Bonn ist Sitz des UN-Klimasekretariats, das die internationale Klimapolitik koordiniert. Deshalb finden dort jedes Jahr im Juni die vorbereitenden Verhandlungen für die Weltklimakonferenz am Ende des Jahres statt. Diesmal wird die Konferenz im November von Brasilien ausgerichtet.
Immerhin: Handlungsfähig auch ohne die USA
Auch Viviane Raddatz, Klimachefin beim WWF Deutschland, sah keine nennenswerten Fortschritte in Bonn. "Der Blick geht hier für uns eindeutig auch auf Deutschland", so Raddatz. "Die Bundesregierung verschiebt Gelder, statt mit Verstand in Klimaneutralität zu investieren." Positiver urteilte die Organisation Germanwatch: Die Verhandlungen in Bonn hätten "vor allem kleine technische Fortschritte" gebracht, hieß es. Zudem habe sich gezeigt, dass die Staatengemeinschaft in wichtigen Feldern auch ohne die USA handlungsfähig sei. Präsident Donald Trump hatte im Januar den Austritt seines Landes aus dem Pariser Klimaabkommen angekündigt.
Bis zum Herbst müssen die Mitgliedstaaten der UN, auch die EU, neue Klimaschutzpläne vorlegen. Sollte die EU ihre Ziele verwässern, wäre das ein klimapolitisches Eigentor mit Signalwirkung, warnte Susann Scherbarth vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Zurzeit gelte: "Die Klimakrise schreitet voran, doch die globale Klimapolitik bleibt stehen."/cd/DP/stw
Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.