- Community-Beiträge
- Aktuellste Threads
| Geld/Brief | 20,62 € / 20,88 € |
| Spread | +1,26% |
| Schluss Vortag | 20,75 € |
| Gehandelte Stücke | 0 |
| Tagesvolumen Vortag | - |
| Tagestief 20,75 € Tageshoch 20,75 € | |
| 52W-Tief 16,9675 € 52W-Hoch 25,405 € | |
| Jahrestief 16,9675 € Jahreshoch 22,49 € | |
| Umsatz in Mio. | 25.886 kr |
| Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. | 3.709 kr |
| Jahresüberschuss in Mio. | 3.415 kr |
| Umsatz je Aktie | 40,39 kr |
| Gewinn je Aktie | 9,63 kr |
| Gewinnrendite | +7,83% |
| Umsatzrendite | +23,84% |
| Return on Investment | +5,09% |
| Marktkapitalisierung in Mio. | 170.545 kr |
| KGV (Kurs/Gewinn) | 27,63 |
| KBV (Kurs/Buchwert) | 3,91 |
| KUV (Kurs/Umsatz) | 6,59 |
| Eigenkapitalrendite | +14,14% |
| Eigenkapitalquote | +64,98% |
| Faktor-Zertifikate | 13 | |
| Knock-Outs | 12 |
| Auszahlungen/Jahr 1 |
| Gesteigert seit 6 Jahre |
| Keine Senkung seit 6 Jahre |
| Stabilität der Dividende 0,89 (max 1,00) |
| Jährlicher 10,58% (5 Jahre) Dividendenzuwachs 11,43% (10 Jahre) |
| Ausschüttungs- 60% (auf den Gewinn/FFO) quote 82,4% (auf den Free Cash Flow) |
| Erwartete Dividendensteigerung 10,87% |
| Datum | Dividende |
| 09.05.2025 | 4,60 SEK |
| 15.05.2024 | 4,10 SEK |
| 11.05.2023 | 3,70 SEK |
| 11.05.2022 | 3,30 SEK |
| 11.05.2021 | 3,00 SEK |
| 12.05.2020 | 0,12 SEK |
| 08.05.2019 | 0,23 SEK |
| 11.05.2018 | 0,22 SEK |
| Handelsplatz | Letzter | Änderung | Vortag | Zeit | |
|---|---|---|---|---|---|
| Düsseldorf | 20,61 € | -0,96% | 20,81 € | 24.04.26 | |
| Frankfurt | 20,89 € | -2,47% | 21,42 € | 24.04.26 | |
| Hannover | 20,95 € | -2,47% | 21,48 € | 24.04.26 | |
| München | 20,89 € | -3,42% | 21,63 € | 24.04.26 | |
| Stuttgart | 20,67 € | -1,29% | 20,94 € | 24.04.26 | |
| L&S RT | 20,75 € | 0 % | 20,75 € | 12:31 | |
| Nasdaq OTC Other | 25,46 $ | +10,94% | 22,95 $ | 14.04.26 | |
| Tradegate | 20,64 € | -1,90% | 21,04 € | 24.04.26 | |
| Quotrix | 21,05 € | -2,32% | 21,55 € | 24.04.26 | |
| Gettex | 20,79 € | -1,47% | 21,10 € | 24.04.26 | |
| Datum | Kurs | Volumen |
|---|---|---|
| 24.04.26 | 20,75 | - |
| 23.04.26 | 21,07 | - |
| 22.04.26 | 21,70 | - |
| 21.04.26 | 21,52 | - |
| 20.04.26 | 22,21 | - |
| Zeitraum | Kurs | % |
|---|---|---|
| 1 Woche | 22,265 € | -6,80% |
| 1 Monat | 18,005 € | +15,25% |
| 6 Monate | 22,435 € | -7,51% |
| 1 Jahr | 24,645 € | -15,80% |
| 5 Jahre | 25,375 € | -18,23% |
| Marktkapitalisierung | 11,91 Mrd. € |
| Aktienanzahl | 592,24 Mio. |
| Streubesitz | 14,16% |
| Währung | EUR |
| Land | Schweden |
| Sektor | Industrie |
| Branche | Industriekonglomerate |
| Aktientyp | Stammaktie |
| +85,84% | Weitere |
| +14,16% | Streubesitz |
Die Douglas-Familie ist mit Blick auf Investment AB Latour der eigentliche Schlüssel zum Verständnis des Unternehmens. Wer Latour nur als gewöhnliche schwedische Beteiligungsgesellschaft betrachtet, greift zu kurz. Tatsächlich handelt es sich um eine börsennotierte Holding, deren Charakter über Jahrzehnte wesentlich durch eine Unternehmerfamilie geprägt wurde, die nicht auf kurzfristige Börsenbewegungen, sondern auf Macht, Kontrolle und langfristigen Wertaufbau ausgerichtet ist. Genau das unterscheidet Latour von vielen anderen Investmentgesellschaften. Hinter der Aktie steht nicht einfach nur ein Verwaltungsapparat, sondern eine Eigentümerkultur, die klar erkennen lässt, dass hier strategisch, geduldig und mit langem Zeithorizont gehandelt wird.
Im Zentrum dieser Geschichte steht vor allem Gustaf Douglas. Er war über viele Jahre die prägende Figur hinter Latour und zugleich eine der bedeutenden Persönlichkeiten des schwedischen Beteiligungskapitalismus. Sein Name ist eng mit dem Aufstieg Latours zu einer der angesehensten Industrie- und Beteiligungsholdings Skandinaviens verbunden. Dabei ist entscheidend, dass Latour nie wie ein bloßes Finanzvehikel wirkte, das Beteiligungen beliebig kauft und verkauft, sondern eher wie ein Instrument zur dauerhaften Bündelung und Entwicklung von Qualitätsunternehmen. Das ist typisch für familiengeprägtes Kapital, das nicht primär auf schnelle Transaktionen, sondern auf Generationendenken ausgerichtet ist.
Die Douglas-Familie steht deshalb bei Latour nicht nur für Eigentum, sondern vor allem für Kontrolle. Das ist ein fundamentaler Unterschied. In vielen börsennotierten Gesellschaften ist das Aktionariat zersplittert, und das Management erhält viel Freiraum, weil niemand das Unternehmen wirklich beherrscht. Bei Latour ist das anders. Die Familie Douglas war und ist nicht einfach nur investiert, sondern strukturell in der Lage, die Richtung des Hauses mitzubestimmen. Gerade in Schweden ist das ein bekanntes Modell: Über Aktiengattungen mit unterschiedlichen Stimmrechten lässt sich die Kontrolle sichern, auch wenn der Kapitalanteil geringer ist als die tatsächliche Stimmrechtsmacht. Für Außenstehende ist genau das oft der entscheidende Punkt. Wer Latour kauft, kauft eben nicht in eine neutrale Publikumsgesellschaft, sondern in eine Holding hinein, deren langfristiger Kurs von einer dominanten Eigentümerfamilie geprägt wird.
Das muss man nicht negativ sehen. Im Gegenteil: Gerade langfristig können familienkontrollierte Holdings dem Kapitalmarkt in vieler Hinsicht überlegen sein. Sie stehen unter weniger Druck, kurzfristig gute Quartalszahlen zu produzieren. Sie müssen nicht jedem Markttrend hinterherlaufen. Sie können Geduld aufbringen, wenn Beteiligungen vorübergehend unpopulär sind, und sie können in Zyklen denken, die weit über die Logik eines normalen Börsenjahres hinausgehen. Genau das scheint bei Latour über lange Zeit der Fall gewesen zu sein. Die Gesellschaft hat sich nicht über hektische Richtungswechsel definiert, sondern über eine klare Linie: Qualitätsunternehmen halten, operative Töchter entwickeln, Kapital diszipliniert allokieren und den inneren Wert über lange Zeit steigern.
In diesem Zusammenhang ist die Douglas-Familie für Latour nicht nur ein historisches Element, sondern ein kulturelles Fundament. Die Holding strahlt geradezu das aus, was man als klassisches Eigentümerkapital bezeichnen kann: Verantwortung, Beharrlichkeit, Disziplin und Einflusswille. Diese Verbindung von Kapital und Kontrolle ist im europäischen Aktienmarkt nicht mehr selbstverständlich. Viele große Gesellschaften sind managergeführt, institutionell dominiert und kurzfristig geprägt. Latour wirkt dagegen wie ein Gegenmodell. Das Unternehmen ist börsennotiert, aber nicht anonym. Es ist groß, aber nicht eigentümerlos. Es ist professionell geführt, aber nicht losgelöst von einem klaren Machtzentrum. Genau darin liegt ein erheblicher Teil seiner Attraktivität.
Zur Familie im engeren Latour-Kontext gehören sehr wahrscheinlich neben Gustaf Douglas auch seine Söhne Carl Douglas und Eric Douglas. Damit wird deutlich, dass es sich nicht nur um eine Einzelperson mit historischem Einfluss handelt, sondern um eine Unternehmerfamilie mit fortgesetzter Präsenz. Für Anleger ist das wichtig, weil es auf Nachfolgefähigkeit und Kontinuität hindeutet. Eine Holding wie Latour lebt nicht nur von Bilanzkennzahlen, sondern auch vom Stil ihrer Eigentümer. Wenn eine Familie über Generationen hinweg in der Lage ist, Kontrolle zu halten und zugleich eine vernünftige Kapitalallokation zu betreiben, dann kann daraus ein echter Wettbewerbsvorteil entstehen. Denn Kapital, das nicht nervös wird, ist an der Börse oft stärker als Kapital, das auf den nächsten Quartalsimpuls starrt.
Allerdings wäre es falsch, Familienkontrolle romantisch zu verklären. Sie ist kein Gütesiegel an sich, sondern zunächst einmal eine Machtstruktur. Dass eine Familie ein Unternehmen dominiert, ist nur dann ein Vorteil, wenn sie diese Macht vernünftig nutzt. Gute Familienkontrolle bedeutet langfristiges Denken, Verantwortungsbewusstsein und disziplinierte Entscheidungen. Schlechte Familienkontrolle bedeutet Vetternwirtschaft, Intransparenz, Selbstüberschätzung und die Gefahr, dass Minderheitsaktionäre letztlich nur mitlaufen dürfen. Genau deshalb muss man auch im Fall Latour nüchtern bleiben. Die Douglas-Familie ist für das Unternehmen ein Stabilitätsanker, aber zugleich bedeutet ihre starke Stellung, dass freie Aktionäre nur begrenzten Einfluss auf den Kurs des Hauses haben. Wer investiert, muss sich darüber im Klaren sein, dass er sich bewusst einem dominanten Eigentümer anschließt.
Mit Blick auf Latour spricht die historische Bilanz allerdings eher für die positive Lesart. Das Unternehmen wirkt nicht wie eine Holding, die zum Nutzen einer Familie auf Kosten der übrigen Aktionäre geführt wurde, sondern eher wie ein langfristig vernünftig aufgebautes System, in dem auch Minderheitsaktionäre vom Eigentümerdenken profitieren konnten. Die großen Beteiligungen, die industrielle Ausrichtung und die insgesamt konservative Kultur deuten darauf hin, dass hier nicht kurzfristige Börsenpolitik betrieben wurde, sondern kontinuierlicher Vermögensaufbau. Gerade das macht die Douglas-Familie im Latour-Kontext so interessant: Sie steht nicht nur für Macht, sondern offenbar auch für die Fähigkeit, diese Macht produktiv einzusetzen.
Der eigentliche Kern ist deshalb aus meiner Sicht folgender: Latour ist nicht bloß eine gute schwedische Beteiligungsgesellschaft, sondern im Grunde ein Vehikel der Douglas-Familie zur langfristigen Kontrolle und Vermehrung industriellen Qualitätskapitals. Wer das versteht, versteht auch, weshalb die Aktie für viele Anleger attraktiv ist. Sie kaufen nicht nur ein Portfolio aus Beteiligungen und Industrieunternehmen. Sie kaufen sich gewissermaßen in eine Eigentümerkultur ein, die über Jahrzehnte bewiesen hat, dass sie mit Geduld, Qualitätssinn und Machtbewusstsein Vermögen aufbauen kann. Das ist kein Garant für künftige Überrenditen. Aber es ist ein klarer struktureller Vorteil, den man ernst nehmen sollte.
Gerade deshalb ist die Douglas-Familie für die Investmentthese bei Latour so wichtig. Ohne sie wäre das Unternehmen vermutlich nicht das, was es heute ist. Die Familie hat dem Haus nicht nur Kapital, sondern auch Richtung, Charakter und Beständigkeit gegeben. Das macht Latour für viele Langfristinvestoren interessant. Der Preis dafür ist, dass man sich als Minderheitsaktionär mit einer klaren Machtordnung arrangieren muss. Wer damit leben kann, findet in Latour eine der bemerkenswerteren familienkontrollierten Holdings Europas.
Autor: ChatGPT
Investment AB Latour ist eine der interessantesten Qualitäts-Holdings Nordeuropas, weil sie eben nicht nur aus börsennotierten Beteiligungen besteht, sondern zugleich ein großer industrieller Eigentümer ist. Das Unternehmen beschreibt sich selbst als „mixed investment company“: einerseits hält Latour ein Portfolio aus zehn großen börsennotierten Kernbeteiligungen, andererseits gehören dem Konzern sieben vollständig kontrollierte Industriegruppen. Diese Kombination ist strategisch stark, weil sie Marktbewertungen aus dem Beteiligungsportfolio mit operativen Cashflows aus dem Industriegeschäft verbindet.
Das „Sortiment“ von Latour ist deshalb breit und industrienah. In den vollständig kontrollierten Geschäften liegen die Schwerpunkte in Lüftungs- und Klimatechnik, Werkzeugen und Workwear, Industriekupplungen und Dichtungslösungen, Hebe- und Verladetechnik, elektromechanischen Komponenten, Spezialindustrieprodukten und Nischen-Engineering. Auf der Holding-Seite stecken die großen Werte vor allem in Qualitätsunternehmen wie ASSA ABLOY, Sweco, Securitas, TOMRA, HMS Networks, Alimak, Fagerhult, Nederman, Troax und CTEK. Per 31.03.2026 hatte dieses börsennotierte Portfolio einen Marktwert von 80,1 Mrd. SEK; die größten Einzelpositionen waren ASSA ABLOY mit 35,5 Mrd. SEK, Sweco mit 13,0 Mrd. SEK, Securitas mit 9,9 Mrd. SEK und TOMRA mit 7,0 Mrd. SEK. (latour.se)
Historisch ist Latour für Langfristinvestoren fast ein Musterfall skandinavischer Kapitalallokation. Die Wurzeln reichen auf AB Hevea zurück; 1987 erfolgte die Umbenennung in Investment AB Latour. In den frühen 1990er Jahren wandelte sich Latour erst zur reinen Investmentgesellschaft und dann 1993 mit dem Erwerb von Almedahl-Fagerhult wieder zu einer gemischten Holding. 1994 half Latour bei der Bildung von ASSA ABLOY und kaufte zugleich Swegon sowie Nord-Lock. 1995 wurde Swegon vollständig übernommen. 1997 wurden Fagerhult und Säki abgespalten. Diese Historie zeigt, dass Latour seit Jahrzehnten nicht passiv verwaltet, sondern Unternehmen aufbaut, umbaut, abspaltet und langfristig begleitet. (latour.se)
Fundamental sieht das Unternehmen zum Stand nach dem Geschäftsjahr 2025 robust aus. Der Konzernumsatz stieg 2025 auf 28,145 Mrd. SEK, das bereinigte operative Ergebnis auf 3,935 Mrd. SEK und die bereinigte operative Marge lag bei 14,0 Prozent. Der Jahresüberschuss betrug 4,947 Mrd. SEK beziehungsweise 7,69 SEK je Aktie. Die Nettoverbindlichkeiten lagen bei 16,751 Mrd. SEK, beziehungsweise 14,980 Mrd. SEK ohne IFRS-16-Leasingeffekte; das entsprach laut Gesellschaft rund 10 Prozent des Marktwerts der Gesamtaktiva. Für eine Holding mit diesem Beteiligungsprofil ist das beherrschbar, aber eben nicht schuldenfrei.
Wichtiger als das reine KGV ist bei Latour der Blick auf den inneren Wert. Im Geschäftsbericht zum Jahresende 2025 bezifferte die Gesellschaft den Nettoinventarwert auf 216 SEK je Aktie; die ausgewiesene durchschnittliche Bewertung setzte sich aus 64,6 Mrd. SEK für die Industriegeschäfte, 88,0 Mrd. SEK für die börsennotierten Beteiligungen, kleinen Nebenpositionen und abgezogener Nettoverschuldung zusammen. Daraus ergibt sich: Selbst beim Kursniveau um 232 SEK wurde Latour nicht mit Abschlag, sondern mit einem moderaten Aufschlag auf den zuletzt ausgewiesenen NAV gehandelt. Genau das ist typisch für erstklassige skandinavische Familien- und Qualitäts-Holdings: Gute Kapitalallokation wird am Markt oft mit einer Prämie bezahlt.
Diese Prämie ist zugleich der entscheidende Haken der Aktie. Latour ist operativ gut, aber selten billig. Wenn man die Aktie kauft, kauft man nicht nur gute Firmen, sondern auch die Erwartung, dass diese Holding ihre Qualität über viele Jahre fortsetzt. Das kann funktionieren, solange die Industriegeschäfte organisch wachsen, Zukäufe diszipliniert bleiben und die großen Beteiligungen wie ASSA ABLOY, Sweco, Securitas oder HMS operativ abliefern. Es kann aber auch dazu führen, dass die Aktie längere Zeit seitwärts läuft, obwohl die Unternehmen darunter solide arbeiten, einfach weil die Bewertung schon viel Qualität vorweggenommen hat. Der ausgewiesene NAV-Anstieg 2025 war mit 2,4 Prozent bereinigt um Dividenden deutlich schwächer als der SIXRX-Benchmark mit 12,7 Prozent. Das war kein Katastrophenjahr, aber eben auch kein starkes Jahr für das gelistete Portfolio.
Die Dividende passt gut zum Charakter des Unternehmens: nicht spektakulär hoch, aber verlässlich wachsend. Für 2025 schlug der Vorstand eine Dividende von 5,10 SEK je Aktie vor, nach 4,60 SEK im Vorjahr, also plus 10,9 Prozent. Die offizielle Ausschüttungspolitik ist klar: 100 Prozent der erhaltenen Dividenden aus dem Beteiligungsportfolio und den teilbesessenen Holdings sollen weitergereicht werden, plus 40 bis 60 Prozent des Nachsteuergewinns der vollkonsolidierten Industrieunternehmen. Das spricht für Kontinuität, aber nicht für Höchstrendite. Wer Latour kauft, kauft eher Dividendenwachstum als eine hohe Anfangsrendite. (latour.se)
Bei den Kurszielen ist die Datenlage dünner als bei Großkonzernen, weil die Analystenabdeckung begrenzt ist. Die offizielle IR-Seite listet nur eine kleine Gruppe von Covering Analysts, darunter ABG Sundal Collier, DNB, Handelsbanken, Nordea und Pareto. Öffentlich auffindbar ist zum Stichtag vor allem eine frische DNB-Carnegie-Einschätzung mit 290 SEK und „Buy“. Aggregierte Konsensseiten lagen zuletzt grob im Bereich um 251 SEK. Das ist als Orientierung brauchbar, aber nicht als harte Wahrheit. Bei Holdings mit NAV-Prämie und gemischter Struktur sind Kursziele grundsätzlich unschärfer als bei normalen Industrieaktien. (latour.se)
Für die nächsten 5 bis 15 Jahre sind die Aussichten aus meiner Sicht gut bis sehr gut. Das ist eine Einschätzung, keine sichere Tatsache. Der Hauptgrund ist die Struktur: Latour sitzt auf mehreren langfristig attraktiven Themen zugleich, darunter Gebäudetechnik, Energieeffizienz, Sicherheit, Automatisierung, industrielle Nischenprodukte und Umwelttechnik. Die vollkonsolidierten Töchter liefern operative Entwicklung, die großen Kernbeteiligungen liefern Beteiligungswert, Dividenden und strategischen Einfluss. Dazu kommt eine Eigentümerkultur, die nicht auf Quartalsschönung, sondern auf Wertaufbau zielt. Genau solche Konstruktionen schlagen über sehr lange Zeiträume oft den Markt. (latour.se)
Die Gegenargumente sind aber real. Erstens ist ASSA ABLOY so groß, dass ein erheblicher Teil der Attraktivität des börsennotierten Portfolios an diesem einen Wert hängt. Zweitens ist das Industriegeschäft trotz Qualität zyklisch; schwächere Bau-, Industrie- oder Investitionsmärkte treffen Teile des Portfolios direkt. Drittens ist die Aktie kein Schnäppchen und historisch eher ein Premiumpapier. Viertens liegt der nächste harte Datenpunkt nach Deinem Stichtag erst am 29.04.2026 mit dem Q1-Bericht 2026. Wer am 21.04.2026 kauft, geht also bewusst unmittelbar vor einem Zwischenbericht in die Aktie.
Mein Gesamturteil ist deshalb klar: Investment AB Latour ist ein sehr gutes Unternehmen und eine gute Aktie, aber nicht automatisch ein guter Kauf zu jedem Preis. Qualitativ gehört Latour für mich in Europa in die obere Liga der langfristig investierbaren Industrie- und Beteiligungsholdings. Die Gesellschaft verbindet aktives Eigentum, operative Tiefe, gute Unternehmen und eine lange Historie vernünftiger Kapitalallokation. Schwächer ist weniger das Geschäftsmodell als die Bewertung: Wer kauft, sollte wissen, dass er Qualität mit Aufpreis bezahlt. Für einen Anlagehorizont von 5 bis 15 Jahren halte ich Latour dennoch für attraktiv, solange man nicht erwartet, dass die Aktie ab heute permanent den NAV überflügelt. Eher ist das ein Titel für geduldige Anleger, die einen hochwertigen Compounder mit zeitweisen Überbewertungen aushalten können. (latour.se)
Autor: ChatGPT