Aktien Asien: Uneinheitlich - Zinssorgen und Iran-Krieg trüben Stimmung

dpa-AFX  | 
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SEOUL/TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) - An den asiatischen Börsen haben die Anleger zu Wochenbeginn vorsichtig agiert. Eine erneute militärische Eskalation im Iran-Krieg sowie Sorgen vor steigenden Zinsen belasteten die Stimmung, hieß es.

Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Die "falkenhafte" Botschaft von US-Notenbankchef Kevin Warsh auf dem Notenbanktreffen in Jackson Hole habe eine weitere Zinserhöhung der Fed wieder fest auf die Tagesordnung gesetzt, so Marktanalyst Hebe Chen von Vantage Global Prime. Kurzfristig dürfte es eher darum gehen, die Volatilität zu bewältigen, als die nächste Aufwärtsbewegung mitzunehmen.

Mit deutlichen Worten zur hohen Inflation hatte US-Notenbankchef Kevin Warsh am Freitag seine Bereitschaft für eine straffere Geldpolitik signalisiert. "Wir müssen davon überzeugt sein, dass sich die Kerninflation eindeutig und mit ausreichender Geschwindigkeit unserem Ziel annähert. Andernfalls haben wir noch einiges zu tun", sagte er zu Wochenschluss in Jackson Hole.

Indessen haben die USA erstmals seit Ende Juli wieder Ziele im Iran angegriffen. Die USA nahmen zwei Raketenabschussrampen in der Nähe der Straße von Hormus ins Visier, wie verschiedene Medien unter Berufung auf einen US-Beamten berichteten. Der Iran regierte daraufhin mit Vergeltungsangriffen auf zwei US-Stützpunkte in Jordanien. Die jüngsten gegenseitigen Angriffe dürften eine Verhandlungslösung für ein Ende des Iran-Kriegs erschweren, hieß es hierzu vom Handelshaus Pepperstone.

An der Börse in Tokio gab der Nikkei 225 leicht um 0,1 Prozent auf 66.312 Punkte nach.

Werte aus dem Artikel:
JP 225 64.621,24 +0,85%
HK 50 23.651,87 -0,90%
AU 200 8.721,09 -0,13%

In Südkorea ging es an den technologielastigen Märkten indessen um 0,5 Prozent nach oben.

An den chinesischen Börsen lag der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Werten an Chinas Festlandbörsen zuletzt 0,2 Prozent im Plus. Der Hang-Seng-Index der Sonderverwaltungszone Hongkong verlor indessen 0,3 Prozent.

Die Aktie des Elektroautoriese BYD gab in Hongkong 5,4 Prozent nach. Der Autobauer hatte am Freitag nach Börsenschluss Zahlen zum zweiten Quartal vorgelegt. Das Unternehmen profitierte dabei vom zunehmenden Export, der Umsatz war jedoch rückläufig.

In Australien schloss der S&P ASX 200 0,2 Prozent niedriger bei 9.076 Punkten./err/stk


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