Wenn die KI ausbricht: 'Sorgen machen müssen wir uns schon'

dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 496
A-
A+
Lesemodus
playAudio
playTeilen
Visuelle Darstellung von künstlicher Intelligenz.(Symbolbild)
- ©unsplash.com

KAISERSLAUTERN (dpa-AFX) - Die zunehmenden Fähigkeiten Künstlicher Intelligenz (KI) bergen nach Einschätzung von Prof. Andreas Dengel erhebliche Gefahren. "Sorgen machen müssen wir uns schon, weil wir eben sehen, wie mächtig dieses Werkzeug KI mittlerweile ist", sagte der Direktor des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kaiserslautern. KI sei längst nicht mehr nur ein Chatbot, der auf Fragen von Menschen antworte.

Für dich zusammengefasst:
Hinweis

In sogenannten agentischen Umgebungen könnten KI-Systeme ihre "ganze kognitive Power entfalten", sagte Dengel. Mehrere sogenannte Agenten könnten eigenständig Aufgaben verfolgen und miteinander interagieren. Problematisch werde es, wenn ein solches System ein Ziel erhalte, das nicht ausreichend präzise formuliert sei oder bei dem moralische Grenzen fehlten. Die KI könne dann Schlupflöcher und Abkürzungen finden, um ihre Bewertungsfunktion möglichst erfolgreich zu erfüllen.

Ein System ohne menschliches Verständnis

Zuletzt riss die Serie von Enthüllungen über alarmierende Hacker-Fähigkeiten führender KI-Modelle nicht ab. Britische Sicherheitsforscher ertappten etwa KI in einem Testlauf beim Versuch, in Eigeninitiative eine Schwachstelle in öffentlich zugängliche Software einzuschleusen. Zudem drangen KI-Modelle in Tests ungeplant in Computersysteme echter Unternehmen ein.

"Man kann nicht sagen, die KI hat bewusst gehandelt", sagte Dengel. Das System verfüge nicht über ein menschliches Verständnis, was ein Ausbruch sei. "Sie wollte in erster Linie nicht ausbrechen, sondern die Aufgabe lösen."

Werte aus dem Artikel:
Alphabet (Google) Aktie 299,55 € +0,59%
Meta Platforms Aktie 519,00 € -0,02%
Microsoft Aktie 434,40 € -0,54%
Tesla Aktie 288,30 € -0,03%

Wachsende Gefahr für kritische Infrastruktur

Die Gefahr liege auch darin, dass KI aufgrund ihrer enormen Rechenleistung Muster erkennen könne, die Menschen vermutlich nicht wahrnähmen. "In einer zunehmend digitalisierten und komplexen Umwelt können dadurch bislang unbekannte Schwachstellen entdeckt werden."

Dengel sieht eine wachsende Gefahr für kritische Infrastruktur. Angriffe auf Stromversorgung oder Satellitenkommunikation seien keineswegs Science-Fiction. "Das ist eine sehr akute Bedrohung, der wir eigentlich täglich, stündlich ausgesetzt sind", sagte der Wissenschaftler. Dass Möglichkeiten existierten, sei offensichtlich. Viele Informationen über Systeme seien öffentlich zugänglich, zudem gebe es zahlreiche Anleitungen für Cyberangriffe.

Grund zur Hoffnung

Die Bedrohungslage im Cyberraum werde deshalb weiter wachsen. Gleichzeitig gebe es Grund zur Hoffnung. Staaten mit ähnlichen demokratischen und ethischen Wertvorstellungen arbeiteten bereits an gemeinsamen Maßnahmen. Neben Regulierung gehe es dabei vor allem um Kontrolle und Strafverfolgung.

Nötig seien internationale Regeln, die eine wirksame Bestrafung ermöglichten. Dengel zeigte sich zuversichtlich, dass sich entsprechende starke Allianzen bilden könnten. Auch Stimmen aus großen Unternehmen und Konzernen in den USA forderten inzwischen eine stärkere Regulierung./wo/DP/mis


Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login
Knockout von Ing Markets Werbung

Passende Knock-Outs

Strategie Hebel
Steigender Kurs
Call
5
10
20
Fallender Kurs
Put
5
10
20
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB7BEW0 , DE000NB7BZR5 , DE000NB7CF34 , DE000NB2ZTZ1 , DE000NB4AGQ6 , DE000NB4BXT3 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.
Warnung
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlage­strategien geeignet.

Ähnliche Artikel

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.

Themen im Trend