BERN (dpa-AFX) - Außenminister Johann Wadephul fürchtet keine Belastung der deutsch-ukrainischen Beziehungen nach der Festnahme eines zweiten Verdächtigen wegen des Anschlags auf die Nord-Stream-Pipelines. Es sei Aufgabe aller Ermittlungsbehörden, das mit Nachdruck zu verfolgen und auch die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, sagte der CDU-Politiker bei einem Besuch in der Schweiz.
Für dich zusammengefasst:
Wadephul fürchtet keine Belastung der Beziehungen.
Zweiter Verdächtiger wurde wegen Nord-Stream-Anschlag gefasst.
Die Justiz hat freie Hand bei Ermittlungen und Konsequenzen.
Wadephul verwies dabei am Rande der Botschafterkonferenz im Saal Bernexpo Cube auf die Gewaltenteilung in Deutschland. "Ich respektiere das, was die Justiz dort macht, und wenn erforderlich, wird es strafrechtliche Konsequenzen geben ohne Ansehen der Person. Das gilt ja nicht nur für Inländer, sondern auch für Ausländer", sagte er.
Und: "Ich kann nur sagen, dass die deutsche Justiz da absolut freie Hand hat. Und ich bin auch jederzeit bereit und in der Lage, das in der Ukraine zu erläutern."
Vier Jahre nach den Anschlägen auf die Nord-Stream-Pipelines war ein zweiter Verdächtiger gefasst worden. Die Bundesanwaltschaft ließ den Ukrainer Wolodymyr Z. in Kroatien von dortigen Beamten festnehmen, wie die Karlsruher Behörde mitteilte. Sie wirft ihm unter anderem das gemeinschaftliche Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion vor./cn/DP/he
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