. Die Dividende wird vierteljährlich gezahlt.

Die letzte Dividende von Fortis wurde am 17.02.2026 in Höhe von 0,64 CAD (0,40 €) je Aktie ausgeschüttet.
Das ergibt, basierend auf dem aktuellen Kurs, eine Dividendenrendite von 0,00%.

Die Dividende wird vierteljährlich gezahlt.

Der letzte Zahltag der Dividende war am 17.02.2026. Es wurde eine Dividende in Höhe von 0,64 CAD (0,40 €) gezahlt.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss man die Aktie am Ex-Tag (Ex-Date) im Depot haben.