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Wenig Fortschritt bei Bonner Klima-Verhandlungen

BONN (dpa-AFX) - Umweltschutzorganisationen haben eine überwiegend skeptische Bilanz der UN-Klimakonferenz in Bonn gezogen. Die zehntägigen Verhandlungen seien weit hinter dem nötigen Fortschritt zurückgeblieben, sagte Greenpeace-Experte Jannes Stoppel. "Hier wird verhandelt, als hätten wir noch Jahrzehnte."

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Protestler fordern ein Handeln gegen die Klimaerwärmung (Symbolbild).
Quelle: - pixabay.com:
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Bonn ist Sitz des UN-Klimasekretariats, das die internationale Klimapolitik koordiniert. Deshalb finden dort jedes Jahr im Juni die vorbereitenden Verhandlungen für die Weltklimakonferenz am Ende des Jahres statt. Diesmal wird die Konferenz im November von Brasilien ausgerichtet.

Immerhin: Handlungsfähig auch ohne die USA

Auch Viviane Raddatz, Klimachefin beim WWF Deutschland, sah keine nennenswerten Fortschritte in Bonn. "Der Blick geht hier für uns eindeutig auch auf Deutschland", so Raddatz. "Die Bundesregierung verschiebt Gelder, statt mit Verstand in Klimaneutralität zu investieren." Positiver urteilte die Organisation Germanwatch: Die Verhandlungen in Bonn hätten "vor allem kleine technische Fortschritte" gebracht, hieß es. Zudem habe sich gezeigt, dass die Staatengemeinschaft in wichtigen Feldern auch ohne die USA handlungsfähig sei. Präsident Donald Trump hatte im Januar den Austritt seines Landes aus dem Pariser Klimaabkommen angekündigt.

Bis zum Herbst müssen die Mitgliedstaaten der UN, auch die EU, neue Klimaschutzpläne vorlegen. Sollte die EU ihre Ziele verwässern, wäre das ein klimapolitisches Eigentor mit Signalwirkung, warnte Susann Scherbarth vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Zurzeit gelte: "Die Klimakrise schreitet voran, doch die globale Klimapolitik bleibt stehen."/cd/DP/stw

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