Weidel sieht Chance für Regierungsbildung in Sachsen-Anhalt

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Alice Weidel (AfD).
- © Sebastian Widmann / Freier Fotograf / Getty Images News / Getty Images

BERLIN (dpa-AFX) - Die AfD-Vorsitzende Alice Weidel hofft, dass die für die CDU enttäuschenden Wahlergebnisse in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern ihrer eigenen Partei in Sachsen-Anhalt nutzen werden. Auf die Frage, wie sie, die die Union in der Vergangenheit für linke Politik kritisiert habe, Koalitionsgespräche mit dem BSW rechtfertige, antwortete Weidel in der ARD: "Wenn es Überschneidungen gibt, dann können wir das so tun, meinetwegen auch in der Minderheitsregierung, das ist ja völlig offen."

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Zur schwierigen Regierungsbildung in Sachsen-Anhalt sagte Weidel weiter: "Wir müssen den Kollegen in Sachsen-Anhalt vor allen Dingen Zeit geben, sich dort zu formieren." Möglicherweise habe das schlechte Wahlergebnis der CDU von knapp über fünf Prozent in Mecklenburg-Vorpommern auch Auswirkungen auf Sachsen-Anhalt, "dass sich nämlich die CDU sehr genau überlegt, ob sie sie vor allen Dingen in Ostdeutschland mit dieser Brandmauerpolitik weitermachen kann".

Weidel fügte hinzu, die Wähler hätten die AfD in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt zur stärksten Kraft gemacht, "mit einem ganz klaren Regierungsauftrag, den wir auch sehr ernst nehmen". Die AfD werde dort Gespräche führen.

Vor zwei Wochen errang die AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mit 43,8 Prozent der Stimmen das stärkste Ergebnis ihrer Geschichte. Sie verpasste mit ihrem Spitzenkandidaten, Ulrich Siegmund, allerdings die absolute Mehrheit. Siegmund hatte diese Woche gesagt, er gehe davon aus, "dass wir im November oder Dezember die erste AfD-geführte Regierung in ganz Deutschland haben".

In Berlin hat die AfD ihr Ergebnis Hochrechnungen zufolge deutlich verbessert und mehrere Prozentpunkte im Vergleich zur Wiederholungswahl von 2023 hinzugewonnen. In Mecklenburg-Vorpommern hat die Partei ihren Wert mehr als verdoppelt./abc/DP/zb



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