Man dürfe aber "nicht in Panik verfallen", betonte der CDU-Politiker. "Sondern wir müssen diese Sturmphase aushalten, indem wir uns zunächst auf unsere eigenen Interessen besinnen." Das bedeute auch, dass Deutschland seine Verteidigungsfähigkeit stärken, seine Handelsinteressen wahren, und "unser Verständnis von Meinungsfreiheit und Wissenschaftsfreiheit formulieren" müsse.
Wadephul, der in der vergangenen Woche selbst in der US-Hauptstadt Washington zu Besuch war, bewertete die Gespräche mit seinem amerikanischen Amtskollegen Marco Rubio als positives Signal: "Sie haben mich zuversichtlich gemacht, dass wir auch in Fragen, in denen uns Meinungsverschiedenheiten trennen, zu Einigungen im beiderseitigen Interesse kommen können."
Schwierige Gespräche für den Kanzler
Merz reist am Mittwoch in die USA und wird am Donnerstag mit Trump im Weißen Haus sprechen. Der Kanzler hatte im Wahlkampf die Einmischung der US-Regierung in die deutsche Innenpolitik scharf kritisiert. Derzeit belastet auch Trumps Androhung von dauerhaft hohen Zöllen auf EU-Waren das Verhältnis. Mit Blick auf den Ukraine-Krieg ringt Merz zusammen mit anderen europäischen Regierungschefs um eine gemeinsame Haltung mit den USA gegenüber Russland.
Mit Spannung wird erwartet, ob Merz im Weißen Haus mit einer ähnlich unfreundlichen Behandlung wie zum Beispiel der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zurechtkommen muss.
Wadephul erinnert an Unterstützung durch die USA
Die USA hätten Deutschland nach der Befreiung von der NS-Herrschaft beim Wiederaufbau und auch bei der Wiedervereinigung immer wieder unterstützt, betonte Wadephul. "Das sollten und das werden wir nie vergessen."
Das Arthur F. Burns-Fellowship ist ein transatlantisches Austauschprogramm für Journalistinnen und Journalisten, das nach einem ehemaligen US-Notenbankchef und Botschafter in Deutschland benannt ist./mi/DP/men
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