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WDH/Steinmeier: Beziehungen zu gleichgesinnten Staaten ausbauen

(In der Meldung vom Mittwochabend wurde im vorletzten Absatz ein fehlendes Wort ergänzt. Es muss "drei Millionen Euro" statt "drei Millionen" heißen.)

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Frank-Walter Steinmeier.
Quelle: - pixabay.com:

TIKAL (dpa-AFX) - Deutschland sollte nach Auffassung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier konsequent seine Beziehungen zu Staaten ausbauen, die ebenfalls an den Regeln einer wertebasierten Weltordnung festhalten. Angesichts der Krisen und Konflikte in der Welt gewinne man den Eindruck, dass die bewährte Weltordnung in eine zunehmende Weltunordnung gerate, sagte Steinmeier während seines Besuchs in Guatemala. "Das werden wir nicht kurzfristig verändern können, aber wir müssen uns verändern."

Steinmeier betonte: "Wenn wir sehen, dass Verlässlichkeit und Voraussehbarkeit auch in vielen alten Verbindungen leidet und schwindet, dann müssen wir uns eben auch auf die Suche begeben nach Staaten und Nationen, die unsere Wertvorstellungen teilen, und mit denen unsere Verbindungen - bisher jedenfalls - nicht dicht genug sind." Reisen nach Lateinamerika lohnten sich unter diesem Gesichtspunkt immer.

Respekt für Leistungen Guatemalas zum Erhalt der Maya-Kultur

Steinmeier besichtigte am zweiten Tag seines Besuchs in Guatemala die zum Unesco-Weltkulturerbe zählenden Maya-Ruinen von Tikal. Er zollte Guatemala Respekt für seine Leistungen zum Erhalt der baulichen Überreste dieser einstigen Hochkultur. "Man muss das sehen, wenn man Guatemala verstehen will", sagte Steinmeier über die Tempel und Pyramiden inmitten des Tropenwaldes.

Bundespräsident in deutscher Schule frenetisch gefeiert

Vor seinem Flug zu den Maya-Ruinen war Steinmeier am Vormittag in der Deutschen Schule Guatemala von den Schülerinnen und Schülern mit tosendem Applaus begrüßt worden. Die Schule feiert in diesem Jahr ihr 125-jähriges Bestehen. An ihr werden fast 1.200 Schülerinnen und Schüler unterrichtet, die alle die deutsche Sprache lernen. Sie können dort die guatemaltekische Hochschulreife und das deutsche Abitur erwerben. Deutschland fördert die Schule jährlich mit rund drei Millionen Euro und entsendet 18 Lehrkräfte.

Der Bundespräsident nannte die Schule einen "ganz besonderen Ort des Lernens und des Austausches". Bilaterale Beziehungen würden von Staaten und der Politik gewoben und gepflegt, sagte er zu den Schülerinnen und Schülern. "Aber gelebt wird die Beziehung tatsächlich von den Menschen." Mithilfe der Schülerinnen und Schüler würden Deutschland und Guatemala noch weiter zusammenwachsen./sk/DP/zb

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