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| Geld/Brief | 220,20 € / 220,40 € |
| Spread | +0,09% |
| Schluss Vortag | 223,60 € |
| Gehandelte Stücke | 494 |
| Tagesvolumen Vortag | 2.910,6 € |
| Tagestief 220,00 € Tageshoch 222,00 € | |
| 52W-Tief 204,60 € 52W-Hoch 285,00 € | |
| Jahrestief 204,60 € Jahreshoch 265,40 € | |
| Umsatz in Mio. | 1.432 € |
| Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. | 1.367 € |
| Jahresüberschuss in Mio. | 1.360 € |
| Umsatz je Aktie | 42,21 € |
| Gewinn je Aktie | 40,08 € |
| Gewinnrendite | +13,19% |
| Umsatzrendite | +94,95% |
| Return on Investment | +12,18% |
| Marktkapitalisierung in Mio. | 7.360 € |
| KGV (Kurs/Gewinn) | 5,41 |
| KBV (Kurs/Buchwert) | 0,71 |
| KUV (Kurs/Umsatz) | 5,14 |
| Eigenkapitalrendite | +13,19% |
| Eigenkapitalquote | +92,35% |
| Knock-Outs | 25 | |
| Faktor-Zertifikate | 9 |
| Auszahlungen/Jahr 1 |
| Gesteigert seit 21 Jahre |
| Keine Senkung seit 21 Jahre |
| Stabilität der Dividende 1 (max 1,00) |
| Jährlicher 3,43% (5 Jahre) Dividendenzuwachs 3,84% (10 Jahre) |
| Ausschüttungs- 103,7% (auf den Gewinn/FFO) quote 27,5% (auf den Free Cash Flow) |
| Datum | Dividende |
| 20.05.2025 | 3,50 € |
| 20.05.2024 | 3,35 € |
| 12.05.2023 | 3,24 € |
| 13.05.2022 | 3,13 € |
| 14.05.2021 | 3,01 € |
| 14.05.2020 | 2,90 € |
| 09.05.2019 | 2,79 € |
| 10.05.2018 | 2,67 € |
| Handelsplatz | Letzter | Änderung | Vortag | Zeit | |
|---|---|---|---|---|---|
| Düsseldorf | 221,60 € | -1,77% | 225,60 € | 08:11 | |
| Frankfurt | 222,20 € | -1,68% | 226,00 € | 08:57 | |
| Hamburg | 222,00 € | -1,86% | 226,20 € | 08:11 | |
| Hannover | 221,40 € | -0,81% | 223,20 € | 17:25 | |
| München | 222,40 € | -1,68% | 226,20 € | 08:14 | |
| Stuttgart | 219,80 € | -1,43% | 223,00 € | 21:55 | |
| L&S RT | 220,30 € | -1,39% | 223,40 € | 23:00 | |
| Wien | 221,40 € | -1,07% | 223,80 € | 15:30 | |
| Nasdaq OTC Other | 259,26 $ | - | - | 06.04.26 | |
| Tradegate | 220,00 € | -1,61% | 223,60 € | 19:15 | |
| Quotrix | 221,40 € | -2,12% | 226,20 € | 07:27 | |
| Gettex | 220,20 € | -1,34% | 223,20 € | 22:43 | |
| Datum | Kurs | Volumen |
|---|---|---|
| 22.04.26 | 223,60 | 2.911 |
| 21.04.26 | 224,20 | 77 T |
| 20.04.26 | 227,60 | 28.654 |
| 17.04.26 | 229,80 | 25.342 |
| 16.04.26 | 227,40 | 16.558 |
| Zeitraum | Kurs | % |
|---|---|---|
| 1 Woche | 227,40 € | -1,85% |
| 1 Monat | 216,60 € | +3,05% |
| 6 Monate | 244,80 € | -8,82% |
| 1 Jahr | 242,80 € | -8,07% |
| 5 Jahre | 314,20 € | -28,96% |
| Marktkapitalisierung | 7,74 Mrd. € |
| Aktienanzahl | 33,13 Mio. |
| Streubesitz | 37,21% |
| Währung | EUR |
| Land | Belgien |
| Sektor | Finanzen |
| Branche | Kapitalmärkte |
| Aktientyp | Stammaktie |
| +62,79% | Weitere |
| +37,21% | Streubesitz |
Sofina S.A. ist kein klassischer operativer Konzern mit eigenem „Sortiment“, sondern eine börsennotierte belgische Beteiligungsgesellschaft. Die Gesellschaft investiert als langfristiger Minderheitsaktionär direkt in private und börsennotierte Unternehmen sowie indirekt über Venture-, Growth- und Buyout-Fonds. Der Schwerpunkt liegt auf fünf Feldern: Consumer and Retail, Digital Transformation, Education, Healthcare and Life Sciences sowie Sustainable Supply Chains. Die Aktie ist in Brüssel unter dem Ticker SOF notiert; die ISIN lautet BE0003717312, die WKN 852448. Am 21.04.2026 schloss die Aktie bei 226,00 Euro. (Sofina)
Historisch ist Sofina ein alter, seriöser Name. Die Gesellschaft wurde 1898 als „Société Financière de Transport et d’Entreprises Industrielles“ gegründet, also ursprünglich als Industrie- und Infrastrukturholding mit Wurzeln in Energie und Verkehr. Im Lauf der Jahrzehnte wurde daraus eine Investmentgesellschaft. Auf der eigenen Historienseite hebt Sofina den strategischen Umbau hin zu Wachstum, Internationalisierung und Venture-/Growth-Fonds hervor; zugleich wird der anhaltende Einfluss der Familie Boël betont. Genau dieser Hintergrund ist für die Aktie wichtig: Sofina ist kein kurzfristig getriebener Finanzwert, sondern ein familiengeprägter, geduldiger Kapitalallokator. (Sofina)
Zum Geschäft: Ende 2025 lag der ausgewiesene Portfoliowert „in transparency“ bei 10,509 Mrd. Euro. Davon entfielen 5,616 Mrd. Euro auf Sofina Direct und 4,893 Mrd. Euro auf Sofina Private Funds. Die Gruppe ist also fast hälftig zwischen Direktbeteiligungen und Fondsallokationen aufgestellt. Das ist ein großer Unterschied zu Holdings, die fast nur aus börsennotierten Assets bestehen: Bei Sofina hängt viel am fairen Wert privater Beteiligungen und an der Qualität der Fondsmanager. Innerhalb des Gesamtportfolios entfallen 39 % auf Westeuropa, 37 % auf Nordamerika und 24 % auf Asien. Zugleich sind nur 7 % des Portfolios börsennotiert, 93 % sind unlisted. Das macht Sofina interessant, aber eben auch bewertungssensibel.
Die zehn wichtigsten Direktbeteiligungen waren zum 31.12.2025 ByteDance, Cognita, Nuxe, Drylock, Proeduca, Cambridge Associates, Vinted, MNH/Mérieux NutriSciences, Salto und EG Software. Diese zehn Positionen machten 29 % des transparenten Portfoliowerts aus. Das ist konzentriert, aber nicht extrem. Positiv ist, dass Sofina nicht von nur einer einzigen Großposition abhängt. Negativ ist: Einige der wichtigsten Werte sind private Assets, bei denen der Marktpreis eben nicht täglich sichtbar ist. Wer Sofina kauft, muss deshalb akzeptieren, dass der ausgewiesene NAV ökonomisch plausibel sein kann, aber nie dieselbe Härte hat wie ein rein börsennotiertes Portfolio.
Die Zahlen für 2025 sind gemischt, aber insgesamt ordentlich. Der NAV stieg per Jahresende auf 10,843 Mrd. Euro bzw. 305,77 Euro je Aktie, nach 10,305 Mrd. Euro bzw. 311,77 Euro je Aktie ein Jahr zuvor. Dass der NAV je Aktie trotz höherem Gesamt-NAV gefallen ist, liegt am Kapitalanstieg 2025 und der dadurch höheren Aktienzahl. Auf vergleichbarer Basis lag der NAV je Aktie laut Management bei 312,02 Euro. Das Nettoergebnis 2025 fiel mit 113 Mio. Euro deutlich niedriger aus als 2024 mit 1,36 Mrd. Euro, was bei Investmentholdings aber kein sauberer Qualitätsmaßstab ist, weil Bewertungsbewegungen und Exits das Jahresergebnis stark verzerren. Für diese Art Gesellschaft ist der NAV klar wichtiger als das Periodenergebnis. (Sofina)
Bilanzseitig wirkt Sofina konservativ. Ende 2025 lag die Netto-Cash-Position bei 430 Mio. Euro; die Finanzverbindlichkeiten betrugen 1,293 Mrd. Euro bei 1,723 Mrd. Euro Bruttoliquidität. Das ausgewiesene Loan-to-Value betrug -4,1 %, also netto nicht Verschuldung, sondern Netto-Cash. Das Management nennt als Zielkorridor für das Loan-to-Value 5 % bis 10 %, was ohnehin vorsichtig wäre; tatsächlich lag man darunter. Hinzu kommt, dass S&P im September 2025 ein langfristiges Emittentenrating von A- mit stabilem Ausblick vergeben hat. Für eine Holding mit hohem Private-Market-Anteil ist das ein klar positives Signal.
Bei der Dividende ist Sofina kein Hochdividendenwert. Für die Hauptversammlung am 13.05.2026 wurde für das Geschäftsjahr 2025 eine Bruttodividende von 3,66 Euro je Aktie vorgeschlagen, nach 3,50 Euro im Vorjahr. Ex-Tag ist der 27.05.2026, Zahltag der 29.05.2026, sofern die Hauptversammlung zustimmt. Bezogen auf den Schlusskurs vom 21.04.2026 entspricht das einer Bruttorendite von rund 1,6 %. Das ist nicht wenig, aber auch nicht der Grund, warum man Sofina kauft. Die Aktie ist ein Substanz- und Allokationswert, kein Einkommenspapier.
Bewertungstechnisch ist die Aktie auf den ersten Blick interessant. Beim Kurs von 226,00 Euro und einem ausgewiesenen NAV je Aktie von 305,77 Euro lag der Abschlag zum NAV am 21.04.2026 bei rund 26,1 %. Gegenüber dem like-for-like-NAV von 312,02 Euro lag der Abschlag sogar bei rund 27,6 %. Das ist für eine gute Familienholding mit starker Bilanz grundsätzlich attraktiv. Aber hier muss man sauber bleiben: Ein Abschlag ist nicht automatisch ein Schnäppchen. Bei Holdings mit hohem Private-Equity- und Venture-Anteil ist ein Abschlag teilweise gerechtfertigt, weil Bewertungen zeitverzögert sind, Exits unsicher sind und das Portfolio illiquide ist. Der Markt zahlt bei Sofina also nicht einfach „zu wenig“, sondern preist einen Teil dieses Risikos bewusst ein. (Sofina)
Was die Kursziele angeht, sollte man nüchtern bleiben. Es gibt für Sofina keine breite Analystenabdeckung wie bei einem DAX-Schwergewicht. MarketScreener zeigt per 22.04.2026 einen Konsens aus vier Analysten mit „Buy“ und einem durchschnittlichen Kursziel von 294,92 Euro. Das liegt klar über dem Kurs vom 21.04.2026. Ich würde diese Zahl aber nicht überhöhen. Bei einer Holding wie Sofina ist der bessere Anker meist nicht das Analystenziel, sondern die Frage, ob der aktuelle Börsenwert im Verhältnis zum NAV, zur Bilanzqualität und zur Qualität der Kapitalallokation attraktiv ist. (MarketScreener)
Meine Einschätzung zur Aktie ist deshalb insgesamt positiv, aber nicht euphorisch. Die starke Seite von Sofina ist die Struktur: familiengeprägt, langfristig, international, mit Zugang zu Unternehmern, privaten Wachstumsfirmen und Top-Fondsmanagern. Dazu kommt eine konservative Bilanz, die in schwächeren Marktphasen echten strategischen Wert hat. Die schwache Seite ist ebenso klar: Das Portfolio ist sehr stark von privaten Bewertungen, vom Exit-Markt und vom Sentiment für Growth Assets abhängig. In Boomphasen sieht das genial aus, in Phasen mit höheren Zinsen, schwächerem IPO-Markt und vorsichtigerem Venture-Umfeld kann die Aktie lange unter Druck oder unter NAV bleiben. (Sofina)
Für die nächsten 5 bis 15 Jahre halte ich Sofina grundsätzlich für einen interessanten Qualitätswert unter den europäischen Beteiligungsgesellschaften. Der Investmentcase steht und fällt aus meiner Sicht mit drei Punkten. Erstens: Bleibt das Management bei der Kapitalallokation diszipliniert und jagt nicht jedem Modethema hinterher? Zweitens: Bestätigen spätere Finanzierungsrunden und Exits die heute angesetzten Fair Values der großen privaten Beteiligungen? Drittens: Bleibt der Zugang zu starken Fondsmanagern und hochwertigen Unternehmerfamilien erhalten? Wenn diese drei Punkte halten, ist Sofina langfristig gut positioniert. Der Mix aus Direktbeteiligungen, Venture-/Growth-Fonds, regionaler Streuung und geduldigem Kapital ist schwer nachzubauen. Falls aber private Bewertungsniveaus strukturell sinken oder sich Exits über Jahre verschieben, kann der NAV träge wirken und der Holding-Abschlag hartnäckig bleiben. Das ist der eigentliche Haken.
Unterm Strich ist Sofina für mich eher eine Aktie für geduldige Anleger mit Verständnis für Beteiligungsgesellschaften als für kurzfristige Kursjäger. Wer ein transparentes, täglich sauber marktbewertetes Portfolio will, ist hier falsch. Wer aber eine solide, traditionsreiche, international aufgestellte und kapitaldisziplinierte Familienholding mit Zugang zu privaten Wachstumswerten sucht, bekommt hier ein ernstzunehmendes Unternehmen. Zum Stand 21.04.2026 wirkt die Aktie auf Basis des ausgewiesenen NAV nicht teuer, sondern eher attraktiv bewertet. Der Abschlag ist groß genug, um Interesse zu wecken. Er ist aber nicht so groß, dass man die Bewertungs- und Illiquiditätsrisiken ignorieren dürfte. Genau deshalb ist Sofina in meinen Augen kein Selbstläufer, aber ein ziemlich hochwertiger Langfristkandidat.
Autor: ChatGPT